Archiv

Artikel Tagged ‘Transparenz’

Marketing unmittelbar

23. September 2011 Keine Kommentare

Markenversprechen Marketing unmittelbar

Marketing unmittelbar


Heute muss ein Markenversprechen
mit seiner Erfüllung Hand in Hand gehen

Sowie ein Versprechen gegeben wird, muss es auch schon erfüllt worden sein. Zeitgleich und in räumlichen Bezug zueinander. Die Frage der Glaubwürdigkeit kommt somit nicht auf.

Zu finden als Erfolgsfaktor in erfolgreichen Kampagnen [Mein Burger] und Dingen für die neue Welt.

 

NYC.gov Hackathon

24. Juli 2011 Keine Kommentare

New York City versucht sich im crowdsourcing mittels sogenanntem Hackathon. Eine Woche nachdem Bürgermeister Michael R. Bloomberg versprach, ein Online Forum einzurichten, wurde der 27 Jährigen Unternehmerin Rachel Sterne, die Rolle des Chief Digital Offiziers von New York City überantwortet. Ein heutiger, erster Bericht von Mashable, verrät 10 Gründe, warum Städteverwaltungen Hackathons veranstallten sollen:

  1. Sektoren werden überbrückt und die Städteplannung wird mit Technologie Gemeinschaften zusammengebracht, um gemeinsam eine Herausforderung zu meistern.
  2.  

  3. Angeregt wird kollaboratives Problem lösen und eine offenere Stadtverwaltung. Wir haben Entwickler eingeladen um ihre Ideen einzubringen um einen wichtigen, digitalen ‘öffentlichen Raum’ verbessern zu helfen.
  4.  

  5. Ein Mechanismus wird für die Öffentlichkeit geschaffen, der Feed-back und Ideen für eine Website ermöglicht, die für sie gedacht ist.
  6.  

  7. Ein Modell, dass anderen Städten, ihrer Verwaltung und Planung hilft, nationalen und internationalen Wandel zu ermöglichen.
  8.  

  9. Kreative und innovative Konzepte werden vorgestellt, die NYC.gov dabei helfen, leistungsfähig und effektiv Leistungen zu ermöglichen und die zur Bevollmächtigung der New Yorker Bürger beitragen.
  10.  

  11. Vertraulicher Zugang zu der Städte Entscheidungsträgern wird dem Einzelnen sowie den Teams ermöglicht.
  12.  

  13. Ein Präzedenzfall und Plattform wird geschaffen um die Entwicklung der Städtever-waltungen durch offene Innovation und Teilnahme zu fördern.
  14.  

  15. Ein erster Schritt ist getan, einen transparenten Design Prozess zu demonstrieren. Wir wollen möglichst viel Input sammeln. Es ist ein praktisches Vorgehen, um rasch Erfolge zu verzeichnen.
  16.  

  17. Hilft Subjektivität aus dem Design Prozess zu entfernen.
  18.  

  19. Entwickler werden mit internen Daten versorgt, um User Experience Entscheidungen (UID) treffen zu können, z.B. Analysen und der Unterstützung von Technik-Partnern, Im Falle NYC.gov, DonorsChoose, ExpertLabs, Facebook, Foursquare, Google, Meetuo und YouTube.


 

Rachel Sterne NYTimes NYC.gov Hackathon

Rachel Sterne, der Stadt erster Chief DIgital Officer, in ihrem Büro in Manhattan.
Michael Appleton for The New York Times


 

Stuttgart 21 lieferte den besten Grund, warum dt. Städteverwaltungen
Hackathons veranstalten müssen. Deutschland ist nachweislich sehr gut darin Strukturen einzuführen. Sie mit Leben zu füllen und eine bessere Kultur zu schaffen ist die Schwierigkeit, die zu überwinden die neue Welt reichlich Technologien mit sich führt.

Stuttgart 21 hätte sich nicht ereignen brauchen, hätte Stuttgart frühzeitig eine soziale Plattform eingerichtet, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen und Dampf abzulassen.

Ein Hackatron hätte dafür gesorgt, frische Gedanken beizubringen und kostensparende Lösungen.

Solange für ein konkretes Briefing gesorgt ist und die Plattform für eine, ethisch durchdachte Gebrauchsanleitung in verständlichem Deutsch, gesorgt hat.

Aus Stuttgart 21 klüger werden, heisst es jetzt für dt. Städte, deren Bürger und Städteverwaltungen.

Städte sollen ihre digitalen Ninjas dafür gewinnen, ihre Erfahrung für ihre Städte einzubringen, um eine kontinuierliche Verbindung zwischen Bürgern und Städteplannung/verwaltung aufzubauen. Also nicht Leute, die darauf trainiert sind, sich mit Kremien und Politikern herumzuschlagen, das führt, wie wir alle zu wissen glauben, zu nichts. Mit einer detaillierten Vorstellung und überdachtem Profil, gilt es Leute zu gewinnen, die im Dialog mit digitalen Medien geübt sind und in Selbsterfahrung gemachte, gute Kenntnisse der digitalen Technologien mitbringen und die Übung darin haben, ausgemachte Ziele zu verfolgen. Nico Lumma wäre so einer für Hamburg. Sascha Lobo für Berlin.

reinvent nyc poster NYC.gov Hackathon

via Mashable



NYC.gov Auswertung von Bloglevel
 
Einfluss                 44.5
Beliebtheit            46.9
Engagement        21.3
Vertrauen              38.5




 

„Sieht echt scheiße aus‟

6. Januar 2011 Keine Kommentare
Harma Heikens „Sieht echt scheiße aus‟

mit freundlicher Genehmigung von Harma Heikens

‎1970 war es eine Befürchtung, dass Werbeagenturen ihr Geschäft wie eine Wurstfabrik betreiben könnten, heute würde das jeder Agentur zur Ehre gereichen.


 
Erich Reuter war der Kerl, der mir in der McCann Mittagskantine in Frankfurt zurief: „Sieht echt scheiße aus‟. Das, nachdem er abgewartet hatte, bis ich mich mit Ketchup bekleckerten, weissen Hemd inmitten einer Ansammlung an McCannern befand, so dass sein Zuruf seine Wirkung nicht verfehlte. Heute ist Erich verdienter ECD von McCann Erickson München mit neuer Adresse in der Seidlstraße 26 und dem Managing Director Frank Riedel zur Seite. Beim heutigen Telefonat erwähnte er, dass McCann sich nicht länger als klassiche Agentur empfinde, aber Medien neutral sein will.



Die Wahrheit kommt immer ans Licht. Womöglich bewahrheitet sich, dass Größe zählt und dass McCann auf die Macht von Ideen die tun zu setzen versteht und nicht als Verwaltungsaparat überkommener Ideen hinter der Reife und den Ansprüchen der neuen Konsumgesellschaft zurück bleibt.

 

Worauf ich hinaus will, ist der famose, ursprüngliche Anspruch mit dem McCann die Welt der Kommunikation seit 1912 eroberte: „Truth well told‟. Ein Anspruch der in unserer post-digitalen Zeit im Umfeld der sozialen Medien und der Forderung nach Transparenz kontinuierlich, neue Bedeutung für die Marke McCann zu schaffen vermag und dieser zu frischer Blüte verhilft.


Die notwendige Integration der sozialen Medien, fortwährende Demonstration sozialer Kompetenz und Gedankenführung [thought leadership] im post-digitalen Zeitalter, soll für 2011 an Stellenwert gewinnen und den Herren Sendlmeier eine Freude sein. MRM Worldwide, neben Mullen in den USA die erste Agenturwebsite der Welt, hat es unter dem Einfluss von CCO Oren Frank verstanden, WordPress als CMS von der Stange zu nutzen und ist somit sozialisierbar und dynamisch. Alle kommerziellen Websites werden diesem Beispiel folgen und mit 2011 beginnend, sozialisierbar gemacht.

truth well told „Sieht echt scheiße aus‟

 

 

 

Mach Dich nackig

30. November 2010 Keine Kommentare
 
Da haben wir es. Das Drama unserer post-digitalen Zeit. Die Herausforderung, der wir uns als Nutzer sozialer Netze stellen müssen, um mit unserem Streben nach Glück (Wohlstand, Liebe, Erfüllung usw.) in der neuen Welt erfolgreich zu sein.
mistel Mach Dich nackig

Mistel

Mach Dich nackig und behalt’ dabei die Hosen an

 

Einfach gesagt und einfach getan, solange wir die an uns gestellten Aufgaben pragmatisch lösen wie es der Google TV Spot überzeugend vorführt. Allerdings behält der Nutzer im Google Beispiel die Hosen an.

 

Er bedient sich im Netz, will aber nichts von sich preisgeben, geschweige denn sich nackig machen.

 
Das Video zeigt einen von Prof. Dr. Kruse als digitalen Besucher identifizierten Menschen, der die digitalen Möglichkeiten nutzt um daraus einen realen Nutzen für sein reales Leben zu ziehen. Er schöpft den Rahm ab, der ihm vom Internet kostenlos dargeboten wird.
Misteln in Baumkronen Mach Dich nackig

Misteln in Baumkronen


Ein Nutzniesser und Schmarotzer, der in den Netzen die grosse Mehrzahl ausmacht und in Symbiose mit den Anbietern steht, indem er seine Daten als auch seine digitalen Fußspuren als Zahlungsmittel hinterlässt.

 

 

Um in den Sozialnetzen die Hosen an zu behalten, müssen Firmen sich nackig machen

 

Seit jeher sind wir der Erwartung, dass ein sich zum Star entwickelndes Starlet sich auszieht. Heute wollen wir Firmen auf den Zahn fühlen. Wie das mit dem Ausziehen geht, haben Alexandra Maria Lara, Benno Fürmann, Heike Makatsch, Jürgen Vogel, Nina Hoss, Mehmet Kurtulus zuletzt mit dem Deutschen Film „Nackt‟ gezeigt. Es ist so leicht nicht, dabei die Hosen anzubehalten.

 

Um in den sozialen Netzen Erfolg zu haben, müssen Deutsche Firmen Inhalte schaffen, ihre Markenwerte reflektieren lernen und ein Ermöglicher sein für die Schar der Nutzniesser. Auf diese Weise geben Marken sich preis und gewinnen so eventuell das Vertrauen der herangereiften Abnehmer, die nichts sehnlicher wünschen als ein Unternehmen ihres Vertrauens zu finden.

ROI: Wie ein solches Investment sich auszahlt, lassen sich Deutsche Unternehmer am besten von Sozial Agenturen mit PR Erfahrung vorrechnen. 3 sich auf die Handhabung sozialer Netze konzentrierende Agenturen findet ihr hier.
Nackt Mach Dich nackig

Deutscher Spielfilm „Nackt‟

 

Nicht jeder will jeden nackt sehen und so spielt auch in den Netzen die Chemie eine gewichtige Rolle. Ob wir einander riechen können, wird zum entscheidenden Faktor im geruchlosen Raum. 2 Thesen stehen sich hilflos gegenüber: Darwinsche Theorie der Schönheit¹ und Nutzen. Sie gemeinsam ihre Wirkung entfalten zu lassen verstehe ich als integriertes Marketing. Jeder Etat Direktor wird Dir etwas von Kanälen erzählen die es zu buchen gilt. Das ist Quatsch. Weder Facebook noch Twitter sind Kanäle und lassen sich also nicht buchen.

 

Uns allen bekannte Welterfolge basieren auf Nutzen, von Schönheit kann keine Rede sein. Was ist an SchülerVZ, StudiVZ, Xing, Facebook schön?

¹Denis Dutton

Wikileaks Mach Dich nackig

Wikileaks

 

Wikileaks bietet aktuellen Zündstoff zum Thema Transparenz. Radikale Offenheit und Transparenz sollen eine neue Grundlage für demokratische Entscheidungsprozesse legen.

 

Menschen wünschen sich, Vertrauen fassen zu können. Sie wollen in ihrem Interesse bestärkt werden, um einer Firma und deren Produkten ihren Glauben schenken zu können. Zugänglichkeit, radikale Offenheit und Transparenz unterstützen den Menschen darin, sich eine Meinung zu bilden. Gelingt es ihm, Vertrauen zu fassen, dann wird er eventuell zum Konsumenten und jedenfalls zum wiederkehrenden Besucher.

 

Auch die unfehlbare Meßbarkeit der Netzbewegungen bieten solide Grundlage für Entscheidungsprozesse.

 

Mehr zum Thema Öffentlichkeit

 

Wie uns geschieht

29. Oktober 2010 Keine Kommentare

Politik im Umbruch Wie uns geschieht

Auszug aus dem Peter Kruse Interview ‚Politik im Umbruch‛ mit Ulrike Reinhard



Man hat ein ernstzunehmendes Gefühl der Entfremdung das sich über 20 Jahre aufgebaut hat und was mit der Existenz des Netzes, plötzlich eine Sichtbarkeit bekommt, die vorher nicht da war.

Das Netz ist ja das permanente Versprechen auf die Möglichkeit der Nähe.

Und wenn dieses permanente Versprechen auf die Möglichkeit der Nähe im Raum ist, dann wirkt die Distanz falsch und schlecht und anstrengend.

Und insofern glaube ich nicht dass, das über die Netze erzeugt worden ist, aber die Netze haben wie ein Brennglas die Dinge auf den Punkt gebracht und insofern bekommen wir im Moment die Wirkung dessen, was zwanzig Jahre vorher gelaufen ist.

andysmith Wie uns geschieht

Andy Smith entlehnt



 

Ich staune nicht schlecht über Eloquenz und Präzision der Sprache, mit der Prof. Dr. Peter Kruse hier wie anderswo Klärung offeriert zu dem wie uns geschieht.

Eine Erklärung jedenfalls, die auch im Kontext zu Niko Lumma’s anklingender Befürchtung, dass Protest reaktionär zu werden droht, Aufschluss bietet [hier und hier zu lesen].

Die geballte Ladung

Transformation ist für jeden Lebensbereich und für einen jeden von uns unausweichlich, tritt in geballter Ladung auf und es ist imperativ die Wucht und Wirkung mit der dieser Wandel einher geht, zu verstehen, zu akzeptieren und sich darauf einzustellen, auch wenn dies eine grundlegende Umstellung voraussetzt.

„Und wenn dieses permanente Versprechen auf die Möglichkeit der Nähe im Raum ist, dann wirkt die Distanz falsch und schlecht und anstrengend.‟
Dies gilt auch und womöglich insbesondere für so lapidar erscheinende Nebenschauplätze wie dem von Alexander Wipf erhobenen Einspruch zum Geschäftsgebaren von Apple Deutschland das ein Duzen der Kundschaft seit 2 Jahren vorzumachen sucht, hier zu lesen. ‚Every little helps!‛ rufe ich meinem Kollegen und Landsmann ermutigend zu.

 

 

 

Kategorien:Sozial, Transformation

Manische Superkonsumenten

11. September 2010 Keine Kommentare

63% besitzen ein Handy. 72% benutzen es für Texte. Senden 10 Text Botschaften die Stunde, oder um die 3146 Texte im Monat. 71% benutzen es vornehmlich für Verbindungen zu Freunden. 55% gehen online mit ihrem Handy. 57% sehen mobil als Schlüssel für ihr soziales Leben. 73% nutzen Sozialnetzwerke. 55% sagen, dass ihre Online Gemeinschaften ebenso wichtig sind wie die offline Welt. 64% erstellen Inhalte. 73% laden Fotos hoch für andere zu sehen. 47% sagen dass Fast Food Marken bedeutend sind. 46% sagen sie bleiben ihren Marken treu. 57% sind Facebook Anhänger von mindestens einer Firma. 24% folgen mindestens einer Marke auf Twitter. 70%derer die Firmen auf Twitter folgen sind auch deren Anhänger auf Facebook.


Die Tabelle ist Ana Andjelic entlehnt

 

Der Konsument bestimmt

Der Konsument von heute, also auch Du und ich, bestimmt darüber wie wir einkaufen, was wir essen, wie wir kommunizieren. Freilich bestimmt er auch darüber wie wir Werbepraktikanten das Kundenerlebnis gestalten.

 

Wie der Konsument bestimmt

Er tut es mit seinem Verhalten, der Auswahl der Orte, die er wählt um sich auszutauschen, der Wahl der Plätze, die er aufsucht seine Einkäufe zu erledigen und seinem Umgang mit Anwendungen die er hierbei nutzt. Dabei sucht er nicht wie ehedem, einzig die Marktplätze auf oder macht sich einzig in der Nachbarschaft kundig. Die Erkenntnisse kommen ausserdem selektierter noch aus dem Netz und werden im Alltag ausgewertet und genutzt. Es sind auch nicht alleine Jugendkulturen, die hier umgetrieben sind, es ist auch eine immer schamlosere, sich in Radikalität ansiedelnde Horde an Senioren und Seniorinnen. Zuletzt war es der abrupte Aufschrei der New Yorker Strategin Ana Andjelic, der Marktforschung und Markenstrategen aufhorchen macht, ihre Untersuchungen auf das zu konzentrieren, was der Konsument tut und Beweggründe zugunsten der Effizienz fortzulassen: „Ich kümmere mich nicht darum warum Leute etwas tun, ich kümmere mich darum, wie sie es tun‟.

Utopia Marke Manische Superkonsumenten

utopia.de


Viel Wahrheit, wenig Dichtung

Das der Konsument mit seiner Kaufkraft bestimmend ist, war eigentlich schon immer so, mit dem Unterschied, heute geschieht es bewusster und wenn der Konsument so will, gezielter. Fortwährend auftauchende neue Technologien geben dem Konsumenten beständig, weitere Mittel in die Hände, die er nun nutzt um seiner Stimme Gewicht zu verleihen. Dann auch reden wir von strategischem Konsum, wenn er dabei Nachhaltigkeit und Ethik beim Hersteller zu fördern sucht. Utopia Gründerin Claudia Lange wird mir hier womöglich beipflichten. Mit seinem Haushaltsgeld bestimmt der Konsument, welche Produkte und Marken er zu fördern bereit ist und diesen sein Haushaltsgeld zukommen lässt. Neu ist das sich manische Superkonsumenten zunehmend in Rudeln zusammenschliessen um ihrer Stimme Ausdtuck zu verleihen. Die Deutsche Carrotmob bietet hierfür die Mittel gezielte Durchsetzung zu ermöglichen.

Die Artikulierung des männlichen Geschlechts bitte der Entwicklung der Deutschen Sprache zuschreiben. Die Rede ist gleichermassen oder vielmehr von der manischen Superkonsumentin. Allen voran ist die Kundin der König.

Ökobauern die sich zuerst im US Bundesstaat Maine ansiedelten, um die in Süd-England erlernten Handgriffe für organischen Anbau, ihren Landsleuten zugute kommen zu lassen, fordern die Bewohner von Maine auf: „Esst was ihr seht.‟ Esst was lokal angebaut oder in freier Bodenhaltung gezüchtet wird. Mich amüsiert zu erfahren, dass die Motivation nicht etwa dem Wunsch nach Reinhaltung der Lebensmittelqualität entstammt, als Beweggrund wird genannt, dass es für Autofahrer erfreulicher ist, bei der Fahrt über Landstrassen der Bauernhöfe ansichtig zu werden.

Ob wir nun wollen oder nicht, manische Superkonsumenten sind die Supermacht und bestimmen mit immer neuen Mitteln, unaufhaltsam über die Geschicke von Marken, Produkten und also Wirtschaft und Politik. Letztere tun gut daran manische Superkonsumenten als soziale Supermacht zu akzeptieren und ihre Organisation dem Wandel anzupassen. Es geschieht die Demokratisierung der Marken. Der Weltuntergang, nämlich der, der alten Welt ist Wirklichkeit oder wie Peter Kruse sagt: „Die Lawine rollt längst zu Tal‟. Mich freut dem Weltuntergangspropheten bereits in einer Tim und Struppi Ausgabe begegnet zu sein. Die Schau!

 

Die neue Supermacht

Nachfolgendes ist einem Gastbeitrag von David Skokna auf Mediapost entlehnt, David ist Gründungsmitglied und Kreativdirektor von Huge, ihm auch gilt Dank für den Titel. 2005 half Huge bei der Durchführung einer Marktstudie über Ladenverkauf für eine der größten Einzelhandelsketten in den USA. Der Kunde wollte die Verhaltensmuster der verschiedenen Segmente verstehen lernen. Den Unterschied zwischen den Generationen. Zum einen Teil, wurden die Leute befragt, was sie als erstes täten, wenn sie online gingen.

Die Mütter berichtetet davon, wie oft sie Ihr Postfach, das Wetter und die Nachrichten überprüften.

Dann wurden den jungen Mädchen dieselben Fragen gestellt. Sie blickten uns an als wären wir von einem anderen Stern. Sie verstanden nicht was, online gehen, bedeuten sollte. Sie waren bereits da. Für die nachrückenden Generationen ist es mit dem Web, wie mit laufendem Wasser oder der Stromversorgung, es ist immer an. In diesem Moment erkannten die guten Leute der Agentur Huge, dass sie sich noch viel weiter fortentwickeln mussten, um mit dieser Generation Schritt halten zu können.

 

Warum Markenführer und Werbeagenturen mit der Entwicklung nicht Schritt halten können

51wMMpkJCJL. SL500 AA300  Manische Superkonsumenten

Der Weltuntergang naht.
Aber nein, der war schon.
Ist unsere neue Welt so geheimnisvoll wie die alte?

Hierzulande machte Prof. Dr. Peter Kruse bei einer Studie die Entdeckung zweier Online Welten, die sich unversöhnlich gegenüberstehen und somit eine Erklärung liefern, wodurch unsere Entwicklung beeinträchtigt wird. Seinem Methoden- und Beratungsunternehmen Nextpractice standen von einer Befragung im Vorjahr, Daten von 200 versierten Netzbenutzern zur Verfügung. Bei der Auswertung eines paarweisen Vergleiches der Wertemuster der 200 versierten Netzbenutzer, drängte sich eine Unterteilung in zwei Gruppen zu bald gleichen Teilen auf. 3000 frei gewählte Begrifflichkeiten wurden zu 78 Themencluster zusammengefasst und ergaben 100 digitale Besucher kontra 100 digitale Bewohner. Die Aufteilung war Folge völlig unterschiedlicher Auffassung in der Bewertung der Themen.

Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen und ein Vorschlag in Ehren wäre der, die Besucher zu Bewohnern zu machen oder aber das Netz abzuschlalten. Das Video hierzu findest Du hier.

tn da3a98514c5c3a361eb25b991f8f19a8 Manische Superkonsumenten

Keine Strategie


Mach Dich nackig und behalt’ die Hosen an

Transparenz ist keine Kunst aber kluge Strategie der Anpassung. Sowohl Wirtschaft, als auch Politik mögen sich an Universitäten ein Beispiel nehmen, deren Lernziele ohne Lehrprogram [Curriculum] nicht zu erreichen wären. So einfach ist das. Die Supermacht der manischen Superkonsumenten schenkt dem Rat aus ihrer Mitte mehr Vertrauen als das eine Orientierung über offizielle Medien noch schwer ins Gewicht fallen würde. Jedenfalls verhält es sich gegenwärtig so.

Dem entsrpechend gilt:

  • Konsumenten einbeziehen in die Entwicklung von Produkten und Kampagnen
  • Webseiten sozialisierbar machen oder gleich abschalten
  • Ohren auf, Augen zu

 

 

 

Der hässliche Deutsche

30. August 2010 Keine Kommentare
Der hässliche Deutsche Der hässliche Deutsche

Von Apotheker Anselm Strauss eingeführte Wahrzeichen in der Herstallstraße 14, Aschaffenburg
Foto Petra Hammerstein © 2010. Alle Rechte vorbehalten.

 


 
Das Merkel Phänomen, die Fussball Weltmeisterschaft, fröhliche Geselligkeit und sportliche Fairness haben vor nicht allzulanger Zeit dafür gesorgt, dass Deutschland allerorts Anerkennung und Wiederaufnahme fand in die Weltgemeinschaft. Die beiden Weltkriege scheinen verziehen und die Reputation wieder hergestellt.

 

Peter Kruse demonstrierte auf der re:publica 2010, wie hilflos sich digitale Besucher und digitale Bewohner gegenüberstehen und verkündet beharrlich:
Das Internet zu nutzen oder nicht zu nutzen ist keine Glaubensfrage sondern eine Frage sinnvoller Zukunftsorientierung und praktischer Vernunft.

 

Gerade erst nahmen Deutsche Agenturen den Löwenanteil der Europäischen Auszeichnungen nach Hause und Doyle Dane Bernbach weist mit The Fun Theory und ‚Ideen die tun‛ den Weg aus der Misere für die schwächelnde Deutsche Werbeindustrie.

 

kopf in den sand Der hässliche Deutsche

via retaildesigndiva



Jeff Jarvis nimmt die Reise nach Berlin auf sich, um auf der re:pulica 2010, das Deutsche Privatsphären Paradox, mit gesundem Humor zu erläutern: „Wenn wir uns zuviele Sorgen darüber machen, unsere Privatsphäre zu schützen, dann setzen wir die Vorteile von Öffentlichkeit und Transparenz aufs Spiel, die uns das Internet bietet. Mein Argument ist, dass wir, die Öffentlichkeit, bewahren müssen was öffentlich ist.

 

IPA definierte im Vorjahr aus London heraus 10 Sozialprinzipien. Die Deutsche Fassung findest Du hier.

 

Schliesslich war es der gute Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein and Partners, der mit ‚ideas that do‛ und einem amüsanten Vergleich von Pfau und Laubenvogel, der Werbeindustrie den kürzesten Weg aus der kreativen Schockstarre weisst: „Es ist nicht was wir tun, es ist was die Leute mit dem tun was wir tun

 

Morgen findet in Wiesbaden der erste Social Media Summit statt. Vijay Iyer, Manager Social Media, Broadcast & Visualization von Opel hält einen Vortrag.

 

Mit Google Street View, Facebook, der Unmittelbarkeit von Dienstleistungen und den Wert der Öffentlichkeit aber hat Deutschland seine Mühen. Es droht die Entgleisung in ein Europäisches China.



Vijay button Der hässliche Deutsche

Vijay Iyer, Opel’s Social Media Ninja

 

 

Kategorien:Neue Werbung, Politik, Sozial

Transparenz

22. August 2010 Keine Kommentare

Vieles steht die Tage gerade hier in Deutschland auf dem Spiel, Google Street View, die Bereitschaft der Deutschen zur Teilnahme an Sozialnetzwerken, das Selbstverständnis der Deutschen Wirtschaft ein globaler Mitspieler zu sein.

Christian Schaad Transparenz

Selbstporträt Christian Schaad, Aschaffenburg


Hörst Du das Rauschen?

Amerikaner befürchten, dass mit der Nichtzulassung von Google Street View mit Deutschland ein zweites China mit seiner Netzpolitik geschieht. Ferner könnte das weitere Europäische Staaten in etwas hineinziehen was dann als Überwachungsstaat traurige Furore machen würde. Es sind die Flügel der Dummheit deren Schlagen das derzeitige Rauschen verursacht. Bürger bekennen freimütig im Deutschen Fernsehen, dass sie keinen Überwachungsstaat wünschen, der aber entsteht auf der Grundlage an Mangel von Transparenz und Durchlässigkeit. Google ist gewiss keine staatliche Institution aber ein privates Kapitalunternehmen, dessen Wirken einen mächtigen Trend zur Demokratisierung unserer Weltgesinnung verursachte.

 

Die neue Sachlichkeit

Das Internet verursacht eine mir angenehm auf Wirklichkeit hinzielende Konzentration auf das (mir) Wesentliche. Es ist ein Grossmeister der Neuen Sachlichkeit. Seine Mitgestalter haben, neben der pragmatischen Nutzenschaffung und Hilfestelllung für andere, die Aufgabe, mit kühler, glatter Malerei den Taten ihrer Auftraggeber, eine gewisse faszinierende Hintergründigkeit zu verleihen. Es bedarf der Teilnahme vieler, weit über den Besuch, das Kommentieren und dem Bewerten hinaus um für jeden Einzelnen gewinnbringende Erfahrung mit dem Internet zu machen.

 

  • Der Deutsche Mittelstand kann sich auf die Hinterbeine stellen und sich gegen den globalen Wettbewerb der Multinationalen erfogreich behaupten.
  • Deutsche Gründern sind alle Mittel der Welt zur Verfügung gestellt um überhaupt mit ihrem Jungunternehmen auf die Beine kommen zu können.

 

Das Selbstverständnis der Deutschen Wirtschaft
ein globaler Mitspieler zu sein

Als Aufgabe gesehen, gibt es gerade hier enormen Nachholbedarf bei Kleinunternehmen und Mittelstand. Eine ganze Anzahl an Deutschen Agenturen halten sich inmitten der Weltwirtschaftskrise profitabel mit der Betreuung der Marktnische. Allerdings handelt es sich um Kleinkriminelle, die davon leben ihrer Kunden Nachholbedürfnis mit veralteten, überteuerten und nämlich sozial-unfähigen Websites zu befriedigen. Erst Freitag entstand ein munteres Debarkel um das Thema, Du findest es hier.

 

  1. Personalpolitik—Berufsbezeichnung, Titel müssen dem internationalen Standard entsprechen. Auch ein Geschäftführer hat die Schlacht ums Etatbüffet verloren noch bevor es ans Essen geht. Dort nämlich warten CEO, CMO, CFO und wollen ihn/sie als einen/eine der ihren aufnehmen.
  2. Digitales Sein—Jedem Angestellten muss ermöglicht werden direkten Kontakt mit seinen Kunden und Zulieferern über Sozialnetzwerke und eigenem Blog zu halten. Haltlose Versprechen wie das so häufig genutze ‚flache Hierarchien‛ sind abgenutzt und erzeugen das Gefühl es hier mit einem ewig gestrigen zu tun zu haben. Flache Hierarchien sind nur dann gewährleistet wenn jeder Mitarbeiter aufgefordert ist Kontakt zu halten auch mit den Obersten der Hierarchie auf Kundenseite.