undecided as to maintain a reputation

 

 

Traditionell führen wenige Leute Tagebuch. Ich habe nur einen Freund von dem ich weiss, dass er Tagebuch führte oder aber, es noch führt. Er ist es auch dem, wie keinem anderen, allseits Anerkennung und Bewunderung entgegen gebracht wird, für einen heiteren, ereignisreichen Lebenslauf.

Das ist richtig so, höchst willkommen wurden Episoden der Laufbahn, wie anders nicht üblich und zu Zeiten auch nicht anders möglich, mittels Produkten, lokalen Auftritten, beides begleitet von entgegenkommender Anteilnahme der Feuilletons, konventionell mit der Öffentlichkeit geteilt.

Gerade so handhaben Blogger ein Tagebuch mit einem Unterschied. Ihre Einträge werden in Echtzeit öffentlich.

 

 

Unentschieden die eigene Chronik zu schreiben

Die meisten Leute sind unentschieden, wenn es um digitales geht. Sie verstehen die Welt nicht mehr. Erst gestern war in den Nachrichten zu hören, dass die HypoVereinsbank 240 Standorte schließen will. Das Geld kommt aus den Geldautomaten, Überweisungen werden online getätigt. Wozu dann noch eine Bankfiliale?

Das Bankfilialsterben in nahtloser Folge zum Schwinden des Buchhandels und Austrocknen der Musikindustrie. Seit mehr als einer Dekade erlebt Deutschland die Einbrüche der Wirtschaftszweige und das damit einhergehende Schwinden altvertrauter Kulturen und Gewohnheiten.

Anstellung bietet keine Sicherheit. Vertrauen in den Staat wird abgestraft. Was Sicherheit bietet, ist ein auf eigenes Risiko, unabhängiges Handeln, begleitet von der Dokumentation der eigenen Geschichte. Der Freund muss es gewusst haben, eine reife Leistung. Wie im Geschichtsunterricht gelernt, dem Sieger gleich, die eigene Geschichte schreiben.