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Artikel Tagged ‘Peter Kruse’

Der hässliche Deutsche

30. August 2010 Keine Kommentare
Der hässliche Deutsche Der hässliche Deutsche

Von Apotheker Anselm Strauss eingeführte Wahrzeichen in der Herstallstraße 14, Aschaffenburg
Foto Petra Hammerstein © 2010. Alle Rechte vorbehalten.

 


 
Das Merkel Phänomen, die Fussball Weltmeisterschaft, fröhliche Geselligkeit und sportliche Fairness haben vor nicht allzulanger Zeit dafür gesorgt, dass Deutschland allerorts Anerkennung und Wiederaufnahme fand in die Weltgemeinschaft. Die beiden Weltkriege scheinen verziehen und die Reputation wieder hergestellt.

 

Peter Kruse demonstrierte auf der re:publica 2010, wie hilflos sich digitale Besucher und digitale Bewohner gegenüberstehen und verkündet beharrlich:
Das Internet zu nutzen oder nicht zu nutzen ist keine Glaubensfrage sondern eine Frage sinnvoller Zukunftsorientierung und praktischer Vernunft.

 

Gerade erst nahmen Deutsche Agenturen den Löwenanteil der Europäischen Auszeichnungen nach Hause und Doyle Dane Bernbach weist mit The Fun Theory und ‚Ideen die tun‛ den Weg aus der Misere für die schwächelnde Deutsche Werbeindustrie.

 

kopf in den sand Der hässliche Deutsche

via retaildesigndiva



Jeff Jarvis nimmt die Reise nach Berlin auf sich, um auf der re:pulica 2010, das Deutsche Privatsphären Paradox, mit gesundem Humor zu erläutern: „Wenn wir uns zuviele Sorgen darüber machen, unsere Privatsphäre zu schützen, dann setzen wir die Vorteile von Öffentlichkeit und Transparenz aufs Spiel, die uns das Internet bietet. Mein Argument ist, dass wir, die Öffentlichkeit, bewahren müssen was öffentlich ist.

 

IPA definierte im Vorjahr aus London heraus 10 Sozialprinzipien. Die Deutsche Fassung findest Du hier.

 

Schliesslich war es der gute Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein and Partners, der mit ‚ideas that do‛ und einem amüsanten Vergleich von Pfau und Laubenvogel, der Werbeindustrie den kürzesten Weg aus der kreativen Schockstarre weisst: „Es ist nicht was wir tun, es ist was die Leute mit dem tun was wir tun

 

Morgen findet in Wiesbaden der erste Social Media Summit statt. Vijay Iyer, Manager Social Media, Broadcast & Visualization von Opel hält einen Vortrag.

 

Mit Google Street View, Facebook, der Unmittelbarkeit von Dienstleistungen und den Wert der Öffentlichkeit aber hat Deutschland seine Mühen. Es droht die Entgleisung in ein Europäisches China.



Vijay button Der hässliche Deutsche

Vijay Iyer, Opel’s Social Media Ninja

 

 

Kategorien:Neue Werbung, Politik, Sozial

‚Ein hochgekochtes Thema‛

21. August 2010 Keine Kommentare
  1. Phillip Wittgenstein will sich durch ‚ein hochgekochtes Thema‛ in einen W&V Artikel ins Gespräch bringen
  2. W&V wählt dazu eine provokante Überschrift und schon ist Phillip im Gespräch.
  3. Die durch den W&V Artikel entfachte Debate fand gestern auf Facebook statt und nicht auf der W&V Markenwebsite.
  4. Der Kreativchef von FischerAppelt will darauf aufmerksam machen, dass Sozialmedien ein Baustein von vielen in einer dezentralisierten Kampagne sind, die Überschrift aber lautet:

 

Der Konsument geht seinen Weg ‚Ein hochgekochtes Thema‛

Photo einer Folie Prof. Dr. Peter Kruse's famoser re:publica 2010 Ansprache entlehnt

 

Social-Media-Hype: ‚Ein hochgekochtes Thema‛

Im Laufe der Debate stellt sich heraus, dass die Anti-Hype Hypothese, die Wittgenstein zum Anlass nahm ins Gespräch zu kommen nicht Mittelpunkt des Themas ist, worauf Wittgenstein aufmerksam machen wollte, würde ersichtlich bei einem Besuch seiner Website. Die Website findest Du hier.

facebook Ein hochgekochtes Thema ‚Ein hochgekochtes Thema‛

facebook Ein hochgekochtes Thema

Freilich bleibe ich lieber beim Gespräch, das nun ausgerechnet dorthin ausbricht, wo laut dem Digitalchef von FischerAppelt die Musik nicht ausschliesslich spielen soll, nämlich auf Facebook. Tatsächlich aber spielt die Musik immer dort wo das Gespräch gerade stattfindet und FischerAppelt könnte höchstens dafür sorgen, dass die Gesprächsrunde an dem Berührungspunkt Markenwebsite vorbeikommt, so dass die Teilnehmer die Adresse lernen und zu einem ihnen gelegenen Zeitpunkt mehr über die Marke erfahren können. Das wiederum rechtfertigt die Kosten ggf. im Nutzen-Kosten Verhältnis .

Sabine Denk: ‎„Du bist nicht mehr mein Sohn!‟

Um Zeit zu sparen, Phillip wird beschäftigt sein, die nicht unerheblichen Kosten für seine Markenwebsite vor dem Kunden zu rechtfertigen. Der Kunde wird rasch feststellen, dass wenn das Gespräch nicht zur Website kommt, dann muss die Website zum Gespräch gebracht werden. Wie? Mit ‚Ideen die tun’, hilfreichen Anwendungen die dem Konsumenten gelegen kommen und weiterbringen. Mit frischen Gedanken, wie Jung von Matt Kreativität greifbar zu machen sucht.

Sabine Denk: ‎„Wer übernimmt jetzt den Hof?‟

‚Ideen die tun’ haben längst ihre Vormachtstellung demonstriert. Wir wollen es nur nicht akzeptieren. Amir Kassaei hat mit VW’s Fun Theory den Startschuss für die Deutsche Kommunikationsbranche gegeben.

Fazit: Die alten Denkweisen haben für die heutige Kommunikation keine Nutzen. Wenn auch wir alle nur mit Wasser kochen, soll die Wirtschaft zumindest voraussetzten dürfen, dass das Wasser kochend heiss ist. Die Deutsche Kommunikationsbranche hat, wenn überhaupt, gerade erst damit begonnen, zuzuhören. Lieben Dank Sabine Denk, für den lustigen Kommentar.

 

Teilnehmer

Carl Brandt, Eleftherios Hatziioannou, Sabine Denk, Axel Hoffmann, Pedro Anacker, Sarah Binder Stephan R. Junghanns, Florian Konrad Schmitz, Jessica Herz, Sebastian Garn, Benjamin Knecht, Naja David Hussner, André Czarto, Andrea Ramponi, Anna Ermann, Manuel Foyer, Maurice Morell, Sebastian Garn, Christoph Bechtel, Rochus Landgraf, Christian Weckopp, Sascha Voss, Mobietv Agentur, André Czarto, Andi Haas, Bernd Seifert, Cigdem Serbest, Philipp Wittgenstein, Mark Sargent

 

 

Kategorien:Sozial

Grosse Liebe

10. August 2010 Keine Kommentare

Die Zukunft jenseits der Marken—Lovemarks 10 Jahre danach

Lovemarks wurde vom US Magazin als eine der 10 besten Ideen der Dekade ausgezeichnet. Andere, herausragende Ideen waren, Konsumenten Kontrolle, Marken Journalismus, Marken Hilfsprogramme, Kollektive Intelligenz, Marketingspezialist als Media, verdiente Medien, Long Tail, Tipping Point and Madison & Vine.
Rücklings Grosse Liebe
Eine Dekade nachdem Kevin Roberts Lovemarks [trustmarks] in der September 2000 Ausgabe von Fast Company vorstellte, hatte die Industrie bereits Schlagseite und begann rücklings zu treiben in der Flut, die mit dem drastischen Wandel im Verhalten der Konsumenten einsetzte und Marken rasch an Ansehen verloren. Anstatt in eine Depression zu fallen. liess ich mich tragen von neuer Schaffensfreude und war begeistert von der Möglichkeit, dass sich Werbung zum besseren wendete. Selbst ein verdienter Marken Advokat, dauerte es ewig bis ich kapieren wollte, wohin die Reise geht und was es für Agenturen und die zu betreuenden Marken zu tun gilt um ständigen Erfindungsgeist zu gewährleisten und kontinuierlich neue Bedeutung für die Marken zu schaffen (die Bauernweisheit, nämlich die eigene Frau in ihrer Blüte und darüber hinaus zu schwängern will mir nicht aus dem Kopf).

Allem voran war Lovemarks eine Idee die was tut, nämlich als Hilfsmittel für Neugeschäft sorgen: Im September 2006 überantwortete JC Penney der Agentur ihren $640 Etat und gab öffentlich zu verstehen, das die Entscheidung stark beeinflusst war von Mr. Roberts’ Lovemarks Idee, seinem Buch und der Philosophie.
Mit dem Lovemarks Effekt als geheime Zutat für Saatchi & Saatchi, wurde offensichtlich und in einem AdAge Interview von Kevin Roberts bekräftigt, dass die Zukunft von Saatchi & Saatchi davon abhinge, dass Lovemarks selbst zum Lovemark¹ wird, selbes gilt für Saatchi & Saatchi.

¹’ideas that do’ Gareth Keith, Goodby, Silverstein & Partners

 

Die Zukunft der Kommunikation jenseits der Werbung

Forschungen schön und gut. Alles was es zu erfahren gab, erfuhr ich von Unbekannten in deren Blogs und nicht etwa über die hierfür zuständige Deutsche Fachpresse. Erst kürzlich trafen 3 Einblicke aufeinander:

  1. Prof. Dr. Peter Kruse demonstriert mit einer Auswertung von 200 Dauernutzern, wie unser Verständnis dem Internet gegenüber sich zwar deckt aber völlig unterschiedlich bewertet wird. Wir sind uns einig wie wir die Netze nutzen wollen aber beurteilen diesen Nutzen völlig unterschiedlich. 2 Gruppen dominieren, nämlich digitale Besucher ‘digital visitors‘ und digitale Bewohner ‘digital natives. Der Schluss liegt nahe, dass digitale Besucher die Mehrheit unserer Werbeindustrie und den Flaschenhals ausmachen, der ein Weiterkommen erschwert und uns alle in gefährliche Schräglage bringt. Der zunehmend reife [sophistizierte] Konsument, der immer zahlreicher als digitaler Bewohner auftritt lässt sich von einem unerfahrenen digitalen Besucher nichts sagen.
  2. Eine banale wie einfache, praktische Lösung bot sich an seitens Gareth Key von Goodby, Silverstein & Partners als dieser ‘Ideen die was tun’ [ideas that do'] prägte. Ich will die Ärmel hochkrempeln und mit neuer Schaffensfreude im Tagesgeschäft Fallbeispiele gestalten jetzt da ohnehin alles zu meiner vollsten Zufriedenheit geschieht.
  3. Die Desktop Revolution hält inne bevor sie die Transformation unserer Werbeindustrie bewirken wird: Keine Werbedienste die in die Hosentasche und für geschrumpfte Geldbeutel passend gemacht wurden, wie etwa das Offerieren von digitalen Fußspuren als Dienstleistung

 

new adage logo s Grosse Liebe

 

Aufruf an alle die in der Werbung zuhause sind, im Digitalen ansässig zu werden

15 Jahre nachdem Nicholas Negroponte”s Verlag ‘being digital’ und also digitales sein unter dem abstossend saloppen Titel Total Digital veröffentlichte, müssen heute digitale Besucher den Sprung schaffen und zu digitalen Bewohnern werden. Keine digitalen Fußspuren – Keine Lovemarks.

 

Michael Samak, Patricia Zimmermann, Burkhart von Scheven, Stephan Zilges, Géza Unbehagen, Karl Bates, Michael M. Maschke, Sebastian Schier, Marion Huwatscheck, Holger Lutz, Bernd Adams, Pascal Schaub, Philippe Meyer, Yann Lohezic, Pedro Simko, Derek Green…

 

Festlegen Grosse Liebe

\'evolution of commitment\' duct tape marketing ©2010. Alle Rechte vorbehalten.


lovemark Grosse LiebeBehalte diesen Eintrag im Auge um zu erfahren wie die Geschichte sich fortsetzt und wie Proktor & Gamble Marken zu Lieblingsmarken [lovemarks] jenseits der Vernunft werden mit denkbar einfachen Handgriffen seitens Saatchi & Saatchi.

 


“Obama never said ‘yes I can’, he said ‘yes we can’”
- Unser Deutscher Wandel-Beführworter Peter Kruse über Netzwerke

 

 

Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

3. August 2010 2 Kommentare

re:publica 2010 Vortrag mit Titel ‘What’s next’ von Peter Kruse, Friedrichstadtpalast Berlin 21. April 2010

Nimm Dir eine gute halbe Stunde Zeit um zu erfahren wie Willensbildung zukünftig entsteht und die Kräfte- und Mächteverhältnisse grundlegend auf den Kopf gestellt wurden und bereits im 15. Jahr zu Polarisierung, Machtkämpfen und allgegenwärtiger Orientierungslosigkeit auch und insbesondere in meiner Werbeindustrie führten.

Peter Kruse macht sympathisch und wortgewaltig greifbar was uns als nächstes erwartet und wie es dazu kommen mag. Wir sind bei Motivation Nr. 3 angelangt:

  1. Teilhaben an frei verfügbarer Information
  2. Eigene Kreativität einbringen und Spuren hinterlassen
  3. Sich machtvoll zu Bewegungen zusammen schliessen

Macht entsteht über die Nachfrage und nicht über das Angebot

2006 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2006

Na siehst Du… Das war doch schon immer so! Meine werten Kollegen sind mit proprietären Hilfmitteln wie etwa der McCann Nachfragekette [demand chain] bestens gerüstet, vertraut und professionell versiert, mit einem Unterschied. Das Internet ist kein Medium, es ist das nicht aufzuhaltende System, für das es geschaffen wurde und es nunmehr seinen Nutzern den Zustand von digitalem sein abverlangt. Als ‘digitale visitor’ oder ‘digital natives’ hält Peter Krause uns einen Spiegel vor. Ich gehe davon aus, dass es sich bei meinen Agenturkontakten ausschliesslich um ‘digital visitors’ handelt und danke Amir Kassaei, dass Du der Deutschen Werbebranche und jedenfalls dem Nachwuchs am Samstag, den 10. Juni, das Signal für digitales sein gegeben hast.

Blättere die unter dem Video angehängten Folien mit durch für ein rundes Präsentationsschauspiel. Ich bin begeistert und wie auch das Publikum im Friedrichstadtpalast auf Begeisterung und Zuspruch für die grosse Spielwiese der Netze erpicht sind.

Peter Kruse ist Professor Dr. Peter Kruse und wird von der FAZ zerissen, Neil Budde vom Wall Street Journal dagegen hält sachliches Lob für Peter Kruse bereit: „Eine exzellente Art, sich auf die strategischen Hauptpunkte zu konzentrieren.“ Gilt bei der FAZ womöglich bis heute der Prophet im eignen Land nicht?

 

Peter Kruse Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

Bildquelle: Stefan Bernd Urheber: Markus Roling Genehmigung: CC-BY-SA-3.0-DE



republica2010

 

2008 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2008

Die Regeln werden tatsächlich zur Zeit neu geschrieben

Umsatzrückgang kann man nicht mehr Wett machen mit erhöhtem Werbedruck oder über Preissenkung, man braucht schon den Dialog mit den Kunden, das ist einfach eine andere Welt.

Das Internet führt zu einer Erhöhung des Selbstbewusstsein der Gesellschaft. Das führt und zwar nicht unbedingt in einem Parteirahmen zu einer Re-politisierung der Welt. Das führt dazu, dass die Menschen sich wieder mehr einbringen. Selbstbewusssein ist fantastisch. Selbstbewusstsein heisst, die Gesllschaft wird sich ihrer selbst wieder mehr bewusst. Und sie wird selbstbewusster in der aktiven Auseinandersetzung, man bringt sich einfach stärker ein.

Wann immer sich Menschen in Netzen zusammentun haben sie die Chance mitzubekommen wo sie sind. Wenn Sie wirklich immer im Netzwerk mitschwimmen, dann haben Sie immer die Chance die Mustebildung diese Netzes zu verstehen. Das heisst, wenn eine Politik nicht wirklich in der Lage ist sich einzubringen in diese Netze dann werden die nie verstehen was da stattfindet. Denn die Musterbildung setzt voraus dass sie Teil und zwar richtiger Teil dieses Netzes sind. Wenn sie ncht einziehen dann können Sie diese Musterbildung nicht erleben Aber wenn sie sie erleben, dann haben Sie plätzlich eine Chance zu EInsichten, die weit über das hinausgehen das man sonst so gewöhnlicher Weise da zu erwartet hat.

2010 Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

2010

Wer nicht in der Lage ist zwischen diesen beiden Welten (…) zu wechseln wird nach Meinung von Peter Kruse, grosse Probleme mit Machtzusammenhängen bekommen.

Hypothesen

  1. Die Schärfe des Disputes pro und contra Internet ist Indikator für die Existenz unzureichend reflektierter Wertedifferenzen.
  2. Die Veränderungen durch das Netzwerk sind systembedingt und daher außer durch Abschaltung des Netzwerkes nicht zu stoppen.
  3. Die Soical Software des Web 2.0 ist ein Angriff auf die etablierten Regeln der Macht und erzwingt ein grundlegendes Umdenken.
  4. Das Internet führt zur Erhöhung des Selbst-Bewusstseins der Gesellschaft. Eine Re-politisierung jenseits der Parteien ist nur konsequent.
  5. Die Lawine donnert bereits zu Tal. Überzeugungsarbeit ist nicht notwendig. Und bist Du nicht willig so brauch ich Geduld.

 

 

 

Kategorien:Neue Werbung, Politik