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Artikel Tagged ‘republica 2010’

‚Ein hochgekochtes Thema‛

21. August 2010 Keine Kommentare
  1. Phillip Wittgenstein will sich durch ‚ein hochgekochtes Thema‛ in einen W&V Artikel ins Gespräch bringen
  2. W&V wählt dazu eine provokante Überschrift und schon ist Phillip im Gespräch.
  3. Die durch den W&V Artikel entfachte Debate fand gestern auf Facebook statt und nicht auf der W&V Markenwebsite.
  4. Der Kreativchef von FischerAppelt will darauf aufmerksam machen, dass Sozialmedien ein Baustein von vielen in einer dezentralisierten Kampagne sind, die Überschrift aber lautet:

 

Der Konsument geht seinen Weg ‚Ein hochgekochtes Thema‛

Photo einer Folie Prof. Dr. Peter Kruse's famoser re:publica 2010 Ansprache entlehnt

 

Social-Media-Hype: ‚Ein hochgekochtes Thema‛

Im Laufe der Debate stellt sich heraus, dass die Anti-Hype Hypothese, die Wittgenstein zum Anlass nahm ins Gespräch zu kommen nicht Mittelpunkt des Themas ist, worauf Wittgenstein aufmerksam machen wollte, würde ersichtlich bei einem Besuch seiner Website. Die Website findest Du hier.

facebook Ein hochgekochtes Thema ‚Ein hochgekochtes Thema‛

facebook Ein hochgekochtes Thema

Freilich bleibe ich lieber beim Gespräch, das nun ausgerechnet dorthin ausbricht, wo laut dem Digitalchef von FischerAppelt die Musik nicht ausschliesslich spielen soll, nämlich auf Facebook. Tatsächlich aber spielt die Musik immer dort wo das Gespräch gerade stattfindet und FischerAppelt könnte höchstens dafür sorgen, dass die Gesprächsrunde an dem Berührungspunkt Markenwebsite vorbeikommt, so dass die Teilnehmer die Adresse lernen und zu einem ihnen gelegenen Zeitpunkt mehr über die Marke erfahren können. Das wiederum rechtfertigt die Kosten ggf. im Nutzen-Kosten Verhältnis .

Sabine Denk: ‎„Du bist nicht mehr mein Sohn!‟

Um Zeit zu sparen, Phillip wird beschäftigt sein, die nicht unerheblichen Kosten für seine Markenwebsite vor dem Kunden zu rechtfertigen. Der Kunde wird rasch feststellen, dass wenn das Gespräch nicht zur Website kommt, dann muss die Website zum Gespräch gebracht werden. Wie? Mit ‚Ideen die tun’, hilfreichen Anwendungen die dem Konsumenten gelegen kommen und weiterbringen. Mit frischen Gedanken, wie Jung von Matt Kreativität greifbar zu machen sucht.

Sabine Denk: ‎„Wer übernimmt jetzt den Hof?‟

‚Ideen die tun’ haben längst ihre Vormachtstellung demonstriert. Wir wollen es nur nicht akzeptieren. Amir Kassaei hat mit VW’s Fun Theory den Startschuss für die Deutsche Kommunikationsbranche gegeben.

Fazit: Die alten Denkweisen haben für die heutige Kommunikation keine Nutzen. Wenn auch wir alle nur mit Wasser kochen, soll die Wirtschaft zumindest voraussetzten dürfen, dass das Wasser kochend heiss ist. Die Deutsche Kommunikationsbranche hat, wenn überhaupt, gerade erst damit begonnen, zuzuhören. Lieben Dank Sabine Denk, für den lustigen Kommentar.

 

Teilnehmer

Carl Brandt, Eleftherios Hatziioannou, Sabine Denk, Axel Hoffmann, Pedro Anacker, Sarah Binder Stephan R. Junghanns, Florian Konrad Schmitz, Jessica Herz, Sebastian Garn, Benjamin Knecht, Naja David Hussner, André Czarto, Andrea Ramponi, Anna Ermann, Manuel Foyer, Maurice Morell, Sebastian Garn, Christoph Bechtel, Rochus Landgraf, Christian Weckopp, Sascha Voss, Mobietv Agentur, André Czarto, Andi Haas, Bernd Seifert, Cigdem Serbest, Philipp Wittgenstein, Mark Sargent

 

 

Kategorien:Sozial

Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

3. August 2010 2 Kommentare

re:publica 2010 Vortrag mit Titel ‘What’s next’ von Peter Kruse, Friedrichstadtpalast Berlin 21. April 2010

Nimm Dir eine gute halbe Stunde Zeit um zu erfahren wie Willensbildung zukünftig entsteht und die Kräfte- und Mächteverhältnisse grundlegend auf den Kopf gestellt wurden und bereits im 15. Jahr zu Polarisierung, Machtkämpfen und allgegenwärtiger Orientierungslosigkeit auch und insbesondere in meiner Werbeindustrie führten.

Peter Kruse macht sympathisch und wortgewaltig greifbar was uns als nächstes erwartet und wie es dazu kommen mag. Wir sind bei Motivation Nr. 3 angelangt:

  1. Teilhaben an frei verfügbarer Information
  2. Eigene Kreativität einbringen und Spuren hinterlassen
  3. Sich machtvoll zu Bewegungen zusammen schliessen

Macht entsteht über die Nachfrage und nicht über das Angebot

2006 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2006

Na siehst Du… Das war doch schon immer so! Meine werten Kollegen sind mit proprietären Hilfmitteln wie etwa der McCann Nachfragekette [demand chain] bestens gerüstet, vertraut und professionell versiert, mit einem Unterschied. Das Internet ist kein Medium, es ist das nicht aufzuhaltende System, für das es geschaffen wurde und es nunmehr seinen Nutzern den Zustand von digitalem sein abverlangt. Als ‘digitale visitor’ oder ‘digital natives’ hält Peter Krause uns einen Spiegel vor. Ich gehe davon aus, dass es sich bei meinen Agenturkontakten ausschliesslich um ‘digital visitors’ handelt und danke Amir Kassaei, dass Du der Deutschen Werbebranche und jedenfalls dem Nachwuchs am Samstag, den 10. Juni, das Signal für digitales sein gegeben hast.

Blättere die unter dem Video angehängten Folien mit durch für ein rundes Präsentationsschauspiel. Ich bin begeistert und wie auch das Publikum im Friedrichstadtpalast auf Begeisterung und Zuspruch für die grosse Spielwiese der Netze erpicht sind.

Peter Kruse ist Professor Dr. Peter Kruse und wird von der FAZ zerissen, Neil Budde vom Wall Street Journal dagegen hält sachliches Lob für Peter Kruse bereit: „Eine exzellente Art, sich auf die strategischen Hauptpunkte zu konzentrieren.“ Gilt bei der FAZ womöglich bis heute der Prophet im eignen Land nicht?

 

Peter Kruse Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

Bildquelle: Stefan Bernd Urheber: Markus Roling Genehmigung: CC-BY-SA-3.0-DE



republica2010

 

2008 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2008

Die Regeln werden tatsächlich zur Zeit neu geschrieben

Umsatzrückgang kann man nicht mehr Wett machen mit erhöhtem Werbedruck oder über Preissenkung, man braucht schon den Dialog mit den Kunden, das ist einfach eine andere Welt.

Das Internet führt zu einer Erhöhung des Selbstbewusstsein der Gesellschaft. Das führt und zwar nicht unbedingt in einem Parteirahmen zu einer Re-politisierung der Welt. Das führt dazu, dass die Menschen sich wieder mehr einbringen. Selbstbewusssein ist fantastisch. Selbstbewusstsein heisst, die Gesllschaft wird sich ihrer selbst wieder mehr bewusst. Und sie wird selbstbewusster in der aktiven Auseinandersetzung, man bringt sich einfach stärker ein.

Wann immer sich Menschen in Netzen zusammentun haben sie die Chance mitzubekommen wo sie sind. Wenn Sie wirklich immer im Netzwerk mitschwimmen, dann haben Sie immer die Chance die Mustebildung diese Netzes zu verstehen. Das heisst, wenn eine Politik nicht wirklich in der Lage ist sich einzubringen in diese Netze dann werden die nie verstehen was da stattfindet. Denn die Musterbildung setzt voraus dass sie Teil und zwar richtiger Teil dieses Netzes sind. Wenn sie ncht einziehen dann können Sie diese Musterbildung nicht erleben Aber wenn sie sie erleben, dann haben Sie plätzlich eine Chance zu EInsichten, die weit über das hinausgehen das man sonst so gewöhnlicher Weise da zu erwartet hat.

2010 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2010

Wer nicht in der Lage ist zwischen diesen beiden Welten (…) zu wechseln wird nach Meinung von Peter Kruse, grosse Probleme mit Machtzusammenhängen bekommen.

Hypothesen

  1. Die Schärfe des Disputes pro und contra Internet ist Indikator für die Existenz unzureichend reflektierter Wertedifferenzen.
  2. Die Veränderungen durch das Netzwerk sind systembedingt und daher außer durch Abschaltung des Netzwerkes nicht zu stoppen.
  3. Die Soical Software des Web 2.0 ist ein Angriff auf die etablierten Regeln der Macht und erzwingt ein grundlegendes Umdenken.
  4. Das Internet führt zur Erhöhung des Selbst-Bewusstseins der Gesellschaft. Eine Re-politisierung jenseits der Parteien ist nur konsequent.
  5. Die Lawine donnert bereits zu Tal. Überzeugungsarbeit ist nicht notwendig. Und bist Du nicht willig so brauch ich Geduld.

 

 

 

Kategorien:Neue Werbung, Politik

Das Deutsche Privatspären Paradox

31. Juli 2010 Keine Kommentare

Interaktives Beispiel der schrecklichen Dinge die uns mit Google Street View passieren können

Tochter Elizabeth ließ ihrem Vater die Adresse zukommen mit den Worten: „Ich wurde völlig überrascht, mir gruselte und vor allem hat es mich berührt. Gib die Addresse ein, wo Du aufgewachsen bist und schau Dir das interaktive Video von Arcade Fire an. Hier.‟

 

YouTube Notification Das Deutsche Privatspären Paradox

YouTube Fehlermeldung bei lokal nicht verfügbaren Inhalten

Martin Sonneborn besucht diese Woche die Menschen zu Hause – und nimmt dort schon mal die ersten Bilder für das neue “google home view” auf.

 


Das Deutsche Privatspäre Paradox1 Das Deutsche Privatspären Paradox

 

Wenn wir uns zuviele Sorgen darüber machen, unsere Privatsphäre zu schützen, dann setzen wir die Vorteile von Öffentlichkeit und Transparenz aufs Spiel, die uns das Internet bietet. Mein Argument ist, dass wir, die Öffentlichkeit, bewahren müssen was öffentlich ist.

                 —Jeff Jarvis

 

Mit diesem Abstract fasst Jeff Jarvis sein Anliegen ebenso brilliant zusammen, wie seine überaus gekonnten Showeinlagen, genial umgetrieben mit Humor und Unterhaltung, darauf aus sind, die Deutsche Öffentlichkeit, das Deutsche Volk, zu einer informierten Entscheidung zu bewegen.

Die Frage die Du Dir, die jeder Deutsche sich jetzt stellen muss,
ist einfach zu beantworten:

n
n
n
Welche der beiden Optionen gewährt der Deutschen Öffentlichkeit, also Dir Schutz?
Erbebnisse ansehen

TIP: Verschwiegenheit und Heimlichtuerei oder Transparenz?

 

Google Street View Vignette Das Deutsche Privatspären Paradox
Mehr gibt’s nicht.

 

Respekt Jeff. Meinen Dank auch an Jan Tißler, dessen Eintrag auf T3N ich den Humor entlehne. Der grossen Aufregung 1987 konnte ich mich entziehen, als die ursprünglich für 1981 geplante Volkszählung stattfand aufgrund von Protesten und Boykottaufrufen eines Teils der Bevölkerung. Die nächste Volkszählung kommt bestimmt. Den 9. Mai 2011 vormerken.