Vor nicht so langer Zeit, gehörte es zum Selbstverständnis der Werbebranche, Kampagnen so zu führen, dass sie auch der Fortbildung dienten. Heute stellt sich die Frage ob eine solche Verantwortung obligatorisch werden soll.

Es gehört zum Selbstverständnis der Werbebranche, neben der kurzfristigen Umsatzförderung auch den Fortschritt langfristig zu fördern.

Nur ist es mit dem Selbstverständnis nicht weit her. Die ureigenen, gerne auch egozentrischen Bedürfnisse der Agenturen wurden vernachlässigt, heute ist es karriereschädigend, das Agenturprodukt und nämlich der Kreativität für Kunden nachzukommen. Ein neurotisches Geschäftsmodell, das auch der Selbstverwirk-lichung der Kreativen nicht förderlich ist.


 

Karen Heumann und Hans-Christian Schwingen


 

Telekom-Manager Hans-Christian Schwingen legte gestern mit 5 Rand-bemerkungen zu einer Generaldebatte den Finger in die Wunde, die im Mangel an Selbstverständnis seinen Ursprung hat und nicht wie gerne angenommen, an der Verfehlung digitaler Kompetenz.

Ich stelle hier mal die Frage, die vor mir Edward Boches für die USA gestellt hat.
 

Ist Deutschland mit obligatorischen sozialen Mediendiensten noch zu retten?

Für Politik, Unternehmen und deren Agenturen, soll grundsätzlich verstanden und nicht notwendigerweise obligatorisch sein, ein deutliches Signal auszugeben: „Mitgefühl in Dienstleistungen einbringen‟, „Keine Kampagne wenn nicht für soziales Gut‟, „Um Ideen die tun für Besserung herum Kampagnen erstellen‟

Forsa-Umfrage: Bundesbürger fordern mehr Social-Media-Kompetenz bei Ämtern und Behörden – hier nachzulesen.

Wohl sein heisst gutes tun, war für Chris Salgardo, Präsident von Kiehls nie eine Frage, nun fehlt es Chris Salgardo noch seiner erfolgreichen Kosmetikmarke an Selbstverständnis, noch an Durchsetzungsvermögen (Bild unten).
 

Chris Salgardo, Präsident von Kiehls
Foto: Lawrence Ferber (Erlaubnis noch unbeantwortet)