Ein Tag wie dieser in 6.3 Minuten

Werbespots mit Bruno wurden von 1957 bis 1984 von Werbe Gramm – heute Grey – zusammen mit der Filmgesellschaft Inselfilm produziert, nach dem Werbeverbot für Zigaretten im Fernsehen (1974) aber nur noch im Kino gezeigt. In den 1960er Jahren brachte es das HB-Männchen auf einen Bekanntheitsgrad von 96 % der Zuschauer. Damals war HB die bekannteste Zigarettenmarke in Deutschland. Quelle: KSCler87

Bruno macht uns über den eigenen Scheiss lachen

Das ist auch heute im Zeichen von Kulturpessimismus wieder aktuelles Marketing, nämlich das Verhalten der Verbraucher im Guten und wegen seiner grossen Anziehungskraft, im Bösen, als Kömödie und nicht als Drama darzustellen. Dramen versinken in der Omnipräsenz der Schrecken die den Verbraucher seit Einführung und dem Erfolg von Smart Phones und ‚Breaking News‘ überall hin begleiten.

Ein goldenes Zeitalter für Comics und Zynismus, denn in der Kürze liegt die Würze und  das kommt der kürzer werdenden Aufmerksamkeitspanne entgegen.

„Halt, mein Freund! Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zur HB. Dann geht alles wie von selbst.“

Schöpfer der Figur, war der Trickfilmregisseur Roland Töpfer1)Christoph Roos, mit dessen Sohn ich für kurze Zeit die Schulbank der Blocherer Schule in München teilte.  Sein Vater brachte mit seiner Schöpfung des Bruno, den Bekanntheitsgrad bei den TV Zuschauern auf 96 % und half HB zur bekanntesten Zigarettenmarke Deutschlands zu machen.

Referenzen   [ + ]

Wider dem Kulturpessimismus

Mit einer Vergangenheit als der Welt größtes, weltweites Agenturnetzwerk, hat McCann sich seiner Geschichte erinnert und läßt seinem altbewährten Anspruch wieder Aufmerksamkeit zukommen.

Mit Kampagnen wie „Ich bin es mir wert” für L’Oréal Paris, oder „Unbezahlbar” für Mastercard wurde Wahrheit gut erzählt und findet sich im Verhalten der Menschen vieler Länder und deren Sprachgebrauch wieder.

Bei solchen Beispielen wurde Markenbildung in Markenprägung transformiert und das weltweit.

Truth well told

Mit Truth Central wird der alte Claim in die Gegenwart geholt, in der es um Wahrheit nicht gut bestellt ist. Aus 120 Ländern werden Einstellung und Verhaltensweise der Menschen über Leben, Marken u. Vermarktung statistisch ausgewertet und als Studie angeboten. Die Wahrheit über das Alter, die Wahrheit über die Strasse, die Wahrheit über globale Marken…

So jetzt auch geschehen mit der Wahrheit über Europa seitens der dt. Chefstrategin Alison Segar, wie Horizont.net berichtet:

Denke ich an Europa, so denke ich an Züge, die alle großen Metropolen miteinander verbinden. Denken wir an die Mehrheit der Europäerinnen und Europäer, die ein bedingungsloses Grundeinkommen befürworten. Denken wir an die Befürworter von Vielfalt, eine weltweite Vorbild- und Führungsposition und Optimismus bei der Gestaltung der Zukunft.

Und mit uns denkt die Mehrheit von 15.500 Europäerinnen und Europäern, die McCann Worldgroup in seiner jüngsten Befragung in mehr als 15 europäischen Staaten zu Gegenwart und Zukunft unseres Kontinents befragt hat.

Alison Segar

Eine große Kommune
Konkurrenz ist out, Zusammenarbeit in

  • 71% der Europäer sind der Meinung, dass Marken und Unternehmen eine grössere Rolle für ein einigeres Europa spielen sollten.
  • 73% der Europäer wünschen sich, dass wir mehr teilen und weniger besitzen sollten.
  • 79% der Europäer wünschen sich, dass unternehmen enger zusammenarbeiten, um Probleme effektiver zu lösen.

Europa ist und muß nicht erst werden, wie es sich nurmehr in den Köpfen der Babyboomer noch abzuspielen scheint. Die große Hipster Kommune reist darin mit Zug, Flugzeug und Schiff herum.

Babyboomer haben das Nachsehen (Illustration dem New Yorker Magazin entlehnt).

„In der Zukunft will jeder unbekannt sein für 15 Minuten.” Banksy

„In der Zukunft will jeder unbekannt sein für 15 Minuten.” Banksy
Foto © Jaime Rojo / BSA

Schon vergessen? Acht Stunden machen noch keinen Tag.

Filmposter

Das neue Filmplakat vom britischen Illustrator Sam Hadley als Persiflage auf den Stil der 70er Jahre zu Fassbinder's Fernsehserie von 1972.
Das neue Filmplakat vom britischen Illustrator Sam Hadley
als Persiflage auf den Stil der 70er Jahre zu Fassbinder’s Fernsehserie von 1972 zum ersten Mal in dern USA zu sehen. (Adrian Curry)