Visitenkarten für Julia Benkert

 

 

Julia war spät dran mich mit der Gestaltung ihrer Visitenkarte für die bevorstehende Vorstellung Ihres Romans im Münchner Literaturhaus zu beehren.

Der Druck musste möglichst sofort in Auftrag gegeben werden, somit konnte die Karte noch in die Hand genommen und bei Mängeln oder Fehlentscheidungen meinerseits noch rechtzeitig korrigiert und ein weiteres Mal gedruckt werden, um dennoch rechtzeitig am grossen Abend einsetzbar zu sein.

Das Briefing war ausgezeichnet, obendrein umsichtig mit Musterbeispielen. Ein Prägedruck soll es werden in Hausschrift, sachlicher aber an die Webseite angelehnt und dennoch zur Illustration des Buchtitels passen.

„Das eine nicht ohne das andere”. Eine versöhnlich klingende These in der Praxis kaum durchführbar, führt sie doch zu halben Sachen.

Ich hatte gerade zu einer Wettbewerbseinladung der US Agentur Victors & Spoils eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnet und die Lösung der ersten Kampagne von Dreien, war im Geiste bereits in allen Details vollständig ausgemalt.

In Hochform, Vorschläge so zu verfassen das sie für den Empfänger unmittelbar handhabbar erscheinen, gelang es Julia auf Anhieb Erleichterung zu verschaffen.

Die Ausführung, wenn auch bereits grob skizziert und von Julia abgenommen, machte mir für zwei Tage zu schaffen.

Anstelle der gewünschten Prägung, wollte ich Julia mit einer Luxe Farbnaht befrieden und die Haptik des Prägedrucks mit Quadplex1 überbieten.

Mit Quadplex werden vier Lagen Mohawk Superfine Papier aufeinander gepresst, darunter die orange Farbwahl in der Mitte, wodurch ein farbiger Streifen als Blickfang an den Außenkanten der Karten entsteht.

Die RGB Farbangaben holte ich aus der Kodierung der Webseite, das sollte dann passen zur orangen Farbnaht die seitens der Druckerei Moo vorgegeben war. Anstelle des üblichen Längsformats, eignete sich ein Hochformat, der auch von mir als schön empfundenen Schriftart, die Julia zur Hausschrift erklärt hatte.

Das buddhistische Muster für die Rückseite ist mit einer Anwendung vektorisiert und mit der Hand nachgebessert. Würde die Karte nicht an Spielkarten erinnern, hätte eine Assoziation mit einem Grabstein aufkommen können.

 

 

Julia Benkert Buch und Webseite