Alles wird neugestaltet

 

DiEM25

 

 

„Die EU muss demokratisiert werden. Oder sie wird zerfallen!”

Janus Varoufakis am Dienstag in Berlin

 

 

Janis Varoufakis, der ehemalige Finanzminister von Griechenland nahm am 9. Februar 2016 in Berlin an einer Pressekonferenz teil, um seine Demokratie in Europa Bewegung 2015 vorzustellen. Mit DiEM²⁵ will Varoufakis dazu beitragen, Europa innerhalb von 19 Jahren zu demokratisieren und die Vorherrschaft des Finanzkapitals zu brechen.

Das Manifest hierzu.

Ziel der Bewegung ist es, die EU zu demokratisieren, da die EU sich sonst mit schrecklichen Ausgang für alle Beteiligten auflösen werde.

2 Dekaden hat es auch gedauert, dass mit der Verfügbarkeit des Internets ein grundlegender Wandel im Verhalten der Nutzer geschah und das ohne Parlamentsarisierung oder Absicht.

Sicher haben Varus Varoufakis und Leute, die sich erst bei einem ausgewogenen Maß an sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit wohlfühlen, Anteil genommen, an dem, durch das Auftauchen neuer Technologien zustande gekommenen, Sinneswandel.

Ich liebe Varoufakis, sein Verhalten ist mir vertraut aus Jahrzehnten meines Hintergrundes in internationaler Werbung. Er verhält sich wie Andreas Geyr bei McCANN oder Steve Woolford bei MRM Worldwide. Er verhält sich wie ein exekutiver Emporkömmling sich verhält, im Umfeld großkalibriger Markenetats. Nämlich so, wie ich es auch Barak Obama anfangs zum Vorwurf gemacht habe (wir werden uns noch nach einem US Präsidenten wie Barak Obama zurücksehnen).

 

 

Aus DiEM25, the big idea, muss, wenn überhaupt, eine lange Idee werden

Mit einem Zeitfenster von 19 Jahren scheint das die Möglichkeit. Was an der grossen Idee vielleicht irritiert und mißtrauisch macht, ist das all jene, die ihren Lebensunterhalt nicht als Angestellte eines großen Unternehmens verdienen, von allem Großen erniedrigt und mundtot gemacht werden, inklusive der Angestellten der Grossunternehmen. Den Fischern Griechenlands, den Bauern Bayerns und somit allen Eigenständigen und Mittelständlern, können keinen rechten Gefallen finden an grossen Ideen, auf die sie keinen Einfluss haben. Dem will Varoufakis mit Transparenz entgegen wirken.

Im 21. Jahrhundert aber gibt man sich nicht mit Stillhalten zufrieden, neue Generationen sind den vorigen an Pragmatismus überlegen und eine kontinuierliche Beweisführung der Effektivität der Taten wird verlangt.

Bislang halten sich die Medien zurück, allem voran sind das deutsche Kulturfernsehen und die Welt, neben einiger Randpublikationen, auf die beginnende Konversation eingeangen.

Nach vielversprechender Aufnahme der Unterhaltung, stünde zu befürchten, dass DiEM²⁵ den Weg der deutschen Grünen oder Piraten nehmen wird, sowie grundlegende Faktoren, wie sie etwa zum Erfolg und verheerender Unterbrechung einst verlässlicher Angewohnheiten seitens der digitalen Bewegung beigetragen haben ausser Acht bleiben.

Varoufakis mit neuem europäischem Demokratie-Netzwerk wird den Maschinen zuwinken müssen und einem Start-Up Unternehmen und einer Volksbewegung wie die der US Tea-Party gleich, entgegenkommend, universell erreichbar, unmittelbar relevant Verbesserung im Leben Einzelner demonstrieren müssen um das Vertrauen der Europäer zu gewinnen. Eine Forderung an der auch Oligarchen Russland’s und die Investment Banken England’s Gefallen finden sollen. Kreativität ist gefordert.

Varoufakis‘ grosse Idee spielt mit der Angst mehr, als das sie Hoffnung erweckt. Dabei denke ich an die Hipster Amerikas, die überraschend Bernie Sanders zu unterstützen bereit sind und Negativität seitens Donald Trumps nicht akzeptieren.

Was ist die DNA Europas, wenn nicht Uneinigkeit und Mehrsprachigkeit? Wie wird DiEM25 die Uneinigkeit und Mehrsprachigkeit zu der Länder Vorteil wenden, wenn nicht durch deren Unterstützung? Tipp: Digitale Unternehmen haben gelernt das es ohne Konsensus geht.

Die Mittel die zur Verfügung gestellt werden, um Verarmung in Europa zu mindern?

 

 

Nicht was wir denken bestimmt unser Tun aber was wir tun bestimmt unser Denken.1

Ein weit verbreiteter Grundgedanke und Glaube des vergangenen Jahrhundert, hat sich im 21. Jahrhundert verkehrt und stellt Varoufakis vor seine größte Herausforderung.

Nicht die Menschen müssen sich ändern2 aber ihr veraltetes Betriebssystem muss ersetzt werden, mit einem entgegenkommenden Betriebssystem, dass in der Lage ist, sich dynamisch, auf laufende Veränderungen einzustellen.

Ein Betriebssystem das allen dabei hilft, dass zu tun, was sie aus freien Stücken tun wollen.

Die Leute werden im Kleinen ihr Wohl finden und grossem nicht länger hinterherlaufen wollen. Verantwortung wird nicht länger umgangen aber Mündigkeit wird als schick akzeptiert werden. Sich selbst erniedrigende Konsumenten werden zum mündigen Bürger zurückfinden und sich wundern, wer eigentlich mit dem Konsumentendasein angefangen hat. Konzerne und Institutionen werden auf ganz neue kreative Ideen kommen und der vergänglichen Grossmachtstellung nicht länger hinterher weinen aber Freude an frischen Ideen finden.