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Artikel Tagged ‘Sascha Lobo’

NYC.gov Hackathon

24. Juli 2011 Keine Kommentare

New York City versucht sich im crowdsourcing mittels sogenanntem Hackathon. Eine Woche nachdem Bürgermeister Michael R. Bloomberg versprach, ein Online Forum einzurichten, wurde der 27 Jährigen Unternehmerin Rachel Sterne, die Rolle des Chief Digital Offiziers von New York City überantwortet. Ein heutiger, erster Bericht von Mashable, verrät 10 Gründe, warum Städteverwaltungen Hackathons veranstallten sollen:

  1. Sektoren werden überbrückt und die Städteplannung wird mit Technologie Gemeinschaften zusammengebracht, um gemeinsam eine Herausforderung zu meistern.
  2.  

  3. Angeregt wird kollaboratives Problem lösen und eine offenere Stadtverwaltung. Wir haben Entwickler eingeladen um ihre Ideen einzubringen um einen wichtigen, digitalen ‘öffentlichen Raum’ verbessern zu helfen.
  4.  

  5. Ein Mechanismus wird für die Öffentlichkeit geschaffen, der Feed-back und Ideen für eine Website ermöglicht, die für sie gedacht ist.
  6.  

  7. Ein Modell, dass anderen Städten, ihrer Verwaltung und Planung hilft, nationalen und internationalen Wandel zu ermöglichen.
  8.  

  9. Kreative und innovative Konzepte werden vorgestellt, die NYC.gov dabei helfen, leistungsfähig und effektiv Leistungen zu ermöglichen und die zur Bevollmächtigung der New Yorker Bürger beitragen.
  10.  

  11. Vertraulicher Zugang zu der Städte Entscheidungsträgern wird dem Einzelnen sowie den Teams ermöglicht.
  12.  

  13. Ein Präzedenzfall und Plattform wird geschaffen um die Entwicklung der Städtever-waltungen durch offene Innovation und Teilnahme zu fördern.
  14.  

  15. Ein erster Schritt ist getan, einen transparenten Design Prozess zu demonstrieren. Wir wollen möglichst viel Input sammeln. Es ist ein praktisches Vorgehen, um rasch Erfolge zu verzeichnen.
  16.  

  17. Hilft Subjektivität aus dem Design Prozess zu entfernen.
  18.  

  19. Entwickler werden mit internen Daten versorgt, um User Experience Entscheidungen (UID) treffen zu können, z.B. Analysen und der Unterstützung von Technik-Partnern, Im Falle NYC.gov, DonorsChoose, ExpertLabs, Facebook, Foursquare, Google, Meetuo und YouTube.


 

Rachel Sterne NYTimes NYC.gov Hackathon

Rachel Sterne, der Stadt erster Chief DIgital Officer, in ihrem Büro in Manhattan.
Michael Appleton for The New York Times


 

Stuttgart 21 lieferte den besten Grund, warum dt. Städteverwaltungen
Hackathons veranstalten müssen. Deutschland ist nachweislich sehr gut darin Strukturen einzuführen. Sie mit Leben zu füllen und eine bessere Kultur zu schaffen ist die Schwierigkeit, die zu überwinden die neue Welt reichlich Technologien mit sich führt.

Stuttgart 21 hätte sich nicht ereignen brauchen, hätte Stuttgart frühzeitig eine soziale Plattform eingerichtet, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen und Dampf abzulassen.

Ein Hackatron hätte dafür gesorgt, frische Gedanken beizubringen und kostensparende Lösungen.

Solange für ein konkretes Briefing gesorgt ist und die Plattform für eine, ethisch durchdachte Gebrauchsanleitung in verständlichem Deutsch, gesorgt hat.

Aus Stuttgart 21 klüger werden, heisst es jetzt für dt. Städte, deren Bürger und Städteverwaltungen.

Städte sollen ihre digitalen Ninjas dafür gewinnen, ihre Erfahrung für ihre Städte einzubringen, um eine kontinuierliche Verbindung zwischen Bürgern und Städteplannung/verwaltung aufzubauen. Also nicht Leute, die darauf trainiert sind, sich mit Kremien und Politikern herumzuschlagen, das führt, wie wir alle zu wissen glauben, zu nichts. Mit einer detaillierten Vorstellung und überdachtem Profil, gilt es Leute zu gewinnen, die im Dialog mit digitalen Medien geübt sind und in Selbsterfahrung gemachte, gute Kenntnisse der digitalen Technologien mitbringen und die Übung darin haben, ausgemachte Ziele zu verfolgen. Nico Lumma wäre so einer für Hamburg. Sascha Lobo für Berlin.

reinvent nyc poster NYC.gov Hackathon

via Mashable



NYC.gov Auswertung von Bloglevel
 
Einfluss                 44.5
Beliebtheit            46.9
Engagement        21.3
Vertrauen              38.5




 

Ein wenig Blogosphäre

18. Juli 2011 Keine Kommentare

Spreeblick

Am Volksblog aus Berlin, recht allgemein auf das Thema Internet ausgerichtet, kann sich noch bis Ende Juli jeder mit eigenen Einträgen am Diskurs beteiligen und sich der beachtlich, grossen Leserschaft erfreuen. Um welchen Diskurs es sich dabei handeln soll, verrät Spreeblick nicht. Ein Fokus auf Marketing besteht jedenfalls nicht.
 

Open Spreeblick Ein wenig Blogosphäre

via Spreeblick



Wertung von Bloglevel
Einfluss     78.7
Beliebtheit     78.7
Engagement     76.6
Vertrauen     79.7




 

Werbeblogger

Der Gemeinschaftsblog von Roland Kühl-v. Puttkamer, J. Martin, Dr. phil. und Ralf Schwartz bemüht sich zunehmend um sachliche Orientierung zum Thema der dt. Design-Nation, nämlich Werbung. Wenn auch in diesem Jahr in Cannes, der Begriff Werbung, erstmals gegen Kreativität eingetauscht wurde. Konkrete Beispiele aus dem Marketing sind hier zu finden.
 

Werbeblogger Ein wenig Blogosphäre

Roland Kühl-v. Puttkamer, J. Martin, Dr. phil., Ralf Schwartz



Wertung von Bloglevel
Einfluss     67.8
Beliebtheit     66.7
Engagement     65.6
Vertrauen     67.8



Sascha Lobo

Sascha Lobo ist sicher auch aufgrund seines zur Schau getragenen geschwollenen Kamms, Hahn im Korb und meist zitierter bundesdeutscher Blogger, bekannt aus diversen Talkshows. Wenn es Fragen zum Internet gibt, dann kommen Presse und Fernsehen nach eigener Aussage zu ihm, einer oft auch scharf formulierten Antwort wegen. Er ist der Charlie Sheen der dt. Blogosphäre aber noch kein dt. Seth Godin. Auf seinem Blog sind Denkanstöße für das post-digitale Marketing zu finden.
 

Sascha Lobo vibrioeu Ein wenig Blogosphäre

via Google Images bzw. vibrio.eu.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     64.5
Beliebtheit     64.5
Engagement     63.3
Vertrauen     61.0




 

Nico Lumma

Weltmeister in der Öffentlichkeitsarbeit der dt. Design Nation ist Nico Lumma mit Lummaland. Nico kann es aufnehmen mit Superbloggern der USA. Mein Weg zu Lummaland führte über CRM-Vorbild Derek Sivers, der, der Tonalität seiner Anhängerschaft entsprechend, das Gefühl von Nähe zu vermitteln vermag wie kaum ein anderer. Kunden von CDBaby zu Siver’s Zeiten, haben es ihm gedankt. Die entsprechenden Umgangs-formen und die notwendige Offenheit sind auch bei Nico Lumma gegeben. Lummaland hält uns auf dem Laufenden mit aktuellen, meist technischen Entwicklungen, Sozialmedien und seiner Faszination mit Gadgets wie etwa Dyson Staubsaugern. Bisweilen schweift Lummaland ab ins Land der Politik. Konkrete Marketingbeispiele werden nicht gegeben.
 
NIco Lumma Ein wenig Blogosphäre


Wertung von Bloglevel
Einfluss     52.9
Beliebtheit     51.7
Engagement     55.2
Vertrauen     55.2




 

Fischmarkt

Matthias Schrader fand allen voran die richtigen Worte für Marketing in unserer post-digitalen Zeit. Das war sexy. Mit Fischmarkt, dem Blog von Sinner & Schrader, ist Martin Recke damit beschäftigt den Neuigkeiten hinterherzukommen. Sexy ist das nicht, die Informationen unterscheiden sich nicht und liefern keinen Grund sie aufspüren zu wollen, wie es bei Peter Kruse der Fall ist.
 

Matthias Schrader Ein wenig Blogosphäre

via Werben & Verkaufen



Wertung von Bloglevel
Einfluss     52.9
Beliebtheit     49.3
Engagement     38.5
Vertrauen     46.9




 

Holger Schmidt schreibt seit 1997 als Journalist für die Frankfurter Allgemeine aus ökonomischer Sicht über die Netze. Als Netzökonom liefert er mit dem F.A.Z. Community Blog vor allem gut rescherschierte, aktuelle Fakten und Analysen.

Der Leser erfährt wissenswertes über die Netze in sachlich, knappen Mitteilungen. Wer Zahlen braucht findet sie hier. Der Netzökonom brachte die Themen aus der Blogosphäre in die deutschen Wohnzimmer.
 

Holger Schmidt Ein wenig Blogosphäre

Netzökonom Holger Schmidt wechselt zu Focus in München.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     50.5
Beliebtheit     50.2
Engagement     61
Vertrauen     59.5




 

brand eins, dt. Wirtschaftsmagazin

Das Wirtschaftsmagazin und Hoffnungsträger der dt. Design-Nation legt mit Layout und Rubriken wie, ‚Was die Wirtschaft treibt‛… strukturell den richtigen Ansatz vor, kulturell aber wird den einflussreichen Nerds die kalte Schulter gezeigt. Wirtschaft und Werbung stehen in direktem Verhältnis zueinander. Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun² und es soll brand eins gelingen, Wirtschaft und Werbung bei der Transformation von der alten Industriegesellschaft hin zur neuen Wissensgesellschaft (Wikipedia) aktive Orientierungshilfe zu gewähren auch um selbst transformativ zu sein, wie dies ja auch im Sinne von Wolf Lotter ist. Ich erwarte jedenfalls, dass brand eins meine, auf Bloglevel basierende Staffel, in Zukunft anführt.
² Der Begriff, Ideen die tun, wurde von Gareth Kay von Goodby Silverstein + Partners geprägt und beschreibt eine praktische, erfolgsversprechende Anwendung in unserer post-digitalen Zeit.
 

brand eins  Ein wenig Blogosphäre

via Facebook wall



Wertung von Bloglevel
Einfluss     39.7
Beliebtheit     42.1
Engagement     33.6
Vertrauen     37.3




 

Honorarprofessor Peter Kruse ist Redner, Psychologe, Unternehmensberater und Zukunftsforscher. Er bringt gesunden Menschenverstand zurück nach Deutschland.

Kein Blogger aber treibende Kraft in Zeiten der Transformation, verleiht Peter Kruse der dt. Blogosphäre indirekt Glaubwürdigkeit, Kredibilität. Er begleitet die Entwicklungen in unserer post-digitalen Zeit mit datenunterstützter, laserscharfer Beobachtung. Zusammenhänge werden erklärt und in einem Deutsch wie dem von Ernst Jünger greifbar gemacht. Dabei übernimmt What’s next? eine begleitende Rolle, als Unternehmensblog von Peter Kruse’s Unternehmensberatung nextpractice.
 

Peter Kruse repuplika Ein wenig Blogosphäre

Photo von Daniel Seifert.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     38.5
Beliebtheit     38.5
Engagement     29.9
Vertrauen     37.3




 

Amir Kassaie

Vormals der dt. Design-Nation anerkannt, bester Kreativer unterhält seinen Blog, der gegenwärtigen Mode entsprechend auf Posterous. Ich war erst der Annahme, dass der schlaue Amir sich hier für den USA Aufenthalt das Rückgrad stärken will, sehe aber mit Erstaunen, dass der Blog lt. Archiv seit 2009 besteht. In der Liebe wie in der Werbung sind bekanntlich alle Mittel recht.
 

Amir Kassaei Ein wenig Blogosphäre

Foto via Google images, bzw. WuV



Wertung von Bloglevel
Einfluss     38.5
Beliebtheit     38.5
Engagement     42.1
Vertrauen     37.3




 

Stefan Zschaller

ist Chef von Leagas Delaney in Hamburg. Stefan Zschaller ist der dt. Design Nation, erstes (mir bekanntes) Agenturoberhaupt, mit eigenem Blog und somit eigener Erfahrung in den Sozialmedien. Mit followfish gelang ihm und seinem Team, eine erste Idee die tut¹ auf den Markt zu bringen. Auf Texter gesucht findest Du konkrete Marketingbeispiele und Informationen zu den stattfindenen Kreativwettbewerben.
¹ Der Begriff, Ideen die tun, wurde von Gareth Kay geprägt und beschreibt eine erfolgsversprechende Anwendung in unserer post-digitalen Zeit.
 

Stefan Zschaller Ein wenig Blogosphäre

via Legas Delaney, Hamburg



Wertung von Bloglevel
Einfluss     34.8
Beliebtheit     33.6
Engagement     28.7
Vertrauen     33.6




 

Wie Deutsche Blogger im internationalen Vergleich abschneiden?

Fantastisch. Die dt. Blogosphäre ist in Zahlen, als auch in der Gedankenführung vergleichbar mit den USA. Nicht aber im Selbstverständnis. Die Gedankenführung verdanken wir allen voran Peter Kruse & Co und Veranstaltungen wie re:publika. Seht selbst.

Hier eine Liste von 83 dt. Marketing Blogs, kategorisiert und zusammengestellt von Hohannes Siemers.


 

Eyes wide shut

31. August 2010 Keine Kommentare

Heute fand in Wiesbaden das erste ‚Social Media Summit 2010‛ statt. Am 24.08.2010 gab es im ansonsten gefeierte Bayerischen Fernsehen, die Münchener Runde zum Thema: „Wie gefährlich ist Google Street View?‟ zu sehen. Sky du Mont (Schauspieler im Bild mit Nicole Kidman in Eyes Wide Shut), Kay Oberbeck (Unternehmenskommunikation Google Deutschland), Ilse Aigner (Verbraucherschutzministerin, CSU), Eberhard Sasse (Unternehmer) bildeten die Expertenrunde.

 

Eyes wide shut Eyes wide shut

Sky du Mont und Nicole Kidman in Eyes Wide Shut.
Bildrechte Studio © Alle Rechte vorbehalten.

 

„Das fängt einfach im Prinzip an. Wenn Leute freiwillig in Facebook gehen, oder freiwillig ihre Daten preisgeben dann ist das deren Problem. Ich tu das ja nicht.
Ich bin nicht bei Facebook, ich twitter nicht. Ich gebe so wenig Information wie möglich. Ich geh’ ins Internet ohne meine IP Adresse zu nennen. Und wenn mir diese Recht genommen wird dann geh’ ich auf die Barrikaden.‟

—Sky du Mont alias Sandor Szavost          

 

The Wilderness Downtown Eyes wide shut

an interactive film by Chris Milk. Build in HTML5

 

„Wie gefährlich ist Google Street View?‟

Hier ein Link der demonstriert was uns mit Google Street View erwartet. Tochter Elizabeth ließ ihrem Vater die Adresse zukommen mit den Worten: „Ich wurde völlig überrascht, mir gruselte und vor allem hat es mich berührt. Gib die Addresse ein, wo Du aufgewachsen bist und schau Dir das interaktive Video von Arcade Fire an. Hier.‟
Google Street View Vignette Eyes wide shut
Nachdem ich in der Hermine Bland Strasse in München Harlaching aufwuchs bevor meine Eltern ein Seegrundstück am Westufer des Starnberger Sees vorzogen und München noch nicht von Google Street View erfasst ist, war das was ich von Arcade Fire zu sehen bekam auch nicht gruselig, insofern als das zu Seelenoffenbarungen wie wir sie aus der Astrologie kennen, die Street View Daten fehlten und ich also nicht von Erinnerungen an früh vertraute Strassenzüge heimgesucht wurde.

 

 

 

Sascha Lobo

12. August 2010 Keine Kommentare

Der Ewige Spiesser

Nein, Sascha Lobo ist nicht der Verfasser des Romans ‚Der ewige
Spiesser‛. Ödön von Horváth ist der Verfasser. Sascha Lobo hat sich auf Lesemaschine mit dem Roman beschäftigt. Mir hat es gefallen und gefällt es noch wie er seiner Beschäftigung nachgeht.

 

…Einen besseren Vornamen als Ödön von Horváth kann man schon mal gar nicht haben. Dabei ist es sehr leicht, schlechte Namen zu haben, exotische Gemüse etwa heissen oft hässlich. Topinambur hört sich noch nicht einmal ausgedacht an, Portulak mutet wie ein verunglücktes Portugal an und Tapioca wie der uneheliche Bruder von Noriega. Ödön aber ist die ungarische Version von Edmund, was wiederum Schützer des Besitzes heissen soll, was jedoch so wenig mit irgendwas anderem zu tun hat, dass ich diese Faktensackgasse verlassen möchte und direkt zum Buch “Der ewige Spiesser” komme.

   —Sascha Lobo, Lesemaschine

 

Sascha Lobo Sascha Lobo

Das Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt.
internetworld.de ©2010 Alle Rechte vorbehalten

 

Passt schon

Ich bin leichtköpfig und habe keine Vorwürfe zu machen. Sascha Lobo kommt mir gerade recht, da er mit seinem roten Kamm herhalten muss als Vorzeige Blogger der Deutschen Blogosphäre, der neuen Digitale also und er redlich bemüht ist sich als wert zu erweisen indem er es schafft die Öffentlichkeit zu nähren mit Begriffen wie den der ‘Generation Upload’. Mich ärgern unnötige englische Angeberwörter in dieser so reichen Deutschen Sprache.

  • Warum heisst ‘being digital’ in Deutschland ‘total digital’?
  • Warum heisst es ‘Log In’ und nicht für jeden verständlich ‘anmelden’?
  • Warum ‘download’ und nicht ‘sichern’?
  • Warum ‘lovemarks’ und nicht ‘Lieblingsmarke’?

Ganz richtig, die Sprache speziell die meiner Werbeindustrie ist eine Mischung aus Floskeln, Allgemeinplätzen, Phrasen und blasierten Feststellungen. Blasiert, pretenziös, blenden war gestern, heute geht es um Ideen mit denen wir sofort etwas anfangen können.

 

Nur wer sich wandelt, bleibt mit mir verwandt¹

Geschäftsführer, Etatdirektoren, Berater, Info-Architekten, selbst Texter und Grafiker waren als digitale Besucher der Annahme am Wandel teilzunehmen, doch weit gefehlt! Der Wandel, die scharfe Wende der Probanten und nämlich die der Konsumenten hin zu einem immer reiferen, sophistizierten Wesen, das wir in allen Schichten und Altersstufen vorfinden, wird als digitaler Bewohner vollzogen noch bevor Bewohner der Werbeagenturen den Wandel an sich selbst erleben. Gerade mal digitale Besucher, bleiben meine Werbefreunde Zaungäste der Entwicklung der Kommunikation. Wie mit der integrierten Vodafone: Generation Upload-Kampagne von Scholz & friends im Vorjahr umfassend dokumentiert, ist es mit Integriertem wie mit dem Fleischwolf, durch den eine Idee verwurstet und in Naturdarm verpackt wird. Ohne Ecken und Kanten, ohne klare Richtung oder Aussage, ohne eigenen Geschmack und mit nichts zu tun, bleibt so ein Brei zurück, der den Spießer befriedigt und ihm das beruhigende Gefühl vermittelt, sich engagiert zu haben und am gesellschaftlichen Prozess teilzunehmen.

 

¹Iris Thalhammer aus Wien in einer Rezension vom 19. Mai 2001 auf Amazon.de
²Leonidas in einer Rezension vom 29. Dezember 2008 auf Amazon.de

 

 

Kategorien:Sozial

Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

3. August 2010 2 Kommentare

re:publica 2010 Vortrag mit Titel ‘What’s next’ von Peter Kruse, Friedrichstadtpalast Berlin 21. April 2010

Nimm Dir eine gute halbe Stunde Zeit um zu erfahren wie Willensbildung zukünftig entsteht und die Kräfte- und Mächteverhältnisse grundlegend auf den Kopf gestellt wurden und bereits im 15. Jahr zu Polarisierung, Machtkämpfen und allgegenwärtiger Orientierungslosigkeit auch und insbesondere in meiner Werbeindustrie führten.

Peter Kruse macht sympathisch und wortgewaltig greifbar was uns als nächstes erwartet und wie es dazu kommen mag. Wir sind bei Motivation Nr. 3 angelangt:

  1. Teilhaben an frei verfügbarer Information
  2. Eigene Kreativität einbringen und Spuren hinterlassen
  3. Sich machtvoll zu Bewegungen zusammen schliessen

Macht entsteht über die Nachfrage und nicht über das Angebot

2006 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2006

Na siehst Du… Das war doch schon immer so! Meine werten Kollegen sind mit proprietären Hilfmitteln wie etwa der McCann Nachfragekette [demand chain] bestens gerüstet, vertraut und professionell versiert, mit einem Unterschied. Das Internet ist kein Medium, es ist das nicht aufzuhaltende System, für das es geschaffen wurde und es nunmehr seinen Nutzern den Zustand von digitalem sein abverlangt. Als ‘digitale visitor’ oder ‘digital natives’ hält Peter Krause uns einen Spiegel vor. Ich gehe davon aus, dass es sich bei meinen Agenturkontakten ausschliesslich um ‘digital visitors’ handelt und danke Amir Kassaei, dass Du der Deutschen Werbebranche und jedenfalls dem Nachwuchs am Samstag, den 10. Juni, das Signal für digitales sein gegeben hast.

Blättere die unter dem Video angehängten Folien mit durch für ein rundes Präsentationsschauspiel. Ich bin begeistert und wie auch das Publikum im Friedrichstadtpalast auf Begeisterung und Zuspruch für die grosse Spielwiese der Netze erpicht sind.

Peter Kruse ist Professor Dr. Peter Kruse und wird von der FAZ zerissen, Neil Budde vom Wall Street Journal dagegen hält sachliches Lob für Peter Kruse bereit: „Eine exzellente Art, sich auf die strategischen Hauptpunkte zu konzentrieren.“ Gilt bei der FAZ womöglich bis heute der Prophet im eignen Land nicht?

 

Peter Kruse Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

Bildquelle: Stefan Bernd Urheber: Markus Roling Genehmigung: CC-BY-SA-3.0-DE



republica2010

 

2008 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2008

Die Regeln werden tatsächlich zur Zeit neu geschrieben

Umsatzrückgang kann man nicht mehr Wett machen mit erhöhtem Werbedruck oder über Preissenkung, man braucht schon den Dialog mit den Kunden, das ist einfach eine andere Welt.

Das Internet führt zu einer Erhöhung des Selbstbewusstsein der Gesellschaft. Das führt und zwar nicht unbedingt in einem Parteirahmen zu einer Re-politisierung der Welt. Das führt dazu, dass die Menschen sich wieder mehr einbringen. Selbstbewusssein ist fantastisch. Selbstbewusstsein heisst, die Gesllschaft wird sich ihrer selbst wieder mehr bewusst. Und sie wird selbstbewusster in der aktiven Auseinandersetzung, man bringt sich einfach stärker ein.

Wann immer sich Menschen in Netzen zusammentun haben sie die Chance mitzubekommen wo sie sind. Wenn Sie wirklich immer im Netzwerk mitschwimmen, dann haben Sie immer die Chance die Mustebildung diese Netzes zu verstehen. Das heisst, wenn eine Politik nicht wirklich in der Lage ist sich einzubringen in diese Netze dann werden die nie verstehen was da stattfindet. Denn die Musterbildung setzt voraus dass sie Teil und zwar richtiger Teil dieses Netzes sind. Wenn sie ncht einziehen dann können Sie diese Musterbildung nicht erleben Aber wenn sie sie erleben, dann haben Sie plätzlich eine Chance zu EInsichten, die weit über das hinausgehen das man sonst so gewöhnlicher Weise da zu erwartet hat.

2010 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2010

Wer nicht in der Lage ist zwischen diesen beiden Welten (…) zu wechseln wird nach Meinung von Peter Kruse, grosse Probleme mit Machtzusammenhängen bekommen.

Hypothesen

  1. Die Schärfe des Disputes pro und contra Internet ist Indikator für die Existenz unzureichend reflektierter Wertedifferenzen.
  2. Die Veränderungen durch das Netzwerk sind systembedingt und daher außer durch Abschaltung des Netzwerkes nicht zu stoppen.
  3. Die Soical Software des Web 2.0 ist ein Angriff auf die etablierten Regeln der Macht und erzwingt ein grundlegendes Umdenken.
  4. Das Internet führt zur Erhöhung des Selbst-Bewusstseins der Gesellschaft. Eine Re-politisierung jenseits der Parteien ist nur konsequent.
  5. Die Lawine donnert bereits zu Tal. Überzeugungsarbeit ist nicht notwendig. Und bist Du nicht willig so brauch ich Geduld.

 

 

 

Kategorien:Neue Werbung, Politik

Das Deutsche Privatspären Paradox

31. Juli 2010 Keine Kommentare

Interaktives Beispiel der schrecklichen Dinge die uns mit Google Street View passieren können

Tochter Elizabeth ließ ihrem Vater die Adresse zukommen mit den Worten: „Ich wurde völlig überrascht, mir gruselte und vor allem hat es mich berührt. Gib die Addresse ein, wo Du aufgewachsen bist und schau Dir das interaktive Video von Arcade Fire an. Hier.‟

 

YouTube Notification Das Deutsche Privatspären Paradox

YouTube Fehlermeldung bei lokal nicht verfügbaren Inhalten

Martin Sonneborn besucht diese Woche die Menschen zu Hause – und nimmt dort schon mal die ersten Bilder für das neue “google home view” auf.

 


Das Deutsche Privatspäre Paradox1 Das Deutsche Privatspären Paradox

 

Wenn wir uns zuviele Sorgen darüber machen, unsere Privatsphäre zu schützen, dann setzen wir die Vorteile von Öffentlichkeit und Transparenz aufs Spiel, die uns das Internet bietet. Mein Argument ist, dass wir, die Öffentlichkeit, bewahren müssen was öffentlich ist.

                 —Jeff Jarvis

 

Mit diesem Abstract fasst Jeff Jarvis sein Anliegen ebenso brilliant zusammen, wie seine überaus gekonnten Showeinlagen, genial umgetrieben mit Humor und Unterhaltung, darauf aus sind, die Deutsche Öffentlichkeit, das Deutsche Volk, zu einer informierten Entscheidung zu bewegen.

Die Frage die Du Dir, die jeder Deutsche sich jetzt stellen muss,
ist einfach zu beantworten:

n
n
n
Welche der beiden Optionen gewährt der Deutschen Öffentlichkeit, also Dir Schutz?
Erbebnisse ansehen

TIP: Verschwiegenheit und Heimlichtuerei oder Transparenz?

 

Google Street View Vignette Das Deutsche Privatspären Paradox
Mehr gibt’s nicht.

 

Respekt Jeff. Meinen Dank auch an Jan Tißler, dessen Eintrag auf T3N ich den Humor entlehne. Der grossen Aufregung 1987 konnte ich mich entziehen, als die ursprünglich für 1981 geplante Volkszählung stattfand aufgrund von Protesten und Boykottaufrufen eines Teils der Bevölkerung. Die nächste Volkszählung kommt bestimmt. Den 9. Mai 2011 vormerken.