Malcolm Gladwell, der Autor der Bücher Tipping Point, Blink und Outliers, gewährt uns einen Einblick, wie die Lebenmittelindustrie mit Hilfe von Howard Moskowitz versucht, die perfekte Spaghetti-Sauce zu finden – und gelangt darüber zu der allgemeinen Frage nach dem Wesen von Wahlmöglichkeiten und Glücklichsein. Abschrift und Untertitel übersetzt von Annegret Krueppel. TED Talks.

Der geneigte Leser erlangt anhand des Beispiels aus der Lebensmittelindustrie, vergleichbare Einblicke darüber, wie in der Klassischen Werbung nach der grossen Idee gestrebt wurde, einer Idee die möglichst universell für möglichst viele relevant sein würde. Mit der unaufhaltsamen Fragmentierung der Märkte einhergehend, aber hat sich das Verhalten der Verbraucher grundlegend geändert und somit die Auffassung von sogenannten Zielgruppen. Wir Marketingleute streben nicht länger nach der grossen Idee, die allen taugt. Wir streben nach einer langen Idee, die für die Bindung von Mensch und Marke an allen Berührungspunkten taugt. Einer noch längeren Idee, die in Folge, für den Kaufzyklus: Auswahl-Einkauf-Besitz taugt und in Variabilität anpassungsfähig, eine Beteiligung des Verbrauchers zum Inhalt hat. Bis es hierzu reichlich, verlässliche Praxisbeispiele gibt, bleibt die Werbebranche während der Tranformation in einer Schockstarre. Solange die dt. Designnation international gelobt wird und in Cannes den zweiten Platz gleich nach den USA zugesprochen bekommt, ist auch kein Grund zu Anpassung vorhanden. Oder wie der Jude sagt, für den Wurm im Meerrettich besteht die Welt aus Meerrettich.