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Artikel Tagged ‘Gareth Kay’

Zeichen der Zeit

6. Dezember 2011 Keine Kommentare

01 Photo by Bill Orcutt Courtesy John Baldessari and Marian Goodman Gallery lead Zeichen der Zeit

John Baldessari Installation auf Manhattan
Foto: Bill Orcutt, via John Baldessari und Marian Goodman Gallerie


 

Inflation

Unterwegs auf der ultra-schicken, hohen Zeile Manhattan’s begegnet der Erholungsuchende dieser Tage, einem gigantischen Plakat mit einem 100-tausend Dollar Geldschein.

Eine Installation von John Baldessari und Währung, die es zur grossen Inflation auch tatsächlich gegeben hat. Makabres Zeichen unserer inflationären Zeit.

New Yorks neue Attraktion, der High Line Park entstand auf einer alten Bahntrasse, die in zehn Metern Höhe sich auf einem stählernen Hochviadukt über zwei Kilometer durch die New Yorker Stadtteile Meatpacking District und Chelsea zieht.

Vor Baldessari hatte David Byrne die Idee einem grossen Erdball die Luft zu entziehen.


David Byrne rendering Zeichen der Zeit

David Byrne's Wiedergabe unseres bedrohten Planeten
Bild via Pace Gallerie.


 

Wirklichkeitsverzerrung

In den Vereinigten Staaten besteht die unter dem schönen Namen Tea Party, bekannt gewordene Volksbewegung darauf, dass Grünhauseffekt und damit einhergehende, für die Ökologie gefährdende Statistiken, verzerrt dargestellt werden.

In Deutschland berichten die Nachrichtensender, dass die Arbeitslosenzahl seit 20 Jahren ihren Tiefststand erreicht hätten.

Aus dem Umfeld weiss ich von 7 Fällen, allein in der letzten Woche, wobei die Leute sich gar nicht erst arbeitslos melden, in der Gewissheit unter Hartz IV, ihre privaten Einlagen und die ihrer Verwandten aufbrauchen zu müssen um ihre, durch erbrachte Steuerzahlung, zugesicherte Unterstützung überhaupt in Anspruch nehmen zu können.

  1. Den verheerenden Umweltprognosen glauben schenken

    oder einfach so weiter machen?

  2. Staatlicher Unterstützung vertrauen und die Kronjuwelen der Familie opfern

    oder sich Hass und Verachtung von Familie u. Gesellschaft erst garnicht aussetzen und besser gleich unter die Brücke ziehen?


 

D64 from D64 on Vimeo.

 

D64

In seiner gestrigen Montagspredikt schrieb Ralf Schwarz:

“D64 sind Menschen, die täglich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des Internets für die Transformation unserer Gesellschaft arbeiten” – ich mag diese Alleinstellungs- und Vertretungs-Ansprüche. Widersprechen kann man dem sowieso nicht: “Sie sind sich einig, dass man Politik für die Zukunft nicht mit Gedankengut von gestern machen kann”. Werden wir also alle Mitglied in diesem Verein, “um Deutschland für die digitale Demokratie vorzubereiten”. —Ralf Schwarz

Jedes bisschen hilft.

Es ist nur konsequent die Piratenpartei in diesem, ihrem Anliegen parteipolitisch zu unterstützen.


 

rail yards Zeichen der Zeit

Abstellgleis zu neuem Leben erweckt Foto: Iwan Baan


 

Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun

Seit Gareth Kay die Idee von Ideen die tun prägte und somit eine praktische Lösung für Industrie (und Gesellschaft) ins Gespräch brachte, sehe ich für mich die unabwendbare Notwendigkeit gegeben, den Mund zu halten, Tatsachen zu schaffen und wenn alles gut geht einmal davon zu profitieren, dass andere darüber reden.

Sitte, Verstand und der Druck von Innen verlangen es förmlich, uns als wandelbar (transformativ) oder auch anpassungsfähig zu erweisen.

  1. Beispiel Dyson Staubsauger: Kluge Hersteller investieren erst in die Fähigkeiten ihres Produktes, dann und nur dann in die Werbung ihres Produktes.
  2.  

  3. Negativbeispiel Stuttgart 21: Städteverwaltungen setzen von vornherein auf Hackathons und behelfen sich mit der Intelligenz vieler zur Lösung lokaler Probleme.
  4.  

  5. Beispiel Piratenpartei: Die sich ungemein rasch entfaltende Akzeptanz der Piratenpartei demonstriert grosse Einigkeit darüber, zukünftig effizienter zu werden und Probleme mit adäquaten, zeitgemässen Mitteln beikommen zu wollen.

 

Tun ist gut. Es lässt uns des Nachts Schlaf finden. Es ermöglicht kleinen Unternehmen mit nützlichen Ideen von sich reden zu machen.

Du malst Dir eine Idee aus, malst Dir den Produktionsweg aus, bis Du ihn rückwärts aufsagen kannst, vom fertigen Produkt bis vor zum Anfang der Entwicklung. Et voilà.

Alles fraternisieren hindert nur.

Es braucht keine Organisation um einen Nagel in die Wand zu schlagen. Hammer, Nagel, Deine Hände, draufschlagen und schon hängt das Bild an der Wand.

D46 nutzt seine Ressourcen und Fähigkeiten nicht um die im Bundestag ansässige Piratenpartei mit dementsprechenden Zielen zu stärken, aber für den Aufbau einer Organisation von oben nach unten. Die Ämter wurden besetzt, die Eitelkeiten befriedigt noch bevor eine Idee die tut auch nur angedacht wird.

Als Graphiker und Mitgestalter der digitalen Epoche gefällt mir der Aktionismus der seinen digitalen Ausdruck findet auf der Website des New Yorker High Line Park, die Website von D46 erinnert an die gedruckte Version von Vereinsstatuten, auch wenn es sich hier um WordPress CMS handelt.

Bei der Gründung der US Werbeagentur Victors & Spoils war ich anfangs ebenfalls erschrocken darüber, dass zuerst ein Logo per Crowdsourcing entwickelt wurde, sich die Reihenfolge hinterher aber als klug erwies.

Möge das, mir als eitel erscheinende, Vorgehen von Nico Lumma und Freunden sich als gute Strategie erweisen und möge sich D64 rasch zu einer aktiven Platform für Ideen die tun entwickeln. Tun ist gut.


 

 

 

 

Es sind die kleinen Dinge die zählen

20. Oktober 2011 Keine Kommentare

Es sind die kleinen Dinge die zählen Es sind die kleinen Dinge die zählen1pixel alpha Es sind die kleinen Dinge die zählen 

Anfangs des Monats berichtete FastCompany’s CoDesign: „Jack Daniel bekommt einen Facelift‟. Die mit dem Redesign beauftragte Markendesign Agentur Cue, war aufmerksam genug zu erkennen, dass ein Redesign, Jack Daniel’s Weltführungrolle lediglich zu bestätigen und in einer sich wandelnden Welt zu unterstützen braucht. Doch wie?

Es gilt als Kunst in der Werbebranche, Funktionierendes unangetastet zu lassen und Elemente die einer Anpassung unserer sich verändernden Zeiten abträglich sind, über Bord zu werfen.


Square Bottle Es sind die kleinen Dinge die zählen

Cue Redesign von Jack Daniel's Flasche.
Die Schultern wurden etwas angehoben und maskuliner gemacht.

Eine Fallstudie von Cue gibt es hier.

1pixel alpha Es sind die kleinen Dinge die zählen 

Aus der Kennung ‘Old Time’ wurde ‘Time’ ersatzlos gestrichen, widerspräche es doch dem Führungsanspruch in der neuen Welt. Ein kaum merkliches Detail, dass der Erkenntnis transformativ zu sein, merklich entgegenwirken könnte, sind es doch immer wieder die kleinen Dinge die zählen und grosse Wirkung wie auch Missstände zu entfalten imstande sind.

Gute Arbeit, Alan Calvin. Einen Vorher/Nachher Vergleich gibt es hier zu sehen.


Great work works Es sind die kleinen Dinge die zählen

Arnold Worldwide's Glaubensgrundsatz, gut übersetzt: Gute Arbeit arbeitet
Es mit 'Gute Arbeit funktioniert' zu übersetzen würde den Sinn schmälern.

1pixel alpha Es sind die kleinen Dinge die zählen 

Die von Arnold Worldwide zum Unabhängigkeitstag der USA gestartete Facebook App, mit der Facebook Freunde ihre eigene Unabhängigkeitserklärung verfassen und als Druck bestellen konnten.

Mehr dazu hier.
Jack Daniels Facebook app Es sind die kleinen Dinge die zählen
1pixel alpha Es sind die kleinen Dinge die zählen

 

 

Ideen die tun wurde von Gareth Kay geprägt.

 

 

 

Occupy Frankfurt

15. Oktober 2011 Keine Kommentare

Occupy George Occupy Frankfurt

Wir sind die 99 Prozent Occupy Frankfurt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glückliche Umstände und die Geschicke der einen und versäumte Gelegenheiten und Ungeschicke der anderen, haben zur grossen Teilung geführt, die Welt in Superreiche und in Bettelarme zu unterteilen. Ohne Grauzonen und Zwischenbereiche.

Zur Stunde des begonnenen Eintrags, findet an der Frankfurter Hauptwache statt, was an der New Yorker Wall Street seinen Anfang nahm. Die Leute beginnen die große Teilung wahrzunehmen. Unruhe kommt auf. Das wollten wir nicht, denken sowohl die einen als auch die anderen.

 
Die große Teilung Occupy Frankfurt
 

Deutschland hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verloren. Vater Staat sorgt im Notfall und nämlich dann, wenn es notwendig wird, nicht länger für seine Bürger.

Gerhard Schröder’s selbstsüchtige Profilierungsmassnahme, hat seine selten blöde Idee mit Hartz IV, deutsche Realität werden lassen.

Das von Ludwig Erhard gemeinsam mit dem Ökonom Alfred Müller-Armack entwickelte Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft, dass untrennbar mit dem dt. Wirtschaftswunder einherging und dem Deutschland seinen Wohlstand zu verdanken hat, ist mit Hartz IV ad absurdum geführt und besteht nicht länger. Im Gegenteil, Hartz IV, hat in Folge die grosse Teilung begünstigt und das Vertrauen in Politik und Wirtschaft mit schwinden lassen.

Wir empfinden die grosse Teilung als normal, solange es uns gut geht. Ein Nährboden für wir/ihr Denken, wie es Prof. Robert Reich mit seinem Zeitgeist Vortrag greifbar machte (Video hier ansehen).

Zuviele Verwalter zuwenig Hersteller, wollen die Amerikaner herausgefunden haben.

Mike Konczal hat sich damit befasst, ein im Detail lesenswertes, ideologisches Profil der 99%, anhand seiner Auswertung eines Tumblr Blogs zu erstellen. Demnach sind weder Neid noch Gier, Motivation für die 99 Prozent Bewegung in den USA. Belange sind:

  1. Kinder
  2. Studentendarlehen
  3. Arbeitslosigkeit
  4. Gesundheitswesen

Das Alter gruppierte sich um die 20- und 27-jährigen.

Die Ursachen waren für Mike Konczal rasch identifiziert, dessen Blog als einer der vier Top Finanz- u. Investmentquellen, grosses Ansehen geniesst:

  • Es gibt keine universelles Gesundheitswesen, das mit dem Zufallscharakter schlechter Gesundheit klar kommt.
  • Es gibt keine freie, höhere Ausbildung, die es den Leuten gestattet ihre Fähigkeiten ausserhalb der Logik und Beziehung einer Schuldknechtschaft zu erlangen.
  • Unsere Konkurs- und Vergleichsordnung wurden von den oberen 1% neu definiert, während wir aber eine Abwehr davor brauchen, dass von Ungleichheit gesteuerte Schulden auf die Bevölkerung geschoben werden können.


 
1Prozent Occupy Frankfurt
 
1pixel alpha Occupy Frankfurt 

Sag selbst, sind die Ursachen der USA nicht womöglich auch die Ursachen in der Bundesrepublik?

Und hat unsere globale Schuldnerkultur nicht auch ihr Gutes?

 
Was ist gut an unserer Schuldnerkultur Occupy Frankfurt
 

Die kurze Antwort: Nichts, rein garnichts.

Wir können aus dem Schaden klüger werden. Hier von den Letten lernen.

Hartz IV abschaffen. Frauenlohn abschaffen. Unsere Kinder anweisen die Ehrfurcht vor Institutionen zu verlieren.

Das Internet bringt es zutage, wir nehmen unsere Rechte und Pflichten nicht ausreichend wahr.

Ich nehme mir an Christoph Schlingensief’s Frohnatur ein Beispiel, an Frank Sauer’s Schamlosigkeit, an Thomas Meinecke’s Klarheit, an Gottfried Eisert’s Sachlichkeit, an Thomas Bröse’s Leutseligkeit und deren Umsetzungskraft.

Joseph Ackermann hat allen voran die neue Welt und die Skalierbarkeit der Netze verstanden.

In meiner Zeit in Frankfurt, waren nicht meine Werbekollegen aber die Banker die lustigsten Leute in den Gaststätten.

Heute wissen wir woher die gute Laune kam und auch heute noch kommt.
 
Bestätigt Occupy Frankfurt
1pixel alpha Occupy Frankfurt 

 
Die 1318 transnationalen Unternehmen die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Supervernetzte Unternehmen sind rot, sehr vernetzte Unternehmen sind gelb. Die Größe der Punkte stehen für deren Umsätze. (Abbildung links: PLoS One Foto rechts: Elisabeth Waczek, Lissabon)

Details der Untersuchung sind hier zu erfahren.


 
OccupyBerlin Occupy Frankfurt
Occupy Eugene Occupy Frankfurt
garethk only one makes something Occupy Frankfurt

 

 

Riecht nach Zeitgeist

4. Oktober 2011 Keine Kommentare

 

Zeitgeist Riecht nach Zeitgeist

 

Adam Braun at Zeitgeist Americas 2011 Riecht nach Zeitgeist

Adam Braun, Zeitgeist Americas 2011


 
In Edward Boche’s Worten, dessen Hinweis uns hergeführt hat:

Hier, der junge Kerl, Adam Braun. Es ist nicht so sehr, dass er sich einer Ursache angenommen hat, obdoch er das hat. Oder dass er 40 Schulen ins Leben gerufen hat, auch wenn er das hat. Vielmehr ist es so, dass er gemeinnützige Organisationen als zweckorientierte Organisationen neu definiert hat und profitorientierte Prinzipien und Praktiken für seine Pencils of Promise angewendet hat.

Profitable purpose 300x170 Riecht nach ZeitgeistIch bin begeistert. Immer mehr Marken sind dabei Werbung abzuschaffen und ihre Markenaktivitäten um Gemeinnütziges herum anzulegen, um der Marke eine größere Gefolgschaft zu ermöglichen und um mit einer guten Geschichte in den Sozialmedien ins Gespräch zu kommen.

Wenn wir es jetzt als Branche, AdamProfitable purpose 2 300x170 Riecht nach Zeitgeist Braun gleich täten und mit unseren Aktivitäten einen rentablen Zweck [profitable purpose] verfolgten, wenn wir alle das täten, würden wir die nationale Wirtschaft deutlich aufbessern und brächten unserer Branche Magie zurück. Es scheint so einfach zu sein von Adam Braun zu lernen, was meint ihr?

Über Gareth Kay’s Ideen die tun hinaus, weisst Adam Braun den Weg, etwas universell, sozial gutes vom Zaun zu brechen, solange nur jede Agentur ihre Markenaktivität aufbaut um damit gleichsam sozial gutes zu erschaffen.

Adam Braun’s einfach zu befolgende Wegbeschreibung für den Einzelnen (such für Marken anwendbar):

  1. Finde Deine Revolution
  2. Sprich die Sprache der Person die Du werden willst
  3. Heisse lange, schlaflose Nächte willkommen
  4. Such Dir die heraus, die unmöglich zu schaffen sind
  5. GTS: Google den Schmarrn.


 

Mach Dir Zeit und hol Dir mehr auf Google Zeitgeist.
Entdecke mehr von Edward Boche’s Zeitgeist Favoriten hier.
Besuche Adam Braun’s Firma hier.

 

 

Antworten aus Boulder

2. Oktober 2011 Keine Kommentare

BDW, Boulder Colorado, USA:

Werkstattlehrer beantworten aus einer Twitter Crowdsourcing Befragung, aussortierte Fragen:

  1. Was tun um Kunden für Innovation zu interessieren?
  2. Was können wir von Software Start-Ups lernen?
  3. Haben Agenturen eine Rolle in den Sozialmedien?
  4. Wie beenden wir den Talent Schwund?
  5. Was für Leute sollen wir einstellen?

BDW Leiter sind Matt Howell, Sheena Mathieken, Tim Malbon, John Winsor, Scott Prindle, und Edward Boches, der Leiter dieser so erfolgreichen wie einflussreichen Veranstaltung.


 

Making Digital Work Colorado State Unviversity1 Antworten aus Boulder

Making Digital Work Colorado State Unviversity



 

 

 

Kategorien:Neue Werbung

Flucht und Zuflucht in Scharen

21. September 2011 Keine Kommentare
Flucht und Zuflucht in Scharen Flucht und Zuflucht in Scharen

Via Media Entrepreneurs, eine Initiative der Axel Springer AG.

Für jeden Trend gibt es einen gleichwertigen Gegentrend

Facebook und die vielen Aggregatoren mit zentral gespeicherten Daten widersprechen dem fundamentalen Konzept eines dezentralen, nicht unterbrechbaren Datenaustausches unter Bürgern der freien Welt, nicht aber dem freien Wettbewerb.

Zur Erinnerung, Tim Berner Lee macht drei große Gegner des Web aus:

  1. Regierungen, die das Nutzungsverhalten ihrer Bürger überwachen
  2. Provider, die Anbieter gegen Geld bevorzugen
  3. Soziale Netze, die abgeschirmt vom Rest des Internets Informationen horten

(mehr hierzu). Bezüglich Nachhaltigkeit kann die Wirtschaft hier Verantwortung unter Beweis stellen.


 

Arche Nachbau Flucht und Zuflucht in Scharen

Nachbau der Arche von Johan Huibers an deren Heimatkai
in der niederländischen Stadt Dordrecht am 22.08.2011.


 

In den Sozialnetzen wollen die Leute ganz sicher nicht irgendwelche Haushaltsmarken stärken, die Leute wollen sich als Marke stärken.

„Technologien ändern sich, Leute nicht‟, erkannte Amelia Torode längst in ihrem IPA Sozialprinzip № 8.

Die grossen Treiber sind:

  1. Wissbegierde, neues in Erfahrung bringen—Abraham Maslow
  2. das Versprechen der Netze von permanenter Nähe—Prof. Dr. Peter Kruse
  3. und der auf uns ausgeübte Druck der Gesellschaft—selber Schuld

In den Sozialnetzen streben wir nach Anerkennung und wollen uns mit unseren Entdeckungen ins Gespräch bringen und behaupten.


 

Leute werden mehr und mehr zu Marken. Marken werden wie Leute.

Alles strebt zur Mitte, dort wo gerade mal alle sind. Es verleitet die Marketingverantwortlichen den Leuten zur Mitte zu folgen. Die Konsolidierung der Netze wie sie von Facebook und den vielen Aggregatoren opportun genutzt wird, verleitet das Marketing zu blindem Aktionismus, der sich aus seinem Gegenteil heraus veranschaulichen lässt:

  • Eine Marke mit gesundem Selbstverständnis läuft den Leuten einfach nicht hinterher, sie zieht die Leute in Scharen hinter sich her.

  •  

    Mein Burger Highlights Flucht und Zuflucht in Scharen

    In nur 5 Wochen habt ihr 116.468 Burger erstellt.


     

    Integriertes Marketing in der Neuen Welt:
    Wie McDonalds die Leute auch ohne Facebook in seinen Bann zog.

    Zwei Monate lang hatte McDonald’s im Internet Hamburger bauen und anschließend darüber abstimmen lassen. Mehr als eine Million Menschen beteiligten sich an der Aktion. (mehr)

    Auch wenn hier von crowdsourcing und anderen neueren Bergriffen die Rede ist, handelt es sich bei dieser Erfolgkampagne um, mittlerweile als konventionell geltendes, gelerntes, erprobtes, integriertes Marketing. Mit dem Unterschied, dass allem voran eine Idee die tut steht und die oben genannten Treiber zur Motivationen der Beteiligung möglichst vieler genutzt werden. McDonalds als umsatzstärkste Fastfood-Kette mit gesundem Selbstverständnis ausgestattet, folgte den Leuten nicht in die Sozialmedien, aber lockte die Leute von ihren Sozialmedien fort und hin zur gelernten URL der Markenwebsite.

    Rattenfaenger Flucht und Zuflucht in Scharen

    „Mir macht das Spaß, online so ein bisschen rumzubasteln‟, sagt Krömer. „Und dass ich gewonnen habe, das ist natürlich eine Sache, die man nicht vergisst. Das werde ich noch meinen Kindern erzählen.‟

    Für den Erfolg von Mein Burger, war die McDonalds Website verantwortlich, die Sozialmedien wurden den Mitstreitern marginal zur Nutzung angeboten.

    Eine integrierte Kampagne, deren einfach zu bedienender Burgerkonfigurator die zentrale Plattform ausmachte.

    Achtung verdient die unmittelbare Nähe der Aufgabe und seiner zeitnahen Auflösung. In anderen Worten, Anspruch und Beweisführung der Marke finden heute möglichst gleichzeitig statt.

    Ein Wettbewerb ohne Geldgewinne oder der sonst üblichen Produktversprechen. Als Anreiz diente die Chance, mit der eigenen Burger-Kreation in ganz Deutschland auf den Markt und als Burger Chef ins Werbefernsehen zu kommen. Beides freilich verkaufsfördernde Massnahmen für die McDonalds Kette.

    Eine reife Leistung, die, die grosse Relevanz, der Worte von Gareth Kay, herrlich greifbar macht:

    „Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun‟.

     

     

    Mightybell

    13. September 2011 Keine Kommentare

    gina bianchini Mightybell
     

    Im Grossen denken, im kleinen handeln

    Gina Bianchini, die Gründerin und vormaliger CEO von Ning ist bestens mit Sozialnetzen vertraut. Ungeduldige können seit Anfang des Monats mit einer Probefahrt von Mightybell eigene Erfahrungen sammeln.


     

    Was ist Mightybell?

    1. Mightybell its eine soziale Anwendung, die einen dedizierten Erfahrungsaustausch ermöglicht. Ich kann hier meine Vorhaben Schritt für Schritt aufzeichnen, dokumentieren, und tausche mich mit solchen aus, die gerade ähnliche Erfahrungen sammeln.
    2.  

    3. Mightybell ermöglicht den Alleingang im Austausch mit anderen.

     



    Mightybell 250 Mightybell


    Genutzt wird Mightybell im sehr frühen Stadium recht unterschiedlich. Eine Anleitung befasst sich mit 10 rettenden Urlaubsregeln, um im nächsten Jahr, 3 Urlaube zu definieren und 3 passende Reisebegleiter zu finden, eine andere Erfahrung hat zum Ziel, sich in San Francisco wie ein New Yorker fühlen zu können.

    Sowie ich mich angemeldet habe, erhalte ich Anweisungen, was zu tun ist um den ersten Schritt zu vervollständigen. Gefolgt von einer Auflistung von solchen, die gerade die selbe Erfahrungen machen. Unterstützer kann ich ihnen mit meiner Erfahrung helfen.

    Eine Reihe an Hilfsmittel helfen mir den Überblick zu behalten.


    mightybellZahlen Mightybell

     

    Ein Hinweis, dass Mightybell offen mit anderen Sozialnetzwerken arbeitet:

     

     

    Kategorien:Neue Werbung

    Was ausserdem am Minirock so toll ist

    1. September 2011 Keine Kommentare

    Nicht was wir denken ändert unser tun, was wir tun ändert unser Denken

    Der Minirock liefert bestes Beispiel, das dem so ist.


    twiggy 1967 Was ausserdem am Minirock so toll ist

    Twiggy mit Dolly Bird, 1967

     

     

    Mit dem Tragen eines teuflisch, kurzen Minirocks, erweiterte sich der Aktionsradius der Frauen, über die, bis in die 60er Jahre hinein, vorgegebene Rolle der Frauen, als Mutter und Hausfrau hinaus.

    Egal auch wie schwer es der individuellen Frau oder dem Mädchen, gefallen sein mag, die Entscheidung über die Länge des Rockes gegen ihr besseres Wissen und Gewissen zu fällen, den Sieg trug, wie wir heute wissen, die kollektive Entscheidung für den Minirock und sein aktives Tragen davon.

    Das tolle an den Moden ist ja, das sie etwas bewegen, indem das, was es da zu bewegen gibt, von vielen einfach getan wird.

    Mehr Freud als Leid?

    corporate miniskirt Was ausserdem am Minirock so toll ist

    Geschäftsausstattung, 1980-1990

    Wenig später hielt der Mini Einzug in das Geschäftsleben, dem Corporate Lifestyle und wurde zum Power Suit. Zum Kraft verleihenden Ausdruck im Alltag des Karriereaufstiegs.

    Heute gibt es kaum prominente Beispiele, von erfolgreichen Frauen, die ohne bewussten Einsatz und Wissen um sexuelle Witterung zum Erfolg führten. Ein deutliches Beispiel hierfür liefern die grossen Bucherfolge von Charlotte Roche.

    Der Mini jedenfalls verlieh der Welt mehr Freud als Leid. Damit schliesse ich ein wenig unverhofft in Gareth Kay’s Worten: Tun ist gut.

     

     

    Letraset in der neuen Welt

    31. August 2011 Keine Kommentare

    Letraset Letraset in der neuen Welt

    Letraset Bogen: via Mike Dempsey zu Frederick Lambert

     


    Eine offensichtliche Idee die tut, macht das Leben der Gestalter um vieles leichter. Es gibt sie bei MyFonts logo Letraset in der neuen Welt. Und das seit langem.

    • What the font findet die gesuchte Schrittype. Du gibst ein Bild der gesuchten Schrifttpye ein und What the Font zeigt Dir die Treffer an.
    • Falls mal keine präzisen Treffer angezeigt werden, leitest Du die Suche an andere Typografen weiter und erhälst, meist noch am selben Tag, Vorschläge.
    • Im Forum tauscht Du Dich mit Freunden der Typografie aus.
    • Zu jeder Schriftype kannst Du Deine Worte eingeben und kostenlose Geschmacksmuster erstellen.
    • Am besten ist, Du trägst Dich auf ihrer Mailing Liste ein . Damit diese Quelle an frischen Gedanken nicht wieder in Vergessenheit gerät. Verlang es auch Deiner Kreation ab. Als Kreativdirektor schuldest Du es der dt. Design-Nation.

     

    MyFonts Ideen die tun Letraset in der neuen Welt

    Danke MyFonts!

     

    Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun

    Spätestens nach Deinem dritten Kundenvorschlag, mit Hilfe der hier vorgestellten Möglichkeiten, sollte Dir klar geworden sein, was eine Idee die tut ist. Es ist das zur Verfügung stellen und Verteilen von Hilfsmitteln, die unmittelbar das Leben vieler vereinfachen.

    Umso unmittelbarer, praktischer, notwendiger, desto besser

    Denke nicht länger darüber nach, was das grosse Versprechen ist, das die zu betreuende Marke in die Welt hinausrufen soll. Denke darüber nach wie ein solches Versprechen erfüllt wird.

    Wie kannst Du den Kunden Deiner Kunden vor Augen führen, wie kannst Du sie erleben machen, das ein solches Versprechen sofort, hier und jetzt auch eingelöst wird, so das sie , indem sie es probieren, zu dem Schluss kommen: „Ist ja toll! Es klappt einfach.‟

    Damit bringst Du auch die Magie unserer Werbebranche zurück.

    Myfonts.de gibt es nun auch.

    Fragen hierzu beantworte ich gerne. Hinterlasse Deine Fragen im Kommentarfeld im Anschluss und ich beeile mich mit einer Antwort.

    Morgen gibt es hier im Anschluss zu solch sexy Thema, etwas über den Minirock.

    Ideen die tun wurden von Gareth Kay entdeckt und geprägt.

     

     

    Kategorien:Neue Werbung

    Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA

    17. August 2011 Keine Kommentare
    Eadward Boches Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA Matt Howell Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA Tim Malbon Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA
    Edward Boches
    Chef Innovation Offizier
    Mullen
    Blog
    @edwardboches
    Matt Howell
    Globaler Digital Offizier
    Arnold Worldwide
    Blog /nicht verfügbar
    @mrhowell
    Tim Malbon
    Gründungsmitglied
    Made By Many
    Blog
    @malbonster
    Gareth Kay Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA Kim Laama Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA Sheena Matheiken Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA
    Gareth Kay
    Direktor, Markenstrategie
    Goodby, Silverstein and Partners
    Blog
    @garethk
    Kim Laama
    Kreativdirektorin
    AKQA
    Blog /nicht verfügbar
    @kimlaama
    Sheena Matheiken
    Gründerin u. Kreativdirektorin
    The Uniform Project
    Blog
    @matheiken
    Will McGinness Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA Ben Malbon Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA Daniel Stein Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA
    Will McGinness
    Kreativdirektor
    Venables Bell and Partners
    Blog /nicht verfügbar
    @willmcginess
    Ben Malbon
    Strategie Direktor
    Google Creative Lab
    Blog
    @malbonnington
    Daniel Stein
    CEO
    EVB
    Blog /nicht verfügbar
    @danielstein
    Scott Prindle Alle Augen auf Boulder, Colorado, USA
    Scott Prindle
    VP/Exek. Technologiedirektor
    CP+B
    Blog /nicht verfügbar
    @prindlescott

    Boulder, Colorado wurde in der Kürze der Zeit ein kreativer Treffpunkt für Gedanken Anführer und Orientierung in unserer Werbebranche.

    Die hier vorgestellte Intelligenz, umfasst freilich nur einen geringen Teil, der für die amerikanische Werbebranche aktiven Anführer. Ausserdem sind gerne auch Briten dabei. Allenfalls kommen solche in Betracht, die digital so aktiv wie im Leben sind. Der entsprechende Workshop endete vergangenen Donnerstag und wir können uns auf Video Interviews mit den hier vorgestellten Beteiligten freuen.

    Via Edward Boches. Making Digital Work.

     

    Gedankenführung in der neuen Welt

    Markenführung, Kundendienste, unser aller Ansehen unterliegen längst unserer digitalen Leistungsfähigkeit.

    Im Grossen und Ganzen übersteigt unsere Leistungsfähigkeit die Wachstumsmöglickeit der Märkte. Hier öffnet sich die Schere auf das Unangenehmste.

    Deutschland ist gut darin Strukturen zu schaffen und diese organisiert zu halten. Deutschland ist schlecht dabei, die geschaffenen Strukturen mit Leben zu füllen und sie zu kultivieren.

     

    Brauchen dt. Agenturen, Offiziere für Innovation?

    Sicherlich eine Empfehlung für grosse dt. Werbeagenturen als auch für dt. Grossstädte.
    Das beste Bespiel ist Nico Lumma, Direktor für Sozialmedien bei Scholz u. Friends. Scholz u. Friends wäre ohne Nico Lumma nicht länger sichtbar, auf den digitalen Radarschirmen der Welt und denen des Binnenmarktes. Deutlicher geht es nicht.
    Im internationalen Vergleich, steht Lumma mit seinem Direktoren Titel leider dumm da, bei Zusammenkünften mit Chief Innovation Officers, VP Executives auf globaler Ebene. Auch das ist deutlich.
    Hier erweisen sich dt. Firmen als nicht so organisiert und strukturiert wie angenommen. Eine Aktualisierung von Rollen und Titeln in der Werbebranche ist überfällig, soll sich aber möglichst natürlich ergeben und kulturell tragbar sein.

    Für Städte ist eine digitale Führung ein Muss. Stadtplanung ist heute undenkbar, ohne Beteiligung der Betroffenen und organisiertem Crowdsourcing. Auch ist crowdsourcing billiger und effizienter, als es ist, die Städteplannung und Öffentlichkeitsarbeit, dem Geltungsdrang und Profilierungswahn einzelner Amtsträger weiterhin zu überlassen.

     

    Der transformative Prozess ist allgegenwärtig

    Er muss von allen getragen und idealerweise von allen unterstützt werden.

    Das unglaubwürdige Geschwafel von flachen Hierarchien muss glaubwürdig verankert sein. Eine Hierarchie ist dann flach, wenn alle Ebenen einer Agenturhierarchie mit der Kundenseite in Dialog treten und dies die Unterstützung und Ermöglichung der Geschäftsleitung erfährt. Alles andere ist dummes Zeug.