Millennials verstehen lernen

Meine Hipstertochter ist sichtlich genervt von dem unaufhörlichen Gemaule ihres Freundes wenn es zu Musik kommt, alter wie neuer. Ich habe selbst einen Musikerfreund den ich schätze, auch wenn er beim Thema Musik seine Verachtung nicht zu verbergen sucht. Mein Schwiegersohn, der die Pazifik-Nordwestküste der USA sein Zuhause nennt, ist auf verlässliche Bluegrass Musik ausgewichen.

Neujahr habe ich in eine Auflistung der Top 100 Songs von 2018 kurz reingehört und mir deren Albengestaltung angesehen. Ich empfand das alles als verstörend desorientierend und konnte an keinem Lied Halt, Trost, Zuspruch oder Gefallen finden. Auch die Albengestaltung entsprechen der Orientierungslosigkeit, die der Tage von den Menschen, wie es scheint, Besitz ergriffen haben.

Ich glaube nicht, daß der Generationskonflikt hier die Ursache ist.

Meine Prägung ist West Coast Musik die bis hin zu den Eagles andauerte und in den vergangenen ein oder zwei Dekaden von dem dominiert, was ich als Hipster Musik bezeichne. Am zufriedesten bin ich mit Musik dessen Gesang ich als schön, nicht aber als interessant empfinde (interessantes gleitet bereits in Kunstkacke ab), auch wenn es ein Gejammere ist von dem ich von einem Mädchen weiss, das es ihre Herzen erweicht.

Lukas Graham | Not a damn thing changed
Eminem | Good Guy ft. Jessie Reyes
Louane | Avenir

Zum Abschluss zwei Proben
von Hipstern die mit Pop den schwindenden Einflussbereich zu erweitern suchen

The Weepies | No Trouble
Jason Mraz | More Than Friends (feat. Meghan Trainor)
Angus & Julia Stone | Private lawns