WARUM ÜBERFLIEGER VERKEHRT IST       ALS TITEL
FÜR MALCOLM GLADWELL’s DRITTES BUCH

Mit Überflieger wird eine inhärente Qualität eines Individuums im Sinne seiner DNA identifiziert. „Wahnsinn, was ein geborener Überflieger Mark Zuckerberg ist!‟ – Gerade solch weit verbreiteten Mythos sucht Gladwell in seinem dritten Buch zu entlarven, zugunsten der nüchternen Erkenntnis, dass wir unseren Erfolg vielmehr den Umständen, Gelegenheiten und unserem begünstigenden, sowie ermöglichenden, sozialen Umfeld verdanken und nicht den fälschlich viel zitierten, herausragenden Eigenschaften. Ausreisser oder Aussenseiter bieten jeweils eine dem Buch auch inhaltlich, entsprechende Übersetzung zu dem Origialtitel, Outlier. Es ist die Demokratisierung von Erfolg und der Nonkonformist wird favorisiert.

Die Entscheidung das Buch konträr zu Originaltitel, Inhalt und Bestimmung, den reisserischen Kunsttitel, Überflieger zu geben, ist vielmehr dem verkaufsförderndem Kalkül des dt. Verlags zuzuschreiben und ein Ärgernis, da es sich dem Ansinnen des Authors widersetzt und auch den Leser irreführt und für dümmer verkauft als dieser bei der aktuellen Entwicklung, kontinuierlich zunehmender Reifung ist.

 

Joseph Johnson Etching

 

Joseph Johnson, von Kupferstichen bemerkenswerter Bettler, Handelsreisender und anderen Personen…, 1815

 

Auch bei Hunden, stellt sich heraus, dass nicht unbedingt das kräftigste Tier, das Rudel anführen wird, aber der Hund mit den besten Ressourcen und gutem sozialen Auskommen. Umstände und deren Nutzen sind ausschlaggebend für Erfolg neben einem gesunden Selbstverständnis.