Foto: Tina Fineberg für New York Times. „Ideen die tun‟ wurde von Gareth Kay geprägt.
Eine Idee die tut.
Was tut?
Die Genitalen einer Adam Bronzestatue von Fernando Bolero sind auf Augenhöhe mit Passanten des New Yorker Time Warner Zentrums.
Ein Meisterstück an Interaktivität ohne Internet, auch ohne Elektronik.
Man möchte glauben, dass alles zu Gold wird, was offensichtich, unmittelbar, erreichbar, greifbar gemacht ist, solange Besserung in Aussicht gestellt wird.
Welche Besserung verspricht dann das Berühren eines Penis?
Sehen Sie, das, wie meist alles, steht im Ermessen des Betrachters, nicht des Herstellers.
Gestern feierte BBH als auch Wieden + Kennedy, zwei der Welt besten Kreativagenturen ihren Dreissigsten und heute ist es mein Sechsundfünfzigster.
Der an sich sympathische Gareth Kay kehrt von einem Vortrag in Toronto, Canada zurück mit der mörderischen Frage, ob das was wir tun radikal genug ist.
Die Frage, die mich immer wieder plagt und alle Welt, nur mir nicht, Kopfzerbrechen bereiten soll.
“For me, any of the little gestures I make are all tentative probes. That’s why I feel free to make them sound as outrageous or extreme as possible. Until you make it extreme, the probe is not very efficient.”
Zwei Marken machen uns Umsatzsteigerung in der post-digitalen Zeit auf dt. Boden vor. Der Favorit ist McDonalds mit seiner Mein Burger Crowdsourcing Aktion, von der gerade angelaufenen, aktuellen Neuauflage werden Rekordzahlen erwartet.
Es ist nicht was wir tun aber was die Leute damit tun.
Lt. Gareth Kay, Chefstratege von Goodbye, Silverstein & Partner, leben wir im Zeitalter von Ideen die tun.
Bei McDonalds finden alle lebenswichtigen Aktivitäten auf der Markenwebsite statt, integrierte soziale Netze helfen den Verkehr auf die Website zu lenken. Damit liefert McDonalds sich und seine Anhängerschaft nicht der fragwürdigen Öffentlichkeit von Facebook aus.
Etwas wovon andere Marken lernen können.
Ich sehe was, was du nicht siehst – und das ist schön.
Die andere Marke ist Dove mit einer auf den Erfolg von „Real Beauty‟ und den damit einhergehenden sozialen Diskurs anknüpfenden neuen Kampagne.
Auf Facebook unterstützen Frauen sich mit gegenseitiger Hochschätzung per Knopfdruck. Bald 6 Mio Teilnehmer zählt die Kampagne bislang. Demokratisierung unter Damen.
Dove Evolution vor 2 Jahren: Kein Wunder, dass unsere Vorstellung von Schönheit so verzerrt ist
In der Maslowschen Bedürfnispyramide von 1943, ist das hierarchisch höchste Bedürfnis die Selbstaktualisierung, dieses Bedürfnis verkörpert das Streben nach der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit (oder Marke).
1969. Foto via Apple Corps Ltd.
Kontinuierlich neue Bedeutung für die Marke schaffen
Die einzig wichtigste Aufgabe eines Unternehmens, um gesund zu bleiben und schwarze Zahlen schreiben zu können, ist die beständige Schaffung neuer Bedeutung für die Marke.
Dabei wechseln sich kleine Taten mit grossen Taten ab.
Relevanz, Reichweite und direkte Beteiligung der Leute entscheidet über Wirksamkeit der so geschaffenen Tatsachen.
Umsatzförderung ist ein Mittel zur Unterstützung des Markenkreislaufs, um kontinuierlich neue Bedeutung für die Marke schaffen zu können.
Im vergangenen Jahr hat die dt. Autoindustrie Rekordzahlen verzeichnet mit der Verfügbarkeit von Premiummodellen auf dem US Markt und dem Weltruf als Design-Nation und „German Engineering‟ aus längst vergangenen Zeiten.
Auch heute wieder fahren alle meine US Freunde Porsche und sind von neuem überzeugt, das beste Auto der Welt zu fahren.
Geschieht alles zu meiner vollsten Zufriedenheit?
Die vielleicht geeignetste Frage, die Gründer und Unternehmer sich immer wieder einmal fragen sollten. Nicht was sie tun, aber was andere damit tun, entscheidet über Erfolg oder Versagen.
Gareth Kay zu Folge, jüngst zum Strategiechef von Goodby, Silverstein und Partners ernannt, leben wir im Zeitalter von Ideen die tun.
Auf ihrem Höhepunkt haben sich die Beatles mit Sergeant Pepper Lonely Hearts Club Band neu erfunden.
Erfolg kennt viele Väter
Ein gesundes Selbstverständnis kennt keine Tauglichkeitsprüfung seitens Dritter, es erfreut sich grosser Klarheit. Mensch und Marke müssen selbst wissen was sie wollen.
Nike, der Schuhhersteller, ist der Welt größter Sportenthusiast. Bei Nike dreht sich alles um den Athleten, nicht um die müde Mark, die mit dem Verkauf eines Sportschuhs in die Kasse kommt.
Bei den Beatles habe ich mich im Kindesalter gewundert, ob es den vier nicht vor einander Spucke graut, als sie jeweils zu zweit in ein Mikrophon sangen. Immer auch und vor allem habe ich mich an ihrer Freundschaft erfreut.
Es ging den Beatles nicht um mehr Geld als sie mit ihrem ersten grossen Imagewandel völlig neue Bedeutung für ihre Beatles-Marke schufen.
Es ging ihnen darum, neues zu erleben, um die Freude daran etwas zu lernen, um Selbstaktualisierung.
In Folge lernte auch ihre grosse Anhängerschaft hinzu. Jeder anderer Song bereitete der Welt eine grosse Überraschung.
Gestern verstarb die Soul Diva Whitney Houston, die Twitter Meldung traf 37 Min. vor den konventionellen Nachrichten ein.
Im Nachhinein lässt sich an Whitney Houston’s Entwicklung keine Selbstaktualisierung erkennen.
Paul McCartney 1986. Via Beatles Blog. Foto: Tom Murray.
Den Tüchtigen gehört die Welt
Unternehmensvorhaben und Markenbildung setzen ein gutes Selbstverständnis voraus und die damit einhergehende kristallene Klarheit.
Letztere schützt vor Dummheit und hält davon ab dem Herdentrieb Folge zu leisten (Beispiel Facebook Followers).
Wieviel Mühe es kostet, zeigt das Beispiel Paul McCartney.
Ein Weltklasse Musiker, der sich längst auf seinen Lorbeeren und verdienten Kapital ausruhen könnte, muss sich abstrampeln um noch ein Platte auf dem Markt zu verkaufen.
Was uns grosse Freude bereitet lohnt auch die Mühen und das notwendige Durchhaltevermögen als auch die neu hinzgekommene harte Arbeit und Lernkurve mit Digitalem.
Die Entwicklung kommt uns als Freund entgegen.
Paul McCartney sieht mir recht glücklich aus, an der Seite seiner Nancy.
John Baldessari Installation auf Manhattan Foto: Bill Orcutt, via John Baldessari und Marian Goodman Gallerie
Inflation
Unterwegs auf der ultra-schicken, hohen Zeile Manhattan’s begegnet der Erholungsuchende dieser Tage, einem gigantischen Plakat mit einem 100-tausend Dollar Geldschein.
Eine Installation von John Baldessari und Währung, die es zur grossen Inflation auch tatsächlich gegeben hat. Makabres Zeichen unserer inflationären Zeit.
New Yorks neue Attraktion, der High Line Park entstand auf einer alten Bahntrasse, die in zehn Metern Höhe sich auf einem stählernen Hochviadukt über zwei Kilometer durch die New Yorker Stadtteile Meatpacking District und Chelsea zieht.
Vor Baldessari hatte David Byrne die Idee einem grossen Erdball die Luft zu entziehen.
David Byrne's Wiedergabe unseres bedrohten Planeten Bild via Pace Gallerie.
Wirklichkeitsverzerrung
In den Vereinigten Staaten besteht die unter dem schönen Namen Tea Party, bekannt gewordene Volksbewegung darauf, dass Grünhauseffekt und damit einhergehende, für die Ökologie gefährdende Statistiken, verzerrt dargestellt werden.
In Deutschland berichten die Nachrichtensender, dass die Arbeitslosenzahl seit 20 Jahren ihren Tiefststand erreicht hätten.
Aus dem Umfeld weiss ich von 7 Fällen, allein in der letzten Woche, wobei die Leute sich gar nicht erst arbeitslos melden, in der Gewissheit unter Hartz IV, ihre privaten Einlagen und die ihrer Verwandten aufbrauchen zu müssen um ihre, durch erbrachte Steuerzahlung, zugesicherte Unterstützung überhaupt in Anspruch nehmen zu können.
Den verheerenden Umweltprognosen glauben schenken
oder einfach so weiter machen?
Staatlicher Unterstützung vertrauen und die Kronjuwelen der Familie opfern
oder sich Hass und Verachtung von Familie u. Gesellschaft erst garnicht aussetzen und besser gleich unter die Brücke ziehen?
In seiner gestrigen Montagspredikt schrieb Ralf Schwarz:
“D64 sind Menschen, die täglich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des Internets für die Transformation unserer Gesellschaft arbeiten” – ich mag diese Alleinstellungs- und Vertretungs-Ansprüche. Widersprechen kann man dem sowieso nicht: “Sie sind sich einig, dass man Politik für die Zukunft nicht mit Gedankengut von gestern machen kann”. Werden wir also alle Mitglied in diesem Verein, “um Deutschland für die digitale Demokratie vorzubereiten”. —Ralf Schwarz
Jedes bisschen hilft.
Es ist nur konsequent die Piratenpartei in diesem, ihrem Anliegen parteipolitisch zu unterstützen.
Abstellgleis zu neuem Leben erweckt Foto: Iwan Baan
Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun
Seit Gareth Kay die Idee von Ideen die tun prägte und somit eine praktische Lösung für Industrie (und Gesellschaft) ins Gespräch brachte, sehe ich für mich die unabwendbare Notwendigkeit gegeben, den Mund zu halten, Tatsachen zu schaffen und wenn alles gut geht einmal davon zu profitieren, dass andere darüber reden.
Sitte, Verstand und der Druck von Innen verlangen es förmlich, uns als wandelbar (transformativ) oder auch anpassungsfähig zu erweisen.
Beispiel Dyson Staubsauger: Kluge Hersteller investieren erst in die Fähigkeiten ihres Produktes, dann und nur dann in die Werbung ihres Produktes.
Negativbeispiel Stuttgart 21: Städteverwaltungen setzen von vornherein auf Hackathons und behelfen sich mit der Intelligenz vieler zur Lösung lokaler Probleme.
Beispiel Piratenpartei: Die sich ungemein rasch entfaltende Akzeptanz der Piratenpartei demonstriert grosse Einigkeit darüber, zukünftig effizienter zu werden und Probleme mit adäquaten, zeitgemässen Mitteln beikommen zu wollen.
Tun ist gut. Es lässt uns des Nachts Schlaf finden. Es ermöglicht kleinen Unternehmen mit nützlichen Ideen von sich reden zu machen.
Du malst Dir eine Idee aus, malst Dir den Produktionsweg aus, bis Du ihn rückwärts aufsagen kannst, vom fertigen Produkt bis vor zum Anfang der Entwicklung. Et voilà.
Alles fraternisieren hindert nur.
Es braucht keine Organisation um einen Nagel in die Wand zu schlagen. Hammer, Nagel, Deine Hände, draufschlagen und schon hängt das Bild an der Wand.
D46 nutzt seine Ressourcen und Fähigkeiten nicht um die im Bundestag ansässige Piratenpartei mit dementsprechenden Zielen zu stärken, aber für den Aufbau einer Organisation von oben nach unten. Die Ämter wurden besetzt, die Eitelkeiten befriedigt noch bevor eine Idee die tut auch nur angedacht wird.
Als Graphiker und Mitgestalter der digitalen Epoche gefällt mir der Aktionismus der seinen digitalen Ausdruck findet auf der Website des New Yorker High Line Park, die Website von D46 erinnert an die gedruckte Version von Vereinsstatuten, auch wenn es sich hier um WordPress CMS handelt.
Bei der Gründung der US Werbeagentur Victors & Spoils war ich anfangs ebenfalls erschrocken darüber, dass zuerst ein Logo per Crowdsourcing entwickelt wurde, sich die Reihenfolge hinterher aber als klug erwies.
Möge das, mir als eitel erscheinende, Vorgehen von Nico Lumma und Freunden sich als gute Strategie erweisen und möge sich D64 rasch zu einer aktiven Platform für Ideen die tun entwickeln. Tun ist gut.
Anfangs des Monats berichtete FastCompany’s CoDesign: „Jack Daniel bekommt einen Facelift‟. Die mit dem Redesign beauftragte Markendesign Agentur Cue, war aufmerksam genug zu erkennen, dass ein Redesign, Jack Daniel’s Weltführungrolle lediglich zu bestätigen und in einer sich wandelnden Welt zu unterstützen braucht. Doch wie?
Es gilt als Kunst in der Werbebranche, Funktionierendes unangetastet zu lassen und Elemente die einer Anpassung unserer sich verändernden Zeiten abträglich sind, über Bord zu werfen.
Cue Redesign von Jack Daniel's Flasche. Die Schultern wurden etwas angehoben und maskuliner gemacht.
Aus der Kennung ‘Old Time’ wurde ‘Time’ ersatzlos gestrichen, widerspräche es doch dem Führungsanspruch in der neuen Welt. Ein kaum merkliches Detail, dass der Erkenntnis transformativ zu sein, merklich entgegenwirken könnte, sind es doch immer wieder die kleinen Dinge die zählen und grosse Wirkung wie auch Missstände zu entfalten imstande sind.
Gute Arbeit, Alan Calvin. Einen Vorher/Nachher Vergleich gibt es hier zu sehen.
Arnold Worldwide's Glaubensgrundsatz, gut übersetzt: Gute Arbeit arbeitet Es mit 'Gute Arbeit funktioniert' zu übersetzen würde den Sinn schmälern.
Die von Arnold Worldwide zum Unabhängigkeitstag der USA gestartete Facebook App, mit der Facebook Freunde ihre eigene Unabhängigkeitserklärung verfassen und als Druck bestellen konnten.
Glückliche Umstände und die Geschicke der einen und versäumte Gelegenheiten und Ungeschicke der anderen, haben zur grossen Teilung geführt, die Welt in Superreiche und in Bettelarme zu unterteilen. Ohne Grauzonen und Zwischenbereiche.
Zur Stunde des begonnenen Eintrags, findet an der Frankfurter Hauptwache statt, was an der New Yorker Wall Street seinen Anfang nahm. Die Leute beginnen die große Teilung wahrzunehmen. Unruhe kommt auf. Das wollten wir nicht, denken sowohl die einen als auch die anderen.
Deutschland hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verloren. Vater Staat sorgt im Notfall und nämlich dann, wenn es notwendig wird, nicht länger für seine Bürger.
Gerhard Schröder’s selbstsüchtige Profilierungsmassnahme, hat seine selten blöde Idee mit Hartz IV, deutsche Realität werden lassen.
Das von Ludwig Erhard gemeinsam mit dem Ökonom Alfred Müller-Armack entwickelte Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft, dass untrennbar mit dem dt. Wirtschaftswunder einherging und dem Deutschland seinen Wohlstand zu verdanken hat, ist mit Hartz IV ad absurdum geführt und besteht nicht länger. Im Gegenteil, Hartz IV, hat in Folge die grosse Teilung begünstigt und das Vertrauen in Politik und Wirtschaft mit schwinden lassen.
Wir empfinden die grosse Teilung als normal, solange es uns gut geht. Ein Nährboden für wir/ihr Denken, wie es Prof. Robert Reich mit seinem Zeitgeist Vortrag greifbar machte (Video hier ansehen).
Zuviele Verwalter zuwenig Hersteller, wollen die Amerikaner herausgefunden haben.
Mike Konczal hat sich damit befasst, ein im Detail lesenswertes, ideologisches Profil der 99%, anhand seiner Auswertung eines Tumblr Blogs zu erstellen. Demnach sind weder Neid noch Gier, Motivation für die 99 Prozent Bewegung in den USA. Belange sind:
Kinder
Studentendarlehen
Arbeitslosigkeit
Gesundheitswesen
Das Alter gruppierte sich um die 20- und 27-jährigen.
Die Ursachen waren für Mike Konczal rasch identifiziert, dessen Blog als einer der vier Top Finanz- u. Investmentquellen, grosses Ansehen geniesst:
Es gibt keine universelles Gesundheitswesen, das mit dem Zufallscharakter schlechter Gesundheit klar kommt.
Es gibt keine freie, höhere Ausbildung, die es den Leuten gestattet ihre Fähigkeiten ausserhalb der Logik und Beziehung einer Schuldknechtschaft zu erlangen.
Unsere Konkurs- und Vergleichsordnung wurden von den oberen 1% neu definiert, während wir aber eine Abwehr davor brauchen, dass von Ungleichheit gesteuerte Schulden auf die Bevölkerung geschoben werden können.
Sag selbst, sind die Ursachen der USA nicht womöglich auch die Ursachen in der Bundesrepublik?
Und hat unsere globale Schuldnerkultur nicht auch ihr Gutes?
Die kurze Antwort: Nichts, rein garnichts.
Wir können aus dem Schaden klüger werden. Hier von den Letten lernen.
Hartz IV abschaffen. Frauenlohn abschaffen. Unsere Kinder anweisen die Ehrfurcht vor Institutionen zu verlieren.
Das Internet bringt es zutage, wir nehmen unsere Rechte und Pflichten nicht ausreichend wahr.
Ich nehme mir an Christoph Schlingensief’s Frohnatur ein Beispiel, an Frank Sauer’s Schamlosigkeit, an Thomas Meinecke’s Klarheit, an Gottfried Eisert’s Sachlichkeit, an Thomas Bröse’s Leutseligkeit und deren Umsetzungskraft.
Joseph Ackermann hat allen voran die neue Welt und die Skalierbarkeit der Netze verstanden.
In meiner Zeit in Frankfurt, waren nicht meine Werbekollegen aber die Banker die lustigsten Leute in den Gaststätten.
Heute wissen wir woher die gute Laune kam und auch heute noch kommt.
Die 1318 transnationalen Unternehmen die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Supervernetzte Unternehmen sind rot, sehr vernetzte Unternehmen sind gelb. Die Größe der Punkte stehen für deren Umsätze. (Abbildung links: PLoS One Foto rechts: Elisabeth Waczek, Lissabon)
In Edward Boche’s Worten, dessen Hinweis uns hergeführt hat:
Hier, der junge Kerl, Adam Braun. Es ist nicht so sehr, dass er sich einer Ursache angenommen hat, obdoch er das hat. Oder dass er 40 Schulen ins Leben gerufen hat, auch wenn er das hat. Vielmehr ist es so, dass er gemeinnützige Organisationen als zweckorientierte Organisationen neu definiert hat und profitorientierte Prinzipien und Praktiken für seine Pencils of Promise angewendet hat.
Ich bin begeistert. Immer mehr Marken sind dabei Werbung abzuschaffen und ihre Markenaktivitäten um Gemeinnütziges herum anzulegen, um der Marke eine größere Gefolgschaft zu ermöglichen und um mit einer guten Geschichte in den Sozialmedien ins Gespräch zu kommen.
Wenn wir es jetzt als Branche, Adam Braun gleich täten und mit unseren Aktivitäten einen rentablen Zweck [profitable purpose] verfolgten, wenn wir alle das täten, würden wir die nationale Wirtschaft deutlich aufbessern und brächten unserer Branche Magie zurück. Es scheint so einfach zu sein von Adam Braun zu lernen, was meint ihr?
Über Gareth Kay’s Ideen die tun hinaus, weisst Adam Braun den Weg, etwas universell, sozial gutes vom Zaun zu brechen, solange nur jede Agentur ihre Markenaktivität aufbaut um damit gleichsam sozial gutes zu erschaffen.
Adam Braun’s einfach zu befolgende Wegbeschreibung für den Einzelnen (such für Marken anwendbar):
Finde Deine Revolution
Sprich die Sprache der Person die Du werden willst
Heisse lange, schlaflose Nächte willkommen
Such Dir die heraus, die unmöglich zu schaffen sind
GTS: Google den Schmarrn.
Mach Dir Zeit und hol Dir mehr auf Google Zeitgeist. Entdecke mehr von Edward Boche’s Zeitgeist Favoriten hier. Besuche Adam Braun’s Firma hier.
Werkstattlehrer beantworten aus einer Twitter Crowdsourcing Befragung, aussortierte Fragen:
Was tun um Kunden für Innovation zu interessieren?
Was können wir von Software Start-Ups lernen?
Haben Agenturen eine Rolle in den Sozialmedien?
Wie beenden wir den Talent Schwund?
Was für Leute sollen wir einstellen?
BDW Leiter sind Matt Howell, Sheena Mathieken, Tim Malbon, John Winsor, Scott Prindle, und Edward Boches, der Leiter dieser so erfolgreichen wie einflussreichen Veranstaltung.
Via Media Entrepreneurs, eine Initiative der Axel Springer AG.
Für jeden Trend gibt es einen gleichwertigen Gegentrend
Facebook und die vielen Aggregatoren mit zentral gespeicherten Daten widersprechen dem fundamentalen Konzept eines dezentralen, nicht unterbrechbaren Datenaustausches unter Bürgern der freien Welt, nicht aber dem freien Wettbewerb.
Zur Erinnerung, Tim Berner Lee macht drei große Gegner des Web aus:
Regierungen, die das Nutzungsverhalten ihrer Bürger überwachen
Provider, die Anbieter gegen Geld bevorzugen
Soziale Netze, die abgeschirmt vom Rest des Internets Informationen horten
(mehr hierzu). Bezüglich Nachhaltigkeit kann die Wirtschaft hier Verantwortung unter Beweis stellen.
Nachbau der Arche von Johan Huibers an deren Heimatkai in der niederländischen Stadt Dordrecht am 22.08.2011.
In den Sozialnetzen wollen die Leute ganz sicher nicht irgendwelche Haushaltsmarken stärken, die Leute wollen sich als Marke stärken.
„Technologien ändern sich, Leute nicht‟, erkannte Amelia Torode längst in ihrem IPA Sozialprinzip № 8.
Die grossen Treiber sind:
Wissbegierde, neues in Erfahrung bringen—Abraham Maslow
das Versprechen der Netze von permanenter Nähe—Prof. Dr. Peter Kruse
und der auf uns ausgeübte Druck der Gesellschaft—selber Schuld
In den Sozialnetzen streben wir nach Anerkennung und wollen uns mit unseren Entdeckungen ins Gespräch bringen und behaupten.
Leute werden mehr und mehr zu Marken. Marken werden wie Leute.
Alles strebt zur Mitte, dort wo gerade mal alle sind. Es verleitet die Marketingverantwortlichen den Leuten zur Mitte zu folgen. Die Konsolidierung der Netze wie sie von Facebook und den vielen Aggregatoren opportun genutzt wird, verleitet das Marketing zu blindem Aktionismus, der sich aus seinem Gegenteil heraus veranschaulichen lässt:
Eine Marke mit gesundem Selbstverständnis läuft den Leuten einfach nicht hinterher, sie zieht die Leute in Scharen hinter sich her.
In nur 5 Wochen habt ihr 116.468 Burger erstellt.
Integriertes Marketing in der Neuen Welt: Wie McDonalds die Leute auch ohne Facebook in seinen Bann zog.
Zwei Monate lang hatte McDonald’s im Internet Hamburger bauen und anschließend darüber abstimmen lassen. Mehr als eine Million Menschen beteiligten sich an der Aktion. (mehr)
Auch wenn hier von crowdsourcing und anderen neueren Bergriffen die Rede ist, handelt es sich bei dieser Erfolgkampagne um, mittlerweile als konventionell geltendes, gelerntes, erprobtes, integriertes Marketing. Mit dem Unterschied, dass allem voran eine Idee die tut steht und die oben genannten Treiber zur Motivationen der Beteiligung möglichst vieler genutzt werden. McDonalds als umsatzstärkste Fastfood-Kette mit gesundem Selbstverständnis ausgestattet, folgte den Leuten nicht in die Sozialmedien, aber lockte die Leute von ihren Sozialmedien fort und hin zur gelernten URL der Markenwebsite.
„Mir macht das Spaß, online so ein bisschen rumzubasteln‟, sagt Krömer. „Und dass ich gewonnen habe, das ist natürlich eine Sache, die man nicht vergisst. Das werde ich noch meinen Kindern erzählen.‟
Für den Erfolg von Mein Burger, war die McDonalds Website verantwortlich, die Sozialmedien wurden den Mitstreitern marginal zur Nutzung angeboten.
Eine integrierte Kampagne, deren einfach zu bedienender Burgerkonfigurator die zentrale Plattform ausmachte.
Achtung verdient die unmittelbare Nähe der Aufgabe und seiner zeitnahen Auflösung. In anderen Worten, Anspruch und Beweisführung der Marke finden heute möglichst gleichzeitig statt.
Ein Wettbewerb ohne Geldgewinne oder der sonst üblichen Produktversprechen. Als Anreiz diente die Chance, mit der eigenen Burger-Kreation in ganz Deutschland auf den Markt und als Burger Chef ins Werbefernsehen zu kommen. Beides freilich verkaufsfördernde Massnahmen für die McDonalds Kette.
Eine reife Leistung, die, die grosse Relevanz, der Worte von Gareth Kay, herrlich greifbar macht:
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