Leute sind sauer

 

 

Letzter Tag der 15. DLD in München. Bald ausnahmslos, waren schlüssige Amerikaner vom Club von Getan zu bewundern, die in wenigen kurzen Sätzen zur Sache kamen, während Europäer und Deutsche, in vielen, langen Sätzen die Verantwortung bei anderen suchten. Immer dabei, die albern, fröhliche Gastgeberin, der wie Marge, in der Patricia Highsmith Verfilmung von der talentierte Ripley, jeder gefällt.

 

 

Marge, Dir gefällt jeder.

Dickie Greenleaf

 

 

Pegida, eine Volksbewegung die von der liberalen „Lügenpresse” als Nazis und Islam-feindlich klassifiziert wird, ist ein erstes Anzeichen von Konsumenten, die zu Bürgern werden. Verärgerte Bürger, die es leid sind ihre Wetten auf Politik, Wirtschaft und Bildung abzuschliessen. Ein Sechser im Lotto ist realistischer.

Pegida wird zum Werkzeug der IS, wenn gelingt, die Bevölkerung zu spalten und gegenseitig aufzuhetzen. Während Vordenker Sascha Lobo sich mit rücksichtslose Technikkaste in etwas wie digitale Pegida verzettelt und die von Jeff Jarvis beschriebene Eurotechnopanik unterstützt.

 

Knoten

 

Vieles das als Technik bezeichnet wird, ist Kommunikation, Media, Verlegertum und Marketing, schon deswegen, weil digitale Kommunikation, Drucksachen und Mainstream übernehmen.

 

 

Es ist egal. Alles ist so surreal.

Was haben wir schallend gelacht, als es im D*K Video zu der Zeile, „Oh oh oh ich bin immer noch hier” kam!

Navid Kermani will meinen, dass hierzulande die Bevölkerung weitergekommen ist, als noch in den 90ern, in denen Asylheime von Bürgern angegriffen worden sind. Der Pegidawiderstand sei beispielhaft, ist jedoch blinder Aktionismus solcher Bürger, die inmitten Fragmentierung und Orientierungslosigkeit keine Mitte finden können. Währenddessen erklärt Frederic Todenhöfer wie es sich mit Suniten und Irak verhält.

 

Knoten

 

Wären Sie neugierig auf was da kommen mag, dann wäre das für Sie immer noch ertragreicher, als verärgert zu sein.

 

 

 

 

Treten sie näher, sagte der Häher

Eurotechnophobie bedroht den Wissentransfer. Jeff Jarvis macht sich Sorgen um Technologie in Deutschland. Er befürchtet, dass der Protektionismus, der von Institutionen ausgeht, die vom Internet bedroht werden – das sind vor allem Medienkonzerne und die Regierung – sowie die zunehmende kulturelle Technopanik zu schlechter Gesetzgebung, unnötiger Regulierung und gefährlichen Präzedenzfällen führen wird.