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Artikel Tagged ‘Desktop Revolution’

Lebende Bilder

1. April 2012 Keine Kommentare

30 rock 500 Lebende Bilder

„Die Eindrücke auf sich einwirken lassen‟ via Cinemagraphs

 

Das eine, das Pixelmator nie für uns tun konnte, ist eine Bildersequenz in ein animiertes Gif umwandeln

Jetzt das wir alle die Gigabytes an Photoshop Dateien gelöscht haben, hat uns das Glück verlassen im Gestalten von animierten Gifs, solange wir uns nicht nach Anwendungen kleinerer Hersteller umgesehen haben, was ich nicht habe.

Ich dachte mir, nun ja, dann geht es eben ohne animierte Bilder weiter.

iOS hält eine Überraschung für uns glücklosen Desktopdeppen bereit, und ich bin bereit noch viele Überraschungen seitens der immer einfacheren Handhabung und neuer Möglichkeiten in der Benutzerobeflächengestaltung hinzunehmen, um in Folge vom Schreibtisch auf das Sofa überzuwechseln oder gleich den Tag im Bett zu verbringen.

Die Motivation aber stammt vom Willen einen Beitrag zu leisten, um das Geschäftsverhalten (siehe oben) zu ändern. 

Die Ent-demonifizierung einer eleganteren und intuitiveren Benutzeroberfläche seitens iPad in Verbindung zu iCloud, würde in Folge, die Geschäftswelt und Verwaltungsbüros weniger komplizierten Handhabung habhaft werden und sie Anschluss finden lassen an eine viel einfachere Welt.

iPad und Tabletrechner sollen den Tischrechner ersetzen zu sich wirtschaftlich rechnenden Kosten.

Die guten Leute die Fixel gegründet haben, aus Begeisterung für die Cinemagraphien von Kevin Burg and Jamie Beck, oder dem hypnotischen gif von Fotograf Jaime Martinez, haben es verstanden, uns die benötigte Technologie mit ihrer Flixel Anwendung für das iPhone, zur Verfügung zu stellen (hier kostenlos erhältlich).

Ganz recht, es gibt für alles eine Anwendung.

Hier haben wir eine mit der wir dort weitermachen können, wo wir mit unsere Gif Erstellung aufgehört haben.

Mit einem Unterschied, jetzt erstellen wir animierte Gifs in einer kultivierteren, filmreifen, cinemagraphischen Art.

 

Hier finden Sie weitere Cinemagraphien von Kevin Burg und Jamie Beck.

Für Beispiele von Jaime Martinez’ hypnotischen Gif geht es hier lang.

John Pavlus’ Artikel auf CoDesign.

 

 

Das Ende der PC Ära

9. März 2012 Keine Kommentare

Den Verlauf der Desktop Revolution über konnte ich ausharren im Kreis der kleinen NeXT Gemeinde und wurde schliesslich System Administrator des Miami Digi Lab, dessen kreative Leitung ich hatte und für deren technischen Aufbau ich verantwortlich war.

Die Welt und jedenfalls die Geschäftswelt, war währenddessen beschäftigt, zwischen einem Gewirr an Kabeln und hoffnungslos überambitionierten Anwendungen, die Orientierung nicht zu verlieren.

Sie ist es heute noch.


NeXT monitor Das Ende der PC Ära

NeXT Bildschrimgehäuse

 

Andrew Loewenstein (NY Times Erwähnung) entwickelte unsere Raster Image Processing Software, die nur eines konnte, die Datenmenge in Höchstgeschwindigkeit von den NeXT Stationen rüber zu dem grossformatigen Scitex Iris Inkjet Drucker vermitteln.

In einem Wettstreit mit einer lokalen Lithoanstallt konnte ich den Besitzer überzeugen, mit einer Datenmenge von nur 30MB und preiswerten Desktop Maschienen sein Ergebnis mit teuren Proprietärgerät und Datenmengen von mehreren Gigabytes Qualitativ gleich zu ziehen.

Innerer Jubel für einen Generalisten der von Lithographie bis Dato keine Erfahrung hatte.


NeXTWORLD ad Das Ende der PC Ära

Digi Lab Anzeige in NeXTWORLD

 

Auf die Entwicklung, der für Layout und Gestaltung benötigten Software, hatten wir ebenfalls grossen Einfluss, ich war Beta Tester bei Altsys Virtuoso (Freehand) und guter Freund des Chefentwicklers, als auch mit Gwen Reid und seinem Paste Up bestens vertraut.

Meine Freunde waren nicht länger Agenturfreundschaften, aber Nerds, Entwickler und Erfinder.

Die NeXT Philosophie war eine einfache.

Eine Anwendung sollte nur eines können, das aber richtig und mit erhabener Eleganz.

Wie ein Messer das Brot schneidet, für’s Papier braucht es eine Schere.


NeXT cube Das Ende der PC Ära

NeXT Cube

 

Zwei völlig verschiedene Anwendungen, die eine schneidet Brot, die andere Papier.

Jedes Kind weiss das.

Die Welt, insbesondere die Geschäftswelt, bedient sich mit pervertierter Vorliebe bei Anwendungen, die den Unterschied von Brot zu Papier, nicht länger wahrnehmen.

Anwendungen, die alles auf einmal zu handhaben versprechen.

Schlampig und schlecht programmiert von Leuten die fürs Geld arbeiten nicht aber aus Überzeugung.

Tim Cook Quelle spiegel online.de  Das Ende der PC Ära

Tim Cook Bildquelle: spiegel-online.de

 

Tim Cook erklärt das Ende der PC Ära als gekommen, bei seiner Vorstellung des neuen iPad vor zwei Tagen

Die Geschäftswelt wird die Vorzüge von mobilen Rechnern schon wegen ihrer Wirtschaftlichkeit – weniger Kosten pro Kopf und der erhöhten Erreichbarkeit und Einsatzfähigkeit der Mitarbeiter – fördern wollen. Die Rechner verschwinden von den Schreibtischen, in Folge verschwinden die Schreibtische.

Dedizierte Arbeitsplätze werden für flexible Arbeitsweisen und das Stadtleben für ein Landleben eingetauscht.

 

 

Wissen ohne Verstehen

23. Februar 2012 Keine Kommentare

David Weinberger im Gespräch mit Peter Kruse Wissen ohne Verstehen 

Wissen ohne Verstehen

Für Peter Kruse sind die Netze das Verspechen von permanenter Nähe. David Weinberger bringt die Netze mit ‘Learning Environment‘ in Zusammenhang. Ein gemeinschaftliches Lernen in aller Öffentlichkeit.

Auch wenn wir es nicht in den Lenden spüren, ist Lernen (Selbstaktualisierung) notwendige Überlebensstrategie und eine zwingendere Motivation als z.B. Sex (Fortpflanzung).

 

Kollaboration, Kooperation, Altruismus

Wie im Einzelfall, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Zusammenarbeit, Mitwirkung und Uneigennützigkeit umzugehen versteht, wird heute in Echtzeit von den Netzen widergespiegelt.

 
 
 

Zeit für Kaffee, Frau Ulrike Reinhard

Während der Ausbreitung der sogenannten Desktop Revolution, hat die Mehrheit der Leute nicht verstanden wie der Rechner funktioniert, aber sie haben massiven Gebrauch gemacht von den Vorteilen der damit einhergehenden, praktischen Anwendungen, wie Spreadsheets (VisiCalc) oder Wordprozessoren (Word Star).

Warum sollte es heute anders sein, mit den dynamischen Möglichkeiten neuer Technologien in Folge der Desktop Revolution?

Wir wissen auch ohne zu verstehen.

 

 

Keine Folge der Desktop Revolution

11. Mai 2011 Keine Kommentare

 

lapgirafe Keine Folge der Desktop Revolution

Schossgiraffe der Sokoblovsky Zucht
© 2011 Sokoblovky Zucht. Alle Rechte vorbehalten.


petit Schossgiraffe Keine Folge der Desktop Revolution


 
Niemand wird allen Ernstes das Mooresches Gesetz veranwortlich machen wollen, für die erstaunliche Begebenheit, der von der Sokoblovky Zucht, erhältlichen Schossgiraffe [lap giraffe]. Im Vorjahr erstmals zu sehen in den US Werbespots für Direct TV. Eine halbe Millionen der petit Schossgiraffen wurden bereits vorbestellt.

Denoch ist selbst die zierliche Schossgiraffe in Folge der Desktop Revolution zu sehen und deren Auswirkungen zuzuschreiben.



Lap Giraffe Keine Folge der Desktop Revolution

2 Wochen altes Kälbchen

 

 



Nur bedingt ein Beitrag zu bionischer Werbung, insofern als das wir hier von menschlichen Verhalten lernen.

Es handelt sich um den digitalen Anteil einer US Werbekampagne von Grey Global für Direct TV in den USA. Sie soll zur Unterstützung der TVCs Wundern machen und für Gesprächsstoff sorgen. Diesjähriger Werbespot, „Opulence, I has it‟ ist mit einem zierlichen Schossgiraffen-kälbchen in der Nebenrolle
hier zu sehen.

 

Desktop Revolution 2011 Abzeichen Keine Folge der Desktop Revolution

Kein Ende der Auswirkungen in Sicht

 

 

Singularität naht.

29. April 2011 Kommentare ausgeschaltet
Singularität naht Singularität naht.

© 2011. Associated Press. Alle Rechte vorbehalten.

Ray Kurzweil kommt klar mit Desktop Revolution


 
In den frühen Neunzigern, stand ich in Boston, USA vor einem Gebäude, das die Worte in die dunkle Mamorverschalung über dem Glaseingang eingraviert hatte: „Wir bauen einen Rechner, der stolz auf uns sein wird.‟

Die Desktop Revolution, die das Mooresche Gesetzt in jede Ecke und Nische der Realität unseres Alltags trieb, hatte ihre Wirkung vor weniger als einer Dekade begonnen.

Mit dem Ereignis von Singularität, soll künstliche Intelligenz unserer menschlichen Intelligenz ergänzen und dazu verhelfen mit immer häufiger auftretenden, immer komplexeren Aufgaben zurecht zu kommen. Das birgt gleichermassen Gefahren wie Vorteile, jeweils in nicht gekanntem Ausmaß. Mit der Singularität nahen auch wirkliche Lösungen für unsere, sich rapide häufenden Probleme.



Mit dem Menschen als Teil der Natur, ist auch diese Entwicklung als organische, natürlich Entwicklung zu begreifen. Zweifler und Pessimisten werden Singularität mit national-sozialistischer Eugenik in Verbingung bringen und verhindern wollen.

In den frühen Neunzigern, artikulierte der Mathematiker und Sci-Fi Schriftsteller Vernor Vinge allen voran, die Verwendung dieser Terminologie, er beginnt seinen Versuch wie folgt: Innerhalb von dreißig Jahren, sind wir der technologische Möglichkeiten habhaft, übermenschliche Intelligenz zu erstellen. Kurz darauf, wird die menschliche Era enden.

Unvollendete Desktop Revolution Abzeichen Singularität naht.

 

 

 

 

 

Wir wurden von der noch unvollendeten Desktop Revolution in die post-digitale Dekade befördert. Was hält die Zeit nach der Transformation für uns bereit?

Kurzweil schreibt, dass der Trend von exponentialem Wachstum, auf Grund der Paradigma Verschiebung, das Mooresches Gesetz ausdehnen wird von den integrierten Schaltungen auf frühere Transistoren, Vakuumröhren, Relais und elektromechanische Rechner. Er sagt voraus, dass das exponentielle Wachstum fortfährt, und das in wenigen Dekaden die Rechenkraft aller Rechner, die des menschlichen Gehirns übertreffen wird, übermenschliche, künstliche Intelligenz wird zeitgleich in Erscheinung treten.

 

 

 

PING

6. September 2010 Keine Kommentare

Ping PINGDie Vorteile, die uns Kommunikationspraktikanten seitens der evolutionären Entwicklung im Internet entgegen kommen, sollen hier hervorgehoben werden.

 

Es nervt wenn alle Nase lang, eine revolutionäre Neuheit um die Ecke kommt und eine Neuheit die andere jagt. Das beste wird sein Du jagst den Überbringer gleich zum Teufel.

 

Gerade die Beständigkeit und Zuverlässigkeit in der uns das Internet Entwicklungen entgegen bringt, aber kommt uns zugute, ist kalkulierbar, stärkend und wohltuend. Wir müssen nur Teil dieses Systems werden. Wir müssen nur wollen.

 

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Denker

 

Wandel wird nie wieder so langsam vonstatten gehen¹

Tatsächlich kommen uns entscheidende Entwicklung im Internet, beschaulich, in kalkulierbaren Abständen entgegen, so dass wir uns vorbereitet auf die Auswirkungen freuen können. Es geschieht im Sinne des Mooreschen Gesetzes. Mir fällt es einfacher die gegenwärtige Entwicklung als logische Konsequenz der Desktop Revolution zu begreifen, auf dem Umweg über Charles Darwin oder aber ganz ohne Ping, Blub, Blink. Schneller, weiter höher war der Maßstab früherer Gesellschaften und ist es noch für die mobile Gesellschaft. Schliesslich landet alles in der Tasche wie bereits von Kraftwerk besungen:

 

Jean Luc Picard PING

Jean Luc Picard

Ich bin der Musikant
mit Taschenrechner in
der Hand
Ich addiere
Und subtrahiere
Kontrolliere
Und Komponiere
Und wenn ich diese Taste drück
Spielt er ein kleines Musikstück

 

okudagram panels PING

Benutzeroberfläche für Raumschiff Enterprise von Michael Okuda

Entwicklungen in der Benutzerführung und der Benutzerobefläche kommen zwar alle Nase lang vor, Gestalter und Entwickler aber können sich darauf verlassen, dass entscheidende Forstschritte überschaubar bleiben. Vorgestern gab es eine Aktualisierung für die Musikfreunde, iTunes jetzt mit Ping.

 

¹IPA Sozialprinzip Nr. 9     

Eile mit Weile

jean luc with iPad PING

Jean Luc mit iPad

Wie beruhigend es doch ist, Schritt zu halten mit beständig auftauchenden Entwicklungen und Neuerungen. Indem wir den ersten Schritt tun, gewinnen wir Zeit den zweiten nachzusetzen. Ganz im Sinne von Entwicklung. Langsames Marketing für schnelle Unternehmen. Solch Luxus kam uns gewiss nicht zugute zu Zeiten der Kampagnen, hier wurde für die Dauer der Kampagne alles vorweggenommen auf der Basis von Spekulationen einiger weniger. Es war die Schau! Nicht ein Mangel an digitaler Kompetenz verursachte, dass wichtige Kunden immer größere Etats an immer kleinere Agenturen vergaben, der Riß entstand auf Grund der Bilder-Dominanz der Königsdisziplin TV, zu der ja auch die Vormachtstellung von Texter auf Gestalter überging. Von Inhalt zu Image. Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort. Das Internet bestraft wie es der Volksmund Gott zuschreibt: kleine Sünden sofort. Ein gedienter Kreativchef verzweifelt seit Jahrzehnten an seinen Kreativen, Gestalter wie Texter, die sich disassoziiert haben vom Markt und von den Konsumenten. Sie zählen sich selbst nicht zu den Konsumenten und haben eine Instanz darüber geschaffen, in der sie nun für den Konsumenten Geschichten ersannen, allesamt an den Haaren herbeigezogen.

 

Ping aktivieren 300x261 PING

iTunes jetzt mit Echolot


Kontinuierliche Konversation nicht Kampagnen²

Konversationen ersetzen Kampagnen und wer es nicht glauben will ist so gut wie tot. Sozialmedien sind das Schlagwort in diesem Jahr, gerade letzte Woche fand in Wiesbaden das erste Social Media Summit hinter verschlossenen Türen statt. Du kannst Dich selbst vergewissern, dass ausser der Terminankündigung keinerlei Berichterstattung erfolgt ist. Suchergebnisse findest Du hier. Um Dich nicht traurig zurückzulassen, abschliessend die Frage nach der erfolgreichsten Kreativagentur Deutschlands? Ganz richtig, DDB. Mit der Volkswageninitiative, The Fun Theory. Na, jetzt hat es aber Ping gemacht?

 

²IPA Sozialprinzip Nr. 3     

 

 

Der hässliche Deutsche

30. August 2010 Keine Kommentare
Der hässliche Deutsche Der hässliche Deutsche

Von Apotheker Anselm Strauss eingeführte Wahrzeichen in der Herstallstraße 14, Aschaffenburg
Foto Petra Hammerstein © 2010. Alle Rechte vorbehalten.

 


 
Das Merkel Phänomen, die Fussball Weltmeisterschaft, fröhliche Geselligkeit und sportliche Fairness haben vor nicht allzulanger Zeit dafür gesorgt, dass Deutschland allerorts Anerkennung und Wiederaufnahme fand in die Weltgemeinschaft. Die beiden Weltkriege scheinen verziehen und die Reputation wieder hergestellt.

 

Peter Kruse demonstrierte auf der re:publica 2010, wie hilflos sich digitale Besucher und digitale Bewohner gegenüberstehen und verkündet beharrlich:
Das Internet zu nutzen oder nicht zu nutzen ist keine Glaubensfrage sondern eine Frage sinnvoller Zukunftsorientierung und praktischer Vernunft.

 

Gerade erst nahmen Deutsche Agenturen den Löwenanteil der Europäischen Auszeichnungen nach Hause und Doyle Dane Bernbach weist mit The Fun Theory und ‚Ideen die tun‛ den Weg aus der Misere für die schwächelnde Deutsche Werbeindustrie.

 

kopf in den sand Der hässliche Deutsche

via retaildesigndiva



Jeff Jarvis nimmt die Reise nach Berlin auf sich, um auf der re:pulica 2010, das Deutsche Privatsphären Paradox, mit gesundem Humor zu erläutern: „Wenn wir uns zuviele Sorgen darüber machen, unsere Privatsphäre zu schützen, dann setzen wir die Vorteile von Öffentlichkeit und Transparenz aufs Spiel, die uns das Internet bietet. Mein Argument ist, dass wir, die Öffentlichkeit, bewahren müssen was öffentlich ist.

 

IPA definierte im Vorjahr aus London heraus 10 Sozialprinzipien. Die Deutsche Fassung findest Du hier.

 

Schliesslich war es der gute Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein and Partners, der mit ‚ideas that do‛ und einem amüsanten Vergleich von Pfau und Laubenvogel, der Werbeindustrie den kürzesten Weg aus der kreativen Schockstarre weisst: „Es ist nicht was wir tun, es ist was die Leute mit dem tun was wir tun

 

Morgen findet in Wiesbaden der erste Social Media Summit statt. Vijay Iyer, Manager Social Media, Broadcast & Visualization von Opel hält einen Vortrag.

 

Mit Google Street View, Facebook, der Unmittelbarkeit von Dienstleistungen und den Wert der Öffentlichkeit aber hat Deutschland seine Mühen. Es droht die Entgleisung in ein Europäisches China.



Vijay button Der hässliche Deutsche

Vijay Iyer, Opel’s Social Media Ninja

 

 

Kategorien:Neue Werbung, Politik, Sozial

Transformation leicht gemacht

17. August 2010 Keine Kommentare

Revolver Kugel Transformation leicht gemacht

Peng!


Werbung ist tot. Die Spatzn pfeifen es von den Dächern. Wir stochern einigermassen lustlos in der sich abkühlenden Asche konventioneller Werbung. In Vorstellungsgesprächen habe ich reichlich Agenturen kennengelernt, die ohne Orientierung, im Denken der alten Welt verhaftet, wenig anzufangen wissen mit einem Hybriden wie mir. Wir meinen dieselben Dinge, bewerten sie jedoch unterschiedlich. Der digitale Besucher [Du] und der digitale Bewohner [ich], wir stehen uns hilflos gegenüber. Auch sehnt sich der Besucher, der er seine alte Welt nie verlassen hat, nach dem, ihm aus seiner alten Welt vertrauten Abbild eines Chefkreativen. Derweilen hiess es bei Barak Obama, der Führungspersönlichkeit unserer Zeit : ‚Yes We Can‛. Von ‚Yes I Can‛ war keine Rede.

 

Angela Merkel entsprach Anfang 95 gewiss nicht den Vorstellungen einer Kanzlerin. Wie auch? Frau Merkel ist die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte der Bundesrepublik. Ich war 1995 verantwortlicher Kreativer für die vorgezogene Bundestagswahlkampagne und es freut mich meinen Beitrag geleistet zu haben, einen Pfau wie Gerhard Schröder aus dem Amt zu vertreiben.

 

Dieser Eintrag fasst unvermeidliche Trends zusammen, die vier Winde die unsere Industrie in ein und dieselbe Richtung treiben. Zwei Praktiken werden aufgezeigt, die Deiner Agentur auch dann die Transformation ermöglichen wenn von neuem Denken noch lange keine Rede sein kann.

 

Die Lösung vorweg

Es braucht nicht viel um unabwendbare Trends zu erkennen. Das Erkannte in Anwendung zu bringen ist gleichsam unschwer. Wir müssen die scharfe Wende im Verhalten der Konsumenten akzeptieren und dem uralten Wunsch nachgeben mit jedem Streich etwas zu schaffen, das sowohl dem Konsumenten, wie auch der Agentur und seinen Kunden, das Leben leichter macht. Ein Streich dann soll es sein. Gerne auch ein Schildbürgerstreich [siehe Amir Kassaei, Nicholas Roope]. Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein & Partners hat das magische Tu-Wort vorweggenommen. Seine so charmante wie überzeugende Weisung bietet die pragmatische, hemdsärmelig praktische Seite einer universellen Lösung, unsere Industrie zum besseren zu wenden. Mit dem Begattungsritual der Laubenvögel macht Gareth Kay plausibel und jedenfalls bildlich greifbar, wie die Werbeindustrie von der Natur lernt. Wir sollen dem Liebesspiel der Laubenvögel Beachtung schenken und praktisch werden, anstatt wie bisher, dem Pfau gleich, mit Marken Kampagnen, ein Rad nach dem anderen zu schlagen, in der Annahme es genüge ein hübsches Bild abzugeben. Anstatt ein Rad zu schlagen, wie der Pfau es tut und auf die Henne attraktiv wirkt (indem er genetisch mehr Augen im Pfauenrad aufzuweisen hat als der Wettbewerb). Der Laubenvogel dagegen baut ein prachtvolles Nest und offeriert dem Weibchen ein Fertigheim von unmittelbarem, tatsächlichen Nutzen:

 

Ideen die tun Transformation leicht gemacht

Transformation leicht gemacht: ‚Ideen die tun'

 

Eine Idee die tut.

 



Gareth Kay, Director of Digital Strategy, Goodby, Silverstein and Partners.


Der Gedanke führt zum nächsten, so dass wir auch davon loslassen wollen, noch länger auf den Erlöser zu warten, Amir Kassaei, Deutschland’s anerkannter Top Kreative hat mit VW und Spaßtheorie bereits vorgemacht wie auch hierzulande wirksam sind. Seine Agentur DDB führt die Liste erfolgreicher Deutscher Agenturen und das trotzt Weltwirtschaftskrise.

 

Schliesslich erinnert auch Prof. Dr. Peter Kruse, wie eingangs erwähnt, in einem Video Interview daran, dass Barak Obama ja auch nicht die Losung Yes I Can ausgegeben hat, die Losung lautet: Yes We Can. Das Video zu Peter Kruse’s famosen re:publica 2010 Vortrag, auf den sich mein Eintrag bezieht, findest Du hier:

 

Unaufhaltsame Trends waren und sind:

  1. Desktop Revolution
  2. Globalisierung
  3. Hipster Bewegung
  4. Digitales Sein

 

  1. Die Mutter allen Übels war die Desktop Revolution [digitale Revolution] und ist es noch. Nicht nur werden unsere Rechner und dergleichen Spiel- & Werkzeuge immer handlicher aber auch die physische Welt fügt sich dem Mooreschen Gesetz und alles, inklusive Dienstleistungen schrumpft und wird verfügbarer und flexibler gestaltet. Warum dann, sollten nicht auch die Dienstleistungspakete der Werbeindustrie sich dem Trend anpassen? Das ganze Markenbildungs-Brimborium kann elegant und zeitgemäss in Form von digitalen Fußspuren schneller, günstiger und messbar angeboten werden. Gemäß der Mooreschen Gesetzmäßigkeit, die besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt. Unter Komplexität verstand Gordon Moore, der das Gesetz 1965 formulierte, die Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Computerchip. Gelegentlich ist auch von einer Verdoppelung der Integrationsdichte die Rede, also der Anzahl an Transistoren pro Flächeneinheit. Dieser Technologiefortschritt bildet eine wesentliche Grundlage der als „digitalen Revolution“ bekannten Intervalen. Ich sag Desktop Revolution dazu, gemeint ist, dass der von Kraftwerk besungene Taschenrechner, den Weg in die Hosentasche fand, ausgehend von grossen Mainframe Rechnern in rückwärtigen Büros über die Tischplatten des Arbeitplatzes.
  2.  

    Böhmisches Dorf1 Transformation leicht gemacht

    Böhmische Dörfer
    Illustration mit freundlicher Genehmigung von Laura Barnard ©2010 Alle Rechte vorbehalten.

  3. In Folge der Desktop Revolution entwickeln sich intensivere globale Beziehungen der Märkte und auch das Bewusstsein für’s Lokale wird intensiviert. Dass jeder Tante Emma Laden vom globalen Bewusstsein profitieren und über die nächste Kreuzung hinaus bekannt und geschätzt werden kann ist hinlänglich bekannt. Mein Ziel ist es das Leistungspacket einer Agentur auf seinen realen Nutzen zu schrumpfen und die Agenturleistung für den gesamten Markt und nicht nur für ein Dutzend an Fortune 500 Klientel interessant zu machen. Mit skalierbarer Leistungspaketen auf Volumen gehen und vor lauter Profit ganz deppert werden wie Herr Österreicher von der Münchener Lithoanstalt Österreicher und Wagner sich ausdrückte. Jede neue Agentur hat eine bodenständige, recht eigenständige Idee davon was sie unter neuer Werbung versteht . Der Demokratisierung der Marke folgt die der Dienstleistung.
  4.  

    Böhmisches Dorf Transformation leicht gemacht

    Potemkinsche Dörfer
    Illustration mit freundlicher Genehmigung von Laura Barnard ©2010 Alle Rechte vorbehalten.

  5. Heute behelfen sich einige der Deutschen Weltklasse TV Spots um mit Hipster Musik ein passendes und ergreifendes Ambiente zu schaffen. Beispiele findest Du hier. Seit vielen Jahren mische ich Terra Bytes an Musik-Kompilationen der größten Jugendbewegung seit der Hippie Bewegung. In den USA gelang es Billigproduktionen, die den Geist der Hipster Bewegung reflektierten, den Wettbewerb an üblichen Blockbuster Filmtiteln an Ticketverkäufen zu überbieten. Elizabethtown, Juno, Little Miss Sunshine… Die Hipster Kultur spiegelt Tendenzen eines Profils, das auch die Wende im Verhalten der Konsumenten erklärt. Ein längst überfälliges Forschungsprojekt für unsere Marktforschung. Den Wunsch nach Authentizität verdanken wir der Hipster Bewegung. Hipster arbeiten mit dem was sie haben, mit ihrer Stimme, ihren Inhalten und dem Instrument das zu spielen sie sich beigebracht haben. Lady Gaga ist das Gegenteil von Hipster. Jedem Trend folgt ein ebenso mächtiger Gegentrend.
  6.  

  7. Digitales Sein bildet auch 15 Jahre nach Herausgabe von Nicholas Negropontes’ Standardwerk ‚being digital‛ eine gemein schwere Hürde für unsere Industrie, die es nun aber zu nehmen gilt, solange es unser Ziel ist, die Zukunft der Kommunikation mitzugestalten. Prof. Dr. Peter Kruse famoser Auftritt bei re:publika 2010 bestätigte vieles beider digitaler Dekaden und begründete in bestem Deutsch die Ursache der Stagnation in der Kommunikationsbranche. Digitale Besucher und digitale Bewohner stehen sich hilflos gegenüber indem der Besucher glaubt er sei informiert, da er schliesslich alles mitbekomme und für wichtig empfinde gerade wie es der eingelebte Bewohner tut. Beide stehen sich hilflos gegenüber da sich beide kontrahenter Bewertungen bedienen. Eine durch und durch auswegslose Situation. Für den Bewohner sind die Wertungen des Besuchers Potemkinsche Dörfer, für den Besucher sind die Werte des Bewohners böhmische Dörfer. Der Bewohner kann nicht zurück er kann nicht entdigitalisiert werden, er würde zu Staub zerfallen. Der Besucher aber kann schadlos zum Bewohner werden und muss dies nun auch. Die Frage sein oder nicht sein, stellt sich nicht länger, tatsächlich lautet die Frage der wir uns stellen müssen: Digitales sein oder nicht sein.

 

Lehrplan Transformation leicht gemacht

Transformation leicht gemacht: Curriculum

 

  1. ‚Ideen die tun’
  2. Lehrplan

 

  1. Die Tatsache, das es sich um stille Revolutionen handelt, also um natürlich stattfindende Entwicklungen oder Evolutionen, kommt uns gelegen und entgegen. Wir brauchen nur einen Fuss vor den anderen setzen und die Schrittfolge ergibt sich, der nächste Schritt empfielt sich in Folge des ersten. Nachdem Amir Kassaei, gemäß seiner Rolle als Deutschland’s Top Kreativer den ersten Schritt mit fun theory tat, sind alle Agenturen aufgefordert, seinem Beispiel zu folgen und ‚Ideen die tun’ auf den Markt zu bringen. Amir Kassaie und DDB schulden wiederum der Deutschen Werbebranche nachhaltige und dauerhafte Gründe, ihm und seiner DDB weiterhin Glauben zu schenken. Damit kommen wir zur zweiten praktischen Anwendung zur Unterstützung von ‚Ideen die tun’.
  2.  

  3. Gerade wie Universitäten seit jeher ein Curriculum unterhalten, ohne das Lehrziele nicht zu erreichen sind, müssen Deutsche Werbeagenturen einen Lehrplan ins Leben rufen und fortan mit Leben füllen:

     

    • alle Beteiligten [stakeholder], Kunde, Agentur, Zulieferer, also auch der Konsument werden in den Innovationsprozess mit eingebunden
    • statischen Websites der Agenturen werden auf ein dynamisches Content Management System [CMS] aufgesetzt und sozialisierbar gemacht
    • Mach Dich nackig ohne die Hosen herunterzulassen

     

    Nämlich ist auch der Lehrplan keine Raketenwissenschaft, aber kann mit einem einfachen Multi-User Blogsystem wie Typepad, WordPress etc. erstellt werden, zumal was die Technologie betrifft. Schon bald werden wir den Blogging-Lehrplan, ein blogging curruculum als selbstverständlich voraussetzen und solche Agenturen kein Vertrauen schenken, die hinter dem Berg halten. Erfolgreiche Kreativagenturen wie BBH in London nutzen immer schon die Vorteile von Blogging um ihre Ideen und Heransgehensweisen für alle Beteiligten transparent zu gestalten und um sich und andere auf der Spur und auf dem Laufenden zu halten. Siehe BBH Labs. Eine sorgsam integrierten Lehrplan findest Du hier. Gay Gaddis besitzt mit ihrem T3 Think Tank, die erfolgreichste von einer Frau gegründete und geführte neue Agentur in den USA.

     

    Die Deutsche Kommunikationsbranche erwartet sich nun von Doyle Dane Bernbach, eine kontinuierliche Berichterstattung und Nachberichterstattung zu VW Funtheorie inklusive Zahlen und Statistiken, um Skeptiker in Unterstützer zu wandeln und um derer Spitzenposition auf dem Deutschen Markt gerecht zu werden.

     

    Spiegel Online, Focus.de, Brand Eins tun gut daran einen Aggregator zur Verfügung zu stellen, der täglich oder stündlich eine Kompilation aller Marketingblogs auswertet. Auch kein dummer Gedanke für Agenturen mit Führungsanspruch.

 

 

Bewegte Typografie

14. Juli 2010 Keine Kommentare
Bewegte Typografie Bewegte Typografie

Kyle Cooper Bild alle Rechte Wired

 

Durch Motion Graphics zur Agentur der Dekade

Ging die Geschichte nicht in etwa so? Bob Greenberg der seine RG/A mit schwerem Gerät in Downtown New York mit Motion Graphics zu Ruhm und Wohlstand brachte, gewann an Momentum mit der typografischen Dramaturgie für Alien, der Science Fiction Film mit dem HR Giger Monster, der zum Welterfolg wurde.

Ein flüchtiger Bekannter hatte mich seinerzeit bei RG/A herumgeführt und ich war erstaunt Feldbetten in den Boxen der Motion Designer vorzufinden. So konnten die Designer ihre Gedanken zu Ende bringen und mussten nicht jeden Morgen rekapitulieren was sich ihnen am Vorabend an Lösungen präsentierte, aber konnten die Frequenz fertigstellen, sich schlafen legen um dann sofort dort fortzufahren wo sie abgelassen hatten. RG/A war im einzigen Flachbau inmitten von Wolkenkratzern untergebracht.

Kunden wie Nike, riefen bei Bob Greenberg an, ob er nicht ihre Werbung übernehmen wolle. Greenbergs Antwort mag gewesen sein: “Das ist es zwar nicht was wir tun aber lass uns mal sehen was wir tun können…” 2009 wurde RG/A zur Digitalen Agentur der Dekade ernannt.

Greenberg’s Mannschaft ging daran die schwere Gerätschaft wie Silicon Graphics mit immer leistungsfähigeren Macintoshes auszutauschen. RG/A Designer Kyle Cooper nutzte die Gelegenheit [Desktop Revolution] sich auf der heimischen Tischplatte mit neuem Mac selbstständig zu machen und überraschte mit Se7en.

 

 

Bewegte Typografie, unbeteiligte Mienen

Es war die Schau und ist es noch! Die vereinigte Werbeindustrie war damit beschäftigt sein Königreich TV zu sichern und alles Digitale mit Verachtung zu strafen. Ich erlebte und überlebte drei aufeinander folgende Wellen mit der Digitales Marketing immer noch orientierungsloser zu BTL [Dialogmarketing, CRM] erklärt wurde und die Gerätschaften der Kreationen von Apple auf Windows umgerüstet wurden.

 

WeAreMammoth Bewegte Typografie

We Are Mammoth


Waren wir nicht alle überzeugt, das Web sei das Ende guter Typografie?

Von Print kommend, habe ich meine Begeisterung für Typogafie [insbesondere der Buchstabefolge BB mit seinen reizvollen Rundungen] bewahrt, Industrie-fremde Auszeichnungen erhalten und weniger umgetriebene Artgenossen mit Abonnements für Schriften und dem gelegentlichen Versandt von Apple Trailern auf frische Gedanken zu bringen gesucht.
Ein guter Typograph und Geschichtenerzähler ist auch Craig Bryant, der längst sehr erfolgreich mit eigener Produktionsfirma, WAM in Chicago herausragende Rich InterfaceA Anwendungen [RIA] und Web-Platformen entwickelt. We are mammoth findest Du hier.