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Wie Babyboomer die Marketingrevolution ersticken

 


Unsere Wirtschaft wird seit den 80er Jahren von Babyboomern (Altersgruppe 47-66) bestimmt. In den USA alleine gibt es über 77 Millionen Babyboomer. Der dominierenden, demographischen Kohorte folgt Generation Y, mit mehr als 60 Mio (Altersgruppe 18-32). Sie werden demnächst ihren sorglosen Lebensstil aufgeben und sich überlasten, mit dem Kauf von Häusern, Autos, Möbeln und Kulturgütern, als hätten sie aus den vergangenen 3 Jahren nichts gelernt.


Michael Cane by Brian Duffy Wie Babyboomer die Marketingrevolution ersticken 

Ich habe mein Leben in jedem Augenblick genau so gelebt wie ich es wollte. Ich habe nie auf irgend jemanden gehört.— Michael Caine, 1964. Via Creative Review. Foto: Brian Duffy

 

Das dicke Ende?

Wir Babyboomer betreiben die Werbeagenturen, die Medien und die Kundenorganisationen.

Wir haben unser Leben damit zugebracht gut darin zu werden, uns an unseres gleichen zu verkaufen. Fähigkeiten die immer weniger nützen werden. In 10 Jahren werden sie völlig irrelevant sein. Wer sein gutes Leben in der Werbung oder sonstwo weiterführen will, muss sich ein neues Publikum schaffen und sein Marketing den Wünschen, Ängsten und Gepflogenheiten der Generation Y anpassen.

Viele von uns meinen sie könnten es aussitzen, die paar Jahre gut und gerne von ihrem Monatsgehalt leben und sie behalten sicher recht. Mit ihnen ist insofern nichts anzufangen.

Mit 60 merken wir, dass wir noch ein Viertel Jahrzehnt vor uns haben und das die Rechnung nicht aufgeht.

Andere verlieren von heute auf Morgen ihre Arbeit, da sie bei der nächsten Gelegenheit betriebsbedingt, ihres Alters wegen, ausgegrenzt werden. Sie sind gute Probanten für Wandel.

Wer heute in den überkommenen Mustern von Faustrecht und Fede denkt, gilt als unangepasst, das eigene Unvermögen die Anforderung der Zeit zu akzeptieren aber fällt uns Babyboomern schwer.

 

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Warum so niedergeschlagen an schönen Maitagen? © Time Inc. Foto: Alfred Eisenstaedt.

 

Strampelnd und schreiend werden meine Babyboomerfreunde auch in Zukunft keine rechte Freude haben

Der gestrige Abend im altvertrauten Freundeskreis begann mit der Überlegung des Freundes, sich nicht Anleihen aus der Vergangenheit holen zu wollen um wieder Zukunft zu spüren und endete darin, das wir uns alte Stücke von Hot Chilli Peppers anhörten.

 

Was wir Babyboomer jetzt tun müssen

Als erstes akzeptieren wir, auch dann wenn wir noch unbeschadet im Boot sitzen, dass die Zukunft unserer Marken von unserem anpassen an die umfassenden Änderungen abhängt. Ein gutes Stück unserer, ein Leben lang erworbener Sachkenntnis, können wir über Bord werfen.

Seien Sie umgetrieben und machen sie sich schlau. Hören Sie damit auf sich über die immer gleichen, alten Erfahrungen aufzuregen, verwenden sie alle Aufmerksamkeit auf das was wirklich um Sie herum geschieht (mit den eigenen Kindern angefangen).

Drittens, beginnen Sie damit zu experimentieren, probieren und scheitern, während dessen Sie lernen was zählt bei den neuen Konsumenten.

Und Viertens, was auch immer Sie tun, empfinden Sie Freude daran. Es wird uns nicht gelingen, uns und unsere besten Freunde, strampelnd und schreiend mit in die Zukunft zu nehmen.

 

Welch Ironie, als wir Boomer jung waren beschwerten wir uns, dass unsere Eltern „unsere Generation‟ nicht verstünden. Jetzt beschweren wir uns, dass wir „unserer Kinder Generation‟ nicht verstehen. Unsere Kinder beklagen sich das wir „einfach nichts kapieren‟.

Wir müssen es rasch kapieren, sonst wird unser Geschäft in Mitleidenschaft gezogen. Oder es wird, wie einige bereits erfahren haben, nicht mehr existieren.

 

 

Kategorien:Eigenes, Neue Werbung, Transformation

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  • http://www.facebook.com/people/Stefan-Wehmeier/1631104166 Stefan Wehmeier

     

    Ohne Theologen gibt es wieder eine Zukunft, ohne Philosophen
    wird die Menschheit intelligenter, ohne Schulmediziner wird sie gesünder, ohne
    Wirtschaftsexperten reicher, ohne Juristen gerechter, ohne Militaristen wird
    die Welt sicherer, ohne Verkäufer wird das Leben interessanter und ohne
    Politiker überhaupt erst lebenswert.

     

    Das heißt nicht, dass die Menschen überflüssig werden,
    sondern nur die eigentlich sinnfreien Tätigkeiten, während für alles Sinnvolle
    die menschliche Arbeitskraft zur ökonomisch knappsten Ressource und damit der
    Mensch das wird, was er sein soll: das Allerwertvollste.

     

    Für die Beendigung der “Finanzkrise” durch den
    eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation (Marktwirtschaft ohne
    Kapitalismus) bedarf es lediglich der Überwindung der Religion
    (Erkenntnisprozess der Auferstehung): http://www.juengstes-gericht.net

  • admin

    Hallo Stefan Wehmeier,
    ich merke gerade, dass ich für Clark Kokich nicht antworten kann, dessen Inhalt ich größtenteils übersetzt habe.
    Mich freut Dein Kommentar freilich – Grosse Probleme brauchen keine grossen Lösungen und ich bleibe versucht, mit Beispielen reifer Leistungen oder direktem Lösungsvorschlag unserer Branche weiterzuhelfen.

  • http://twitter.com/sargentmark Mark Sargent

    Hallo Stefan Wehmeier,

    ich merke gerade das ich nicht für Clark Kokich antworten kann, dessen Artikel auf Fast Company ich mir hier die Freiheit genommen habe, ins deutsche zu übertragen. 
    Mich freilich freut der Kommentar und ich bleibe bemüht, Beispiele reifer Leistungen als Motivation zu zeigen oder förderliche Einblicke. Ganz sicher brauchen grosse Probleme keine grossen Lösungen.