Unaufgeforderter Vorschlag


Öffentliche, freiwillige Anträge werden zur Gewohnheit im Internet. Nach „das nächste Microsoft‟ und „Wikipedia neu definiert‟, hier die Arbeit der 24-jährigen, auf Zypern lebenden Grafikerin Anna Kövecses. Sie kommt ohne Worte aus und zeigt anhand der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten, wie Anna die Traditionsmarke auf seinen Ursprung hin von Unnötigem befreien und stärken will. Ruhige Gelassenheit mit einem leichten Retroanstrich. Spannend was hier geschieht.

 

 

 

Übung macht den Meister

Ein öffentlich unterbreiteter Vorschlag bietet Gestaltern die Möglichkeit, unaufgefordert (ohne erteilten Auftrag), auf eigenes Risiko ihr Können unter Beweis zu stellen, auch um das Portfolio zu bereichern.

 

 

Das betroffene Unternehmen ist entweder betroffen und schweigt oder es erfreut sich frischer Gedanken und entlohnt das als lohnend befundene

Die mit solcher Übung bedachte Marke, deren Entscheider können betroffen schweigen oder frische Ideen bereiten ihnen Freude. Bei Betroffenheit, wird womöglich die eine oder andere Idee, bewusst oder unbewusst, früher oder später umgesetzt, ohne den Anbieter zu würdigen oder gar zu entschädigen. Der erfreute Kunde, der sich nicht gegängelt aber inspiriert fühlt, wird den Anbieter in neue Projekte einbeziehen oder ihn bei Nutzung der Vorschläge gebührend entlohnen.

Der Magie von Crowdsourcing Ausschreibungen verdankt Anna, bereits für Marken wie DISH, Kempinski, TAG Heuer, Nespresso und Reebok gearbeitet zu haben.

 

 

Seine Kundschaft aussuchen

Auch ein Weg für etablierte Agenturen, Kunden/Marken, für die eine Arbeit lohnt, selbst zu bestimmen.

Für viele, eine Möglichkeit Ideen an den Mann zu bringen.

2011 unternahm Viktors & Spoils eine hypothetische Neugestaltung von Harley Davidson. Man tat einfach so als wäre Harley bereits ein Kunde bis es denn auch so war. Anfang des Jahres beschloss V&S CEO John Windsor der bankroten Luftlinie unter die Arme zu greifen und investierte $10,000 um AA’s CEO Thomas Horton mit Lösungen zu überraschen. Victors & Spoils gab ein Briefing an 6000 Kreative aus, zu denen auch ich mich zähle.