Politik im Umbruch

Auszug aus dem Peter Kruse Interview ‚Politik im Umbruch‛ mit Ulrike Reinhard


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Man hat ein ernstzunehmendes Gefühl der Entfremdung das sich über 20 Jahre aufgebaut hat und was mit der Existenz des Netzes, plötzlich eine Sichtbarkeit bekommt, die vorher nicht da war.

Das Netz ist ja das permanente Versprechen auf die Möglichkeit der Nähe.

Und wenn dieses permanente Versprechen auf die Möglichkeit der Nähe im Raum ist, dann wirkt die Distanz falsch und schlecht und anstrengend.

Und insofern glaube ich nicht dass, das über die Netze erzeugt worden ist, aber die Netze haben wie ein Brennglas die Dinge auf den Punkt gebracht und insofern bekommen wir im Moment die Wirkung dessen, was zwanzig Jahre vorher gelaufen ist.

Die geballte Ladung

Andy Smith entlehnt


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Ich staune nicht schlecht über Eloquenz und Präzision der Sprache, mit der Prof. Dr. Peter Kruse hier wie anderswo Klärung offeriert zu dem wie uns geschieht.

Eine Erklärung jedenfalls, die auch im Kontext zu Niko Lumma’s anklingender Befürchtung, dass Protest reaktionär zu werden droht, Aufschluss bietet [hier und hier zu lesen].

Die geballte Ladung

Transformation ist für jeden Lebensbereich und für einen jeden von uns unausweichlich, tritt in geballter Ladung auf und es ist imperativ die Wucht und Wirkung mit der dieser Wandel einher geht, zu verstehen, zu akzeptieren und sich darauf einzustellen, auch wenn dies eine grundlegende Umstellung voraussetzt.

„Und wenn dieses permanente Versprechen auf die Möglichkeit der Nähe im Raum ist, dann wirkt die Distanz falsch und schlecht und anstrengend.‟
Dies gilt auch und womöglich insbesondere für so lapidar erscheinende Nebenschauplätze wie dem von Alexander Wipf erhobenen Einspruch zum Geschäftsgebaren von Apple Deutschland das ein Duzen der Kundschaft seit 2 Jahren vorzumachen sucht, hier zu lesen. ‚Every little helps!‛ rufe ich meinem Kollegen und Landsmann ermutigend zu.
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