McCANN Germany

 



Fidel Castro



Jesus

You won’t be sorry you talked to us.

 

(Wahrheit zentral 2012) Zur Neuveröffentlichung von McCANN.de

McCANN, das in der Geschichte der Werbung, größte Agenturnetzwerk der Welt, besinnt sich der Wahrheiten (und schiebt ein offenes Stellenangebot ein)

Beim Besuch von McCANN.de , verstehe ich bereits die erste Bildfolge nicht mit der Bildunterschrift:

„Es wird Ihnen nicht leid tun mit uns gesprochen zu haben.‟

Es sind die Bilder die ich nicht sofort zuordnen kann. Sind sie nun für McCANN Kunden gedacht, überambitionierte Bildtafeln, vermeintliche Key Visuals und widersetzten sich die missverständlichen Bildwerte nicht der brillanten Klarheit des neuen Erscheinungsbildes?

Ist es Jesus oder Fidel Castro, sind es Leute mit entsprechenden Eigenschaften, die ein Gespräch mit McCann Deutschland und Personalchefin Barbara Kühne, nicht zu bereuen hätten?

Was tut Barbara, wenn sich tatsächlich Leute in Fidel Castro’s Alter bei ihr melden?

Was tut Barbara, wenn sich junge Leute mit völlig neuen Ideen bei ihr melden; Leute, die wie Jesus dazu beitrugen, eine Bewegung zu beginnen?

 

Amerikanismen verbreiten

McCann ist eine Tochtergesellschaft der Interpublic Gruppe, der Welt drittgrößtes Werbekonglomerat.

Es repräsentiert einige der weltgrößten Unternehmen. Weltmarken mit Sitz in den USA und Bedarf an globaler Ausbreitung. Coca-Cola, Microsoft, Johnson und Johnson aber auch europäische Marken wie L’Oréal Paris.

Kein Wunder das die, offensichtlich eingeschobene, offene Stellenanzeige in englisch ist.

In unserer Frühzeit der post-globalisierung nimmt lokales einen besonderen Stellenwert ein, auch wenn für McCann Deutschland englisch als Geschäftssprache hinsichtlich eines europäischen Kundenstamms unumgänglich ist, ist für eine Stellenanzeige in Deutschland die dt. Sprache angebracht und förderlich.

 

Hier hast Du die Welt, nun setzt‘ Dich dafür ein

Der geborene Lügner und Werbeleiter Harrison McCann, verliess Standard Oil, um 1912 sein eigenes Werbeunternehmen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber als ersten Kunden zu gründen.

1930 kam Alfred Erickson’s Firma hinzu: McCann Erickson.

Während der fünfziger Jahre engagierte sich der 32-jährige Firmenpräsident Marion Harper, mit einer Kampagne um IPG zu gründen.

1989 verstarb er mit 73 Jahren in Folge eines Herzinfarkts in seinem Haus in Oklahoma City.

 

Marion Harper mit Firmenfahrzeug (Douglas DC-7)
Bildquellen: Brandrepublik (links), Get the five (rechts).

 

McCann in der neuen Welt

Verständlich, die Ratten verlassen das sinkende Schiff und neue Besen kehren gut, das erklärt die unverhofft eingeschobene Stellenanzeige.

Auch Apple war seit seines Bestehens ein beständig sinkendes Schiff.

Ein Phänomen, dass es den Getreuen zur Aufgabe macht und sie bestens dafür ausstattet, wirkliche Eigenleistung aufzubringen.

Ich bin jedenfalls begeistert von der klaren, von schwarz/weiss Kontrasten geschärften, neuen US CI, die merklich aufgeräumt daherkommt und den Eindruck erweckt, ein Weltklasseunternehmen sammelt sich unter einem grossen Namen, bereit zu tun, wofür sie die Erfahrung von Jahrzehnten, wie kein anderes Netzwerk mitbringt: Die Verbreitung von Weltmarken in alle Welt zu fördern mit dem Unterschied, es für eine ganz neue Welt zu tun.

 

 

 

Weltklassemarken in der neuen Welt

Wenn der Polizeiinspektor nicht weiter weiss, stellt er sich die Frage nach dem Geld.

Wer profitiert?

Welchen Weg hat das Geld genommen?

Mit der Gründung der IPG Holding, ermöglichte Marion Harper den Agenturen, Marken zu betreuen die im Wettbewerb zu einander stehen.

Eine entscheidende Änderung der Spielregeln für Wirtschaft und Agenturen.

Was mit Buick begann konnte bis hin zum dt. Kunden Opel fortgesetzt werden, der im Vorjahr an Scholz & Friends verloren ging.

Bezeichnenderweise ging der McCANN Tochter MRM, deren kreative Leitung ich für einige Zeit übernommen hatte, Opel nicht verloren.

Der frische Digitalwind sorgte dafür.

Die von Harper eingeführte Zersplitterung der Marketingkompetenz in kleine Spezialeinheiten kam den Agenturkunden bald teuer zu stehen.

Neben dem Investment an Zeit und Geld für eine Werbekampagne musste ein Budget her für PR, BTL, und eins für Firmenliteratur.

Die seinerzeit von Marion Harper geänderten Spielregeln boten eine Lösung, der auf Grund des Wachstums auf Kundenseite auftretenden Diversifikation mit Spezialisierung zu entsprechen.

Heute mag der Umkehrfall von Vorteil für den Kunden sein.

 





Alles aus einer Hand.

Grosse Probleme bedürfen keiner grossen Lösung, wie die Vorschläge von Andrew Kim und Anna Kövecses eindrucksvoll dokumentieren.

Die radikale Umkehrung der von Marion Harper herbeigeführten Änderung der Spielregeln und Weltkunden können benötigte Marketinglösungen wieder von einer dominanten Weltmarke und Leadagentur beziehen.

Die neue Website wird zeigen ob McCANN Deutschland es zu einem neuen Selbstverständnis gebracht hat mit einer Serie an erfolgreichem Neugeschäft mit dominierenden oder vielversprechenden, europäischen Marken zur Folge.

Dafür muss McCANN mit gesundem Selbstverständnis bereit sein und dieses Selbstverständnis eindeutig kommunizieren.

Wahr bleibt, dass McCANN die Verbreitung von Weltmarken in alle Welt zu fördern versteht.

Wahr ist auch, dass McCANN den Beweis schuldet, es für eine ganz neue Welt zu tun.

Einen Beweis den ausnahmslos, die gesamte, dt. Branche schuldet.

Mit Ausnahme vielleicht einer kleinen dt. Agentur mit Namen Heimat.

Respekt.