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Artikel Tagged ‘IPA social’

Willkommen zur Sozialmedienrevolution 2011

19. Juni 2011 Keine Kommentare

Allem voran verstehen die Sozialmedien es, unseren kognitiven Überschuss für sich zu vereinnahmen.

Das also was uns an Reserven bleibt, wenn wir mit den täglichen Anforderungen abgeschlossen haben, wird nun Tag für Tag in die Sozialmedien gesteckt. Es sind Aggregatoren wie Facebook und Twitter, die einen horizontalen Markt bedienen , oder aber solche, die einen vertikalen Markt bedienen, wie etwa Xing eine Platform für Professionelle bietet. Aggregatoren konsolidieren Inhalte und bieten diese auf einer zentralen Plattform an. Gerade das Ansammeln von Inhalten ob auf einer zentralen Plattform wiedervermarkted oder nicht, widersetzt sich der ursprünglichen Natur des Internets, die grundlegend eine dezentrale ist.

Wäre Facebook ein Land, dann wäre es das drittgrößte Land der Welt.

 

Uns geschieht wie uns im wirklichen Leben geschah, als die grossen Einkaufzentren die umliegenden Geschäfte des Einzelhandels ablösten.

ZVAB etwa ist ein vertikaler Aggregator, zu dt. das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher. Ein Antiquariat ist ein auf alte und gebrauchte Bücher spezialisiertes Geschäft, in dem der Buchhändler Antiquar heißt. Meist ein eher kleines, Familien geführtes Geschäft, das von Sammlern aufgesucht wird um seltene, nicht weiter verlegte Bücher zu kaufen. Seit Mitte der 1990er Jahre gehen Antiquariate zunehmend dazu über, ihre Bücher über Internetmarktplätze zu verkaufen. ZVAB und weitere Aggregatoren wie AbeBooks, Booklocker, Antbo, antiquariat.de bieten den geschätzen 1200 Antiquariaten in Deutschland gegen Gebühr ihre Online Verkaufsplattformen an. Der ursprüngliche Metabolismus und kognitiver Überschuss Willkommen zur Sozialmedienrevolution 2011Austausch zwischen Sammler und Antiquariat geht dabei verloren. Die oft in Jahrzehnten erprobte bibliographische Erfahrung der Antiquare verliert an Bedeutung, was zählt ist der, durch die Konsolidierung des Aggregators, ermöglichte Preisvergleich und das Fachwissen des Antiquars, wird für einen Pfennigbetrag seitens dem Aggregator abgegolten. Die logistische Arbeit aber bleibt dabei beim Antiquar.

dt. Antiquare2 Willkommen zur Sozialmedienrevolution 2011

Antiquariat Solder in Münster (TV Serie Wilsberg), Antiquariat Hammerstein in der Münchener Türkenstraße, Antiquariat am Burgplatz in Braunschweig.

 

Ende 2009 war ich bei meinem spät erwachten Interesse für die Entwicklung der Sozialmedien, auf die 10 Sozialprinzipien gestossen, die bis heute, in meinem Verständnis, für den Umgang und das Marketing die entscheidenden Einblicke bieten.

Bereits bei den unter der Schirmherrschaft der Londoner IPA entstandenden, im Original als „IPA Sozial: 10 Prinzipien‟, veröffentlichten Leitlinien, wurde erkannt, das es ein Fehler war Sozialmedien als solche zu bezeichnen. Schliesslich seien alle Medien sozial. Und schliesslich ging es um ein besseres Verständnis der Bedeutung und Anwendung des Wortes sozial in Bezug auf die kommerzielle Nutzung der neuen Medien. Es war vorhersehbar, dass die Sozialmedien weniger sozial werden.

IPA Sozial: 10 Prinzipien

  1. Leute nicht Konsumenten – Mark Earls, -Quelltext
  2. Soziale Tagesordnung nicht geschäftliche Tagesordnung – Le’Nise Brothers, Quelltext
  3. Kontinuierliche Konversation nicht Kampagnen – John V Willshire, Quelltext
  4. Langfristige Auswirkung nicht schnelle Reperatur – Faris Yakob, Quelltext
  5. Marketing mit den Leuten nicht an die Leute – Katy Lindemann, Quelltext
  6. Authentisch sein nicht überzeugen wollen – Neil Perkin, Quelltext
  7. Unaufhörlich vorläufig – Jamie Coomber, Quelltext
  8. Technologien ändern sich Leute nicht Amelia Torode, Quelltext
  9. Wandel wird nie wieder so langsam vonstatten gehen – Graeme Wood, Quelltext
  10. Messbarkeit Asi Sharabi, Quelltext

 

  • Aggregator—Wikipedia
  • Antiquariat—Wikipedia
  • sozial—Wikipedia
  • Antiquariat Hammerstein—Facebook
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    Kategorien:Neue Werbung, Sozial

    Erstaunliches Jahr 2010

    19. Dezember 2010 Keine Kommentare

    Erstaunliches Jahr 2010 Erstaunliches Jahr 2010

    Berg Bromo, Östlich von Java, Indonesien
    Photographie mit freundlicher Genehmigung von Hengki Koentjoro © 2010 Alle Rechte vorbehalten.



    Das Jahr begann mit der erstaunlichen Notlandung von US Airways Flug 1549 auf dem Hudson. Alle 150 Passagiere und die fünf Besatzungsmitglieder überlebten die von Vogelschlag verursachte Notwasserung.

     

    Das weltweite Web, als wäre es eine von Mensch geschaffene Kreatur, mit eigenem Willen, zwingt die Menschheit zurück ins gelernte und erprobte Verhalten der organischen Wurzeln und Verhaltensweisen altvertrauter Marktplätze, egal auch wie viel Geld kommerzielle Unternehmen ins Web gesteckt haben.

     

    erstaunlicher Dispatch, erstaunliche Rettung, erstaunlicher Kapitän und Besatzungsmitglieder



    Mit reichlich verspäteten Anfängen als Blogger, wurde mir die Entdeckung neuer Deutscher Intelligenz zuteil. Gedankenführer und Talente wie Prof. Dr. Peter Kruse, ihm verdanken wir die psychologisch fundierte Identifizierung der Netze als permanente Möglichkeit von Nähe.

     

    Nico Lumma mit scharfen Verstand und authentischer Eloquenz, errinnert mich an die unübertroffenen Talente, die es auch Derek Sivers ermöglicht haben, inmitten einer stettig anwachsende Gefolgschaft zu bleiben.

     

    Nicht weniger erstaunlich, demonstrierte der junge Kreativdirektor Matthias Storath die Macht der Idee, mit neuem Ansatz zur Gestaltung von TV Anzeigen, mit seinen robust, poetischen Variationen für den Baumarkt Hornbach.

     

     

     

     

     

     

     

     


     
    Nach 25 guten Jahren in der Werbung, bin ich nach München zurückgekehrt, wo ich in unmittelbarer Nähe des Waisenhauses wohne, dem ich entstamme. Meine Geschichte findest Du hier.

     

    Wie wir immer öfter auf gute Gründe stossen, etwas unseren Glauben zu schenken, wächst auch das tiefe Misstrauen gegenüber Überkommenheiten im Etablierten.

     

    Die unabwendbare Transformation ist in vollem Gang. Ich hatte Anfang des Jahres Glück, mit dem Privileg die vom Britischen Institut der Werbepraktikanten [IPA] initiierten Sozialprinzipien [IPA social] für den Deutschsprachigen Raum zu veröffentlichen und dabei 10 erstaunliche Köpfe im Marketing kennengelernt. Du findest sie hier. Für 2011 bleibt es dabei, ich will meiner Werbeindustrie weitere Blamagen ersparen und ihr noch während der Transformation, wieder zu Ansehen verhelfen.

     

    Ganz richtig, alles ist erstaunlich und niemand ist glücklich—eine zutreffende Rekapitulation war von Louis CK auf Late Night mit Conan O’Brien zu sehen.

     

     

    ¹Mathias ist gut beraten seinen Blog auf tumblr fortzusetzen

     

     

    „Sozial‟

    4. Dezember 2010 Keine Kommentare


     
    Bayern Alpha, der lokale Lieblingssender sendet eine 13-teilige Reihe namens Intuition, in der Marktführer zu Wort kommen und das Phänomen Intuition aus verschiedenen Blickwinkeln aufgezeigt wird.

     

    Gerade so wie Intuition auf dem Vormarsch ist und Kognition in seiner Vormachtstellung abzulösen droht, ist Social Media in seiner Bedeutung für die Kommunikation auf dem Vormarsch und stellt die Vormachtstellung konventioneller Werbung auf den Prüfstand.

     

    Marken Voraussetzung „Sozial‟

    8 Prinzipien nach denen ich als Marketing Entscheider mein Tun ausrichten will

    1. Identifiziere die Quellen über die Du ins Geschäft kommen willst
    2. Definiere die Rolle (die Rollen) Deiner Kommunikation
    3. Verstehe Kategorie und deren Konventionen – welche sind Dir nützlich, welche lässt Du ausser acht
    4. Heisse Newton’s Gesetz des Marketings willkommen – Für jeden Trend gibt es einen gleichwertigen Gegentrend
    5. Gebe Dich ein wenig der Marken Archeologie hin
    6. Vergiss nicht die Wahrheit über Dein Produkt zu erzählen
    7. Definiere die Nöte und Wünsche Deiner Kunden die von Dir als Marke erfüllt werden können
    8. Verstehe das Verhalten Deiner Konsumenten. Einblicke in ihr Verhalten sind die Bausteine für Integrierte Kommunikation



    Mein Hintergrund ist internationale Werbung. Ich komme aus der Marktführung auf Agenturseite und Markenführung bietet in meinem Verständnis nach wie vor den Schlüssel zu allen Mitteln im Marketingmix.

     

    Will ich also die Sozialmedien mit in meinen Marketingmix aufnehmen, dann entdecke ich mittels der Prinzipien 7-8 die Antworten um mit meiner Marke und ihrer Produkte in den Sozialmedien ins Gespräch zu kommen.

     

    Sozialmedien Start „Sozial‟

    Eine gute Geschichte

    Eine gute Geschichte, die sich in wenigen Sätzen über das Telefon erzählen lässt ist eine recht formidabler Test und Prüfstein ob ich für Marke und Produkt die richtige Idee verfolge und ob ich mit meiner Idee verstanden werde und damit beim Gegenüber auf Resonanz stosse.

     

    Die Geschichte wird nun im Laufe der Entwicklung, jeweils in einer für das Medium adäquaten Variante für die verschiedenen Medien möglichst unaufdringlich, beiläufig in die Konversation eingebracht, entweder um ein Gespräch zu beginnen oder an angebrachter Stelle.

     

    Klar in Deinen Wegen und in Deinem Tun

    Es wird nicht viel mehr als gesunder Menschenverstand verlangt, wenn ein Unternehmen, Sozialmedien in ihren Medienmix mit aufnehmen will.

     

     

     

     

     


    Die Erstveröffentlichung der 10 Sozialprinzipien [IPA social] auf Deutsch findest Du hier. Die Frankfurter Agentur Namics stellt einen Verhaltenskodex für die Sozialmedien bereit. 5 Elemente einer erfolgreichen Facebook Fan Seite gibt es hier.

     

    Helmut Smits art „Sozial‟

    Der Ton macht die Musik
    Helmut Smits © 2010. Alle Rechte vorbehalten

     

    Unternehmen die Sozialmedien nutzen wollen, müssen Kontrolle und exakte Planbarkeit aufgeben, an die sich unser Verstand klammert. Doch halt, kein anderes Medium liefert präzise Zahlen, Statistiken und Analysen zeitnah und nämlich in Echtzeit wie Sozialmedien es tun.

     

    Es bedarf keiner Entscheidung zwischen Intuition und Kognition. Es gilt wie sonst auch, immer neue Bedeutung für die Marke zu schaffen und Sozialmedien bieten einfach die weniger ausgetretenen Pfade für Unternehmen eine Bindung zu offerieren zwischen Mensch und Marke.

     

    3 Hotshops für Sozialmedien findest Du hier.

     

    blink „Sozial‟Die Lektüre von Malcolm Gladwell’s Bestseller Blink ist anempfohlen.

     

    Der Nutzen von Sozialmedien für Unternehmen ist ein holistischer. Unter anderem ermöglicht er die Wiederaufnahme der Verbindung zur Quelle unseres Geschäftes. Einblicke in das innerste der Marke werden eventuell freigegeben.
    Das adaptive Unbewusste versteht es hervorragend, die Umwelt einzuschätzen, Menschen vor Gefahren zu warnen, Ziele zu setzen und Handlungen in intelligenter und effizienter Weise einzuleiten. Doch unsere Kultur hat uns die Überzeugung in die Köpfe gepresst, nur überlegte, bewusste Urteile, die auf möglichst vielen Informationen basieren, vertrauen zu dürfen: Erst denken, dann handeln. Eile mit Weile. Der Schein trügt. Falsch, sagt Malcolm Gladwell. Derlei Phrasen sind ebenso abgedroschen wie unzutreffend und irreführend. Wir müssen lernen, wieder unserem adaptivem Unbewussten zu vertrauen. Denn es führt uns weitaus zuverlässiger in die richtige Richtung als unser aufklärerisch durchdrungener Rationalismus.—Anja Dilk, Amazon.de Redaktion

     

     

     

    Der hässliche Deutsche

    30. August 2010 Keine Kommentare
    Der hässliche Deutsche Der hässliche Deutsche

    Von Apotheker Anselm Strauss eingeführte Wahrzeichen in der Herstallstraße 14, Aschaffenburg
    Foto Petra Hammerstein © 2010. Alle Rechte vorbehalten.

     


     
    Das Merkel Phänomen, die Fussball Weltmeisterschaft, fröhliche Geselligkeit und sportliche Fairness haben vor nicht allzulanger Zeit dafür gesorgt, dass Deutschland allerorts Anerkennung und Wiederaufnahme fand in die Weltgemeinschaft. Die beiden Weltkriege scheinen verziehen und die Reputation wieder hergestellt.

     

    Peter Kruse demonstrierte auf der re:publica 2010, wie hilflos sich digitale Besucher und digitale Bewohner gegenüberstehen und verkündet beharrlich:
    Das Internet zu nutzen oder nicht zu nutzen ist keine Glaubensfrage sondern eine Frage sinnvoller Zukunftsorientierung und praktischer Vernunft.

     

    Gerade erst nahmen Deutsche Agenturen den Löwenanteil der Europäischen Auszeichnungen nach Hause und Doyle Dane Bernbach weist mit The Fun Theory und ‚Ideen die tun‛ den Weg aus der Misere für die schwächelnde Deutsche Werbeindustrie.

     

    kopf in den sand Der hässliche Deutsche

    via retaildesigndiva



    Jeff Jarvis nimmt die Reise nach Berlin auf sich, um auf der re:pulica 2010, das Deutsche Privatsphären Paradox, mit gesundem Humor zu erläutern: „Wenn wir uns zuviele Sorgen darüber machen, unsere Privatsphäre zu schützen, dann setzen wir die Vorteile von Öffentlichkeit und Transparenz aufs Spiel, die uns das Internet bietet. Mein Argument ist, dass wir, die Öffentlichkeit, bewahren müssen was öffentlich ist.

     

    IPA definierte im Vorjahr aus London heraus 10 Sozialprinzipien. Die Deutsche Fassung findest Du hier.

     

    Schliesslich war es der gute Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein and Partners, der mit ‚ideas that do‛ und einem amüsanten Vergleich von Pfau und Laubenvogel, der Werbeindustrie den kürzesten Weg aus der kreativen Schockstarre weisst: „Es ist nicht was wir tun, es ist was die Leute mit dem tun was wir tun

     

    Morgen findet in Wiesbaden der erste Social Media Summit statt. Vijay Iyer, Manager Social Media, Broadcast & Visualization von Opel hält einen Vortrag.

     

    Mit Google Street View, Facebook, der Unmittelbarkeit von Dienstleistungen und den Wert der Öffentlichkeit aber hat Deutschland seine Mühen. Es droht die Entgleisung in ein Europäisches China.



    Vijay button Der hässliche Deutsche

    Vijay Iyer, Opel’s Social Media Ninja

     

     

    Kategorien:Neue Werbung, Politik, Sozial

    Sozialmedien Revolution

    17. August 2010 Keine Kommentare

    Ende des Monats, am 31. August findet in Wiesbaden der erste Deutsche ‚Social Media Summit‛ statt. Hier ein zusammenfassendes, ruhiges Video zum Thema sozial.

     

     

    Übersetzung und Stimme: Andreas Fingas
    Gefunden auf: bitspirits.de

     

     

    Langfristige Auswirkung nicht schnelle Reperatur – IPA Sozialprinzip 4 von Faris Yacob

    5. April 2010 Keine Kommentare

    Sozialprinzip 4 Faris Yacob Langfristige Auswirkung nicht schnelle Reperatur   IPA Sozialprinzip 4 von Faris Yacob

     

    Du kannst niemanden zum Freund machen und Dir in selbem Atemzug Geld borgen—mit beidem wirst Du scheitern. Eine gute Beziehung geht dem Verkaufserfolg voraus. #IPASocial

    Das Kunststück mit sozialen Medien offenbart sich im Namen—sie sind inhärent SOZIAL. Wenn Du also in sozialen Medien tätig werden willst, musst Du Dich sozial verhalten.

    Darin liegt das Problem.

    Firmen sind nicht sozial. Firmen sind kommerziell. Sie verfolgen ausdrücklich- und manch einer würde argumentieren wollen, sie verfolgen ausschliesslich Handelsinteressen.

    Die soziale Verantwortung eines Unternehmens ist es den Profit zu steigern [Milton Friedman].

    Jedoch bei jeder Einführung von kommerzieller Grammatik in eine von sozialer Grammatik geprägten Situation, wird die soziale Grammatik überschrieben. Die bloße Erwägung von Geld verändert den Rahmen in dem das Gespräch stattfindet.

    [Versuch jemandem der Dir gerade ein liebliches Mahl zubereitet hat 10 Euro als Dank anzubieten und Du wirst schnelle sehen wie rasch Marktnormen die sozialen Normen ersetzen unter denen Du bislang zugange warst.]

    Es gibt hier deshalb einen inhärenten Widerspruch: Handelsinstanzen möchten sozial funktionieren, um ihre Handelsziele zu fördern.

    Der Grund auch warum es Firmen schwer fällt sozial zu handeln und sich in der Weiterführung in sozialen Medien zu bewähren. Du musst es tun ohne dabei immerfort an Profit und Rendite zu denken und so denken Firmen ganz einfach nicht.

    Beziehungen müssen erst einmal aufgebaut werden bevor ein Nutzen daraus gezogen werden kann. Du kannst von niemanden den Du gerade erst kennengelernt hast erwarten, dass er Dir beim Umzug hilft oder Dir Geld borgt. Erst musst Du eine Beziehung aufbauen. Der Grund auch warum das Möbelhaus Habitat in Großbritannien auf so grossen Widerstand stiess als sie massiv über Schlagwort [hashtag] in die Trend Themen von Twitter (GB) eindringen wollten.

    Also entspricht die Erwartung von kurzfristigen ROI bei der Evaluierung sozialer Medien der Antithese gegenüber der hier entstehenden Reputation Wirtschaftszweigs. Wir müssen die langfristigen Auswirkungen in unsere Abwägung mit aufnehmen.

    Marken müssen für soziale Plätze vorausbezahlen.

    Ein schwieriges Unterfangen wenn Märkte vierteljährliche Resultate benötigen und Finanzdirektoren jeden Pfennig zurückerwarten, den sie für soziale Medien freigeben sollen.

    Anstelle der flachen kurzfristigen Aktions-Erfolgsmessung wie der einer Umsatzrendite, wird hierzu eine robustere Auffassung der Werte benötigt. Die Minderung der Kosten des Kundendienstvolumen durch das soziale Engagement soll mit in eine solche Kalkulation einbezogen werden ebenso wie die geschaffene Aufwertung der Kundenzufriedenheit und der Wertsteigerung durch Loyalsten auf Lebenszeit. Von einer umfassenden CRM Wertkette ist hier die Rede. Carphone Warehouse nutzt Twitter als Kundendienstkanal, P&G BeingGirl.com hilft jungen Mädchen sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, gesammelte Ideen von Mystarbucksidea.com—alles Initiativen die zu langfristiger Kundenzufriedenheit beitragen, Befürwortung und Wertsteigerung—sich aber in kurzfristigem ROI nicht aufweisen lassen.

    Auch um dem Titel dieses Abschnittes zu widersprechen, Sozialmedia-Aktivität ist auch viel schneller und entgegenkommender als der Einsatz traditioneller Kommunikation—wenn also ein plötzliches Problem auftritt dem entgegenzuwirken es gilt, bieten soziale Plätze den nötigen Spielraum auch für flinke Reparaturen. Frag Motrin, er hatte die rechte Antwort zur rechten Zeit parat für eine Mutter, die einer Löwin gleich kämpfte wegen einer Anzeige, die eine Herausforderung war für Eltern, die Baby’s in Leinen legen.

     

     

    Beteilige Dich an der Konversation die von Faris Yacob moderiert wird: http://farisyakob.typepad.com
    oder hinterlasse Deinen Kommentar gleich hier im Anschluss:

     

    Marketing mit Leuten, nicht zu den Leuten – IPA Sozialprinzip 5 von Katy Lindemann

    31. März 2010 Keine Kommentare

    Zweifelsohne hast Du einige Beiträge in Referenz zu der IPA Sozial Initiative bereits zu Gesicht bekommen… Längst auch ein Sprungbrett für frischer Gedanken, gewinnt Sozial an Bedeutung um Kommunikation der Gegenwart zu verstehen und in den Griff zu bekommen. Ich bin begeistert an diesem Projekt teilzunehmen und hoffe Dir Ansporn zu sein ebenfalls daran teilzunehmen.

    Am 6. Oktober vergangenen Jahres lud das in London ansässige IPA (Institut der Praktiker der Werbung) zu einem Ereignis ein (zu dem ich einen Vortrag hielt) um eine Konversation in Gang zu bringen zum Thema Sozial und was sozial für unsere Industrie bedeutet. In Vorbereitung zu diesem Ereignis, arbeitete ich mit einer fantastischen Gruppe an Gleichgesinnten, aus allen erdenklichen Fachbereichen der Werbung, jeder gesegnet mit einer eigenen Ansicht jeder nebulösen Sache die wir Sozial nennen. 10 Prinzipien wurden erarbeitet um die Unterhaltung in Gang zu bringen. Folgende Einführung von Amelia versetzt uns in den richtigen Zusammenhang:

    Soziale Medien sind eine Konversation. Das ist es worauf wir uns schon einmal haben einigen können.

    Nachdem es sich aber bei Sozialen Medien um eine laute und rechthaberische Konversation handelt, welchen Wert glauben wir hier einzubringen indem wir unsere Stimmen mit einbringen?

    Wir sind keine Soziale Medien Gurus. Wir sind eher skeptisch wenn Leute sich als solche ausgeben. Wir sind 10 Leute aus einem breiten Spektrum an Kommunikationsdisziplinen im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten, denen es gefällt ihre Gedanken mit anderen auszutauschen. Gedanken, die uns entweder inspiriert oder verärgert haben, Gedanken von denen wir annehmen wollen, dass sie einige der Grundpfeiler abgeben um darauf erfolgreiche Soziale (Medien) Kampagnen zu erstellen. Wir haben uns zusammengefunden um auf Vorleistungen der IPA zu Anfang des Jahres zu reagieren und unser Wissen einzubringen.

    Jeder hier hat ein Prinzip definiert von dem wir annehmen dass es wichtig sei für diese Soziale Welt. Du wirst unsere Prinzipien hier finden aber als auch als individuelle Einträge auf unseren Weblogs, von dort wollen wir jeweils die Konversation betreuen und Rede und Antwort stehen zu Euren Meinungen und Beiträgen. Bringt Euch bitte ein, womöglich seid Ihr der Meinung dass die Prinzipien nicht zutreffend sind, oder es fallen Euch bessere ein? Gbit es etwas dass Du anders dargestellt haben willst? Hast Du Beispiele, die Du eintragen kannst um das besser darzustellen? Das einzige worum wir Dich als Teil der der Werbe- und Kommunikationsgemeinschaft bitten, ist das Du teilnimmst an der Konversation. Um so mehr Meinungen hier vertreten sind umso interessanter und bedeutender wird das was dabei heraus kommt. Zumal ist es das was wir uns erhoffen.

    Vielen Dank im Voraus.

    Die IPA hat eine Anlaufstelle für alle 10 Prinzipien zur Verfügung gestellt, gemeinsam mit einer von Mark Earl verfassten Zusammenfassung der Gründe warum dies wichtig ist. Den Beitrag findest Du hier. Jeder der hierzu beigetragen hat, bietet seinen Blog-Eintrag zur weiteren Konversation an. Bitte auch dort teilnehmen.

    Die 10 Prinzipien sind als erste Anhaltspunkte gedacht, um die Konversation in Gang zu bringen, Gedanken, Ideen… eine Einladung an Dich mitzumachen. Warum? Es ist beabsichtigt die Debate aus der grauen Theorie in die Praxis zu überführen; Praxisbeispiele aus unserem Alltag, lokale Erfolge, was funktioniert hat und was nicht. Wie zeigt sich Erfolg? Wie sieht ein erster Schritt aus?

    Wir sind überzeugt, dass wenn wir unsere Erfahrungen im weiten Feld von Sozialer Kommunikation miteinander austauschen und die Debate offen austragen, wir alle profitieren werden von gemachten Erfahrungen und der Intelligenz und dem Erfindungsgeist vieler. Egal auch ob diese Erfahrung von einer renommierten Netzwerkagentur oder von einem einfachen Freiberufler kommt, egal auch ob von einem als traditionell angesehenen Kunden oder dem jüngsten Gründer… wir alle profitieren von gemachten Erfahrungen und anschaulichen Praxisbeispielen.

    Bitte teile Deinen Standpunkt mit indem Du einem Kommentar hinterlässt. Für unser Deutschsprachiges Umfeld am besten gleich hier. Die Verfasser freuen sich über jeden Englischsprachigen Kommentar auf ihren Blogs. Das Thema ist allemal aktuell und Du darfst Dir auf die Schulter klopfen einen Beitrag zu neuer Werbung geleistet zu haben.

    IPA Social – 10 Prinzipien

    1. Leute nicht Konsumenten – Mark Earls, -Quelltext
    2. Soziale Tagesordnung nicht geschäftliche Tagesordnung – Le’Nise Brothers, Quelltext
    3. Kontinuierliche Konversation nicht Kampagnen – John V Willshire, Quelltext
    4. Langfristige Auswirkung nicht schnelle Reperatur – Faris Yakob, Quelltext
    5. Marketing mit den Leuten nicht an die Leute – Katy Lindemann, Quelltext
    6. Authentisch sein nicht überzeugen wollen – Neil Perkin, Quelltext
    7. Unaufhörlich vorläufig – Jamie Coomber, Quelltext
    8. Technologien ändern sich Leute nicht Amelia Torode, Quelltext
    9. Wandel wird nie wieder so langsam vonstatten gehen – Graeme Wood, Quelltext
    10. Messbarkeit Asi Sharabi, Quelltext

     

    Die 10 Prinzipien sind als erste Anhaltspunkte gedacht, um die Konversation in Gang zu bringen, Gedanken, Ideen… eine Einladung an Dich mitzumachen. Warum? Es ist beabsichtigt die Debate aus der grauen Theorie in die Praxis zu überführen; Praxisbeispiele aus unserem Alltag, lokale Erfolge, was funktioniert hat und was nicht. Wie zeigt sich Erfolg? Wie sieht ein erster Schritt aus?

    Wir sind überzeugt, dass wenn wir unsere Erfahrungen im weiten Feld von Sozialer Kommunikation miteinander austauschen und die Debate offen austragen, wir alle profitieren werden von gemachten Erfahrungen und der Intelligenz und dem Erfindungsgeist vieler. Egal auch ob diese Erfahrung von einer renommierten Netzwerkagentur oder von einem einfachen Freiberufler kommt, egal auch ob von einem als traditionell angesehenen Kunden oder dem jüngsten Gründer… wir alle profitieren von gemachten Erfahrungen und anschaulichen Praxisbeispielen.

    Bitte teile Deinen Standpunkt mit indem Du einem Kommentar hinterlässt. Für unser Deutschsprachiges Umfeld am besten gleich hier. Die Verfasser freuen sich über jeden Englischsprachigen Kommentar auf ihren Blogs. Das Thema ist allemal aktuell und Du darfst Dir auf die Schulter klopfen einen Beitrag zu neuer Werbung geleistet zu haben.

     

    Sozialprinzip 5 Katy Lindemann Marketing mit Leuten, nicht zu den Leuten – IPA Sozialprinzip 5 von Katy Lindemann

     

    Marketing wird mit den Betroffenen gemacht und nicht gegen sie. Erfolgreiche Marken verstehen den sozialen Geist nicht als wo er zum Ausdruck gebracht, aber wie er zum Ausdruck gebracht wird.

    Für etwa 30 Jahre, war brillant kontrolliertes Markenmanagement die perfekte Vorgehensweise um den Massenmarkt leichtgläubiger Verbraucher, deren Glauben und Begeisterung für die Marke einzusetzen.

     

    0712ifyoutalkedtopeople Marketing mit Leuten, nicht zu den Leuten – IPA Sozialprinzip 5 von Katy Lindemann

    Würdest Du so zu den Leuten reden wie die Werbung es tut, dann würden sie Dir ins Gesicht schlagen

     

    Die Zeiten haben sich geändert. Marken die erfolgreich m neuen Zeitalter der Kommunikation weiterkommen, haben begriffen, dass Marketing nicht länger etwas ist, das man den Leuten antut, aber etwas ist, das mit den Leuten gemeinsam erwirkt wird.

    Leute sind keine Rezeptoren, die der Werbebotschaft harren. Sie sind ausgebufft und wissen ihre Zeit zu schätzen. Warum sollten sie einer Marke Zugang zu ihrem Leben gewähren, solange die Marke ihre Zeit und sie nicht zu schätzen weiss? Vom Miteinbeziehen der Leute in ein unterhaltsame Markenerlebnis, über Anregungen daran teilzunehmen was die Marke tut & den Produkten und Diensten die diese offeriert, bis hin zu der Gabe einfach mal zuzuhören was Leute so zu sagen haben – sich interessiert zeigen ist gleichbedeutend mit dem für die Leute interessant zu sein.

    Und dies kann zahlreiche Formen annehmen – hier gibt keine Größe die allen passt. Orange’s Playballoonacy belohnte die Teilnehmer auf verschiedenen Ebenen – für die Einen die Chance den grossen Preis zu gewinnen, für die Anderen was es einfach nur gewinnbringend an einem unterhaltsamen Spiel teilzunehmen, für wiederum Andere war es der Triumph genügend Punkte zu sammeln um ihren Wettbewerb zu schlagen, oder aber eine Gelegenheit mehr Publikum für den eignen Weblog zu gewinnen. Walkers ‘Do Us A Flavour’ Kampagne zeigte uns wie interaktiv und mit einbeziehend Kommunikation heute zu leben erwacht und auch als Bestandteil einer allem Anschein nach traditionellen Kampage Atem schöpft. Während beide, Dell Ideastorm und MyStarbucksidea Zuhören zum Ausgangspunkt ihrer Kommunikation machten – hier wurde der altvertraute Trichter umgekehrt und der Teilnehmer ins Zentrum gerückt und nicht die Marke.

    Schliesslich erstreckt sch Soziales Marketing weit über bisherige Kampagnen hinaus. Es kann und muss in den Mittelpunkt der Markenaufführung gestellt werden. Es geht um jeden noch so unscheinbaren Berührungspunkt mit der Marke – das mit Einbeziehen der Leute ist etwas das wir das ganze Jahr über tun.

    Heute müssen wir uns kontinuierlich vergegenwärtigen, dass allem voran Mundpropaganda das mächtigste Marketingmittel ist, nämlich das was Leute sich über die Marke zu erzählen haben. Wenn Du also Gelegenheiten schaffen kannst, zu denen Leute sich in die Markenkommunikation einbringen können, und Dir gelingt ein reiches, lohnendes Erlebnis für die Leute zu schaffen, dann werden die Leute Dir das danken indem sie mit ihren Freunden über die Marke im Guten reden. “Tue gutes und sprich darüber” war gestern, heute heisst es Gutes tun und die Leute darüber reden lassen. Marketing ist also auch nicht länger etwas das Du mit den Leuten tust – gut gemacht werden die Leute zu Deinem Marketing.

     

     

    Unaufhörlich vorläufig– IPA Sozialprinzip 7 von Jamie Coomber

    18. März 2010 Keine Kommentare

    IPA Sozialprinzip 7 Jamie Coomber Unaufhörlich vorläufig– IPA Sozialprinzip 7 von Jamie Coomber

     

    Der Wunsch es gleich beim ersten Mal richtig zu machen ist nicht länger wünschenswert. Es würde bedeuteten, dass Du nicht zuhören kannst. #IPASocial

    “Wir könnten den Beta Aufkleber morgen von all unseren Produkten entfernen, und hätten dennoch nichts erreicht.… Solange Beta für 5 Jahre draufklebt weil wir davon ausgehen für fünf Jahre Änderungen einzubringen ist es gut”.

    Google Mitbegründer Larry Page

    Zur Planung einer Marketing Kampagne wurde bislang ein enormer Aufwand an Zeit und Geld eingeplant um sicherzustellen, dass das Produkt möglichst perfekt zu sein habe, sowie es auf den Markt erschien. Bei Erscheinen der Kampagne, sollte sie gemessen werden für die Dauer ihres Erscheinens. Heute im Digitalen müssen wir unser Verhalten dem anpassen, nachdem das Medium ein Höchstmass an Flüssigkeit und Flexibilität ermöglichst. Das Medium selbst ist gesellig und dementsprechend beeinflussbar und dynamisch.

    Wir haben die Möglichkeit zuzuhören was über unsere Kampagne gesagt wird, die Leute zu befragen was sie zur Entwicklung zu sagen haben, ja sie sogar an der Entwicklung teilhaben zu lassen! Hinzugewonnene Informationen werden berücksichtigt und beeinflussen die Entwicklung der Kampagne. Ein Etat für die erweiterten Möglichkeiten muss eingeplant sein um der Agentur zu ermöglichen die Kampagne den auftauchenden Änderungen seitens dem Publikum anzupassen.

    Neue Möglichkeiten eröffnen sich im Digitalen jede Woche, somit stossen Marken auch immer tiefer ins Unbekannte vor. Wenn Marken beanspruchen Erster auf dem Markt zu sein, dann müssen sie diesen unaufhörlich, vorläufigen Beta Zustand akzeptieren und sich dem gegenüber öffnen und zu nutzen verstehen, was seitens der Gemeinschaft ihres Publikums eingebracht wird.

    Die Leute verzeihen vieles solange sie das Gefühl haben erhört zu werden. Digital wird nicht notwendigerweise das hübscheste Element einer Kampagne, aber sein Publikum wird hier die stärkste Bindung mit der Marke eingehen.

     

    Technologien ändern sich, Leute nicht– IPA Sozialprinzip 8 von Amelia Torode

    16. März 2010 Keine Kommentare

    IPA Sozialprinzip 8 Amelia Torode Technologien ändern sich, Leute nicht– IPA Sozialprinzip 8 von Amelia Torode

     

    Ich habe bereits Einträge über die IPA Sozial Initiative veröffentlicht. Jeder von uns Beteiligten hat sich Gedanken darüber notiert, was unserer Meinung nach die10 Grundsätze dieserTeilnahme festlegt. Dank dem brillanten Hugh McLeod wähle ich dies hier:
    Technologien ändern sich Leute nicht Technologien ändern sich, Leute nicht– IPA Sozialprinzip 8 von Amelia Torode
    Wenn der Wikipedia-Eintrag für Social Media im ersten Absatz besagt “Social Media sind Medien, die durch die Ermöglichung sozialer Interaktionen und Kollaboration an Bedeutung gewinnen.”, dann denke ich, dass wir ein Problem haben.

    So viel Zeit, Energie und Aufmerksamkeit wurde aufgewendet sich Gedanken über Soziale Medien Hilfsmittel und Technologien zu machen und zu besprechen, dass wir meiner Meinung nach den Kern der Sache nicht getroffen haben. Ohne Leute, ohne sie in Betracht zu ziehen bedeutet das alles nichts. Womöglich hätte ein wenig mehr Zeit mit der Auseinandersetzung über grundlegende Bedürfnisse der Leute und ihrem Verhalten und weniger aufgewendete Zeit beim Erraten was das neue Facebook/Twitter/YourTube bringen mag die interessanteren Ergebnisse für uns alle eingebracht?

    Von Natur aus sind wir Beziehungs-Kreaturen. Wir brauchen einander. Wir co-operieren, wir streiten uns, wir finden uns und zu einander durch Beziehungen mit Anderen. Die alten Griechen hatten eine Bestrafung, die sie für schmerzvoller erachteten als den Tod – Verbannung. Indem jemand von seinem Netzwerk an Freunden und Familei getrennt wurde, hat man ihn über den Tod hinaus verurteilt.

    1934 verfasste Abraham Maslow ein Papier mit Titel, die Theorie menschlicher Motivation. Maslow kodifizierte seine Erforschung der fünf essentiellen Bedürfnisse der Menschen in seiner berühmt gewordenen Bedarfshierarchie (beliebt bei Planern in der ganzen Welt). Als der Grundlegendste Bedarf, gelten Biologischer und physiologischer Bedarf – Atmen, Schlaf, Nahrung,
    Sex usw.), gefolgt von Sicherheits Bedarf (Person, Finanzen, Gesundheit), dann das Soziale Bedürfnis (Freundschaft, Intimität, Familie) gefolgt von Achtungs Bedarf (Selbstachtung, Dazugehörigkeit) und schliesslich, an der Spitze der Hierarchie, Selbst-Aktualisierung.
    Motivierung1 Technologien ändern sich, Leute nicht– IPA Sozialprinzip 8 von Amelia Torode

     

    Bedürfnisse aus der mittleren Ebene gehören zu den ausschlaggebenden in unserer Diskussion der Sozialen Medien. Welche Motivation bestimmt das Verhalten auf sozialen Medienplatformen wie Weblogs, YouTube, und Flickr, wenn nicht Zugehörigkeit und Achtungs Bedarf?

    “Zugehörigkeit/Soziale Bedürfnisse” bei Digitaltechnikplattformen ermöglichen Anschluss, so dass Menschen gleicher Interessen und Leidenschaften zusammenfinden können, sei es aus Leidenschaft für Spiele oder dem was uns Menschen weltweis anzieht (Prof. Monica whitty hat sich auführlich mit dem Thema Romantik beschäftigt die in den alternativen Wirklichkeiten zu neuer Blühte gelangt und in Hochzeiten in der realen Welt endeten), oder in beunruhigenden Leidenschaften, wie der von Armin Melwes , der im Internet mit Jürgen Armando Brandes zusammenfand um ihm in dessen Einverständnis den Penis abzutrennen um ihm 3 Stunden später das Messer in den Hals zu rammen und ihn somit tötete. Vorher hatten die Beiden noch den Penis verzerrt und Meiwes verzerrte ca. 20 kg von Brandes bevor er sich der Polizei auslieferte. Soziale Medien bieten im Wesentlichen eine Plattform, die Verbindungen miteinander und das Teilen untereinander ermöglicht. Eine Umgebung für Zugehörigkeit.

    Noch interessanter ist vielleicht die Art und Weise wie Selbstachtung und Selbstrespekt mit Hilfe von Sozialer Medienkanäle befriedigt oder erlangt werden. Auch bekannt als Achtungsbedarf, erfüllt die uns entgegengebrachte Achtung den Wunsch von anderen respektiert und geschätzt zu werden. Leute müssen Engagement beweisen um Anerkennung zu ernten.Eine oder mehre Aktivitäten sind notwendig um das Gefühl zu vermitteln einen Beitrage geleistet zu haben, meist um in unserem professionellen Umfeld geschätzt und respektiert zu werden. Gerade so werden wir im privaten Umfeld dafür anerkannt wenn wir unsere Hobbies oder unser Können, unsere Expertise mit anderen teilen.
    Mittels der Kommentare oder auch der Verlinkung anderer gewinnen wir im sozailen Umfreld an Autorität, was unserer Selbstachtung zugute kommt.

    1. Das Bedürfniss ist Zugehörigkeit.
    2. Das Verhalten ist sozial.
    3. Der Gewinn ist Achtung.

    Die Grundbedürfnisse der menschlichen Natur bleiben konstant.

     

     

    Wandel wird nie wieder so langsam vonstatten gehen – IPA Sozialprinzip 9 von Graeme Wood

    14. März 2010 Keine Kommentare

    In den vergangenen Monaten habe ich einiges über das IPA Sozial Projekt berichtet, darüber wie es begann und wie ich Gelegenheit hatte, mich über eine Fülle an Ideen zur Zukunft der Werbung und der Kommunikation mit einigen ehrbaren Menschen besprechen zu können. Jetzt auch kommt es zum entscheidenden Teil – Zeit sich darüber mit allen zu unterhalten, die Interesse haben. Gelegenheit dazu haben wir nächste Woche am 6. Oktober 2009, wenn die IPA ein Treffen abhalten wird um uns darüber im Klaren zu werden welche Bedeutung Sozial für unsere Industrie haben wird. Wir haben uns zusammengefunden um 10 Prinzipen zu identifizieren um das Gespräch in Gang zu bringen, folgende Einleitung (von Amelia Torode) stellt es in seinen Kontext:

    Soziale Medien sind ein Konversation. Das ist es worauf wir uns schon einmal einigen konnten.

    Nachdem es sich aber bei Sozialen Medien um eine laute und rechthaberische Konversation handelt, welchen Wert glauben wir hier einzubringen indem wir unsere Stimmen mit einbringen?

    Wir sind keine Soziale Medien Gurus. Wir sind eher skeptisch wenn Leute sich als solche ausgeben. Wir sind 10 Leute aus einem breiten Spektrum an Kommunikationsdisziplinen im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten, denen es gefällt ihre Gedanken mit anderen zu teilen. Gedanken, die uns entweder inspiriert oder verärgert haben , Gedanken von denen wir annehmen wollen, dass sie einige der Grundpfeiler abgeben um darauf erfolgreiche Soziale (Medien) Kampagnen zu erstellen. Wir haben uns zusammengefunden um auf Vorleistungen der IPA zu Anfang des Jahres zu reagieren und unser Wissen einzubringen.

    Jeder hier hat ein Prinzip definiert von dem wir annehmen dass es wichtig sei für diese Soziale Welt. Du wirst unsere Prinzipien hier finden aber als auch als individuelle Einträge auf unseren Weblogs, von dort wollen wir jeweils die Konversation betreuen und Rede und Antwort stehen zu Euren Meinungen und Beiträgen. Bringt Euch bitte ein, womöglich seid Ihr der Meinung dass die Prinzipien nicht zutreffend sind, oder es fallen Euch bessere ein? Gbit es etwas dass Du anders dargestellt haben willst? Hast Du Beispiele, die Du eintragen kannst um das besser darzustellen? Das einzige worum wir Dich bitten als Teil der der Werbe- und Kommunikationsgemeinschaft, ist das Du teil nimmst an der Konversation.Um so mehr Meinungen hier vertreten sind umso interessanter und stärker wird das was dabei heraus kommt. Zumal ist es das was wir uns erhoffen.

    Vielen Dank im Voraus.

    Die IPA hat eine Anlaufstelle für alle 10 Prinzipien zur Verfügung gestellt, gemeinsam mit einer von Mark Earl verfassten Zusammenfassung über die Gründe warum dies wichtig ist. Den Beitrag findest Du hier. Jeder der hierzu beigetragen hat, bietet seinen Blog-Eintrag zur weiteren Konversation an. Bitte auch dort teilnehmen.

     

    1. Leute nicht Konsumenten – Mark Earls, -Quelltext
    2. Soziale Tagesordnung nicht geschäftliche Tagesordnung – Le’Nise Brothers, Quelltext
    3. Kontinuierliche Konversation nicht Kampagnen – John V Willshire, Quelltext
    4. Langfristige Auswirkung nicht schnelle Reperatur – Faris Yakob, Quelltext
    5. Marketing mit den Leuten nicht an die Leute – Katy Lindemann, Quelltext
    6. Authentisch sein nicht überzeugen wollen – Neil Perkin, Quelltext
    7. Unaufhörlich vorläufig – Jamie Coomber, Quelltext
    8. Technologien ändern sich Leute nicht Amelia Torode, Quelltext
    9. Wandel wird nie wieder so langsam vonstatten gehen – Graeme Wood, Quelltext
    10. Messbarkeit Asi Sharabi, Quelltext

     

    Meine Gedanken hierzu handeln vom grundlegenden Wandel wie Menschen miteinander kommunizieren, insbesondere was das für die Agenturen bedeutet.

    IPA Sozialprinzip 9 Greame Wood Wandel wird nie wieder so langsam vonstatten gehen – IPA Sozialprinzip 9 von Graeme Wood

     

    IPA Sozial: Prinzip 9 – Wandel wird nie wieder so langsam vonstatten gehen

    “NIcht der Stärkste seiner Art wird überleben, auch nicht der intelligenteste. Überleben wird der, der sich dem Wandel am besten anzupassen versteht.”

    Nie zuvor widerfuhr uns Wandel in solcher Geschwindigkeit, und nie wieder wird er so langsam vonstatten gehen. Das sollte uns nicht überraschen, hat doch Intel Gründer Gordon Moore bereits 1985 beobachtet, dass seit der Erfindung integrierter Leiterplatten, sich die Verarbeitungsleistung sich alle 18 Monate verdoppelt hat. Er sagte voraus dass sich dieser Trend sich ungeprüft fortsetzen würde. Soweit hat er Recht behalten mit seiner Prophezeiung und die Zukunft der Werbung ist zu sehr verstrickt mit der der Technologie als das Moore’s Gesetz spurlos an ihr vorübergehen kann.

    Das will nicht bedeuten, dass Menschen sich ändern. Ohne zuviel von Clay Shirky und Mark Earls wiederholen zu wollen,all diese Dinge, die zu tun wir evolutionär abgeschafft und für die wir eine kulturelle Anforderung haben, sind einfach rascher, einfacher und weit reichender als dies vormals möglich gewesen wäre. Die meisten davon haben mit andere Menschen zu tun, nicht Technologie. Sich auf Technologie aufzuhängen bringt das Risiko mit sich das Thema zu verfehlen: wie Henry Jenkins sagte,

    “Wir sollten uns nicht auf auftauchende Technologien konzentrieren aber auf entstehende kulturelle Praktiken.”

    Als Industrie sind wir Wandel oft begegnet, frühe Radio Werbung, waren abgelesene Druckanzeigen. Frühe Fernsehwerbung war Radio Werbung, bei der uns das Gesicht zur Radiowerbung gezeigt wurde. Jedenfalls führte das Auftauchen eines neuen Medium zu einem schrittweisen Wandel in der Werbeindustrie, auch geschah dies nie unmittelbar. Aber alle diese Medien arbeiteten auf die selbe Weise und die eine Annahme zuviel wie im 20 Jahrhundert, Marken kommunizieren, werden rasch zum Unfall der Gesetzeskraft der Netzwerke des 21 Jahrhunderts. Während es Freude macht darüber zu spekulieren wie das Verhalten sich ändern wird, folgen die meisten Beispiele Bill Gates’ Vorschlag

    “Wir überschätzen den Wandel der in den nächsten 2 Jahren geschehen wird und wir unterschätzen den Wandel der in den nächsten 10 Jahren geschehen wird.”

    Unterbrechende Werbung wird nicht über Nacht verschwinden, unsere vernetzte Welt wird sie weniger relevant erscheinen machen. Wir können die Auswirkung von neuen Technologien auf kulturelle Praktiken nicht voraussehen, wir können aber unsere Geschäfte darauf vorbereiten die Änderungen aufzunehmen und den Wandel zu fördern anstatt ihm hinterher zu laufen. Dinge geschehen immer rascher, das gilt auch für Irrelevanz. In A.G. Lefley’s Worten dem früheren CEO von P&G,

    “Unserer Firma’s Erfolgsrate beläuft sich auf zwischen 50 und 60 Prozent. Etwa die Hälfte aller neuen Produkte sind erfolgreich. Wir wollen unsere Erfolgsrate auch nicht höher haben. Wollten wir sie erhöhen, würden wir Fehler auf Seiten der Versucht machen.”

    Also handelt der richtige schrittweise Wandel beiƒ Agenturen nicht davon die Kontrolle zu wahren und alles perfekt zu gestalten, der richtige schrittweise Wandel handelt vielmehr davon, neue Geschäftsmodelle einzuführen, die sich kontinuierlich entwickeln als auch eine Kommunikation zu fördern, die sich kontinuierlich im Beta Zustand befindet um die Entwicklung zu ermöglichen, die Gerd Leonard als Entwicklung fort von ‘der Protektion der Marke hin zur Projektion der Marke’ versteht. Charles Darwin sagte

    “NIcht der Stärkste seiner Art wird überleben, auch nicht der intelligenteste. Überleben wird der, der sich dem Wandel am besten anzupassen versteht.”

    Wir wissen bereits, dass ganze Arten von Tieren für Millionen von Jahren unveränderlich bleiben ums sich dann innerhalb weniger Generationen plötzlich ändern auf Grund einer Veränderung ihrer Umstände. Die zunehmende Geschwindigkeit der Kommunikation, macht die Annahmen des 19. und 20. Jahrhunderts zunichte auf denen unsere Industrie aufgebaut ist. Diesen Wandel anzuführen und zu fördern, anstatt sich von seinen Anforderungen führen zu lassen heisst nichts anderes als nicht zugunsten der Vorsicht zu irren.