SEELENHEIL!

heal soul castile soap label CONTENT
Hinzugefügt: Dr. Bronner’s berühmte Etiquetten rufen jetzt auf zur Nutzung von psychedelischer Hilfstherapie.

Konstruktiver Kapitalismus

1858 Jüdisches Viertel, Laupheim, Germany

1858, die Familie Heilbronner beginnt mit der Seifenherstellung in ihrem Haus – im jüdischen Viertel in Laupheim. Später streicht sie das Heil aus dem Namen.

Dr. Bronner’s wurde 1948 von Emanuel Bronner gegründet, der aus einer deutsch-jüdischen Familie stammte und in dritter Generation das Seifenhandwerk erlernte. Er nutzte die Etiketten seiner hervorragenden umweltfreundlichen Seifen zur Verbreitung seiner Botschaft: Entweder erkennen wir, dass wir über ethnische, religiöse und kulturelle Unterschiede hinweg eine Einheit bilden, oder die Menschheit geht zugrunde: „We Are All-One or None!“ (Wir sind Alle Eins oder Nichts!) Dr. Bronner’s arbeitet bis heute als Familienunternehmen, das der Vision seines Gründers folgend sozial verantwortliche und umweltfreundliche Produkte höchster Qualität herstellt und seine Gewinne dafür einsetzt, eine bessere Welt zu erreichen. All-One!

Pfefferminz Familienseife ein ständiger, erfrischender Begleiter

1940 nimmt Emil den Ehrentitel „Dr.“ an; angesichts seiner eindringlichen Persönlichkeit, seiner wissenschaftlichen Kenntnisse und seines starken deutschen Akzents zweifelt niemand diesen Schritt an.

Mit Beginn der New Yorker Tage 1986, begleitete mich Dr. Bronner’s im Genitalbereich besonders prickelnde Pfefferminzseife, auch weil ich als Graphiker Gefallen fand an den schäbigen Plastikbehältern und ich das viele Kleingedruckte für Auszüge aus dem alten Testament hielt.

Fight for the planet merchandise

2020 können Sie, kannst Du, Dr. Bronner’s Kampf um Gutes auch weithin sichtbar mit €24.90 unterstützen.


„Telefonbuchpolka.” Der Sonntagssong.

Georg Kreisler Wikipedia (gemeinfrei)

Georg Kreisler ~ Telefonbuchpolka Bildquelle: Wikipedia gemeinfrei

Für Georg Kreislers Onkel Julius Hochberg, der in Wien eine Drogerie besaß, hatte der arbeitslose Grafiker Adolf Hitler Werbeillustrationen für ein Puder gegen Schweißfüße entworfen. Später wurmte ihn diese Auftragsarbeit für einen jüdischen Geschäftsmann so sehr, dass er noch am Tag nach dem deutschen Einmarsch in Wien Gestapoleute zur Drogerie schickte, um nach seinen alten Entwürfen suchen zu lassen.

georgkreilser.info

Miniplakatierung zum Freiluftkonzert am 11.9 auf Münchens Georg-Freundhofer-Platz

Emoji ~ Unter Umständen erlaubt Apple die Nutzung eines Emoji für kommerzielle Nutzung.

Miniplakate

Freiluftkonzert am 11.9
auf Münchens Georg-Freundhofer-Platz
U-Bahnstation Schwanthalerhöhe

Ein ? Emoji als Erkennungszeichen für eine Band

Während ich aushelfe mit einer kleinen Konzertan-kündigung auf Beatballaballa.com, einem digitalen Arbeitsplatz für lokale Bands zur Konsolidierung und Kuratierung ihres 2020 Münchner Samplers, zeigt sich, dass der Band vielleicht geholfen wäre mit einem Zeichen, das wie ein Buchstabe aus einer Schrifttype, Teil des universellen Computerbranchen Standards für Kodierung und der Darstellung von Texten über Systeme auf der ganzen Welt ist.

Einfacher gesagt, wenn Du ein ‚A‛ auf Deinem Rechner in Haidhausen tippst dann zeigt das auch ein ‚A‛ an auf einem Rechner im Hasenbergl. Ein ? Emoji ist ein Unicode character gerade so wie besagtes ‚A‛. Wie grandios wäre es, wenn das Bandzeichen ein Emoji ist. Die Unterhaltungen finden vor-nehmlich auf Facebook, Twitter, Instagram, E-Mail oder über SMS statt. Überall dort ist ein Emoji so einfach zu tippen wie der Buchstabe ‚A‛.


Britische Straßenkünstler scheuen keine Kosten das Wort auf die Straße zu bringen

Aussenwerbung

„Vergiß die Kinder, Fackel den Planeten ab”
Poster des Birmingham Straßenkünstlers Fokawolf: „Vergiß die Kinder, Fackel den Planeten ab”
mit der Darstellung eines SUV.

Steht die neue Markengestaltung von Berlin zu Unrecht in der Kritik?

Ein Zeichen Berlins

  • Ein Zeichen Berlins

©Land Berlin

Gegenüber dem neuen Berliner Erscheinungsbild haben sich Unkenrufe aus den Sozialnetzen und Entsetzensschreie von Fachleuten zu einer der Gestaltung abträglichen Meinung vereint.

Vielleicht beruhen die nachteiligen Befindlichkeiten gegenüber der neuen, modernen, ikonographischen Berliner Zeichensprache auf unwesentlichen Annahmen. Annahmen die in meiner zeitlebens gemachten Agenturerfahrung fern der Praxis, im Umfeld eines kühlen Besprechungsraums gemacht werden und sich nur in seltenen Fällen mit dem realen Verhalten im Alltag auseinandersetzen. Da rutschen den Teilnehmern gerne Torrheiten aus dem Mund, einfach um auch was gesagt zu haben.

Wie mir scheint wird den Gestaltern der sonst hochgelobten und begünstigten Jung von Matt Agentur an der Spree hier Unrecht getan. Die Arbeit ist nonchalant wie auch Berlin es ist und wird sofort als das wahrgenommen was es ist, ein Zeichen Berlins. Ausgesprochen deutlich hebt es sich in allen Größen und Variationen vom Umfeld ab.

Ligne claire an der Hergé, der mit Tim und Struppi seine Vorliebe zur klaren Linie zum Ausdruck brachte, hätte seine Freude an dieser Arbeit. Sie ist liebenswürdig, ungezwungen, unbekümmert, lässig wie es die Berliner sind.

Möge ein wenn auch unlauterer Äpfel zu Birnen Vergleich hier helfen. Wohlbekannte Zeichensprache einer Stadt die nicht minder als von Freiheit, Toleranz u. Vielfalt geprägt, wahrgenommen wird. Kommt Ihnen an den New Yorker U-Bahn ein Gefühl der Teilung in den Sinn oder sind sie eher froh um die klare Orientierungshilfe?

Ihrer Klarheit wegen gefeierte Wegweiser der New Yorker Metropolitan Transit Authority (CC)

Auch wenn es sich hier nicht um die Insignia von New York City handelt so hilft der Vergleich womöglich damit die vordringliche Aufgabe der Berliner Kennzeichnung in einer deutliche Identifizierung zu suchen, deren Linienbegrenzung hilft Berlins Kennzeichnung aus dem unkontrollierbarem Umfeld hervorzuheben.

Als Gestalter vermeide ich für gewöhnlich Linien und Kästchen und verlaße mich der Abgrenzung wegen auf Weißraum.

In meiner Wahrnehmung hinterläßt das Berliner Logo keine Prägung die als Teilung, oder als etwas gegenteiliges zu Freiheit, Toleranz u. Vielfalt wahrgenommen wird. Ich kenne Berlin als offen, entgegenkommend, beseelt von Bürgern deren Verhalten ausgesprochen nonchalant ist und dächte nicht im Traum daran, daß das neue Logo einen Widerspruch zu meinen Empfindungen auslösen könnte. Das halte ich für geradewegs absurd. Es erinnert mich an eine Diplom-Grafikerin meines Teams, die der erlernten Meinung war, ein nach unten deutender Pfeil werde als negativ empfunden.

So ein Quatsch. Heute findet dieser Pfeil als Zeichen für download Verwendung. Etwas das als durchaus positiv empfunden wird und Ihnen sagt, Sie bekommen was sie wollen. Oder burschikos ausgedrückt, der Pfeil weist mir den Weg zu den im Untergeschoss befindlichen Toiletten, die ich nach ein Paar Bier dringend aufsuchen muss.

Was als Ratio im Besprechungszimmer einleuchten mag, zeigt sich in der Praxis oft als irrtümliche Annahme.


Spinnen mit Persönlichkeiten

David Attenborough über Spinnen mit Persönlichkeit


Frühstück mit Champions


„Awoo.” Der Sonntagssong.

Sofi Tukker ~ “Awoo” feat. Betta Lemme

Auf der Suche etwas passendes für heute zu finden, hatte ich bei Stooges, Reconteurs, Alice Cooper, Twisted Sister wie auch The New Amsterdam und Britisch Seapower gestöbert und bin dabei auf ein E-Gitarren Instrumental gestossen, an dem ich hängen blieb und mir weitere Videos angeschaut bzw. angehört habe.

Sofi Tukker, dazu konnte ich auf Pitchfork keine Kritik finden, weiss das Duo also nicht einzuordnen, was mein Interesse noch erhöht. Wär‘ ich Musiker und wollte Geld verdienen würde ich auf DJ Tätigkeiten setzen, solange ich keinen Koffer mit Vinylplatten herumzuschleppen bräuchte. Die Lyrik beschränkt sich wenn überhaupt auf wenige Worte und sowohl Tucker Halpern als auch die schön anzusehende, in Frankfurt geborene Sophie Hawley-Weld (eigentlich sind beide schön anzusehen und strahlen immerfort Freude und Optimismus aus, und beide bleiben mühelos synchron mit an Aerobic erinnernden Bewegungsabläufen). Beider Garderobe ist farbenfroh und wird dem mit Spielkonsolen beschäftigten Nachwuchs, den morgendlichen Langläufern, SiFi u. Fantasy Freunden, Pop Anhängern und Diskogängern imponieren.

Die beiden Kultur-Optimisten haben sich auf Brown University, Providence, Rohde Island kennengelernt. Eine der acht Ivy-League-Universitäten den Vereinigten Staaten und Hort für Musiktalente denn nur Talent kann auch Talent finden.

Mittlerweile verehre ich Sofi Tukker und finde so ziemlich alles in ihrer Musik wieder, auch B52. Die beiden sind einfach allem gegenüber offen und verabscheuen wie auch die Natur es tut, nichts.

Hier ein Encore um die Band besser kennenzulernen

Sofi Tukker ~ “That’s It” (Live)