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Artikel Tagged ‘dezentralisierte Kampagnen’

Wahre Worte Deutscher Werber

21. September 2010 Keine Kommentare


Vor 2006 waren die lustigsten Gäste in Frankfurts Apfelwein Gaststädten die Bankangestellten, während die zahlreichen Angestellten der Werbeagenturen vergleichsweise, lange Gesichter machten. Heute wissen wir warum. Heute wird es nicht anders sein.

 

Banken waren in der neuen Welt angekommen und Werbeagenturen mit ihren Wirtschaftsklientel waren in der alten Welt zurück geblieben. Banken verdienen ihr Geld mit Transaktionen. Elektronische Transfers die technisch von Mechaniken aus dem Industriezeitalter losgelöst arbeiten und so gesehen virtuell funktionieren und expandieren. Wirtschaft und Werbung dagegen hatten auf dem Weg zur Bank nicht mehr gut lachen. Das Verhalten der Konsumenten änderte sich entsprechend der elektronischen Möglichkeiten und der Austausch der Konsumenten untereinander hat sich vom Blut und Boden Marktplatz ins Internet verlegt. Gleichsam gehen Immer größere Etats an immer kleinere Agenturen.

 

Amir Kassaei SZ Wahre Worte Deutscher Werber

Amir Kassaei Bildrechte Süddeutsche Zeitung © 2010. Alle Rechte vorbehalten.

 

Der Dialog der Werbebranche aber findet noch hinter der Firewall. mittels interner, von der Öffentlichkeit abgeschirmter E-Mail statt. Marketing aber ist keine Privatsache und gehört in den Diskurs der Öffentlichkeit. Erfolgreiche Unternehmen wie etwa der Marktführer Nike, arbeiten mit der Öffentlichkeit, nicht gegen sie. Seit jeher ist von der Demokratisierung der Marken, von dezentralisierten Kampagnen, von holistischer Werbung die Rede. Alles keine Raketenwissenschaft…

 

Mach Dich nackig Wahre Worte Deutscher Werber

Um in den Sozialnetzen die Hosen an zu behalten, müssen Firmen sich nackig machen

 

 



…Nur muss erst noch der Schritt in die Öffentlichkeit getan werden. Produkte wollen auf die Strasse gebracht werden. Die statischen Webseiten der Hersteller und die der Agenturen müssen entsorgt, die Elfenbeintürme verlassen werden und schon treten wir hinaus ans Licht der Öffentlichkeit und lachen auf dem Weg zur Bank und in die Arbeit.

 

Björn Negelmann hat Stefanie Wagner-Fuhs von Sapient Nitro um ihre Einschätzung gebeten. Quelle: Fischmarkt

 

Marketing ist keine Privatsache und gehört in den Diskurs der Öffentlichkeit.

Boston Universität in den USA gibt nicht länger E-Mail Adressen an neue Studenten aus. Boston Universität hat festgestellt, dass die Studenten ihren Diskurs längst anderweitig abhalten und die E-Mail Adressen nicht länger Verwendung finden. Der Diskurs findet in den sozialen Medien und also im Licht der Öffentlichkeit statt.

 

Die US Agentur Mullen, hat als markt-erste Agentur seine statische Website entsorgt und macht mit einer dynamischen, auf WordPress CMS beruhenden, gesellschaftsfähigen [sociable] Website Furore. Chefkreativer Edward Boches sorgt mit enormer Umgetriebenheit für Popularität und Anerkennung in den Netzwerken. Unsere Wege kreuzen sich in verlässlicher Regelmässigkeit. Er ist mir auf den Fersen, ich bin ihm auf den Fersen.

 

Ans Licht der Öffentlichkeit

  • Konsumenten einbeziehen in die Entwicklung von Produkten und Kampagnen
  • Webseiten sozialisierbar machen oder gleich abschalten
  • Gleich einer Universität, ein Curriculum, einen Lehrplan zur Verfügung stellen, ohne den, Lernziele nicht zu erreichen sind. Die Londoner Kreativagentur Bartle Bogle Hegarty nennt ihren Lehrplan BBH Labs. Vorbildlich ist auch Agentur Denken des US Think Tank T3.
  • Für Deutsche Öffentlichkeitsarbeit ist Leo Burnett mit Cultural Fuel zugegen.
  • Ein scharfer Denker und lustiger Zeitgenosse ist auch Niko Lumma, Scholz & Friends sind mit wurst. In Lummaland bin ich regelmässig.
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    Es fehlt noch an Entschlossenheit und vertraglichem Übereinkommen die Geheimhaltungsvereinbarung & Verschwiegenheitsklausel bei Verträgen zu aktualisieren und der Zeit anzupassen.

     

    Solange wir nicht über das was wir tun reden dürfen, will auch kein rechtes Gespräch aufkommen.

     

     

    Kategorien:Neue Werbung, Sozial

    Das Splitternetz kündigt das Ende des goldenen Internet Zeitalters an

    27. Januar 2010 Keine Kommentare

    Keine Hiobsbotschaft für Werbeagenturen und Marketingverantwortliche auf Kundenseite, die sich seit Jahren mit dezentralisierten Kampagnen beschäftigen und auf den deutlichen Wandel im Konsumverhalten [Stichwort: soziale Medienrevolution] nicht nur flexibel reagieren, den Wandel aber prognostizieren, aktzeptieren und aktiv mitgestalten.

    Josh Bernoff’s Artikel veranschaulicht den gegenwärtigen Trend als eine von der technologischen Entwicklung herbeigeführte Konsequenz. Hier die Übersetzung seines Artikels vom 26. Januar 2010:

    Das goldene Zeitalter des Internet [world wide web] geht zuende. Mach Dich bereit für das Splitternetz.

    Während wir gespannt Apple’s Ankündigung ihres Tablettrechners erwarten, nehmen wir für einen Moment Abstand und vergegenwärtigen uns, was all diese neuen Gerätschaften bewirken. Das gesamte Rahmenwerk des Internets und folglich des Web Marketings basiert auf der Idee, für alles ein kompatibles Format zu haben. Mit jedem Browser, von jedem Rechner aus sehen wir über jede Verbindung so ziemlich ein und dasselbe Ergebnis.

    Werfen wir jetzt einen Blick auf das, was dieses Arsenal an neuen Geräten bewirkt:

    • Neue Geräte: iPhones, Andoids, Kindles, Tabletts und das gute alte TV Gerät verbinden uns heute über das Internet. Damit hat die alte Prämisse [wir kriegen alle dasselbe zu sehen] seine Gültigkeit verloren.
    • Passwort gesicherte Informationen: Zunehmend sind interessante Informationen im Web nur über Anmeldung und Passwort zu erreichen. Suchmaschienen nehmen solche Information nicht wahr, sie wird unauffindbar. Zunehmend werden Inhalte für die Allgemeinheit unzugänglich gemacht.
    • Webmarketing floriert seit 1995 auf der Prämisse das alles miteinander verbunden ist. Click-Verhalten, Werbenetzwerk, Analysen, Suchmaschienen Optimierung – all das funktionierte weil das Internet [world wide web] einen verlässlichen Standard gewährte.

    Splitternetz 261x300 Das Splitternetz kündigt das Ende des goldenen Internet Zeitalters anDamit ist erstmal Schluss. Jedes dieser neuen Geräte benutzt sein eigenes Netzwerk, kommt im eigenen Format und mit seiner eigenen Technologie.
    Für jedes soziale Netzwerk musst Du Dich anmelden und viele verstecken Inhalte von den Suchmaschinen.

    Josh Bernoff nennt es das Splitternetz mit einer Verbeugung gegenüber Doc Searls und Rich Tehrani, die diesen Begriff [splinternet] prägten, wenn auch in einem etwas anderen Zusammenhang. Das Internet [www] als unifizierendes System wird zersplittet. Das goldene Zeitalter währte 15 Jahre. WIe alle goldenen Zeitalter wähnen wir es für ewig solange es andauert. Nun ist ein Ende in Sicht.

    In dieser Übersetzung wie im Original Artikel wird Internet mit World Wide Web gleichgesetzt. Gemeint ist das World WIde Web, dass wir im Deutschen Sprachgebrauch gemeinhin als Internet bezeichnen. Qelltext.

    Josh Bernoff rät an dieser Stelle nicht in Panik zu geraten und nicht zu kitten versuchen. Die Zersplitterung kann nicht ungeschehen gemacht werden.

    Verlässliche Recherchen und die folgerichtige Auswahl der in Frage kommenden Mittel [hier: Geräte] bestimmen nach wie vor über Erfolg oder Niederlage unserer anempfohlenen Lösungen. Die Medienauswahl ist abhängig von der Idee, die wiederum das Geschäft vorantreiben soll und die im Unterbewusstsein der potenziellen Käuferschaft darauf wartet entdeckt zu werden.

    Hier erste Einblicke von Apple’s iPad;

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