Niemand wird allen Ernstes das Mooresches Gesetz veranwortlich machen wollen, für die erstaunliche Begebenheit, der von der Sokoblovky Zucht, erhältlichen Schossgiraffe [lap giraffe]. Im Vorjahr erstmals zu sehen in den US Werbespots für Direct TV. Eine halbe Millionen der petit Schossgiraffen wurden bereits vorbestellt.
Denoch ist selbst die zierliche Schossgiraffe in Folge der Desktop Revolution zu sehen und deren Auswirkungen zuzuschreiben.
2 Wochen altes Kälbchen
Nur bedingt ein Beitrag zu bionischer Werbung, insofern als das wir hier von menschlichen Verhalten lernen.
Es handelt sich um den digitalen Anteil einer US Werbekampagne von Grey Global für Direct TV in den USA. Sie soll zur Unterstützung der TVCs Wundern machen und für Gesprächsstoff sorgen. Diesjähriger Werbespot, „Opulence, I has it‟ ist mit einem zierlichen Schossgiraffen-kälbchen in der Nebenrolle hier zu sehen.
In den frühen Neunzigern, stand ich in Boston, USA vor einem Gebäude, das die Worte in die dunkle Mamorverschalung über dem Glaseingang eingraviert hatte: „Wir bauen einen Rechner, der stolz auf uns sein wird.‟
Die Desktop Revolution, die das Mooresche Gesetzt in jede Ecke und Nische der Realität unseres Alltags trieb, hatte ihre Wirkung vor weniger als einer Dekade begonnen.
Mit dem Ereignis von Singularität, soll künstliche Intelligenz unserer menschlichen Intelligenz ergänzen und dazu verhelfen mit immer häufiger auftretenden, immer komplexeren Aufgaben zurecht zu kommen. Das birgt gleichermassen Gefahren wie Vorteile, jeweils in nicht gekanntem Ausmaß. Mit der Singularität nahen auch wirkliche Lösungen für unsere, sich rapide häufenden Probleme.
Mit dem Menschen als Teil der Natur, ist auch diese Entwicklung als organische, natürlich Entwicklung zu begreifen. Zweifler und Pessimisten werden Singularität mit national-sozialistischer Eugenik in Verbingung bringen und verhindern wollen.
In den frühen Neunzigern, artikulierte der Mathematiker und Sci-Fi Schriftsteller Vernor Vinge allen voran, die Verwendung dieser Terminologie, er beginnt seinen Versuch wie folgt: Innerhalb von dreißig Jahren, sind wir der technologische Möglichkeiten habhaft, übermenschliche Intelligenz zu erstellen. Kurz darauf, wird die menschliche Era enden.
Wir wurden von der noch unvollendeten Desktop Revolution in die post-digitale Dekade befördert. Was hält die Zeit nach der Transformation für uns bereit?
Kurzweil schreibt, dass der Trend von exponentialem Wachstum, auf Grund der Paradigma Verschiebung, das Mooresches Gesetz ausdehnen wird von den integrierten Schaltungen auf frühere Transistoren, Vakuumröhren, Relais und elektromechanische Rechner. Er sagt voraus, dass das exponentielle Wachstum fortfährt, und das in wenigen Dekaden die Rechenkraft aller Rechner, die des menschlichen Gehirns übertreffen wird, übermenschliche, künstliche Intelligenz wird zeitgleich in Erscheinung treten.
Die Vorteile, die uns Kommunikationspraktikanten seitens der evolutionären Entwicklung im Internet entgegen kommen, sollen hier hervorgehoben werden.
Es nervt wenn alle Nase lang, eine revolutionäre Neuheit um die Ecke kommt und eine Neuheit die andere jagt. Das beste wird sein Du jagst den Überbringer gleich zum Teufel.
Gerade die Beständigkeit und Zuverlässigkeit in der uns das Internet Entwicklungen entgegen bringt, aber kommt uns zugute, ist kalkulierbar, stärkend und wohltuend. Wir müssen nur Teil dieses Systems werden. Wir müssen nur wollen.
Denker
Wandel wird nie wieder so langsam vonstatten gehen¹
Tatsächlich kommen uns entscheidende Entwicklung im Internet, beschaulich, in kalkulierbaren Abständen entgegen, so dass wir uns vorbereitet auf die Auswirkungen freuen können. Es geschieht im Sinne des Mooreschen Gesetzes. Mir fällt es einfacher die gegenwärtige Entwicklung als logische Konsequenz der Desktop Revolution zu begreifen, auf dem Umweg über Charles Darwin oder aber ganz ohne Ping, Blub, Blink. Schneller, weiter höher war der Maßstab früherer Gesellschaften und ist es noch für die mobile Gesellschaft. Schliesslich landet alles in der Tasche wie bereits von Kraftwerk besungen:
Jean Luc Picard
Ich bin der Musikant
mit Taschenrechner in
der Hand
Ich addiere
Und subtrahiere
Kontrolliere
Und Komponiere
Und wenn ich diese Taste drück
Spielt er ein kleines Musikstück
Benutzeroberfläche für Raumschiff Enterprise von Michael Okuda
Entwicklungen in der Benutzerführung und der Benutzerobefläche kommen zwar alle Nase lang vor, Gestalter und Entwickler aber können sich darauf verlassen, dass entscheidende Forstschritte überschaubar bleiben. Vorgestern gab es eine Aktualisierung für die Musikfreunde, iTunes jetzt mit Ping.
¹IPA Sozialprinzip Nr. 9
Eile mit Weile
Jean Luc mit iPad
Wie beruhigend es doch ist, Schritt zu halten mit beständig auftauchenden Entwicklungen und Neuerungen. Indem wir den ersten Schritt tun, gewinnen wir Zeit den zweiten nachzusetzen. Ganz im Sinne von Entwicklung. Langsames Marketing für schnelle Unternehmen. Solch Luxus kam uns gewiss nicht zugute zu Zeiten der Kampagnen, hier wurde für die Dauer der Kampagne alles vorweggenommen auf der Basis von Spekulationen einiger weniger. Es war die Schau! Nicht ein Mangel an digitaler Kompetenz verursachte, dass wichtige Kunden immer größere Etats an immer kleinere Agenturen vergaben, der Riß entstand auf Grund der Bilder-Dominanz der Königsdisziplin TV, zu der ja auch die Vormachtstellung von Texter auf Gestalter überging. Von Inhalt zu Image. Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort. Das Internet bestraft wie es der Volksmund Gott zuschreibt: kleine Sünden sofort. Ein gedienter Kreativchef verzweifelt seit Jahrzehnten an seinen Kreativen, Gestalter wie Texter, die sich disassoziiert haben vom Markt und von den Konsumenten. Sie zählen sich selbst nicht zu den Konsumenten und haben eine Instanz darüber geschaffen, in der sie nun für den Konsumenten Geschichten ersannen, allesamt an den Haaren herbeigezogen.
iTunes jetzt mit Echolot
Kontinuierliche Konversation nicht Kampagnen²
Konversationen ersetzen Kampagnen und wer es nicht glauben will ist so gut wie tot. Sozialmedien sind das Schlagwort in diesem Jahr, gerade letzte Woche fand in Wiesbaden das erste Social Media Summit hinter verschlossenen Türen statt. Du kannst Dich selbst vergewissern, dass ausser der Terminankündigung keinerlei Berichterstattung erfolgt ist. Suchergebnisse findest Du hier. Um Dich nicht traurig zurückzulassen, abschliessend die Frage nach der erfolgreichsten Kreativagentur Deutschlands? Ganz richtig, DDB. Mit der Volkswageninitiative, The Fun Theory. Na, jetzt hat es aber Ping gemacht?
Das Merkel Phänomen, die Fussball Weltmeisterschaft, fröhliche Geselligkeit und sportliche Fairness haben vor nicht allzulanger Zeit dafür gesorgt, dass Deutschland allerorts Anerkennung und Wiederaufnahme fand in die Weltgemeinschaft. Die beiden Weltkriege scheinen verziehen und die Reputation wieder hergestellt.
Peter Kruse demonstrierte auf der re:publica 2010, wie hilflos sich digitale Besucher und digitale Bewohner gegenüberstehen und verkündet beharrlich:
„Das Internet zu nutzen oder nicht zu nutzen ist keine Glaubensfrage sondern eine Frage sinnvoller Zukunftsorientierung und praktischer Vernunft.‟
Gerade erst nahmen Deutsche Agenturen den Löwenanteil der Europäischen Auszeichnungen nach Hause und Doyle Dane Bernbach weist mit The Fun Theory und ‚Ideen die tun‛ den Weg aus der Misere für die schwächelnde Deutsche Werbeindustrie.
via retaildesigndiva
Jeff Jarvis nimmt die Reise nach Berlin auf sich, um auf der re:pulica 2010, das Deutsche Privatsphären Paradox, mit gesundem Humor zu erläutern: „Wenn wir uns zuviele Sorgen darüber machen, unsere Privatsphäre zu schützen, dann setzen wir die Vorteile von Öffentlichkeit und Transparenz aufs Spiel, die uns das Internet bietet. Mein Argument ist, dass wir, die Öffentlichkeit, bewahren müssen was öffentlich ist.‟
IPA definierte im Vorjahr aus London heraus 10 Sozialprinzipien. Die Deutsche Fassung findest Du hier.
Schliesslich war es der gute Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein and Partners, der mit ‚ideas that do‛ und einem amüsanten Vergleich von Pfau und Laubenvogel, der Werbeindustrie den kürzesten Weg aus der kreativen Schockstarre weisst: „Es ist nicht was wir tun, es ist was die Leute mit dem tun was wir tun‟
Morgen findet in Wiesbaden der erste Social Media Summit statt. Vijay Iyer, Manager Social Media, Broadcast & Visualization von Opel hält einen Vortrag.
Mit Google Street View, Facebook, der Unmittelbarkeit von Dienstleistungen und den Wert der Öffentlichkeit aber hat Deutschland seine Mühen. Es droht die Entgleisung in ein Europäisches China.
Werbung ist tot. Die Spatzn pfeifen es von den Dächern. Wir stochern einigermassen lustlos in der sich abkühlenden Asche konventioneller Werbung. In Vorstellungsgesprächen habe ich reichlich Agenturen kennengelernt, die ohne Orientierung, im Denken der alten Welt verhaftet, wenig anzufangen wissen mit einem Hybriden wie mir. Wir meinen dieselben Dinge, bewerten sie jedoch unterschiedlich. Der digitale Besucher [Du] und der digitale Bewohner [ich], wir stehen uns hilflos gegenüber. Auch sehnt sich der Besucher, der er seine alte Welt nie verlassen hat, nach dem, ihm aus seiner alten Welt vertrauten Abbild eines Chefkreativen. Derweilen hiess es bei Barak Obama, der Führungspersönlichkeit unserer Zeit : ‚Yes We Can‛. Von ‚Yes I Can‛ war keine Rede.
Angela Merkel entsprach Anfang 95 gewiss nicht den Vorstellungen einer Kanzlerin. Wie auch? Frau Merkel ist die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte der Bundesrepublik. Ich war 1995 verantwortlicher Kreativer für die vorgezogene Bundestagswahlkampagne und es freut mich meinen Beitrag geleistet zu haben, einen Pfau wie Gerhard Schröder aus dem Amt zu vertreiben.
Dieser Eintrag fasst unvermeidliche Trends zusammen, die vier Winde die unsere Industrie in ein und dieselbe Richtung treiben. Zwei Praktiken werden aufgezeigt, die Deiner Agentur auch dann die Transformation ermöglichen wenn von neuem Denken noch lange keine Rede sein kann.
Die Lösung vorweg
Es braucht nicht viel um unabwendbare Trends zu erkennen. Das Erkannte in Anwendung zu bringen ist gleichsam unschwer. Wir müssen die scharfe Wende im Verhalten der Konsumenten akzeptieren und dem uralten Wunsch nachgeben mit jedem Streich etwas zu schaffen, das sowohl dem Konsumenten, wie auch der Agentur und seinen Kunden, das Leben leichter macht. Ein Streich dann soll es sein. Gerne auch ein Schildbürgerstreich [siehe Amir Kassaei, Nicholas Roope]. Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein & Partners hat das magische Tu-Wort vorweggenommen. Seine so charmante wie überzeugende Weisung bietet die pragmatische, hemdsärmelig praktische Seite einer universellen Lösung, unsere Industrie zum besseren zu wenden. Mit dem Begattungsritual der Laubenvögel macht Gareth Kay plausibel und jedenfalls bildlich greifbar, wie die Werbeindustrie von der Natur lernt. Wir sollen dem Liebesspiel der Laubenvögel Beachtung schenken und praktisch werden, anstatt wie bisher, dem Pfau gleich, mit Marken Kampagnen, ein Rad nach dem anderen zu schlagen, in der Annahme es genüge ein hübsches Bild abzugeben. Anstatt ein Rad zu schlagen, wie der Pfau es tut und auf die Henne attraktiv wirkt (indem er genetisch mehr Augen im Pfauenrad aufzuweisen hat als der Wettbewerb). Der Laubenvogel dagegen baut ein prachtvolles Nest und offeriert dem Weibchen ein Fertigheim von unmittelbarem, tatsächlichen Nutzen:
Transformation leicht gemacht: ‚Ideen die tun'
Eine Idee die tut.
Gareth Kay, Director of Digital Strategy, Goodby, Silverstein and Partners.
Der Gedanke führt zum nächsten, so dass wir auch davon loslassen wollen, noch länger auf den Erlöser zu warten, Amir Kassaei, Deutschland’s anerkannter Top Kreative hat mit VW und Spaßtheorie bereits vorgemacht wie auch hierzulande wirksam sind. Seine Agentur DDB führt die Liste erfolgreicher Deutscher Agenturen und das trotzt Weltwirtschaftskrise.
Schliesslich erinnert auch Prof. Dr. Peter Kruse, wie eingangs erwähnt, in einem Video Interview daran, dass Barak Obama ja auch nicht die Losung Yes I Can ausgegeben hat, die Losung lautet: Yes We Can. Das Video zu Peter Kruse’s famosen re:publica 2010 Vortrag, auf den sich mein Eintrag bezieht, findest Du hier:
Unaufhaltsame Trends waren und sind:
Desktop Revolution
Globalisierung
Hipster Bewegung
Digitales Sein
Die Mutter allen Übels war die Desktop Revolution [digitale Revolution] und ist es noch. Nicht nur werden unsere Rechner und dergleichen Spiel- & Werkzeuge immer handlicher aber auch die physische Welt fügt sich dem Mooreschen Gesetz und alles, inklusive Dienstleistungen schrumpft und wird verfügbarer und flexibler gestaltet. Warum dann, sollten nicht auch die Dienstleistungspakete der Werbeindustrie sich dem Trend anpassen? Das ganze Markenbildungs-Brimborium kann elegant und zeitgemäss in Form von digitalen Fußspuren schneller, günstiger und messbar angeboten werden. Gemäß der Mooreschen Gesetzmäßigkeit, die besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt. Unter Komplexität verstand Gordon Moore, der das Gesetz 1965 formulierte, die Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Computerchip. Gelegentlich ist auch von einer Verdoppelung der Integrationsdichte die Rede, also der Anzahl an Transistoren pro Flächeneinheit. Dieser Technologiefortschritt bildet eine wesentliche Grundlage der als „digitalen Revolution“ bekannten Intervalen. Ich sag Desktop Revolution dazu, gemeint ist, dass der von Kraftwerk besungene Taschenrechner, den Weg in die Hosentasche fand, ausgehend von grossen Mainframe Rechnern in rückwärtigen Büros über die Tischplatten des Arbeitplatzes.
In Folge der Desktop Revolution entwickeln sich intensivere globale Beziehungen der Märkte und auch das Bewusstsein für’s Lokale wird intensiviert. Dass jeder Tante Emma Laden vom globalen Bewusstsein profitieren und über die nächste Kreuzung hinaus bekannt und geschätzt werden kann ist hinlänglich bekannt. Mein Ziel ist es das Leistungspacket einer Agentur auf seinen realen Nutzen zu schrumpfen und die Agenturleistung für den gesamten Markt und nicht nur für ein Dutzend an Fortune 500 Klientel interessant zu machen. Mit skalierbarer Leistungspaketen auf Volumen gehen und vor lauter Profit ganz deppert werden wie Herr Österreicher von der Münchener Lithoanstalt Österreicher und Wagner sich ausdrückte. Jede neue Agentur hat eine bodenständige, recht eigenständige Idee davon was sie unter neuer Werbung versteht . Der Demokratisierung der Marke folgt die der Dienstleistung.
Heute behelfen sich einige der Deutschen Weltklasse TV Spots um mit Hipster Musik ein passendes und ergreifendes Ambiente zu schaffen. Beispiele findest Du hier. Seit vielen Jahren mische ich Terra Bytes an Musik-Kompilationen der größten Jugendbewegung seit der Hippie Bewegung. In den USA gelang es Billigproduktionen, die den Geist der Hipster Bewegung reflektierten, den Wettbewerb an üblichen Blockbuster Filmtiteln an Ticketverkäufen zu überbieten. Elizabethtown, Juno, Little Miss Sunshine… Die Hipster Kultur spiegelt Tendenzen eines Profils, das auch die Wende im Verhalten der Konsumenten erklärt. Ein längst überfälliges Forschungsprojekt für unsere Marktforschung. Den Wunsch nach Authentizität verdanken wir der Hipster Bewegung. Hipster arbeiten mit dem was sie haben, mit ihrer Stimme, ihren Inhalten und dem Instrument das zu spielen sie sich beigebracht haben. Lady Gaga ist das Gegenteil von Hipster. Jedem Trend folgt ein ebenso mächtiger Gegentrend.
Digitales Sein bildet auch 15 Jahre nach Herausgabe von Nicholas Negropontes’ Standardwerk ‚being digital‛ eine gemein schwere Hürde für unsere Industrie, die es nun aber zu nehmen gilt, solange es unser Ziel ist, die Zukunft der Kommunikation mitzugestalten. Prof. Dr. Peter Kruse famoser Auftritt bei re:publika 2010 bestätigte vieles beider digitaler Dekaden und begründete in bestem Deutsch die Ursache der Stagnation in der Kommunikationsbranche. Digitale Besucher und digitale Bewohner stehen sich hilflos gegenüber indem der Besucher glaubt er sei informiert, da er schliesslich alles mitbekomme und für wichtig empfinde gerade wie es der eingelebte Bewohner tut. Beide stehen sich hilflos gegenüber da sich beide kontrahenter Bewertungen bedienen. Eine durch und durch auswegslose Situation. Für den Bewohner sind die Wertungen des Besuchers Potemkinsche Dörfer, für den Besucher sind die Werte des Bewohners böhmische Dörfer. Der Bewohner kann nicht zurück er kann nicht entdigitalisiert werden, er würde zu Staub zerfallen. Der Besucher aber kann schadlos zum Bewohner werden und muss dies nun auch. Die Frage sein oder nicht sein, stellt sich nicht länger, tatsächlich lautet die Frage der wir uns stellen müssen: Digitales sein oder nicht sein.
Transformation leicht gemacht: Curriculum
‚Ideen die tun’
Lehrplan
Die Tatsache, das es sich um stille Revolutionen handelt, also um natürlich stattfindende Entwicklungen oder Evolutionen, kommt uns gelegen und entgegen. Wir brauchen nur einen Fuss vor den anderen setzen und die Schrittfolge ergibt sich, der nächste Schritt empfielt sich in Folge des ersten. Nachdem Amir Kassaei, gemäß seiner Rolle als Deutschland’s Top Kreativer den ersten Schritt mit fun theory tat, sind alle Agenturen aufgefordert, seinem Beispiel zu folgen und ‚Ideen die tun’ auf den Markt zu bringen. Amir Kassaie und DDB schulden wiederum der Deutschen Werbebranche nachhaltige und dauerhafte Gründe, ihm und seiner DDB weiterhin Glauben zu schenken. Damit kommen wir zur zweiten praktischen Anwendung zur Unterstützung von ‚Ideen die tun’.
Gerade wie Universitäten seit jeher ein Curriculum unterhalten, ohne das Lehrziele nicht zu erreichen sind, müssen Deutsche Werbeagenturen einen Lehrplan ins Leben rufen und fortan mit Leben füllen:
• alle Beteiligten [stakeholder], Kunde, Agentur, Zulieferer, also auch der Konsument werden in den Innovationsprozess mit eingebunden
• statischen Websites der Agenturen werden auf ein dynamisches Content Management System [CMS] aufgesetzt und sozialisierbar gemacht
• Mach Dich nackig ohne die Hosen herunterzulassen
Nämlich ist auch der Lehrplan keine Raketenwissenschaft, aber kann mit einem einfachen Multi-User Blogsystem wie Typepad, WordPress etc. erstellt werden, zumal was die Technologie betrifft. Schon bald werden wir den Blogging-Lehrplan, ein blogging curruculum als selbstverständlich voraussetzen und solche Agenturen kein Vertrauen schenken, die hinter dem Berg halten. Erfolgreiche Kreativagenturen wie BBH in London nutzen immer schon die Vorteile von Blogging um ihre Ideen und Heransgehensweisen für alle Beteiligten transparent zu gestalten und um sich und andere auf der Spur und auf dem Laufenden zu halten. Siehe BBH Labs. Eine sorgsam integrierten Lehrplan findest Du hier. Gay Gaddis besitzt mit ihrem T3 Think Tank, die erfolgreichste von einer Frau gegründete und geführte neue Agentur in den USA.
Die Deutsche Kommunikationsbranche erwartet sich nun von Doyle Dane Bernbach, eine kontinuierliche Berichterstattung und Nachberichterstattung zu VW Funtheorie inklusive Zahlen und Statistiken, um Skeptiker in Unterstützer zu wandeln und um derer Spitzenposition auf dem Deutschen Markt gerecht zu werden.
Spiegel Online, Focus.de, Brand Eins tun gut daran einen Aggregator zur Verfügung zu stellen, der täglich oder stündlich eine Kompilation aller Marketingblogs auswertet. Auch kein dummer Gedanke für Agenturen mit Führungsanspruch.
Ging die Geschichte nicht in etwa so? Bob Greenberg der seine RG/A mit schwerem Gerät in Downtown New York mit Motion Graphics zu Ruhm und Wohlstand brachte, gewann an Momentum mit der typografischen Dramaturgie für Alien, der Science Fiction Film mit dem HR Giger Monster, der zum Welterfolg wurde.
Ein flüchtiger Bekannter hatte mich seinerzeit bei RG/A herumgeführt und ich war erstaunt Feldbetten in den Boxen der Motion Designer vorzufinden. So konnten die Designer ihre Gedanken zu Ende bringen und mussten nicht jeden Morgen rekapitulieren was sich ihnen am Vorabend an Lösungen präsentierte, aber konnten die Frequenz fertigstellen, sich schlafen legen um dann sofort dort fortzufahren wo sie abgelassen hatten. RG/A war im einzigen Flachbau inmitten von Wolkenkratzern untergebracht.
Kunden wie Nike, riefen bei Bob Greenberg an, ob er nicht ihre Werbung übernehmen wolle. Greenbergs Antwort mag gewesen sein: “Das ist es zwar nicht was wir tun aber lass uns mal sehen was wir tun können…” 2009 wurde RG/A zur Digitalen Agentur der Dekade ernannt.
Greenberg’s Mannschaft ging daran die schwere Gerätschaft wie Silicon Graphics mit immer leistungsfähigeren Macintoshes auszutauschen. RG/A Designer Kyle Cooper nutzte die Gelegenheit [Desktop Revolution] sich auf der heimischen Tischplatte mit neuem Mac selbstständig zu machen und überraschte mit Se7en.
Bewegte Typografie, unbeteiligte Mienen
Es war die Schau und ist es noch! Die vereinigte Werbeindustrie war damit beschäftigt sein Königreich TV zu sichern und alles Digitale mit Verachtung zu strafen. Ich erlebte und überlebte drei aufeinander folgende Wellen mit der Digitales Marketing immer noch orientierungsloser zu BTL [Dialogmarketing, CRM] erklärt wurde und die Gerätschaften der Kreationen von Apple auf Windows umgerüstet wurden.
We Are Mammoth
Waren wir nicht alle überzeugt, das Web sei das Ende guter Typografie?
Von Print kommend, habe ich meine Begeisterung für Typogafie [insbesondere der Buchstabefolge BB mit seinen reizvollen Rundungen] bewahrt, Industrie-fremde Auszeichnungen erhalten und weniger umgetriebene Artgenossen mit Abonnements für Schriften und dem gelegentlichen Versandt von Apple Trailern auf frische Gedanken zu bringen gesucht.
Ein guter Typograph und Geschichtenerzähler ist auch Craig Bryant, der längst sehr erfolgreich mit eigener Produktionsfirma, WAM in Chicago herausragende Rich InterfaceA Anwendungen [RIA] und Web-Platformen entwickelt. We are mammoth findest Du hier.
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Über mich
Ich bin Mark Sargent, ich habe keine Ideen für Werbung, ich mache Werbung für Ideen. Wie Nicolas Roope mache ich Sachen, nicht Werbung für Sachen. Deine Unterstützung ist willkommen: