Kanye West 15 Minuten Rede in London.

 

 

E. Alex Jung und die guten Leute von Vulture, lieben Kanye West so sehr, dass sie sich die Mühe gemacht haben eine Abschrift seines Geschimpfes von vergangener Woche anzubieten. Wie Jung bin ich durchaus begeistert von Kanye West.

 

 

Aunt Jemima Werbung. Quelle: http://blackamericaweb.com

 

 

West verstand es den grossen Hebel umzulegen. Er fügte der aus weisser Perspektive, als schwarz geltenden Soul Musik, Onkel Tom’s Hütte oder dem Aunt Jemima Pfannkuchenpulver, die als weiss geltende Intellektualität hinzu. Somit wird er als Markt-erster, schwarzer Intellektueller von weissen Feuilleton-Redakteuren und Redakteurinnen gefeiert, als gäbe es keine schwarzen Intellektuellen.

Amerika entdeckt die Tage den grossen Schwindel der Sozialmedien, es werden Listen wie die, der 10 schlimmsten Hippie Start-Ups veröffentlicht. Natürlich springen Firmen auf den Schnellzug auf, mit den alten Versprechen in neuem Kontext.

 

 

Falsch

Falsch daran ist, dass die Leute sich von wohlig, warmen Gefühlen und komischen Versprechen hingezogen fühlen, anstelle daran festzuhalten, geschaffene Tatsachen zu erwarten und sie auch einzufordern.

 

 

Müde oder seltsame Versprechen im frühen 21. Jahrhundert.

 

 

Nichts davon entspricht einem gesunden Egoismus, nicht das was West hier vorführt und nicht das was Nike, Louis Vuitton, Gucci oder der Commerzbank vorzuwerfen ist.

Wirtschaft und Politik mögen besser akzeptieren, dass nicht was wir denken unser Tun ändert, aber das Tun unser Denken ändert. Zum Vorteil von Wirtschaft und Politik übrigens. Kein freier Geist kommt auf die Idee, Verzicht zu verlangen, er fordert Großzügigkeit. Wirtschaft und Politik sollen radikal egoistisch sein. Konsumenten und Wähler dann, sollen noch radikaler egoistisch sein.