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Artikel Tagged ‘Transformation’

Wie Babyboomer die Marketingrevolution ersticken

13. Mai 2012 3 Kommentare

 


Unsere Wirtschaft wird seit den 80er Jahren von Babyboomern (Altersgruppe 47-66) bestimmt. In den USA alleine gibt es über 77 Millionen Babyboomer. Der dominierenden, demographischen Kohorte folgt Generation Y, mit mehr als 60 Mio (Altersgruppe 18-32). Sie werden demnächst ihren sorglosen Lebensstil aufgeben und sich überlasten, mit dem Kauf von Häusern, Autos, Möbeln und Kulturgütern, als hätten sie aus den vergangenen 3 Jahren nichts gelernt.


Michael Cane by Brian Duffy Wie Babyboomer die Marketingrevolution ersticken 

Ich habe mein Leben in jedem Augenblick genau so gelebt wie ich es wollte. Ich habe nie auf irgend jemanden gehört.— Michael Caine, 1964. Via Creative Review. Foto: Brian Duffy

 

Das dicke Ende?

Wir Babyboomer betreiben die Werbeagenturen, die Medien und die Kundenorganisationen.

Wir haben unser Leben damit zugebracht gut darin zu werden, uns an unseres gleichen zu verkaufen. Fähigkeiten die immer weniger nützen werden. In 10 Jahren werden sie völlig irrelevant sein. Wer sein gutes Leben in der Werbung oder sonstwo weiterführen will, muss sich ein neues Publikum schaffen und sein Marketing den Wünschen, Ängsten und Gepflogenheiten der Generation Y anpassen.

Viele von uns meinen sie könnten es aussitzen, die paar Jahre gut und gerne von ihrem Monatsgehalt leben und sie behalten sicher recht. Mit ihnen ist insofern nichts anzufangen.

Mit 60 merken wir, dass wir noch ein Viertel Jahrzehnt vor uns haben und das die Rechnung nicht aufgeht.

Andere verlieren von heute auf Morgen ihre Arbeit, da sie bei der nächsten Gelegenheit betriebsbedingt, ihres Alters wegen, ausgegrenzt werden. Sie sind gute Probanten für Wandel.

Wer heute in den überkommenen Mustern von Faustrecht und Fede denkt, gilt als unangepasst, das eigene Unvermögen die Anforderung der Zeit zu akzeptieren aber fällt uns Babyboomern schwer.

 

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Warum so niedergeschlagen an schönen Maitagen? © Time Inc. Foto: Alfred Eisenstaedt.

 

Strampelnd und schreiend werden meine Babyboomerfreunde auch in Zukunft keine rechte Freude haben

Der gestrige Abend im altvertrauten Freundeskreis begann mit der Überlegung des Freundes, sich nicht Anleihen aus der Vergangenheit holen zu wollen um wieder Zukunft zu spüren und endete darin, das wir uns alte Stücke von Hot Chilli Peppers anhörten.

 

Was wir Babyboomer jetzt tun müssen

Als erstes akzeptieren wir, auch dann wenn wir noch unbeschadet im Boot sitzen, dass die Zukunft unserer Marken von unserem anpassen an die umfassenden Änderungen abhängen. Ein gutes Stück unserer, ein Leben lang erworbener Sachkenntnis, können wir über Bord werfen.

Seien Sie umgetrieben und machen sie sich schlau. Hören Sie damit auf sich über die immer gleichen, alten Erfahrungen aufzuregen, verwenden sie alle Aufmerksamkeit auf das was wirklich um Sie herum geschieht (mit den eigenen Kindern angefangen).

Drittens, beginnen Sie damit zu experimentieren, probieren und scheitern, während dessen Sie lernen was zählt bei den neuen Konsumenten.

Und Viertens, was auch immer Sie tun, empfinden Sie Freude daran. Es wird uns nicht gelingen uns und unsere besten Freunde, strampelnd und schreiend mit in die Zukunft zu nehmen.

 

Welch Ironie, als wir Boomer jung waren beschwerten wir uns, dass unsere Eltern „unsere Generation‟ nicht verstünden. Jetzt beschweren wir uns, dass wir „unserer Kinder Generation‟ nicht verstehen. Unsere Kinder beklagen sich das wir „einfach nichts kapieren‟.

Wir müssen es rasch kapieren, sonst wird unser Geschäft in Mitleidenschaft gezogen. Oder es wird, wie einige bereits erfahren haben, nicht mehr existieren.

 

 

Was unsere Kinder so tun

1. Mai 2012 Keine Kommentare

diy.org 596 Was unsere Kinder so tun

diy.org ist eine Gemeinschaft von Kindern die tun.

 

Unsere Kinder sind bereit. Instinktiv sind sie Wissenschaftler und Entdecker

„65 Prozent der Kinder, die dieses Jahr die 1. Klasse besuchen werden, werden in Karrieren arbeiten, die noch nicht erfunden wurden‟.

Cathy N. Davidson, Professorin Duke Universität.

 

„Kreativität ist heute so wichtig wie die Fähigkeit des Lesens und Schreibens und wir sollten sie unter diesem Aspekt behandeln‟

 

DIY ist eine Gemeinschaft von Kindern die tun.

Was auch immer sie tun, sie tun es in aller Öffentlichkeit.

Deutsche sind noch befangen im Umgang mit neuen Technologien und einem Leben in aller Öffentlichkeit.

Das wird sich ändern, nämlich dann, wenn es eigentlich zu spät ist, dann aber richtig.

 

So geht das heute:

  1. DIY Kinder melden sich an und erhalten ihr eigenes Portfolio, eine öffentliche Webseite um das zu zeigen was sie machen.
  2. Sie laden Bilder ihrer Projekte hoch auf diy.org oder aber mit der iOS Anwendung.
  3. Der Kinder Projekte sind für alle Welt online sichtbar. Sie können ihre Unterstützung bekunden mit Aufklebern.
  4. Sie erhalten auch ein eigenes Dashboard mit dem sie verhindern können, das ihre Kinder die falschen Bilder online stellen.
  5.  

    blog.

    @DIY

    Virginia Lynne hat bisherige Arbeiten der DIY Kinder hier zur Verfügung gestellt.

     

     

Wir, die Netz-Kinder

27. April 2012 Keine Kommentare

tumblr m1m1ozmhW81qa5rnho1 500 Wir, die Netz Kinder

Via gusto1.com

 

Warum Netz-Kinder, ich bin 56 Jahre alt?
Und begeistert, dass die dt. Presse, in diesem Fall, Die Zeit sich dem globalen Diskurs annimmt.
Das Thema ist Transformation.

ZeitOnline Wir, die Netz Kinder

 

 

Wir, die Netz-Kinder

by Piotr Czerski

(Übersetzung: Patrick Beuth, Andre Rudolph)

 

Die junge Generation stört sich an traditionellen Geschäftsmodellen und Obrigkeitsdenken. “Das Wichtigste ist Freiheit”, schreibt der polnische Dichter Piotr Czerski.

Es gibt wohl keinen anderen Begriff, der im medialen Diskurs ähnlich überstrapaziert worden ist wie der Begriff “Generation”. Ich habe einmal versucht, die “Generationen” zu zählen, die in den vergangenen zehn Jahren ausgerufen worden sind, seit diesem berühmten Artikel über die sogenannte “Generation Nichts”. Ich glaube, es waren stolze zwölf. Eines hatten sie alle gemeinsam: Sie existierten nur auf dem Papier. In der Realität gab es diesen einzigartigen, greifbaren, unvergesslichen Impuls nicht, diese gemeinsame Erfahrung, durch die wir uns bleibend von allen vorangegangenen Generationen unterscheiden würden. Wir haben danach Ausschau gehalten, doch stattdessen kam der grundlegende Wandel unbemerkt, zusammen mit den Kabeln, mit denen das Kabelfernsehen das Land umspannte, der Verdrängung des Festnetzes durch das Mobiltelefon und vor allem mit dem allgemeinen Zugang zum Internet. Erst heute verstehen wir wirklich, wie viel sich in den vergangenen 15 Jahren verändert hat.

Wir, die Netz-Kinder, die mit dem Internet und im Internet aufgewachsen sind, wir sind eine Generation, welche die Kriterien für diesen Begriff gleichsam in einer Art Umkehrung erfüllt. Es gab in unserem Leben keinen Auslöser dafür, eher eine Metamorphose des Lebens selbst. Es ist kein gemeinsamer, begrenzter kultureller Kontext, der uns eint, sondern das Gefühl, diesen Kontext und seinen Rahmen frei definieren zu können.

Indem ich das so schreibe, ist mir bewusst, dass ich das Wort “wir” missbrauche. Denn unser “wir” ist veränderlich, unscharf – früher hätte man gesagt: vorläufig. Wenn ich “wir” sage, meine ich “viele von uns” oder “einige von uns”. Wenn ich sage “wir sind”, meine ich “es kommt vor, dass wir sind”. Ich sage nur deshalb “wir”, damit ich überhaupt über uns schreiben kann.

Erstens: Wir sind mit dem Internet und im Internet aufgewachsen. Darum sind wir anders. Das ist der entscheidende, aus unserer Sicht allerdings überraschende Unterschied: Wir “surfen” nicht im Internet und das Internet ist für uns kein “Ort” und kein “virtueller Raum”. Für uns ist das Internet keine externe Erweiterung unserer Wirklichkeit, sondern ein Teil von ihr: eine unsichtbare, aber jederzeit präsente Schicht, die mit der körperlichen Umgebung verflochten ist.

Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit. Wenn wir euch, den Analogen, unseren “Bildungsroman” erzählen müssten, dann würden wir sagen, dass an allen wesentlichen Erfahrungen, die wir gemacht haben, das Internet als organisches Element beteiligt war. Wir haben online Freunde und Feinde gefunden, wir haben online unsere Spickzettel für Prüfungen vorbereitet, wir haben Partys und Lerntreffen online geplant, wir haben uns online verliebt und getrennt.

Das Internet ist für uns keine Technologie, deren Beherrschung wir erlernen mussten und die wir irgendwie verinnerlicht haben. Das Netz ist ein fortlaufender Prozess, der sich vor unseren Augen beständig verändert, mit uns und durch uns. Technologien entstehen und verschwinden in unserem Umfeld, Websites werden gebaut, sie erblühen und vergehen, aber das Netz bleibt bestehen, denn wir sind das Netz – wir, die wir darüber in einer Art kommunizieren, die uns ganz natürlich erscheint, intensiver und effizienter als je zuvor in der Geschichte der Menschheit.

Wir sind im Internet aufgewachsen, deshalb denken wir anders. Die Fähigkeit, Informationen zu finden, ist für uns so selbstverständlich wie für euch die Fähigkeit, einen Bahnhof oder ein Postamt in einer unbekannten Stadt zu finden. Wenn wir etwas wissen wollen – die ersten Symptome von Windpocken, die Gründe für den Untergang der Estonia oder warum unsere Wasserrechnung so verdächtig hoch erscheint – ergreifen wir Maßnahmen mit der Sicherheit eines Autofahrers, der über ein Navigationsgerät verfügt.

Wir wissen, dass wir die benötigten Informationen an vielen Stellen finden werden, wir wissen, wie wir an diese Stellen gelangen und wir können ihre Glaubwürdigkeit beurteilen. Wir haben gelernt zu akzeptieren, dass wir statt einer Antwort viele verschiedene Antworten finden, und aus diesen abstrahieren wir die wahrscheinlichste Version und ignorieren die unglaubwürdigen. Wir selektieren, wir filtern, wir erinnern – und wir sind bereit, Gelerntes auszutauschen gegen etwas Neues, Besseres, wenn wir darauf stoßen.

Für uns ist das Netz eine Art externe Festplatte. Wir müssen uns keine unnötigen Details merken: Daten, Summen, Formeln, Paragrafen, Straßennamen, genaue Definitionen. Uns reicht eine Zusammenfassung, der Kern, den wir brauchen, um die Information zu verarbeiten und mit anderen Informationen zu verknüpfen. Sollten wir Details benötigen, schlagen wir sie innerhalb von Sekunden nach.

Wir müssen auch keine Experten in allem sein, denn wir wissen, wie wir Menschen finden, die sich auf das spezialisiert haben, was wir nicht wissen, und denen wir vertrauen können. Menschen, die ihre Expertise nicht für Geld mit uns teilen, sondern wegen unserer gemeinsamen Überzeugung, dass Informationen ständig in Bewegung sind und frei sein wollen, dass wir alle vom Informationsaustausch profitieren. Und zwar jeden Tag: im Studium, bei der Arbeit, beim Lösen alltäglicher Probleme und wenn wir unseren Interessen nachgehen. Wir wissen, wie Wettbewerb funktioniert und wir mögen ihn. Aber unser Wettbewerb, unser Wunsch, anders zu sein, basiert auf Wissen, auf der Fähigkeit, Informationen zu interpretieren und zu verarbeiten – nicht darauf, sie zu monopolisieren.

Zweitens: Die Teilnahme am kulturellen Leben ist für uns keine Beschäftigung für den Feiertag. Die globale Kultur ist der Sockel unserer Identität, wichtiger für unser Selbstverständnis als Traditionen, die Geschichten unserer Ahnen, sozialer Status, die Herkunft oder sogar unsere Sprache. Aus dem Ozean der kulturellen Ereignisse fischen wir jene, die am besten zu uns passen, wir treten mit ihnen in Kontakt, wir bewerten sie und wir speichern unsere Bewertungen auf Websites, die genau zu diesem Zweck eingerichtet wurden und die uns außerdem andere Musikalben, Filme oder Spiele vorschlagen, die uns gefallen könnten.

Einige dieser Filme, Serien oder Videos schauen wir uns gemeinsam mit Kollegen an, oder aber mit Freunden aus aller Welt, unser Urteil über andere wird oft nur von einer kleinen Gruppe von Menschen geteilt, denen wir vielleicht niemals persönlich gegenüberstehen werden. Das ist der Grund für unser Gefühl, dass Kultur gleichzeitig global und individuell wird. Das ist der Grund, warum wir freien Zugang dazu brauchen.

Es bedeutet nicht, dass wir Zugang zu allen kulturellen Gütern verlangen, ohne dafür zahlen zu müssen – obwohl wir das, was wir selbst schaffen, meistens einfach nur in Umlauf bringen. Wir verstehen, dass Kreativität – trotz der zunehmenden Verbreitung von Technologien, mit denen jeder Mensch Film- oder Musikdateien in einer Qualität erstellen kann, die früher Profis vorbehalten war – immer noch Anstrengungen und Investitionen erfordert. Wir sind bereit zu zahlen, aber die gigantischen Aufschläge der Zwischenhändler erscheinen uns ganz einfach als unangemessen. Warum sollten wir für die Verbreitung von Informationen zahlen, die schnell und perfekt kopiert werden können, ohne den Wert des Originals auch nur um ein Jota zu verringern? Wenn wir nur die reine Information bekommen, verlangen wir einen angemessenen Preis. Wir sind bereit, mehr zu zahlen, aber dann erwarten wir auch mehr: eine interessante Verpackung, ein Gadget, höhere Qualität, die Option, es hier und jetzt anzuschauen, ohne warten zu müssen, bis die Datei heruntergeladen ist. Wir können durchaus Dankbarkeit zeigen und wir wollen den Künstler belohnen (seit Geld nicht mehr aus Papier besteht, sondern aus einer Reihe von Zahlen auf einem Bildschirm, ist das Bezahlen zu einem eher symbolischen Akt geworden, von dem eigentlich beide Seiten profitieren sollen), aber die Verkaufsziele irgendwelcher Konzerne interessieren uns kein bisschen. Es ist nicht unsere Schuld, dass ihr Geschäft in seiner traditionellen Form nicht mehr sinnvoll ist und dass sie, anstatt die Herausforderung zu akzeptieren und zu versuchen, uns mit etwas zu erreichen, das uns mehr bietet als wir umsonst haben können, entschieden haben, ihre veralteten Lösungen zu verteidigen.

Noch etwas: Wir wollen nicht für unsere Erinnerungen bezahlen. Die Filme, die uns an unsere Kindheit erinnern, die Musik, die uns vor zehn Jahren begleitet hat: In einem externen Netzgedächtnis sind sie einfach nur Erinnerungen. Sie hervorzurufen, sie auszutauschen, sie weiterzuentwickeln, das ist für uns so normal wie für euch die Erinnerung an Casablanca. Wir finden im Netz die Filme, die wir als Kinder gesehen haben und wir zeigen sie unseren Kindern, genauso wie ihr uns die Geschichte von Rotkäppchen oder Goldlöckchen erzählt habt. Könnt ihr euch vorstellen, dass euch jemand deswegen anklagt, gegen ein Gesetz verstoßen zu haben? Wir auch nicht.

Drittens: Wir sind es gewohnt, dass unsere Rechnungen automatisch bezahlt werden, solange unser Kontostand es erlaubt. Wir wissen, dass wir nur ein Onlineformular ausfüllen und einen Vertrag unterschreiben müssen, den uns ein Kurier liefert, wenn wir ein Konto eröffnen oder den Mobilfunkanbieter wechseln wollen. Dass sogar ein Kurztrip auf die andere Seite von Europa inklusive Stadtrundfahrt innerhalb von zwei Stunden organisiert werden kann. Deshalb sind wir, als Nutzer des Staates, zunehmend verärgert über seine archaische Benutzeroberfläche. Wir verstehen nicht, warum wir für die Steuererklärung mehrere Formulare ausfüllen müssen, von denen das zentrale mehr als einhundert Fragen beinhaltet. Wir verstehen nicht, warum wir einen festen Wohnsitz (absurd genug, so etwas überhaupt haben zu müssen) erst förmlich abmelden müssen, bevor wir uns an einem anderen anmelden können – als könnten die Behörden diese Sache nicht auch ohne unser Eingreifen regeln.

In uns steckt nichts mehr von jener aus Scheu geborenen Überzeugung unserer Eltern, dass Amtsdinge von überaus großer Bedeutung und die mit dem Staat zu regelnden Angelegenheiten heilig sind. Diesen Respekt, verwurzelt in der Distanz zwischen dem einsamen Bürger und den majestätischen Höhen, in denen die herrschende Klasse residiert, kaum sichtbar da oben in den Wolken, den haben wir nicht. Unser Verständnis von sozialen Strukturen ist anders als eures: Die Gesellschaft ist ein Netzwerk, keine Hierarchie. Wir sind es gewohnt, das Gespräch mit fast jedem suchen zu dürfen, sei er Journalist, Bürgermeister, Universitätsprofessor oder Popstar, und wir brauchen keine besonderen Qualifikationen, die mit unserem sozialen Status zusammenhängen. Der Erfolg der Interaktion hängt einzig davon ab, ob der Inhalt unserer Botschaft als wichtig und einer Antwort würdig angesehen wird. Und da wir, dank Zusammenarbeit, ständigem Streit und dem Verteidigen unserer Argumente gegen Kritik das Gefühl haben, dass unsere Meinungen einfach die besseren sind, warum sollten wir dann keinen ernsthaften Dialog mit der Regierung erwarten dürfen?

Wir fühlen keinen religiösen Respekt für die “demokratischen Institutionen” in ihrer derzeitigen Form, wir glauben nicht an ihre unumstößliche Rolle, wie es diejenigen tun, die alle “demokratischen Institutionen” als Denkmäler betrachten, die sie selbst bauen und die zugleich für sie selbst gebaut werden. Wir brauchen keine Denkmäler. Wir brauchen ein System, das unsere Erwartungen erfüllt, ein transparentes und funktionierendes System. Und wir haben gelernt, dass Veränderung möglich ist: dass jedes in der Handhabung umständliche System ersetzt werden kann und ersetzt wird durch eines, das effizienter ist, das besser an unsere Bedürfnissen angepasst ist und uns mehr Handlungsmöglichkeiten gibt.

Was uns am wichtigsten ist, ist Freiheit. Redefreiheit, freier Zugang zu Information und zu Kultur. Wir glauben, das Internet ist dank dieser Freiheit zu dem geworden, was es ist, und wir glauben, dass es unsere Pflicht ist, diese Freiheit zu verteidigen. Das schulden wir den kommenden Generationen, so wie wir es ihnen schulden, die Umwelt zu schützen.

Vielleicht haben wir noch keinen Namen dafür, vielleicht sind wir uns dessen noch nicht vollständig bewusst, aber wahrscheinlich ist das, was wir wollen, eine wahre und tatsächliche Demokratie. Eine Demokratie, wie sie sich vielleicht nicht einmal eure Journalisten erträumt haben.

CC BY-SA 3.0

#Free­do­mIs­Blog­ging

 

 

Kategorien:Ein Leben, Neue Werbung

Das Messer beim Zeichenstift haben

22. April 2012 Keine Kommentare

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George Stubbs Hamletonian, Rubbing Down, 1800



 
 
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Machen Sie es gelten.



 

Sir Ken Robinson hat uns bereits einmal herausgefordert und begeistert mit seiner Vision geänderter Erziehungs-paradigmen um ein kaputtes System für Kreativität zu optimieren.



George Stubbs PDF Das Messer beim Zeichenstift haben
George Stubbs.pdf (via buchhandel.de) in einem neuen Fenster öffnen.

 

Das Messer beim Zeichenstift haben

Meinen fantastischen Morgen habe ich in bester Gesellschaft in der Neuen Pinakothek in der Ausstellung des Anatomie erfahrenen, britischen Malers George Stubbs verbracht.

Mit heim brachte ich einen Satz von George Stubbs als Überschrift, einige Postkarten und mein geliebtes Shortbread aus dem Museumsladen.

Mehr zu Stubbs erfahren Sie hier.

Bevor Sie sich Stubbs vornehmen, tun Sie uns allen den Gefallen und spielen das Video in der mittleren Spalte ab.

Es wird ihren Tag lohnend machen und ihr Leben ruinieren oder umgekehrt, Ihnen den Tag ruinieren und ihr Leben lohnend machen.

Schuld daran hat Maria Popova, das Video war Teil ihres Brain Pickings Wochenbriefes.

Hervorragende Sachen. Machen Sie es gelten.

 

 

Aufbruch ins goldene Zeitalter der Werbung

19. April 2012 Keine Kommentare

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Aufbruch ins goldene Zeitalter der Werbung

 

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Foto: Tina Fineberg für New York Times. „Ideen die tun‟ wurde von Gareth Kay geprägt.


 

Eine Idee die tut.

Was tut?

Die Genitalen einer Adam Bronzestatue von Fernando Bolero sind auf Augenhöhe mit Passanten des New Yorker Time Warner Zentrums.

Ein Meisterstück an Interaktivität ohne Internet, auch ohne Elektronik.

Man möchte glauben, dass alles zu Gold wird, was offensichtich, unmittelbar, erreichbar, greifbar gemacht ist, solange Besserung in Aussicht gestellt wird.

Welche Besserung verspricht dann das Berühren eines Penis?

Sehen Sie, das, wie meist alles, steht im Ermessen des Betrachters, nicht des Herstellers.

 

golden age taschen titles Aufbruch ins goldene Zeitalter der Werbung

Taschen Verlag

 

 

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15. April 2012 Keine Kommentare


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James Bridle prägte den Begriff Die Neue Ästhetik im Oktober vergangenen Jahres bei den Web Directions South, in Sydney, Australien, der Original Titel lautete “Die von Robotern lesbare Welt”

 

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Klinikum Grosshadern, München via Wikipedia



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Neues Price Waterhouse Cooper Logo
und Damenschuh in geringer Auflösung via United Nude

 

Die Neue Ästhetik

Wer die Augen offenhält entdeckt sie überall, in den Moden, dem Kriegsgerät, in der Kunst und auf unzähligen, unkenntlich gemachten dt. Google Street View Bildern.

Wer wie ich, den Diskurs darüber versäumt hat und etwas über die Neue Ästhetik in Erfahrung bringen will, es began hier, und hier geht es weiter, Ein Interview mit James Bridle gibt es hier.

Reaktionen und Meinungen dazu finden Sie hier, hier, hier und hier.

Seien Sie sich gewiss, alles hier ist copy und paste (via booktwo.org).

 

 

 

 

Wenn/Dann

11. April 2012 Keine Kommentare

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Grey's Anatomy If/Then hält unserem Berufsleben den Spiegel vor



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Grey’s Anatomy 8. Saison, Sendung 13 If/Then zeigt wenig erfreulich wie das Berufsleben gegenwärtig ist, bei Aufrechterhaltung des Status Quo.

Die populäre US TV-Serie, Grey’s Anatomy, zeigt für gewöhnlich Freundschaftsbilder, gelungener und emphatischer Zusammenarbeit im Berufsleben am Beispiel der beliebten, sorgfältig porträtierten Charaktere junger Chirurgen.

Das Drama?

Das Team angehender Chirurgen steht untereinander im Wettbewerb.

Zur Rettung von Leben aber siegt sportlicher Ehrgeiz über die komplexen Befindlichkeiten der Protagonisten und immer wieder gelingt es auf lehrreich, wundersame Weise, an einem Strang zu ziehen.

Die traumhaft professionelle Zusammenarbeit, Freundschaft und Empathie, die den Zuschauer so zu beglücken scheint, wird jäh unterbrochen in der 13. Sendung der 8. Saison.

Wenn wir den Status Quo nicht brechen, dann spiegelt diese Sendung die Realität unseres Arbeitslebens wieder.

Ein Schock, den keiner für wahr haben will, sowie wir zu transformieren beginnen.

 

Wenn/Dann

Wenn Meredith Grey’s autoritäre und profilierungssüchtige Mutter nicht an Alzheimer verstorben wäre, dann wären sportlicher Ehrgeiz für den falschen Anspruch eingesetzt und alles wäre wieder so, wie der Status Quo es noch immer vorsieht.

Eine traurige Geschichte.

 

Im Orignal hier auf Cucirca zu sehen.

 

 

Mit Peter Kruse zurück an die Arbeit

9. April 2012 Keine Kommentare

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Nesteier werden nach Ostern nicht länger bemalt und nur wahlweise beschriftet.

 

An Politiker, Geschäftsleute, FE und CMO’s:

„Die grosse Bitte ist, seien Sie möglichst dicht dran an diesen Systemen, dann bekommen Sie auf der Werteebene Änderungen mit, die erst danach auf der Verhaltensebene sichtbar werden.‟

An Politiker, Kommunalpolitiker, Stadträte und Bürgermeister:

„Die Bereitschaft der Menschen sich demokratisch zu engagieren, wieder neu nutzen.‟

 

 


 
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PDF Mit Peter Kruse zurück an die Arbeit

 

10 Thesen


Die emotional geführte Debatte um die negativen persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der digitalen Medien ist Ausdruck der ganz normalen Zurückhaltung gegenüber neuen Technologien.

Die angeblich durch die digitalen Medien ausgelöste Überforderung durch Informationsüberflutung ist eine Frage der Bewältigungsstrategien und nicht Folge des Erreichens prinzipieller Kapazitätsgrenzen.

Aufgrund des im Internet realisierten strukturellen und funktionalen Entwicklungsstandes entsteht ein generell wachsendes Bedürfnis der Menschen, sich aktiv an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen.

Durch die enorme Vernetzungsdichte, die hohe Spontanaktivität der Nutzer und die Existenz länger kreisender Erregungen besteht im Internet eine hohe Auftretenswahrscheinlichkeit für Lawinen-Effekte.

Mit der Möglichkeit des spontanen Entstehens von Massenbewegungen durch Resonanzbildung in den sozialen Netzwerken verlagert sich die Macht grundlegend von den Anbietern auf die Nachfrager.

Durch die enorme Zunahme der Nutzerzahlen und die Angleichung der Altersverteilung der User an die Gesamtbevölkerung wird die Internet-Dynamik zunehmend zum Spiegel von Gesellschaftsdynamik.

Die durch das Internet gesteigerte Einsichtsfähigkeit in gesellschaftliche Zusammenhänge führt in Verbindung mit dem Wissen um die Macht der Resonanzbildung zur Re-Politisierung der Öffentlichkeit.

Das erstarkende öffentliche Interesse am Spiel der Kräfte zwischen unterschiedlichen Stakeholder- Perspektiven fordert von Unternehmen und Institutionen maximale Transparenz und Nachhaltigkeit ab.

Die Machtverschiebung durch das Internet stellt eine große kulturelle Herausforderung dar für alle Organisationen mit primär auf Systemkontrolle und Wettbewerb ausgerichteten Handlungsstrategien.

Das im Internet bestehende Missverhältnis zwischen der erlebten Flüchtigkeit von Interaktionen und der dauerhaften Speicherung hinterlassener Spuren erhöht systembedingt das Risiko von Missbrauch.

 

Kategorien:Transformation

Krawall machen in Ihrer Branche

9. April 2012 Keine Kommentare

img 23401331908772 Krawall machen in Ihrer Branche

Was wir von Geschäftserfolgen der vergangenen Jahre gelernt haben

 

Vom Krawall machen in Ihrer Branche

Eine Idee oder Technologie einführen,die unterbricht und eine Reaktion hervorruft

Das Preis-Leistungsverhältnis dramatisch ändern

Eine Dienstleistung als Produkt definieren oder ein Produkt als Dienstleistung definieren

Die Unorganisierten organisieren, die von einander getrennten anschliessen machen

Die Vermarktungsgeschwindigkeit radikal ändern

Die Infrastruktur, die Regeln oder den Informationsfluss ändern

Was teuer war vergeben und für etwas anderes Geld verlangen

Die Sonderbaren für sich einnehmen und die Massen dabei umgehen

In ethischen Belangen führen

 

(Oder Sie warten auf jemanden, der Ihnen dann sagen wird, was er oder sie will das sie tun.)

 

Aus dem Englischen, mit freundlicher Genehmigung von Seth Godin.

 

 

Koalition des Nein

2. April 2012 Keine Kommentare

Nein Koalition Koalition des Nein

Aus Struwelpeter von Heinrich Hoffmann 1885

 

Die Koalition des Nein

Aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung von Seth Godin 

Ihr beizutreten ist einfach.

Es gibt unzählige Gründe nein zu sagen und nur wenige, sich hinzustellen und ja zu sagen.

Für ein Nein braucht es nur einen Einwand, eine Rechtfertigung um einer Änderung auszuweichen. Nein hat viele Verbündete; jeder der die Zukunft fürchtet oder vom Status Quo profitiert. Das einfachste ist, nein zu sagen, da es dazu auch keinen Grund braucht.

Nein ist die leichte Art sich Macht zu verschaffen, mit ja kommt Verantwortung, nein aber ist die leichte Art Aktionen zu blockieren, um die Privilegien anzuwenden, Dinge zu verlangsamen.

Nein kommt von Furcht und Habsucht und allem voran, vom Mangel an Offenheit und Aufmerksamkeit. Sie brauchen keine Aufmerksamkeit und keine Kalkulationen um die Ergebnisse durchzuspielen um der Koalition des Nein beizutreten, der lieber wäre, das alles so bleibt wie es ist (da sie beschlossen hat, der harten Arbeit auszuweichen, die notwendig wäre sich vorzustellen, wie es sein könnte).

Und obwohl es so ist, verliert die Nein Koalition. Wir leben in einer Welt des Ja, in der Möglichkeit, Innovation und der Wille sich zu interessieren, über die Mehrzahl derjenigen triumphiert, denen lieber wäre, dass sich alles wieder beruhigt und zu Normalität zurückkehrt.