Vegetarier

Tierschutz Testimonial Kampagne

„Die Leute überlassen ihren Geldbörsen das Sagen.‟
bemerkte Toshigi düster


Meine beiden Töchter sind Vegetarier. Soviel ich weiss, sind alle ihre Freundinnen und Freunde ebenfalls Vegetarier. Es ist zu begrüssen der Ausbreitung und Gleichsetzung der vegetarischen Kultur beizuwohnen. Der Londoner Koch Yotam Ottolenghi macht hier allenfalls den Anfang.

Joshi Toshigi, ein 62 jähriger Witwer züchtet Elite Rinder in den Bergen von Matsuzaka etwa 350 Kilometer von Tokyio entfernt. Er füllt seine Mundhöhle mit Shōchū und besprüht die Lieblingskuh Yukimi mit dem aus Gerste gewonnenen Alkohol. Mit einem Reisbündel massiert er ihr dunkles Kastanienfell. Damit fertig kippt er zwei Flaschen Kirin Bier Yukimi in den Schlund. Yukimi erfährt solche Zuwendung jeden Tag exklusiv vom Bauern Joshi Toshigi. Alles geschieht zur vollsten Zufriedenheit von Yukimi und das für eine Lebensspanne die dreimal länger andauert als die des heimischen Schlachtvieh.
Yukimi schleckt den Bierschaum von ihren Lippen.

Wasser wurde zur Ware ob es nun Erinnerungen halten kann oder nicht. Bemerkenswert ist, dass so manche Industrie der wissenschaftlichen Unhaltbarkeit der These zum Trotz, dem Verdachtsmoment vertraut und Techniken anwendet, wildes, fliessendes Wasser mit stehendem, ruhigen Wasser in Berührung zu bringen um somit die Korrosion in Wasserleitungen tatsächlich zu schmälern. Tun ist gut.¹ Probieren geht über studieren.

 

 

 

 


„Denn die Natur ist zuverlässig, nicht das Geld.“ wusste bereits Aristoteles.

I am Yukimi and I am a Kobe ribeye

Vegetarier Paul McCartney & Kobe Hochribbe

 
Die Natur ist nicht zimperlich, sie verachtet nichts. Die aus der Distanz der Zivilisation versteckt erscheinenden, unentwegt stattfindenden Massaker der Natur stellten wohl eine Grundlage für den philosophischen Pessimismus von Schopenhauer zur Verfügung, der behauptete, dass „ein einfacher Test des Anspruches, dass das Vergnügen an der Welt den Schmerz überwiegt, es ist, die Gefühle des Tieres zu vergleichen, das andere verschlingt mit denen des Tieres das verschlungen wird.‟

Freilich liebe und verehre ich die tapferen Töchter mitsamt ihrer Hipster Freundschaften und ihrem soliden Entschluss einen werten Beitrag zu leisten das Leiden der Zuchttiere zu schmälern. Die Fürsorge des Bauern Joshi Toshigi im fernen Japan empfinde ich mit Rührung wie all die Zuschauer, die der Fernsehdokumentation habhaft wurden. Meine schöne Jugendfreundin und zukünftige Frau und ich mögen kein Gemüse, wirtschaften ohne grosse Mühe umsichtig und die Mahlzeiten sind der Höhepunkt des Tages, neben der gefeierten Sexualität jedenfalls.

 

¹ Gareth Kay, Goodby Silverstein & partners