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Artikel Tagged ‘Peter Kruse’

Prof. Peter Kruse über Kreativität

20. Juli 2011 Keine Kommentare

Professor Peter Kruse über Kreativität.

Suchen nach dem Einzelbeispiel des Kreativen, so war es früher, da hat man immer den Einzelnen gesucht der durch irgendeinen biografischen Unfall, die Schmerzen so gut erträgt, dass er kreativ ist. Heute suche ich nicht mehr diesen biografischen Unfall, heute versuche ich Systeme mir anzuschauen, die diesen biografischen Unfall nicht mehr brauchen da sie selbst ein Unfall sind.
 

Kategorien:Neue Werbung

Ein wenig Blogosphäre

18. Juli 2011 Keine Kommentare

Spreeblick

Am Volksblog aus Berlin, recht allgemein auf das Thema Internet ausgerichtet, kann sich noch bis Ende Juli jeder mit eigenen Einträgen am Diskurs beteiligen und sich der beachtlich, grossen Leserschaft erfreuen. Um welchen Diskurs es sich dabei handeln soll, verrät Spreeblick nicht. Ein Fokus auf Marketing besteht jedenfalls nicht.
 

Open Spreeblick Ein wenig Blogosphäre

via Spreeblick



Wertung von Bloglevel
Einfluss     78.7
Beliebtheit     78.7
Engagement     76.6
Vertrauen     79.7




 

Werbeblogger

Der Gemeinschaftsblog von Roland Kühl-v. Puttkamer, J. Martin, Dr. phil. und Ralf Schwartz bemüht sich zunehmend um sachliche Orientierung zum Thema der dt. Design-Nation, nämlich Werbung. Wenn auch in diesem Jahr in Cannes, der Begriff Werbung, erstmals gegen Kreativität eingetauscht wurde. Konkrete Beispiele aus dem Marketing sind hier zu finden.
 

Werbeblogger Ein wenig Blogosphäre

Roland Kühl-v. Puttkamer, J. Martin, Dr. phil., Ralf Schwartz



Wertung von Bloglevel
Einfluss     67.8
Beliebtheit     66.7
Engagement     65.6
Vertrauen     67.8



Sascha Lobo

Sascha Lobo ist sicher auch aufgrund seines zur Schau getragenen geschwollenen Kamms, Hahn im Korb und meist zitierter bundesdeutscher Blogger, bekannt aus diversen Talkshows. Wenn es Fragen zum Internet gibt, dann kommen Presse und Fernsehen nach eigener Aussage zu ihm, einer oft auch scharf formulierten Antwort wegen. Er ist der Charlie Sheen der dt. Blogosphäre aber noch kein dt. Seth Godin. Auf seinem Blog sind Denkanstöße für das post-digitale Marketing zu finden.
 

Sascha Lobo vibrioeu Ein wenig Blogosphäre

via Google Images bzw. vibrio.eu.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     64.5
Beliebtheit     64.5
Engagement     63.3
Vertrauen     61.0




 

Nico Lumma

Weltmeister in der Öffentlichkeitsarbeit der dt. Design Nation ist Nico Lumma mit Lummaland. Nico kann es aufnehmen mit Superbloggern der USA. Mein Weg zu Lummaland führte über CRM-Vorbild Derek Sivers, der, der Tonalität seiner Anhängerschaft entsprechend, das Gefühl von Nähe zu vermitteln vermag wie kaum ein anderer. Kunden von CDBaby zu Siver’s Zeiten, haben es ihm gedankt. Die entsprechenden Umgangs-formen und die notwendige Offenheit sind auch bei Nico Lumma gegeben. Lummaland hält uns auf dem Laufenden mit aktuellen, meist technischen Entwicklungen, Sozialmedien und seiner Faszination mit Gadgets wie etwa Dyson Staubsaugern. Bisweilen schweift Lummaland ab ins Land der Politik. Konkrete Marketingbeispiele werden nicht gegeben.
 
NIco Lumma Ein wenig Blogosphäre


Wertung von Bloglevel
Einfluss     52.9
Beliebtheit     51.7
Engagement     55.2
Vertrauen     55.2




 

Fischmarkt

Matthias Schrader fand allen voran die richtigen Worte für Marketing in unserer post-digitalen Zeit. Das war sexy. Mit Fischmarkt, dem Blog von Sinner & Schrader, ist Martin Recke damit beschäftigt den Neuigkeiten hinterherzukommen. Sexy ist das nicht, die Informationen unterscheiden sich nicht und liefern keinen Grund sie aufspüren zu wollen, wie es bei Peter Kruse der Fall ist.
 

Matthias Schrader Ein wenig Blogosphäre

via Werben & Verkaufen



Wertung von Bloglevel
Einfluss     52.9
Beliebtheit     49.3
Engagement     38.5
Vertrauen     46.9




 

Holger Schmidt schreibt seit 1997 als Journalist für die Frankfurter Allgemeine aus ökonomischer Sicht über die Netze. Als Netzökonom liefert er mit dem F.A.Z. Community Blog vor allem gut rescherschierte, aktuelle Fakten und Analysen.

Der Leser erfährt wissenswertes über die Netze in sachlich, knappen Mitteilungen. Wer Zahlen braucht findet sie hier. Der Netzökonom brachte die Themen aus der Blogosphäre in die deutschen Wohnzimmer.
 

Holger Schmidt Ein wenig Blogosphäre

Netzökonom Holger Schmidt wechselt zu Focus in München.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     50.5
Beliebtheit     50.2
Engagement     61
Vertrauen     59.5




 

brand eins, dt. Wirtschaftsmagazin

Das Wirtschaftsmagazin und Hoffnungsträger der dt. Design-Nation legt mit Layout und Rubriken wie, ‚Was die Wirtschaft treibt‛… strukturell den richtigen Ansatz vor, kulturell aber wird den einflussreichen Nerds die kalte Schulter gezeigt. Wirtschaft und Werbung stehen in direktem Verhältnis zueinander. Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun² und es soll brand eins gelingen, Wirtschaft und Werbung bei der Transformation von der alten Industriegesellschaft hin zur neuen Wissensgesellschaft (Wikipedia) aktive Orientierungshilfe zu gewähren auch um selbst transformativ zu sein, wie dies ja auch im Sinne von Wolf Lotter ist. Ich erwarte jedenfalls, dass brand eins meine, auf Bloglevel basierende Staffel, in Zukunft anführt.
² Der Begriff, Ideen die tun, wurde von Gareth Kay von Goodby Silverstein + Partners geprägt und beschreibt eine praktische, erfolgsversprechende Anwendung in unserer post-digitalen Zeit.
 

brand eins  Ein wenig Blogosphäre

via Facebook wall



Wertung von Bloglevel
Einfluss     39.7
Beliebtheit     42.1
Engagement     33.6
Vertrauen     37.3




 

Honorarprofessor Peter Kruse ist Redner, Psychologe, Unternehmensberater und Zukunftsforscher. Er bringt gesunden Menschenverstand zurück nach Deutschland.

Kein Blogger aber treibende Kraft in Zeiten der Transformation, verleiht Peter Kruse der dt. Blogosphäre indirekt Glaubwürdigkeit, Kredibilität. Er begleitet die Entwicklungen in unserer post-digitalen Zeit mit datenunterstützter, laserscharfer Beobachtung. Zusammenhänge werden erklärt und in einem Deutsch wie dem von Ernst Jünger greifbar gemacht. Dabei übernimmt What’s next? eine begleitende Rolle, als Unternehmensblog von Peter Kruse’s Unternehmensberatung nextpractice.
 

Peter Kruse repuplika Ein wenig Blogosphäre

Photo von Daniel Seifert.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     38.5
Beliebtheit     38.5
Engagement     29.9
Vertrauen     37.3




 

Amir Kassaie

Vormals der dt. Design-Nation anerkannt, bester Kreativer unterhält seinen Blog, der gegenwärtigen Mode entsprechend auf Posterous. Ich war erst der Annahme, dass der schlaue Amir sich hier für den USA Aufenthalt das Rückgrad stärken will, sehe aber mit Erstaunen, dass der Blog lt. Archiv seit 2009 besteht. In der Liebe wie in der Werbung sind bekanntlich alle Mittel recht.
 

Amir Kassaei Ein wenig Blogosphäre

Foto via Google images, bzw. WuV



Wertung von Bloglevel
Einfluss     38.5
Beliebtheit     38.5
Engagement     42.1
Vertrauen     37.3




 

Stefan Zschaller

ist Chef von Leagas Delaney in Hamburg. Stefan Zschaller ist der dt. Design Nation, erstes (mir bekanntes) Agenturoberhaupt, mit eigenem Blog und somit eigener Erfahrung in den Sozialmedien. Mit followfish gelang ihm und seinem Team, eine erste Idee die tut¹ auf den Markt zu bringen. Auf Texter gesucht findest Du konkrete Marketingbeispiele und Informationen zu den stattfindenen Kreativwettbewerben.
¹ Der Begriff, Ideen die tun, wurde von Gareth Kay geprägt und beschreibt eine erfolgsversprechende Anwendung in unserer post-digitalen Zeit.
 

Stefan Zschaller Ein wenig Blogosphäre

via Legas Delaney, Hamburg



Wertung von Bloglevel
Einfluss     34.8
Beliebtheit     33.6
Engagement     28.7
Vertrauen     33.6




 

Wie Deutsche Blogger im internationalen Vergleich abschneiden?

Fantastisch. Die dt. Blogosphäre ist in Zahlen, als auch in der Gedankenführung vergleichbar mit den USA. Nicht aber im Selbstverständnis. Die Gedankenführung verdanken wir allen voran Peter Kruse & Co und Veranstaltungen wie re:publika. Seht selbst.

Hier eine Liste von 83 dt. Marketing Blogs, kategorisiert und zusammengestellt von Hohannes Siemers.


 

Resonanz

26. April 2011 Keine Kommentare
Peter Kruse fährt Auto Resonanz

Peter Kruse fährt Auto

 

Resonanz
bitte hupen!


 
Sehr zum Verdienst, wie auch verdienterweise, erscheint ein Interview mit Peter Kruse, beginnend auf S. 56 in der Erstausgabe des von Google UK im März publiziertem ‚Think Quartlery′. Geniesse die Einblicke:

„Kollektive Intuition von einigen hundert Leuten, ermöglichte es Volkswagen, den aufkommenden Wandel im Verhalten der Konsumenten vorweg zu nehmen, er setzte sich gegen alles durch, was öffentliche Meinung und die Massenmedien sagten.″



Die von Peter Kruse und seinem nextpractice Team entdeckte und erprobte Methodik schlanker Datenerfassung und Auswertung, will mit nextexpertizer den Unternehmen qualifizierte Einblicke darüber ermöglichen, was für sie als nächstes zu erwarten ist. Indem nextexpertizer dazu beiträgt, dass Wertewelten erfasst und greifbar gemacht werden um überhaupt in Folge miteinander in Schwingung geraten zu können.

 

Resonanz¹ hat in unserer post-digitalen Zeit, der Bedeutung von Aufmerksamkeit², den Rang abgelaufen. Nur was miteinander in Schwingung gerät, kann der Mundpropaganda förderlich sein und letztendlich den Kaufimpuls vieler auslösen.


Am Beispiel Volkswagen war notwendig den Sinneswandel der Konsumenten zu dokumentieren. Die Bedeutung des Autos als Beförderungsmittel und den damit anfallendnen Umständen [Umwelt, Geldbeutel, Existenzgrundlage/Sicherheit] und somit, dass was der Autohersteller unternimmt, um den mobilen Alltag des Konsumenten einfacher zu machen, nahm überhand, noch vor seiner Bedeutung als Prestigeobjekt.
Allen Automarken voran hat Hyundai den Wandel verstanden und verkaufsfördernd und praktisch genutzt mit Versicherungen wie der, den gerade erworbenen Hyundai schadlos zurückgeben zu können, just im Falle einttretender Arbeitslosigkeit.

¹ WOM, participation marketing
² awareness marketing

 

 

Bitte keine Werbung

27. Dezember 2010 Keine Kommentare
„Werbung ist das Geschäft mit Worten, aber Werbeagenturen sind infisziert mit Männern und Frauen, die nicht schreiben können. Sie können keine Werbung schreiben und sie kriegen keine Planung auf’s Papier.
Sie sind hilflos wie Taubstumme auf der Bühne der Metropolitan Oper.‟

 

 

 

David Ogilvy cropped Bitte keine Werbung

David Ogivly Zitat via einer Präsentationsfolie von Ana Andjelic


 
Erfolgreiche Unternehmer sind sich einig darüber, dass Taten eine deutlichere Sprache sprechen als Worte und dass, das was Du sagst wichtiger ist als wie Du es sagst. Taten werden durch Zahlen geschätzt oder herabgesetzt.

Farris Yacob me Bitte keine Werbung

Faris Yacob's Zahlen - und meine

Heute gilt das mehr denn je, auf Schritt und Tritt werden wir mit Zahlen konfrontiert. Dabei wollen wir nicht vergessen, dass hochgeschätzte Figuren der Geschichtsschreibung zu Lebzeiten mit meist geringer Popularität auskommen mussten. Dennoch wird Marketing durch Zahlen angeordnet und Erfolg wird durch die Zahl der verkauften Produkte, Dienstleistungen oder Anwendungen bestimmt.



So viel hat sich in unserer post-digitalen Zeit nicht geändert. Als wäre es ein Wesen mit eigenem Willen hat das Internet alles Geld, das die Industrien ihm nachgeworfen haben, ausgespuckt und sich mit aller Sozialmacht revanchiert. Ganze Industrien und die Politik machten sich Gedanken, wie sie ihr Ansehen wieder herstellen und die Anerkennung zunehmend heranreifender Konsumenten zurück erlangen könnten, die sie es längst verstehen ihre Kaufkraft für strategischen Konsum einzusetzen?

 

Ana Andjelic, die New Yorker Strategin, kümmert es nicht warum die Leute etwas tun, sie kümmert sich darum wie sie es tun. Fortan bleibt der gesamten Kommunikationsindustrie die Hälfte der Zeit erspart, die sie in Verhaltensforschung steckt. Die Ursachenforschung ist von weniger Belang als das Verhalten der Konsumenten [Nutzer, Verbraucher] zu erfassen.

 

Der Deutsche Professor der Psychologie, Dr. Peter Kruse entmystifizierte oder aber er mystifiziert die Netze erneut, indem er in dem Versprechen der permanenten Möglichkeit von Nähe, die Magie der Netze erkannte.

 

Und Gareth Kay von der US Agentur Goodby Silverstein & Partners, entdeckte und veräusserte die bedeutendste und praktischte Lösung für uns Marketingpraktiker: „Es ist nicht was wir tun, es ist das , was die Leute damit anstellen was wir tun‟.


Sowie immer mehr Unternehmen bei dem Selbstverständnis ankommen, Ermöglicher zu sein, Kuratoren und Verleger von Inhalten, werden Agenturen der alten, vor-digitalen Welt zurückgelassen mit Verwaltern, unfähig Werbung oder Pläne in Worte zu fassen.

 

Die Demokratisierung der Marke ist unabänderlich und bietet keine Bedrohung für Unternehmen, die es verstehen Ideen zu tun die tun.
Schaffe kontinuierlich neue Bedeutung für die Marke und sieh‛ Dir immer wieder mal die drei Dinge an die 2010 uns gelehrt hat:

 

  1. Ideen die tun—Gareth Kay’s Transformierer Präsentation veräusserte die pragmatische Industrielosung mit seinem Vergleich von Pfau und Laubenvogel.
  2.  

  3. Ich kümmere mich nicht darum warum leute etwas tun, ich kümmere mich darum wie sie es tun.—Ana Andjelic, I love marketing
  4.  

  5. Bitte keine Werbung
  6. —Überraschend, späte Einsicht, anderswo im Netz erlangt.

 

 

Erstaunliches Jahr 2010

19. Dezember 2010 Keine Kommentare

Erstaunliches Jahr 2010 Erstaunliches Jahr 2010

Berg Bromo, Östlich von Java, Indonesien
Photographie mit freundlicher Genehmigung von Hengki Koentjoro © 2010 Alle Rechte vorbehalten.



Das Jahr begann mit der erstaunlichen Notlandung von US Airways Flug 1549 auf dem Hudson. Alle 150 Passagiere und die fünf Besatzungsmitglieder überlebten die von Vogelschlag verursachte Notwasserung.

 

Das weltweite Web, als wäre es eine von Mensch geschaffene Kreatur, mit eigenem Willen, zwingt die Menschheit zurück ins gelernte und erprobte Verhalten der organischen Wurzeln und Verhaltensweisen altvertrauter Marktplätze, egal auch wie viel Geld kommerzielle Unternehmen ins Web gesteckt haben.

 

erstaunlicher Dispatch, erstaunliche Rettung, erstaunlicher Kapitän und Besatzungsmitglieder



Mit reichlich verspäteten Anfängen als Blogger, wurde mir die Entdeckung neuer Deutscher Intelligenz zuteil. Gedankenführer und Talente wie Prof. Dr. Peter Kruse, ihm verdanken wir die psychologisch fundierte Identifizierung der Netze als permanente Möglichkeit von Nähe.

 

Nico Lumma mit scharfen Verstand und authentischer Eloquenz, errinnert mich an die unübertroffenen Talente, die es auch Derek Sivers ermöglicht haben, inmitten einer stettig anwachsende Gefolgschaft zu bleiben.

 

Nicht weniger erstaunlich, demonstrierte der junge Kreativdirektor Matthias Storath die Macht der Idee, mit neuem Ansatz zur Gestaltung von TV Anzeigen, mit seinen robust, poetischen Variationen für den Baumarkt Hornbach.

 

 

 

 

 

 

 

 


 
Nach 25 guten Jahren in der Werbung, bin ich nach München zurückgekehrt, wo ich in unmittelbarer Nähe des Waisenhauses wohne, dem ich entstamme. Meine Geschichte findest Du hier.

 

Wie wir immer öfter auf gute Gründe stossen, etwas unseren Glauben zu schenken, wächst auch das tiefe Misstrauen gegenüber Überkommenheiten im Etablierten.

 

Die unabwendbare Transformation ist in vollem Gang. Ich hatte Anfang des Jahres Glück, mit dem Privileg die vom Britischen Institut der Werbepraktikanten [IPA] initiierten Sozialprinzipien [IPA social] für den Deutschsprachigen Raum zu veröffentlichen und dabei 10 erstaunliche Köpfe im Marketing kennengelernt. Du findest sie hier. Für 2011 bleibt es dabei, ich will meiner Werbeindustrie weitere Blamagen ersparen und ihr noch während der Transformation, wieder zu Ansehen verhelfen.

 

Ganz richtig, alles ist erstaunlich und niemand ist glücklich—eine zutreffende Rekapitulation war von Louis CK auf Late Night mit Conan O’Brien zu sehen.

 

 

¹Mathias ist gut beraten seinen Blog auf tumblr fortzusetzen

 

 

Mach Dich nackig

30. November 2010 Keine Kommentare
 
Da haben wir es. Das Drama unserer post-digitalen Zeit. Die Herausforderung, der wir uns als Nutzer sozialer Netze stellen müssen, um mit unserem Streben nach Glück (Wohlstand, Liebe, Erfüllung usw.) in der neuen Welt erfolgreich zu sein.
mistel Mach Dich nackig

Mistel

Mach Dich nackig und behalt’ dabei die Hosen an

 

Einfach gesagt und einfach getan, solange wir die an uns gestellten Aufgaben pragmatisch lösen wie es der Google TV Spot überzeugend vorführt. Allerdings behält der Nutzer im Google Beispiel die Hosen an.

 

Er bedient sich im Netz, will aber nichts von sich preisgeben, geschweige denn sich nackig machen.

 
Das Video zeigt einen von Prof. Dr. Kruse als digitalen Besucher identifizierten Menschen, der die digitalen Möglichkeiten nutzt um daraus einen realen Nutzen für sein reales Leben zu ziehen. Er schöpft den Rahm ab, der ihm vom Internet kostenlos dargeboten wird.
Misteln in Baumkronen Mach Dich nackig

Misteln in Baumkronen


Ein Nutzniesser und Schmarotzer, der in den Netzen die grosse Mehrzahl ausmacht und in Symbiose mit den Anbietern steht, indem er seine Daten als auch seine digitalen Fußspuren als Zahlungsmittel hinterlässt.

 

 

Um in den Sozialnetzen die Hosen an zu behalten, müssen Firmen sich nackig machen

 

Seit jeher sind wir der Erwartung, dass ein sich zum Star entwickelndes Starlet sich auszieht. Heute wollen wir Firmen auf den Zahn fühlen. Wie das mit dem Ausziehen geht, haben Alexandra Maria Lara, Benno Fürmann, Heike Makatsch, Jürgen Vogel, Nina Hoss, Mehmet Kurtulus zuletzt mit dem Deutschen Film „Nackt‟ gezeigt. Es ist so leicht nicht, dabei die Hosen anzubehalten.

 

Um in den sozialen Netzen Erfolg zu haben, müssen Deutsche Firmen Inhalte schaffen, ihre Markenwerte reflektieren lernen und ein Ermöglicher sein für die Schar der Nutzniesser. Auf diese Weise geben Marken sich preis und gewinnen so eventuell das Vertrauen der herangereiften Abnehmer, die nichts sehnlicher wünschen als ein Unternehmen ihres Vertrauens zu finden.

ROI: Wie ein solches Investment sich auszahlt, lassen sich Deutsche Unternehmer am besten von Sozial Agenturen mit PR Erfahrung vorrechnen. 3 sich auf die Handhabung sozialer Netze konzentrierende Agenturen findet ihr hier.
Nackt Mach Dich nackig

Deutscher Spielfilm „Nackt‟

 

Nicht jeder will jeden nackt sehen und so spielt auch in den Netzen die Chemie eine gewichtige Rolle. Ob wir einander riechen können, wird zum entscheidenden Faktor im geruchlosen Raum. 2 Thesen stehen sich hilflos gegenüber: Darwinsche Theorie der Schönheit¹ und Nutzen. Sie gemeinsam ihre Wirkung entfalten zu lassen verstehe ich als integriertes Marketing. Jeder Etat Direktor wird Dir etwas von Kanälen erzählen die es zu buchen gilt. Das ist Quatsch. Weder Facebook noch Twitter sind Kanäle und lassen sich also nicht buchen.

 

Uns allen bekannte Welterfolge basieren auf Nutzen, von Schönheit kann keine Rede sein. Was ist an SchülerVZ, StudiVZ, Xing, Facebook schön?

¹Denis Dutton

Wikileaks Mach Dich nackig

Wikileaks

 

Wikileaks bietet aktuellen Zündstoff zum Thema Transparenz. Radikale Offenheit und Transparenz sollen eine neue Grundlage für demokratische Entscheidungsprozesse legen.

 

Menschen wünschen sich, Vertrauen fassen zu können. Sie wollen in ihrem Interesse bestärkt werden, um einer Firma und deren Produkten ihren Glauben schenken zu können. Zugänglichkeit, radikale Offenheit und Transparenz unterstützen den Menschen darin, sich eine Meinung zu bilden. Gelingt es ihm, Vertrauen zu fassen, dann wird er eventuell zum Konsumenten und jedenfalls zum wiederkehrenden Besucher.

 

Auch die unfehlbare Meßbarkeit der Netzbewegungen bieten solide Grundlage für Entscheidungsprozesse.

 

Mehr zum Thema Öffentlichkeit

 

Manische Superkonsumenten

11. September 2010 Keine Kommentare

63% besitzen ein Handy. 72% benutzen es für Texte. Senden 10 Text Botschaften die Stunde, oder um die 3146 Texte im Monat. 71% benutzen es vornehmlich für Verbindungen zu Freunden. 55% gehen online mit ihrem Handy. 57% sehen mobil als Schlüssel für ihr soziales Leben. 73% nutzen Sozialnetzwerke. 55% sagen, dass ihre Online Gemeinschaften ebenso wichtig sind wie die offline Welt. 64% erstellen Inhalte. 73% laden Fotos hoch für andere zu sehen. 47% sagen dass Fast Food Marken bedeutend sind. 46% sagen sie bleiben ihren Marken treu. 57% sind Facebook Anhänger von mindestens einer Firma. 24% folgen mindestens einer Marke auf Twitter. 70%derer die Firmen auf Twitter folgen sind auch deren Anhänger auf Facebook.


Die Tabelle ist Ana Andjelic entlehnt

 

Der Konsument bestimmt

Der Konsument von heute, also auch Du und ich, bestimmt darüber wie wir einkaufen, was wir essen, wie wir kommunizieren. Freilich bestimmt er auch darüber wie wir Werbepraktikanten das Kundenerlebnis gestalten.

 

Wie der Konsument bestimmt

Er tut es mit seinem Verhalten, der Auswahl der Orte, die er wählt um sich auszutauschen, der Wahl der Plätze, die er aufsucht seine Einkäufe zu erledigen und seinem Umgang mit Anwendungen die er hierbei nutzt. Dabei sucht er nicht wie ehedem, einzig die Marktplätze auf oder macht sich einzig in der Nachbarschaft kundig. Die Erkenntnisse kommen ausserdem selektierter noch aus dem Netz und werden im Alltag ausgewertet und genutzt. Es sind auch nicht alleine Jugendkulturen, die hier umgetrieben sind, es ist auch eine immer schamlosere, sich in Radikalität ansiedelnde Horde an Senioren und Seniorinnen. Zuletzt war es der abrupte Aufschrei der New Yorker Strategin Ana Andjelic, der Marktforschung und Markenstrategen aufhorchen macht, ihre Untersuchungen auf das zu konzentrieren, was der Konsument tut und Beweggründe zugunsten der Effizienz fortzulassen: „Ich kümmere mich nicht darum warum Leute etwas tun, ich kümmere mich darum, wie sie es tun‟.

Utopia Marke Manische Superkonsumenten

utopia.de


Viel Wahrheit, wenig Dichtung

Das der Konsument mit seiner Kaufkraft bestimmend ist, war eigentlich schon immer so, mit dem Unterschied, heute geschieht es bewusster und wenn der Konsument so will, gezielter. Fortwährend auftauchende neue Technologien geben dem Konsumenten beständig, weitere Mittel in die Hände, die er nun nutzt um seiner Stimme Gewicht zu verleihen. Dann auch reden wir von strategischem Konsum, wenn er dabei Nachhaltigkeit und Ethik beim Hersteller zu fördern sucht. Utopia Gründerin Claudia Lange wird mir hier womöglich beipflichten. Mit seinem Haushaltsgeld bestimmt der Konsument, welche Produkte und Marken er zu fördern bereit ist und diesen sein Haushaltsgeld zukommen lässt. Neu ist das sich manische Superkonsumenten zunehmend in Rudeln zusammenschliessen um ihrer Stimme Ausdtuck zu verleihen. Die Deutsche Carrotmob bietet hierfür die Mittel gezielte Durchsetzung zu ermöglichen.

Die Artikulierung des männlichen Geschlechts bitte der Entwicklung der Deutschen Sprache zuschreiben. Die Rede ist gleichermassen oder vielmehr von der manischen Superkonsumentin. Allen voran ist die Kundin der König.

Ökobauern die sich zuerst im US Bundesstaat Maine ansiedelten, um die in Süd-England erlernten Handgriffe für organischen Anbau, ihren Landsleuten zugute kommen zu lassen, fordern die Bewohner von Maine auf: „Esst was ihr seht.‟ Esst was lokal angebaut oder in freier Bodenhaltung gezüchtet wird. Mich amüsiert zu erfahren, dass die Motivation nicht etwa dem Wunsch nach Reinhaltung der Lebensmittelqualität entstammt, als Beweggrund wird genannt, dass es für Autofahrer erfreulicher ist, bei der Fahrt über Landstrassen der Bauernhöfe ansichtig zu werden.

Ob wir nun wollen oder nicht, manische Superkonsumenten sind die Supermacht und bestimmen mit immer neuen Mitteln, unaufhaltsam über die Geschicke von Marken, Produkten und also Wirtschaft und Politik. Letztere tun gut daran manische Superkonsumenten als soziale Supermacht zu akzeptieren und ihre Organisation dem Wandel anzupassen. Es geschieht die Demokratisierung der Marken. Der Weltuntergang, nämlich der, der alten Welt ist Wirklichkeit oder wie Peter Kruse sagt: „Die Lawine rollt längst zu Tal‟. Mich freut dem Weltuntergangspropheten bereits in einer Tim und Struppi Ausgabe begegnet zu sein. Die Schau!

 

Die neue Supermacht

Nachfolgendes ist einem Gastbeitrag von David Skokna auf Mediapost entlehnt, David ist Gründungsmitglied und Kreativdirektor von Huge, ihm auch gilt Dank für den Titel. 2005 half Huge bei der Durchführung einer Marktstudie über Ladenverkauf für eine der größten Einzelhandelsketten in den USA. Der Kunde wollte die Verhaltensmuster der verschiedenen Segmente verstehen lernen. Den Unterschied zwischen den Generationen. Zum einen Teil, wurden die Leute befragt, was sie als erstes täten, wenn sie online gingen.

Die Mütter berichtetet davon, wie oft sie Ihr Postfach, das Wetter und die Nachrichten überprüften.

Dann wurden den jungen Mädchen dieselben Fragen gestellt. Sie blickten uns an als wären wir von einem anderen Stern. Sie verstanden nicht was, online gehen, bedeuten sollte. Sie waren bereits da. Für die nachrückenden Generationen ist es mit dem Web, wie mit laufendem Wasser oder der Stromversorgung, es ist immer an. In diesem Moment erkannten die guten Leute der Agentur Huge, dass sie sich noch viel weiter fortentwickeln mussten, um mit dieser Generation Schritt halten zu können.

 

Warum Markenführer und Werbeagenturen mit der Entwicklung nicht Schritt halten können

51wMMpkJCJL. SL500 AA300  Manische Superkonsumenten

Der Weltuntergang naht.
Aber nein, der war schon.
Ist unsere neue Welt so geheimnisvoll wie die alte?

Hierzulande machte Prof. Dr. Peter Kruse bei einer Studie die Entdeckung zweier Online Welten, die sich unversöhnlich gegenüberstehen und somit eine Erklärung liefern, wodurch unsere Entwicklung beeinträchtigt wird. Seinem Methoden- und Beratungsunternehmen Nextpractice standen von einer Befragung im Vorjahr, Daten von 200 versierten Netzbenutzern zur Verfügung. Bei der Auswertung eines paarweisen Vergleiches der Wertemuster der 200 versierten Netzbenutzer, drängte sich eine Unterteilung in zwei Gruppen zu bald gleichen Teilen auf. 3000 frei gewählte Begrifflichkeiten wurden zu 78 Themencluster zusammengefasst und ergaben 100 digitale Besucher kontra 100 digitale Bewohner. Die Aufteilung war Folge völlig unterschiedlicher Auffassung in der Bewertung der Themen.

Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen und ein Vorschlag in Ehren wäre der, die Besucher zu Bewohnern zu machen oder aber das Netz abzuschlalten. Das Video hierzu findest Du hier.

tn da3a98514c5c3a361eb25b991f8f19a8 Manische Superkonsumenten

Keine Strategie


Mach Dich nackig und behalt’ die Hosen an

Transparenz ist keine Kunst aber kluge Strategie der Anpassung. Sowohl Wirtschaft, als auch Politik mögen sich an Universitäten ein Beispiel nehmen, deren Lernziele ohne Lehrprogram [Curriculum] nicht zu erreichen wären. So einfach ist das. Die Supermacht der manischen Superkonsumenten schenkt dem Rat aus ihrer Mitte mehr Vertrauen als das eine Orientierung über offizielle Medien noch schwer ins Gewicht fallen würde. Jedenfalls verhält es sich gegenwärtig so.

Dem entsrpechend gilt:

  • Konsumenten einbeziehen in die Entwicklung von Produkten und Kampagnen
  • Webseiten sozialisierbar machen oder gleich abschalten
  • Ohren auf, Augen zu

 

 

 

Mitte

3. September 2010 Keine Kommentare


Wir wollen die Tage den Spätsommer geniessen, noch einmal mit dem Elektroboot eine Runde drehen in der Starnberger Bucht. Einmahl mehr Segel setzen und mit dem Jollenkreuzer vergnüglich durch Segelrevier schaukeln. Tochter Elizabeth vermeldet vergnügt, noch gestern schwimmen gewesen zu sein in der rauhen See Ihres Studienplatzes an der Südküste Englands. Die tapfere schwimmt für ihr Leben gerne. Ich bewundere sie beneide sie aber nicht.

Eines aber wollen wir nicht, von Hiobsbotschaften und katastrophalen Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft hören. Gerade aber finde ich Interesse und Gefallen an Hans-Olaf Henkel und mit Thilo Sarrazin bannt sich gleichsam die Megadebatte der kommenden Jahre an.

Die Frage die zu beantworten es für jeden hier gilt, lautet: “Wie bringe ich mein Geschäftsleben, mein Privatleben, mein digitales sein unter einen Hut? Wann begreife ich das ich nur ein Leben habe und mich nicht länger disassoziieren kann in meinem Tun?


 

3 zentrale Fragen

die zu beantworten es schärfer rüberbringen was zu tun es gilt, wobei ich an Hans-Olaf Henkel’s Frage an die Politik anknüpfe und diese mit überfälligen Fragen an Gesellschaft und Wirtschaft erweitere. Wer sagt denn, wir müssen nicht, jeder für sich, jede dieser Fragen für uns beantworten?

  1. Politik:
    „Trägt mein Vorhaben, meine Politik dazu bei, die Arbeitslosigkeit zu veringern? Wie genau?″
  2.  

  3. Wirtschaft:
    „Ermögliche ich Ideen die tun? Verstehe ich, dass es nicht ist was ich tue, es ist was die Leute mit dem tun was ich tue?‟
  4.  

  5. Gesellschaft:
    „Wie bringe ich mein Geschäftsleben, mein Privatleben…, mein digitales sein unter einen Hut? Wann begreife ich das ich nur ein Leben habe und mich nicht länger disassoziieren kann in meinem Tun?‟

 

Mitte Mitte

Hans-Olaf Henkel, Gedankenführer fotografiert von Stuart Mentiply

 

Die Mitte wieder herstellen

Ganz recht Hans-Olaf Henkel, die zentrale Frage, die sich jeder entschlussfähige Politiker stellen muss lautet: „Trägt mein Vorhaben, meine Politik dazu bei, die Arbeitslosigkeit zu veringern? Wie genau?

Mein Hintergrund ist internationale Werbung. Seit Januar bin ich arbeitslos und geniesse tatsächlich die von Westerwelle spitzfindig postulierte poströmische Dekadenz, mit einem Unterschied, ich bin nicht tatenlos, geschweige den ratlos. Ich hatte mich 2006 in Berlin instinktiv dem Deutschen Mittelstand zugewendet und schliesslich eine kleine Dialogagentur beraten, wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei aber nicht bemerkt, das zum Schein Ratschläge befolgt wurden, zum Sein aber die Entschlusskraft ausblieb. Die scharfe Wende die zu meistern es gilt ist hier wie da, keine Chefsache, aber nur mit guter Beteiligung aller möglich.
Jeff Jarvis, ein Amerikaner mit Deutscher Frau zur Seite, beeilte sich, Deutschland zu Hilfe zu eilen mit seiner Aufklärung zum Deutschen Privatsphären Paradox. Derweilen entdeckte ich endlich auch einen Deutschen mit enormen Elan und scharfsinnigen Beiträgen, dem seitens der FAZ Diskreditierung zugefügt wird: Peter Kruse.

Mit dem Strom, nicht gegen rudern!

Jetzt gefällt mir der Gedanke den zu verfolgen Hans-Olaf mir Mut macht, mich nämlich weiterhin auf den Mittelstand zu konzentrieren und Ideen die tun in Anwendung zu bringen, auch und gerade für mittelständische Unternehmen, Kleinunternehmen, junge Deutsche Gründer…
Mag sein, das der Mittelstand uns gerade noch vor schlimmerer Misere bewahrt, jetzt da die Deutsche Arbeitslosenrate noch immer über der von Europa liegt, nicht länger Exportweltmeister ist, die Automobilindustrie sich nicht als Beförderungsmittel begreift und die Kommunikationsbranche an Orientierungslosigkeit darbt. Mit Hans-Olaf Henkel befürchte ich eine Inflation und jedenfalls weitere Pleiten des Deutschen Mittelstandes. Als Amerikaner weiss ich dass es immer noch schlimmer kommt, und kommen muss. Deutschland ist Weltmeister darin Chancen zu spät wahrzunehmen, wird dann aber übermenschlich stark seine Pfründe zu retten. Global gesehen entschied sich der Zeitgeist vor gut 15 Jahren die Welt in Superreiche und bedauernswert Arme zu trennen ohne Platz zu lassen für eine Mitte. Im Marketing lernst Du rasch, dass jeder Trend einen ebenso starken Gegentrend zur Folge hat. Kleinvieh macht auch Mist und gerade das soll meinem Geschäftsmodel durch Skalierbarkeit den Profit sichern, während hier gleichzeitig auch Unternehmen geholfen wird, die konventionellen Werbeagenturen nicht profitabel erscheinen.

Ich freue mich bereits die kommende Woche auf erste Telefonate mit erfolgreichen US Agenturen mit neuem Geschäftsmodel.

Bei Vorstellungsgesprächen hierzulande begegnete ich ausnahmslos Unternehmen im Begriff zu expandieren, dank ihrem Portfolio an Kunden mit Nachholbedarf für eine digitale Präsenz. Die arme Kundschaft wird nun mit Websites beraten, die sozusagen wunschgemäß dem technischen Stand der Zeit entsprechen, dem auch das Nachholbedürfnis entstammt. Der Aufwand mit dem hier grundfalsch beraten wird, ist gleich groß oder größer als eine zeitgemässe Beratung auf dem technischen Stand oder Erkenntnisstand der Gegenwart. Allerdings bedarf es einigen Aufwand in den Agenturen um von überkommenem Prozedere loszulassen und ausnahmsweise einmal das zu tun was ausnahmsweise einmal richtig wäre, nämlich einfach mal treiben lassen anstelle gegen den Strom anschwimmen zu wollen. Naturgemäß strebt alles zur Mitte. In der goldenen Mitte dann werden wir uns wieder finden. Auf Wiedersehen.

 

Kategorien:Ein Leben, Long Tail, Politik

Der hässliche Deutsche

30. August 2010 Keine Kommentare
Der hässliche Deutsche Der hässliche Deutsche

Von Apotheker Anselm Strauss eingeführte Wahrzeichen in der Herstallstraße 14, Aschaffenburg
Foto Petra Hammerstein © 2010. Alle Rechte vorbehalten.

 


 
Das Merkel Phänomen, die Fussball Weltmeisterschaft, fröhliche Geselligkeit und sportliche Fairness haben vor nicht allzulanger Zeit dafür gesorgt, dass Deutschland allerorts Anerkennung und Wiederaufnahme fand in die Weltgemeinschaft. Die beiden Weltkriege scheinen verziehen und die Reputation wieder hergestellt.

 

Peter Kruse demonstrierte auf der re:publica 2010, wie hilflos sich digitale Besucher und digitale Bewohner gegenüberstehen und verkündet beharrlich:
Das Internet zu nutzen oder nicht zu nutzen ist keine Glaubensfrage sondern eine Frage sinnvoller Zukunftsorientierung und praktischer Vernunft.

 

Gerade erst nahmen Deutsche Agenturen den Löwenanteil der Europäischen Auszeichnungen nach Hause und Doyle Dane Bernbach weist mit The Fun Theory und ‚Ideen die tun‛ den Weg aus der Misere für die schwächelnde Deutsche Werbeindustrie.

 

kopf in den sand Der hässliche Deutsche

via retaildesigndiva



Jeff Jarvis nimmt die Reise nach Berlin auf sich, um auf der re:pulica 2010, das Deutsche Privatsphären Paradox, mit gesundem Humor zu erläutern: „Wenn wir uns zuviele Sorgen darüber machen, unsere Privatsphäre zu schützen, dann setzen wir die Vorteile von Öffentlichkeit und Transparenz aufs Spiel, die uns das Internet bietet. Mein Argument ist, dass wir, die Öffentlichkeit, bewahren müssen was öffentlich ist.

 

IPA definierte im Vorjahr aus London heraus 10 Sozialprinzipien. Die Deutsche Fassung findest Du hier.

 

Schliesslich war es der gute Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein and Partners, der mit ‚ideas that do‛ und einem amüsanten Vergleich von Pfau und Laubenvogel, der Werbeindustrie den kürzesten Weg aus der kreativen Schockstarre weisst: „Es ist nicht was wir tun, es ist was die Leute mit dem tun was wir tun

 

Morgen findet in Wiesbaden der erste Social Media Summit statt. Vijay Iyer, Manager Social Media, Broadcast & Visualization von Opel hält einen Vortrag.

 

Mit Google Street View, Facebook, der Unmittelbarkeit von Dienstleistungen und den Wert der Öffentlichkeit aber hat Deutschland seine Mühen. Es droht die Entgleisung in ein Europäisches China.



Vijay button Der hässliche Deutsche

Vijay Iyer, Opel’s Social Media Ninja

 

 

Kategorien:Neue Werbung, Politik, Sozial

‚Ein hochgekochtes Thema‛

21. August 2010 Keine Kommentare
  1. Phillip Wittgenstein will sich durch ‚ein hochgekochtes Thema‛ in einen W&V Artikel ins Gespräch bringen
  2. W&V wählt dazu eine provokante Überschrift und schon ist Phillip im Gespräch.
  3. Die durch den W&V Artikel entfachte Debate fand gestern auf Facebook statt und nicht auf der W&V Markenwebsite.
  4. Der Kreativchef von FischerAppelt will darauf aufmerksam machen, dass Sozialmedien ein Baustein von vielen in einer dezentralisierten Kampagne sind, die Überschrift aber lautet:

 

Der Konsument geht seinen Weg ‚Ein hochgekochtes Thema‛

Photo einer Folie aus Prof. Dr. Peter Kruse's famoser re:publica 2010 Ansprache entlehnt

 

Social-Media-Hype: ‚Ein hochgekochtes Thema‛

Im Laufe der Debate stellt sich heraus, dass die Anti-Hype Hypothese, die Wittgenstein zum Anlass nahm ins Gespräch zu kommen nicht Mittelpunkt des Themas ist, worauf Wittgenstein aufmerksam machen wollte, würde ersichtlich bei einem Besuch seiner Website. Die Website findest Du hier.

facebook Ein hochgekochtes Thema ‚Ein hochgekochtes Thema‛

facebook Ein hochgekochtes Thema

Freilich bleibe ich lieber beim Gespräch, das nun ausgerechnet dorthin ausbricht, wo laut dem Digitalchef von FischerAppelt die Musik nicht ausschliesslich spielen soll, nämlich auf Facebook. Tatsächlich aber spielt die Musik immer dort wo das Gespräch gerade stattfindet und FischerAppelt könnte höchstens dafür sorgen, dass die Gesprächsrunde an dem Berührungspunkt Markenwebsite vorbeikommt, so dass die Teilnehmer die Adresse lernen und zu einem ihnen gelegenen Zeitpunkt mehr über die Marke erfahren können. Das wiederum rechtfertigt die Kosten ggf. im Nutzen-Kosten Verhältnis .

Sabine Denk: ‎„Du bist nicht mehr mein Sohn!‟

Um Zeit zu sparen, Phillip wird beschäftigt sein, die nicht unerheblichen Kosten für seine Markenwebsite vor dem Kunden zu rechtfertigen. Der Kunde wird rasch feststellen, dass wenn das Gespräch nicht zur Website kommt, dann muss die Website zum Gespräch gebracht werden. Wie? Mit ‚Ideen die tun’, hilfreichen Anwendungen die dem Konsumenten gelegen kommen und weiterbringen. Mit frischen Gedanken, wie Jung von Matt Kreativität greifbar zu machen sucht.

Sabine Denk: ‎„Wer übernimmt jetzt den Hof?‟

‚Ideen die tun’ haben längst ihre Vormachtstellung demonstriert. Wir wollen es nur nicht akzeptieren. Amir Kassaei hat mit VW’s Fun Theory den Startschuss für die Deutsche Kommunikationsbranche gegeben.

Fazit: Die alten Denkweisen haben für die heutige Kommunikation keine Nutzen. Wenn auch wir alle nur mit Wasser kochen, soll die Wirtschaft zumindest voraussetzten dürfen, dass das Wasser kochend heiss ist. Die Deutsche Kommunikationsbranche hat, wenn überhaupt, gerade erst damit begonnen, zuzuhören. Lieben Dank Sabine Denk, für den lustigen Kommentar.

 

Teilnehmer

Carl Brandt, Eleftherios Hatziioannou, Sabine Denk, Axel Hoffmann, Pedro Anacker, Sarah Binder Stephan R. Junghanns, Florian Konrad Schmitz, Jessica Herz, Sebastian Garn, Benjamin Knecht, Naja David Hussner, André Czarto, Andrea Ramponi, Anna Ermann, Manuel Foyer, Maurice Morell, Sebastian Garn, Christoph Bechtel, Rochus Landgraf, Christian Weckopp, Sascha Voss, Mobietv Agentur, André Czarto, Andi Haas, Bernd Seifert, Cigdem Serbest, Philipp Wittgenstein, Mark Sargent

 

 

Kategorien:Sozial