James Bridle prägte den Begriff Die Neue Ästhetik im Oktober vergangenen Jahres bei den Web Directions South, in Sydney, Australien, der Original Titel lautete “Die von Robotern lesbare Welt”
Neues Price Waterhouse Cooper Logo und Damenschuh in geringer Auflösung via United Nude
Die Neue Ästhetik
Wer die Augen offenhält entdeckt sie überall, in den Moden, dem Kriegsgerät, in der Kunst und auf unzähligen, unkenntlich gemachten dt. Google Street View Bildern.
Ich bin vertraut mit dem Filtrierapparat, mit dessen Hilfe ich, zum grossen Teil meines erwachsenen Daseins in den USA, meinen Kaffee gebraut habe.
Mit Percolate (dem Kuratorendienst) verlasse ich mich auf diesen klugen, jungen Briten, dessen Einblicke ich neben den eigenen geniesse und Abonnent seiner Wochenschrift bin.
Ein Hinweis für ein besseres Verständnis zu den heutigen Medien bildet, wie es bei erster Betrachtung scheint, das Zentrum der Percolate Idee.
Bestand & Strömungen
Strömungen sind die Zufuhr (feeds). Die Blogeinträge und tweets. Der Fluss an täglichen oder mehrmals täglichen Aktualisierungen, die die Leute daran erinnern, dass es Sie gibt.
Der Bestand sind die dauerhaften Dinge. Es sind die Inhalte, die sie produzieren, die in 2 Monaten (oder 2 Jahren) so interessant sind wir heute. Die Leute entdecken die Inhalte mittels Suchmaschine. Bestand verteilt sich langsam aber stetig und gewinnt seine Leser im Laufe der Zeit.
Jedes Land tut gut daran ein Staatsoberhaupt zu haben, dass in der Lage ist, Wandel zum Besseren von unten nach oben anzuschieben
#1 Wirtschaftslehre: Leute nicht befördern nur um der Beförderung willen
In den meisten Unternehmen, erwarten Mitarbeiter, die sich durch gute Arbeit auszeichnen, eine Beförderung. Eine kleine Gehaltserhöhung und damit einhergehend, mehr Verantwortung.
So kennen wir es, so haben wir es gelernt und so halten wir es für normal.
Eine Systematik die eine ganze Nation davon abhält, dass ein Schuster bei seinen Leisten bleiben kann.
Ein Protokoll, dass dazu geführt hat, dass keiner dabei bleibt, dass zu tun was er liebt und am besten kann.
Lt. Adam Lahinsky befördert Apple seine Mitarbeiter, belässt sie dabei aber in der Position in der sie es zur Meisterschaft gebracht haben.
Schuster bleib bei deinen Leisten
Wenn Sie beispielsweise ein guter Designer sind, würde eine Beförderung bei der bisher vorherrschenden Unternehmenskultur bedeuten, sie müssten ein Leiter von einem Designerteam werden, auch wenn sie keinerlei Geschicke darin besässen und ihr Können auf das Gestalten beschränkt bliebe um eine weitere Stufe in der Karriereleiter zu nehmen.
Mit der Beförderung werden wir zu dem gemacht was wir nicht sind und worin wir nicht notwendigerweise gut sind.
Bei Apple werden Sie für das bezahlt was Sie am besten können und am liebsten tun und bleiben als Schuster bei ihren Leisten. Die Idee ist die, Leute bei ihrer geliebten Tätigkeit zu halten und es zur Meisterschaft zu bringen ohne finanzielle Nachteile.
Wie empfindet die reale Welt über die digitale Welt?
TNS wollte von 72 Tausend Leuten in 60 Ländern, mehr über deren Einstellung und Verhalten in Erfahrung bringen.
Mehr als die Hälfte glauben, dass das Internet ihnen dabei hilft, eine nähere Verbindungen mit anderen eingehen zu können. Brasilianer lieben Online chats, im Durschnitt haben die Brasilianer 481 online Freunde. 36% der Philippinen empfinden Online Freundschaften als zufriedenstellender. Mehr als die Hälfte der Nutzer sozialer Netzwerke, geben zu ihre Freunde auszuspionieren. Vielleicht ist das der Grund warum Europäer zurückhaltender sind im Umgang mit den Netzen. 97% der Dänen, bevorzugen Freundschaften im wirklichen Leben. Und was tut die online Welt in mehr als 3 Stunden pro Woche? Sie gehen shopping. Wir lieben virtuelles Windows Shopping. China hat die größte Anzahl an Kaufsüchtigen, sie verbringen 5 Stunden die Woche mit Online Shopping. China hat 8 Mio Online Shops. Bald ein Drittel davon befriedigen ihre Sucht mit mobilen Geräten. Viele glauben, dass das Internet es ihnen ermöglicht sich freier auszudrücken. Nahezu die Hälfte liest einen Blog pro Woche und etwa ein Drittel von uns blogt. Und warum kommentieren wir online? Wir lieben es anderen zu helfen und selbst Hilfe zu bekommen. Und manchmal wollen wir uns einfach nur beschweren. Und das sehr wirkungsvoll. Über die Hälfte der Leute, die Online Kommentare lesen glauben, dass ein einziger negativer Kommentar sie eine Marke hinterfragen macht, auch wenn der Kommentar vom anderen Ende der Welt kommt. Mehr über Online Gewohnheiten und Verhalten gibt es hier zu erfahren.
Cat Ballou handsigniert von DJ Rogers
Nach den Fakten, jetzt die Fiktion der Fachpresse der dt. Design Nation
Transparenz bei den Werbeinvestments ist die wichtigste Herausforderung für die Werbewirtschaft im kommenden Jahr, lese ich auf Werben und Verkaufen.
Wie bitte? Die Werbewirtschaft soll endlich die Probleme ihrer Kunden lösen und nicht länger interne Organisationsprobleme und Orientierungslosigkeit diskutieren.
Uwe Becker, Mediachef von Unilever und Vorsitzender der OWM meint gar: „Die Zeit der blinden Online-Euphorie ist vorbei‟. Becker fordert ROI, eine Forderung die jedes Jahr wieder, als der grosse Paukenschlag inszeniert wird und in einen irrelevanten Streit ausbricht, welches Medium messbarer ist, Fernsehen oder Internet.
McDonalds hat die Frage nach Messbarkeit und Return on Investment für alle zufriedenstellend mit Mein Burger beantwortet, hier einzusehen.
Uwe Becker’s Forderung lenkt die dt. Wirtschaft davon ab, Tatsachen zu schaffen, die möglichst gut für möglichst viele sind.
Ideen die tun, in der Lage, unser Leben besser machen.
Nun hat OWM eine Website, die statisch ist, wie eine Druckvorlage und die im Gegensatz zu zur Website von TNS, keine Einblicke oder Lösungsvorschläge zum Diskurs zu vermitteln im Stande ist.
Wie kann ich einem Verein mein Vertrauen schenken, der 2011 mit einer Website aus den 90er Jahren, Vorbild sein will?
Mit WuV habe ich von jeher meine Schwierigkeiten. GameOne auf Viva bietet dem Marketing-Praktiker mehr Einblicke zur Planbarkeit der Wirtschaftsentwicklung.
Den Abend gesellte sich ein Mann zu unserem Tisch beim Grosswirt, der mit eigener Firma, erfolgreich vertikale Software für das Verlagswesen entwickelt und vertreibt. Er steht im Wettbewerb mit SAP.
Nachdem er mir seine Geschichte erzählt hatte, gewährte er mir Einblicke in das Geschäftsgeheimnis.
Im Grunde unterscheidet sich seine Geschichte nicht von der meinen. Wir hatten beide früh damit begonnen unser Leben von Rechnern verändern zu lassen zugunsten unserer Karrieren. Und beide hatten wir unsere frühen Schlüsse gezogen vom Objekt orientierten Denken der Entwickler und die damit verbundene Umstellung der Herangehens- und Denkweise für unsere Zwecke zu nutzen. Und nein, er hat keinen gelben Lambourghini auf dem Firmenparkplatz stehen und ich bin wie immer froh, wenn ich zu essen habe.
Wir wollen rasch lernen unsere Verantwortung, insbesondere die damit verbundenen Risiken zu akzeptieren. Die Netze und der Wettbewerb halten es uns vor Augen, es geht immer noch besser und wir tun gut daran uns ranzuhalten.
Helmut’s Geschäftsgeheimnis
Das Geschäftsgeheimnis, der Schlüssel zum Erfolg eines Softwareunter-nehmens ist, wie Helmut erklärte, Risikominder-ung. Es erklärt sich mir so, dass um bei einem grossen Verlag in die engere Wahl genommen zu werden, mit dem Ziel dessen Software zu entwickeln, muss ich, um vor Rivalen den Zuschlag zu bekommen, mein Versprechen glaubwürdig zu begründen wissen und das Versprechen heisst: „Null Risiko.‟
Es ist nicht so, dass die deutsche Wirtschaft ausschliesslich risikoscheu oder beratungsresistent wäre, ebenso wenig wie Geiz, Neid und Vorsicht vornehmlich deutsche Eigenschaften sind.
Richtig ist, Franzosen und Italiener geben das Geld bedenkenloser aus für gutes Essen, weswegen erstaunlich, viele Zutaten aus Deutschland, in deren Länder exportiert werden und da der Binnenmarkt nicht als lukrativ gilt, hierzulande nicht länger verfügbar sind.
Freilich gibt der Erfolg Helmut recht. Ich werde die mir verbleibende Lebenszeit von ca. 30 Jahren, nun aber nicht belasten wollen, mit Vorurteilen oder Erfolgsfaktoren, die ich für überkommen einstufe. In Helmut’s Denken ist der Wurm drin, es ist so 90er Jahre als würde der Hund vom Schwanz gewackelt werden und ohne Aktualisierung kommen wir hier nicht weiter.
Nur Staunen machen, minimiert das Risiko. Die Leute sind herangereifter [sophistizierter] als Fachleute es wahrhaben mögen. Ohne Reiz des Neuen geht nichts mehr.
Was macht eine Marke sexy?
Cindy Gallop, der BBH London, die erfolgreiche Expansion nach New York verdankt, weiss eine so schnippische, wie erstaunlich treffende Antwort: „Risiko Bereitschaft macht eine Marke sexy‟.
Der aktuelle Blog Eintrag des BBH Labs kommt mir entgegen und publizierte nachfolgende Folien, die helfen sollen, greifbar zu machen, dass wir Abstand nehmen sollen von unserem gewohnten Auffassungen, um ein minimales lebensfähiges Produkt zu denken und auf den Markt zu bringen. Ein Produkt, das nicht Angst und Befürchtungen zum Ausgangspunkt hat, sondern Freude und ein gesundes Selbstverständnis.
Alles über das dritte Google Firestarters Ereignis hier auf Neil Perkin’s blog. Ein wenig John Wilshire Prosa zum Thema gibt es hier.
Wie systematisiere ich sexy für ein neues Geschäftsmodell?
Wie mache ich es begehrlich ohne selbstgefälliges, betuliches Geschwätz?
Die Antwort lesen wir bereits in Mel Exxon’s Präsentation. Wir kommen bei der Entwicklung rasch zu dem Punkt an dem der potenzielle Kunde sich aus freien Stücken entscheiden wird. Er wird etwas entdecken, das ihm von Nutzen erscheint und ja oder nein sagen.
Schwanger oder nicht schwanger.
Wie bewege ich mich als Agentur und seine Kunden von Aktion zu Aktion ohne lästigen Übergang? Wie demonstriere ich Anspruch und Glaubwürdigkeit zeitgleich? Wie zeige ich simultan was werden soll und was daraus wurde, wenn beides doch zeitlich aufeinander folgt?
Hinweise finde ich beim Parkour und bei Elizabeth Slam in Brooklyn mit SLAM (Streb Lab for Action Mechanisch). Nicht wie zu Schulzeiten gelernt, den Hindernissen, ausweichen aber akzeptieren und drauf los gehen. Nach links und rechts ausweichen, macht das Ziel versäumen und nicht am Ziel ankommen.
Die aktive Marke, die also kontinuierlich neue Bedeutung für sich zu schaffen versteht, erhöht ihre Chancen wahrgenommen zu werden und ins Gespräch zu kommen exponentiell, wenn sie sich die Öffentlichkeitsarbeit leicht zu machen versteht und z. B. die Konnektivität und Skalierbarkeit der sozialen Netze nicht nur zu nutzen aber zu automatisieren versteht.
Nicht aber, indem sie den Leuten auf Facebook hinterher läuft, aber indem die Marke, Besserung relevant zu kommunizieren und zu liefern lernt [erst probieren dann skalieren] und Besserung inklusive Beweisführung unmittelbar zu einem Erlebnis macht.
Wie das bei einem Wettbewerb aussieht, hat McDonalds mit „Mein Burger‟ unlängst, deutschlandweit demonstriert. Hier haben alle benötigten Aktionen unmittelbar, gleichzeitig ohne lästige Übergänge und Wartezeiten stattgefunden: Die Wettbewerbs Ausschreibung mitsamt der Siegerwahlen. Ein grosser Erfolg bei dem die Leute aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen sind und an dem, inaktive Zuschauer wie aktiv Beteiligte die Freude miteinander teilten ohne notwendigerweise gebrauch zu machen vom Nutzen der Sozialnetzwerke.
Bei Niederschrift meiner Systematisierungs- und Automatisierungsgedanken amüsierte der wiederkehrende Rechtschreib-Vorschlag „Parkour‟ mit „Parkuhr‟ auszutauschen.
Wollen wir zu Dir oder zu mir? Und bleiben doch auf Facebook.
Sheryl Sandberg mit einer Hand für Finanzpolitik.
Neil Perkin’s Wochenbrief machte auf Chris Applegate aufmerksam. Applegate hat sich lt. einem Blogeintrag (hier zu lesen) von Facebook verabschiedet, wenn auch erst noch temporär. Das ist erstaunlich, arbeitet er doch für die, auf soziale Medien spezialisierte Londoner Agentur We Are Social, mit Niederlas-sung in München von Bastian Scherbeck geführt.
Im Leben verliert man sich über Distanz oder aus Mangel an Zusammengehörig-keit aus den Augen. Facebook verkehrt diese natürliche, meist auch gewünschte Entfremdung und macht auch ungeliebte Gesichter aus der Vergangenheit, wieder in Dein Leben treten. Das hat für Applegate auch immer etwas rückwärts gewandtes.
Leute die man aus Desinteresse zurückgelassen hat, kommen mit Facebook wieder hoch.
Das neue FB Profil als Zeitstrahl des Benutzerlebenslaufes verstärkt die retrospektive Haltung.
Kaum noch jemand scheint Facebook zu mögen.
Und bleiben doch auf Facebook.
Weder für Mensch noch Marke kann förderlich sein, Leuten hinterher zu laufen. Für Mensch und Marke kann nur gut sein, Tatsachen zu schaffen, die bewirken, die Leute in ihren Bann zu ziehen.
Kontinuierlich neue Bedeutung für Marke wie Mensch schaffen, ist auch für unsere post-digitale Zeit kein dummes Anliegen.
Auf Facebook wird der Mensch zur Marke aber die Marke wird nicht Mensch.
Mittwoch wurde bekannt, dass Tim Cook, bislang COO, Steve Jobs Nachfolge als CEO angetreten ist.
Er muss nicht vor allen beweisen, dass er ein Visionär ist, wie jetzt gerne behaupted wird. Steve Jobs wird nach wie vor krtische Entscheidungen nicht aus der Hand geben wollen und sich mit Tim Cook absprechen.
Hier im Original, Worte von Jim Mitchem zum Genie von Steve Jobs:
as long as I’ve been a copywriter, I’ve worked around designers who touted Apple products. For years I blew them off as dogmatic brand ambassadors. I was a writer – all I needed was a pencil and pad of paper. Then, back in 2009, I bought a refurbished iMac. It was so brilliant, so quickly, that I immediately decided to turn my entire home and office into an Apple shop. Two years later and, well, I’m not going to laundry list all of Apple products that surround me – but let’s just say we’re more efficient and happier than we’ve ever been. Yes, happier. Connectivity and simplicity are beautiful things. And there’s not one spec of PC or Windows hardware to be found.
Ein Eintrag zu Tim Cook auf meinem englischsprachigen Blog erhielt gestern 6,630 Seitenaufrufe. Die deutsche Version dazu findest Du hier.
Yes, that is Steve Jobs' silhouette. A church near the CBD in Auckland. Photo by mullering via Flckr.
Eins noch…
Ich lese überall Berichte von unerhörten Quoten, seitens einer nie dagewesenen Teilnahme, auf Grund von Steve Jobs Resignation als Apple Chef. Dabei entsetzt mich wieder einmal, die Teilnahmslosigkeit der Berichterstattung dt. Medien, denen wie meist der Kontext fehlt und die sich im Bild-Stil auf eine schlagzeilenartige Berichterstattung beschränken und eher an einen Nachruf erinnern, oder aber schlimmste Befürchtungen zum Ausdruck bringen.
Seitens Neil Perkin’s famosen Wochenbrief erfahre ich von einem emphatischen, schlagkräftig, knappen Artikel von Michael Setzmann auf Huffington Post. Dem empfohlenen, kontemplativen Eintrag von MG Siegler, mit der treffenden Überschrift Eins noch… von Techcrunch.
Hart aber herzlich via Facebook von Cindy Gallop:
In seiner Resignation schrieb Steve Jobs: „Apples lichtesten Momente und innovativsten Tage liegen noch bevor.‟
Selbes hatte sich bereits bewahrheitet, nachdem Steve Jobs nach seinem Rausschmiss bei Apple, seine Firma NeXT Computer ihren letzten Tag erlebte und damit auch mein soziales Umfeld und geschaffenes Ecosystem zusammenbrach, um sich in Folge unvorsehbarer Ereignisse, die bei NeXT begonnene Entwicklung fortzusetzen, der wir auch und vor allem OS X zu verdanken haben.
Das Leben findet immer ein Weg. (Dr. Ian Malcolm, Jurrassic Park)
Keiner braucht mehr den Nerv haben, die Zukunft voraussagen zu wollen und grosse Werbekampagnen von langer Hand im voraus planen. Markenkommunikation geschieht heute im Beisein und der Beteiligung der Leute für die sie gedacht ist
Was haben Apple Chef Steve Jobs, der Komödiant Christ Rock, der preisgekrönte Architekt Frank Gehry gemeinsam?
Der Bestseller Autor Peter Sims hat herausgefunden, dass sie alle bemerkenswerte Ergebnisse erlangten, über eine überraschend ähnliche Herangehensweise:
Methodische, kleine, experimentelle Schritte.
Anstatt zu glauben mit einer grossen Idee beginnen zu müssen oder ein ganzes Projekt im Voraus planen zu müssen und das Ergebnis vorraussehen und vorausbestimmen zu wollen, platzieren sie eine methodische Serie von kleinen Wetten, die womöglich in die richtige Richtung gehen und gewinnen dabei wichtige Einblicke von vielen kleinen Fehlern und von kleinen aber signifikanten Gewinnen, die es ermöglichen unerwartete Richtungen einzuschlagen und zu aussergewöhnlichen Ergebnissen zu gelangen.
Eine Serie methodischer kleiner Schritte. Es sind die kleinen Dinge die zählen.
Kleine Wetten abschliessen, nicht die Zukunft vorausbestimmen wollen
Heutzutage, entstehen Erfolge durch experimentieren. Software Unternehmen, Ingenieure, Familienunternehmen, Start-Ups haben das erkannt.
Die Werbebranche aber ist davon besessen, die große, perfekte Idee zu entwickeln. Wie lässt sich diese Kultur ändern zu einer, in der davon ausgegangen wird, dass viele kleine Wetten zu platzieren, die natürliche Arbeitsweise ist?
Teilnehmer sind unter anderen Peter Sims, Autor des Buches Kleine Wetten: Wie Durchbruch-Ideen sich bei kleinen Entdeckungen entpuppen, Tim Malbon Gründer von der London Agentur Made By Many und Gareth Kay. Direktor Markenstrategie von Goodby, Silverstein & Partners.
Orientierung für unsere Werbebranche verspricht der von Gareth Kay organisierte Beitrag für die SXSW 2012. Geneigte Leser mögen hier Ihre Stimme geltend machen.
Fragen die beantwortet werden:
Warum ist experimentieren soviel wichtiger als Planung?
Wie verlernen wir den schwerfälligen, kreativen Prozess, der die grosse Ideen festlegt und schaffen anstelle eine Kultur, dem ein kontinuierlicher Fluss an kleinen Wetten entspringt?
Was sind Beispiele von kleinen Wetten die zu grossen Siegen geführt haben?
Können die Prinzipien der Software Entwicklung für die Entwicklung von Kommunikation angewendet werden?
Können die schlanken start-up Prinzipien von einer modernen Agentur angewendet werden?
Es sind der Zeitgeist, die Frohnatur, die fröhlichen Wissenschaften, der gesunde Menschenverstand, die uns eine bessere Richtung nehmen machen.
Allem voran verstehen die Sozialmedien es, unseren kognitiven Überschuss für sich zu vereinnahmen.
Das also was uns an Reserven bleibt, wenn wir mit den täglichen Anforderungen abgeschlossen haben, wird nun Tag für Tag in die Sozialmedien gesteckt. Es sind Aggregatoren wie Facebook und Twitter, die einen horizontalen Markt bedienen , oder aber solche, die einen vertikalen Markt bedienen, wie etwa Xing eine Platform für Professionelle bietet. Aggregatoren konsolidieren Inhalte und bieten diese auf einer zentralen Plattform an. Gerade das Ansammeln von Inhalten ob auf einer zentralen Plattform wiedervermarkted oder nicht, widersetzt sich der ursprünglichen Natur des Internets, die grundlegend eine dezentrale ist.
Wäre Facebook ein Land, dann wäre es das drittgrößte Land der Welt.
Uns geschieht wie uns im wirklichen Leben geschah, als die grossen Einkaufzentren die umliegenden Geschäfte des Einzelhandels ablösten.
ZVAB etwa ist ein vertikaler Aggregator, zu dt. das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher. Ein Antiquariat ist ein auf alte und gebrauchte Bücher spezialisiertes Geschäft, in dem der Buchhändler Antiquar heißt. Meist ein eher kleines, Familien geführtes Geschäft, das von Sammlern aufgesucht wird um seltene, nicht weiter verlegte Bücher zu kaufen. Seit Mitte der 1990er Jahre gehen Antiquariate zunehmend dazu über, ihre Bücher über Internetmarktplätze zu verkaufen. ZVAB und weitere Aggregatoren wie AbeBooks, Booklocker, Antbo, antiquariat.de bieten den geschätzen 1200 Antiquariaten in Deutschland gegen Gebühr ihre Online Verkaufsplattformen an. Der ursprüngliche Metabolismus und Austausch zwischen Sammler und Antiquariat geht dabei verloren. Die oft in Jahrzehnten erprobte bibliographische Erfahrung der Antiquare verliert an Bedeutung, was zählt ist der, durch die Konsolidierung des Aggregators, ermöglichte Preisvergleich und das Fachwissen des Antiquars, wird für einen Pfennigbetrag seitens dem Aggregator abgegolten. Die logistische Arbeit aber bleibt dabei beim Antiquar.
Antiquariat Solder in Münster (TV Serie Wilsberg), Antiquariat Hammerstein in der Münchener Türkenstraße, Antiquariat am Burgplatz in Braunschweig.
Ende 2009 war ich bei meinem spät erwachten Interesse für die Entwicklung der Sozialmedien, auf die 10 Sozialprinzipien gestossen, die bis heute, in meinem Verständnis, für den Umgang und das Marketing die entscheidenden Einblicke bieten.
Bereits bei den unter der Schirmherrschaft der Londoner IPA entstandenden, im Original als „IPA Sozial: 10 Prinzipien‟, veröffentlichten Leitlinien, wurde erkannt, das es ein Fehler war Sozialmedien als solche zu bezeichnen. Schliesslich seien alle Medien sozial. Und schliesslich ging es um ein besseres Verständnis der Bedeutung und Anwendung des Wortes sozial in Bezug auf die kommerzielle Nutzung der neuen Medien. Es war vorhersehbar, dass die Sozialmedien weniger sozial werden.
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