Courtesy of National Geographic photographer Gaetan Bourque

Courtesy of National Geographic photographer Gaetan Bourque.

 

 

Von Martin Rütter, dem prominentesten deutschen Hundeflüsterer, der auf Vox als Hundeprofi unterwegs ist, erfahren wir von der Begegnung der Frau Nowak und ihren zwei Golden-Retriever-Hunden mit einem Rudel Wölfe.

Vor 15 Jahren begann die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland mit einem Rudel in Lausitz. Es sind heute 300 Tiere in 35 Rudeln. Teil der grossen Migration der wilden Tiere in die Zivilisation.

Den Einblick den ich aus dieser Begegnung mitnehme macht unserer Zivilisation keine Ehre.

Wie bei der Immigration der Flüchtlinge auch, ist die anfängliche Willkommenskultur in Feindseligkeit umgeschlagen: Der böse Wolf. Der parasitäre Flüchtling.

Derweilen kennt die Natur keine Parasiten, sie kennt keine Nutzlosigkeit. Die Natur verabscheut nichts.

Erst seit kurzem erfährt der Mensch von seinen, von Generation zu Generation, auf Grund mangelnder Selbstaktualisierung, weitergegebenen Irrglauben und Irrtümern. Heute wissen wir mehr. Das Handy trägt dazu bei, weit mehr Einblicke zu gewinnen als dies noch zu Zeiten der konventionellen Medien1 Dominanz möglich gewesen wäre.

 

 

Haben Sie wilde Tiere in Ihrer Stadt gesehen? Senden Sie uns Ihr Foto: http://on.natgeo.com/1IeMaTw #YourShot

 

 

Was weiss denn Frau Nowak2, ob es sich bei den nur 20 Meter entfernten Wölfen, um für gewöhnlich, menschenscheue Tiere handelt, bei denen Frau Nowak und ihre beiden Apportierhunde nicht auf dem Speiseplan stehen?

Der Hund ist wie auch sein Gutmensch in der Zivilisation degeneriert, unmündig und wenig achtsam im Gegensatz zum Wolf. Der ist Gefahren ausgesetzt, dementsprechend argwöhnisch, mit Scheue, Robustheit, Kraft, Achtsamkeit und Vorsicht konditioniert.

Beim Wolf bleibt ein ausgewachsener Welpe bis 3 Jahre, unmündig von der Obhut und Fürsorge der Wölfin abhängig. Der Welpe ist wie ein Teenager beim Menschen, so gross oder großer als die Eltern von denen er abhängt. Der Hund dagegen bleibt ein Leben lang unmündig, von der Gunst der Zivilisation abhängig wie auch sein Besitzer. Der zivilisierte Mensch kultiviert die Unmündigkeit. Ein Gutmensch kann nur sein, wer sich der jeweiligen Kultur der Unmündigkeit anpasst oder unterwirft.

Die Natur wie auch ungestörte, aufgeklärte Familien bieten seit jeher Beispiele vom Umgang mit unangepassten Mitgliedern. Dabei geht es nicht um Toleranz aber um egoistischen Nutzen, ein Geben und Nehmen vielmehr. John F. Kennedy kam auf die Idee einer Abhängigkeitserklärung in Anbetracht der US Unabhängigkeitserklärung.

David Ogily, die Lichtgestalt der Werbebranche, wollte seinen Sohn nicht in seinen Fußstapfen sehen. Der Sohn wurde Immobilienmakler, da es mit Werbung ungleich schwerer ist Geld zu verdienen.

Um 900 hatten sich in Deutschland fünf selbständige Stammesherzogtümer gebildet:

Bayern3, Schwaben4, Franken5, Lothringen und Sachsen6.

Ein „Meltingpot”, wie er von Europäern uns Amerikanern vorgeworfen wird. Gelingt es Europa heute mit dem Zustrom der Flüchtlinge, den zunehmenden Mangel an Arbeitskräften auszugleichen, dann wäre das ein Nehmen, kein Geben.

 

 

  1. das konventionelle Medium insbesondere das deutsche Fernsehen dominiert im Wissenstransfer und wird vom Bürgerjournalismus, Sozialmedien und Blogs angetrieben.
  2. Martin Rütter auf den Spuren der Wölfe! Start der neuen Folgen von „Der Hundeprofi unterwegs“ am 28. November um 19:10 Uhr bei VOX
  3. Zu einer ersten politischen Einheit der Bajuwaren kam es durch die Herrschaft der Agilolfinger, die das Herzogtum Baiern begründeten.
  4. Das Stammesherzogtum Schwaben bestand aus den Nachfahren der Alamannen
  5. Die Franken im Sinne eines deutschen Stammes bilden ein ethnogenetisches Problem. Das reichsbildende Volk der Franken hatte bereits im Hochmittelalter seinen Namen an das Gebiet des Stammesherzogtums Franken abgegeben, obwohl dieses Gebiet erst spät „frankisiert“ worden war. Die eigentlichen Kerngebiete der Franken waren zur Zeit des Hochmittelalters im Herzogtum Lothringen organisiert, welches damals wesentlich umfassender war als die heutige französische Region Lothringen, bei der dieser Name vermittels des Nachfolgeherzogtums Oberlothringen schließlich verblieb. In Anlehnung an das kurzlebige hochmittelalterliche Stammesherzogtum Franken hat sich das Zugehörigkeitsgefühl zu den „Franken“ auf die heutige Region Franken eingeengt, wohingegen die Bewohner Hessens (im frühen Mittelalter noch die Chatten), des Rheinlands (Rheinfranken), der Pfalz und des Saarlands sich kaum noch ein wie auch immer geartetes fränkisches Stammesbewusstsein bewahrt haben.
  6. Die Sachsen, deren Siedlungsgebiete im Mittelalter im heutigen Bundesland Niedersachsen und in Westfalen lagen, sind durch die Eingliederung in das Frankenreich und die Christianisierung erst geeint worden. Im Hochmittelalter war der Volksstamm politisch im Stammesherzogtum Sachsen organisiert.