Für etwa €1,131 ein klassisches Modeaccessoir für den Stadtverkehr ohne Kohlenstoffabdruck
Pininfarina brachte das spinöse schwarze Solex mit neuem Design in unsere neue Welt, das immer schon ein Modeaccessoir aber auch ein Fortbewegungsmittel war.
Als Motorrad würde es wie kein anderes seinen Namen verdienen, die Bezeichnung aber ist Mofa, Moped oder Mokicks.
„Eleganz ist Verweigerung‟
Wissen wir seit Coco Chanel und ich erinnere mich, das Chanel Kostüme, wie vieles gelungene Neuartige, auch erst am Geschmack der Designerin zweifeln machte.
Das eSolex ist elegant
Sein häufiges Auftreten in innerdeutschen Städten, würde mit einer gewissen Sicherheit, zu deren sportlich, saloppen Eleganz beitragen.
Sie wollen an der Oberfläche bleiben, nicht in tiefe Brunnen fallen, die so vieler Leben im Dümpel miserabel machen?
Sie wollen es den Sonnenkindern gleich tun, die meinen Freundeskreis bestimmen und Freude empfinden am Eyecandy, trotzig einer tieferen Bedeutung ausweichen?
Wie ein flacher Stein über die Wasseroberfläche durch das kurze Leben getragen, ja geschleudert werden? Keine Ängste vor Kopfverletzung davon tragen wie aktuell von Eishockey-Spieler Stefan Ustorf befürchtet.
Wie Papst Benedikt XVI (Joseph Aloisius Ratzinger) mit 85 noch ein Amt bekleiden?
Inochi
Manga Blut, Du willst es doch auch
Nach gut zwanzig Jahren Abstinenz und Desinteresse in was die Welt der Kunst zu bieten hat, (vom Aufflackern der Jeff Koons Angriffe in meinen New Yorker Tagen abgesehen), ist die Legacy der Künste, ist was die Kunst uns bietet so bedeutungslos an Wochentagen wie an Wochenenden.
Kunst ist deutlicher noch als Wirtschaft oder Politik abgeschaltet, ohne Verbindung und Relevanz für das Leben, das wir führen.
Jerry Saltz erklärt die Entdeckung Takashi Murakami im Kontext seines Kunsterbes, also anhand des Andy Warhol Mythos, der gerade so überbewertet, wie jeder Mythos, entdämonisiert gehört und wenig zu tun hat mit dem, was unsere Wirtschaft, unser Leben treibt.
Takashi Murakami fehlt die Wahrnehmung einer Grenze (zwischen Kommerz und Kunst). Er tut was in der Wirtschaft als vorbildlich holistisch gilt.
Murakami’s Wahrnehmung ist ganzheitlich. Das hat Murakami sich aus der Kindheit bewahrt.
Das Magazin der Süddeutschen Zeitung vom 15. April, Nummer 15 hält eine sehr gute Grafik bereit, die Erfolgsfaktoren auf einen Blick greifbar macht.
(c)Murakami ist wie alle geschäftlichen Welterfolge unserer Zeit ein Unfall.
Die globale Markenbildung von Unfällen wie Google, Pinterest, tumblr fand in kürzerem Zeitraum mit größerem Momentum statt als die unnachgiebige Arbeit Murakami’s, die bislang 10 Jahre seiner Zeit beanspruchte.
Ben Lewis, der seine Arbeit beeindruckend gut macht, verweist im Video auf eine Gefolgschaft an jungen Künstlern wie Masashi Okamoto mit ihrem Manga Blut.
Wie ein Künstler stiehlt auch Murakami aus der überfällig auf Finder und Entdecker wartenden, neuen Ästhetik der aktuellen Weltkultur.
(c)Murakami Tapete
Was es mit Murakami’s dunkler Vision auf sich hat
Mit dunkler Vision erfüllt Murakami die Erwartungshaltung der Kunstbranche und des dominanten Feuilletons, die in der Kunst gesellschaftskritisches zu entdecken wünscht.
Wenn der Museumskurator Zuckerwatte vor sich hat, hat er immer auch Karies vor sich.
Murakami zeichnet ein gut gelauntes Geschick im Umgang mit gelernten Erfolgsfaktoren der Gegenwart aus.
Ikonographie, Emoticons, Symbole die uns allen in der Systemschrift der Rechner zur Verfügung stehen: ❉❖✽●❀ .
Sein Unvermögen eine Grenze zwischen den Begriffswelten zu ziehen bei gleichzeitigem Geschick im Umgang mit Kategorien, Schlagworten (catchphrases) und der Nonchalance jedem Topf seinen Deckel zu gönnen.
Bedenkenlose Kollaboration mit bewährten Marken wie Louis Vuitton und aufstrebenden Marken wie Kanye West.
Die Freude also an gegenwärtig Offensichtlichem (wie die unterbewertete Dominanz digitaler Athleten) führt dazu das Freunde der Kinder des New Yorker Kunstsammlers Adam Lindemann Schlange stehen, um in den mit Murakami Tapete ausgestatteten Kinderzimmern übernachten zu dürfen.
James Bridle prägte den Begriff Die Neue Ästhetik im Oktober vergangenen Jahres bei den Web Directions South, in Sydney, Australien, der Original Titel lautete “Die von Robotern lesbare Welt”
Neues Price Waterhouse Cooper Logo und Damenschuh in geringer Auflösung via United Nude
Die Neue Ästhetik
Wer die Augen offenhält entdeckt sie überall, in den Moden, dem Kriegsgerät, in der Kunst und auf unzähligen, unkenntlich gemachten dt. Google Street View Bildern.
Den Verlauf der Desktop Revolution über konnte ich ausharren im Kreis der kleinen NeXT Gemeinde und wurde schliesslich System Administrator des Miami Digi Lab, dessen kreative Leitung ich hatte und für deren technischen Aufbau ich verantwortlich war.
Die Welt und jedenfalls die Geschäftswelt, war währenddessen beschäftigt, zwischen einem Gewirr an Kabeln und hoffnungslos überambitionierten Anwendungen, die Orientierung nicht zu verlieren.
Sie ist es heute noch.
NeXT Bildschrimgehäuse
Andrew Loewenstein (NY Times Erwähnung) entwickelte unsere Raster Image Processing Software, die nur eines konnte, die Datenmenge in Höchstgeschwindigkeit von den NeXT Stationen rüber zu dem grossformatigen Scitex Iris Inkjet Drucker vermitteln.
In einem Wettstreit mit einer lokalen Lithoanstallt konnte ich den Besitzer überzeugen, mit einer Datenmenge von nur 30MB und preiswerten Desktop Maschienen sein Ergebnis mit teuren Proprietärgerät und Datenmengen von mehreren Gigabytes Qualitativ gleich zu ziehen.
Innerer Jubel für einen Generalisten der von Lithographie bis Dato keine Erfahrung hatte.
Digi Lab Anzeige in NeXTWORLD
Auf die Entwicklung, der für Layout und Gestaltung benötigten Software, hatten wir ebenfalls grossen Einfluss, ich war Beta Tester bei Altsys Virtuoso (Freehand) und guter Freund des Chefentwicklers, als auch mit Gwen Reid und seinem Paste Up bestens vertraut.
Meine Freunde waren nicht länger Agenturfreundschaften, aber Nerds, Entwickler und Erfinder.
Die NeXT Philosophie war eine einfache.
Eine Anwendung sollte nur eines können, das aber richtig und mit erhabener Eleganz.
Wie ein Messer das Brot schneidet, für’s Papier braucht es eine Schere.
NeXT Cube
Zwei völlig verschiedene Anwendungen, die eine schneidet Brot, die andere Papier.
Jedes Kind weiss das.
Die Welt, insbesondere die Geschäftswelt, bedient sich mit pervertierter Vorliebe bei Anwendungen, die den Unterschied von Brot zu Papier, nicht länger wahrnehmen.
Anwendungen, die alles auf einmal zu handhaben versprechen.
Schlampig und schlecht programmiert von Leuten die fürs Geld arbeiten nicht aber aus Überzeugung.
Tim Cook Bildquelle: spiegel-online.de
Tim Cook erklärt das Ende der PC Ära als gekommen, bei seiner Vorstellung des neuen iPad vor zwei Tagen
Die Geschäftswelt wird die Vorzüge von mobilen Rechnern schon wegen ihrer Wirtschaftlichkeit – weniger Kosten pro Kopf und der erhöhten Erreichbarkeit und Einsatzfähigkeit der Mitarbeiter – fördern wollen. Die Rechner verschwinden von den Schreibtischen, in Folge verschwinden die Schreibtische.
Dedizierte Arbeitsplätze werden für flexible Arbeitsweisen und das Stadtleben für ein Landleben eingetauscht.
Seit einiger Zeit fällt auf, dass die Stadt New York einen neuen Schriftzug erhalten hat und zwar von Wolff Olins.
Wir erfahren davon nichts in unseren Fachjournalen, Horizont oder Werben & Verkaufen, wie ja unsere Fachjournale den alten Seilschaften und ihren innerbetrieblichen Einblicken von Beförderung und Etatverschiebung die Treue hält und eine Bezugnahme zum Europäischen bzw. globalen Kontext ausbleibt.
Was Wirtschaft treibt und der radikale Wandel im Verhalten der Konsumenten interessieren nicht.
Freilich bereue ich auch sofort, mich von Zynismus überwältigt zu zeigen, ich verabscheue die dt. Fachpresse, das Format ist hässlich und die Inhalte dumm.
Das Logo und damit Wolff Olins kamen in Verruf, als die NYC Logotype für alle sichtbar auf dem Gelb der New Yorker Taxis erschien.
Diesmal sollen auch nicht Wolff Olins die Schuldigen sein, aber ein Durcheinander an entscheidungsberechtigten New Yorker Bürokratien die Schuld tragen. Ein Gemisch aus Öl und Wasser (hier zu lesen)
Wie treffend die Anlehnung an einen Serif-Slab Font sein mag, oder wie zutreffend die Dichte der Initialen, die Enge der Stadt widerspiegele, ist jedenfalls nicht Inhalt auch nur eines Gespräches in den U-Bahnzügen New Yorks.
Die Leute in U-Bahnen rund um die Welt fragen sich vielmehr, was wurde aus „I ❤ NY‟?
Von Wolf Olins ist das in Deutschland bekannte Schlecker Logo und derzeit wohl auch nicht sonderlich beliebt. Das altbekannte „I ❤ NY‟ wurde von Milton Glaser geschaffen.
Fotos via underconsideration.com
NYC in der neuen Welt
Rachel Sterne, eine Technologie vertraute, klassische Schönheit von 28 Jahren wurde vor einem Jahr von Bürgermeister Bloomberg zum Chief Creative Officer der Stadt New York ernannt.
Rachel Sterne, CCO
Längst zeigt ihre Arbeit dort Früchte, wo sie Früchte tragen sollen, in den Verbindungen.
Erklärtes Ziel ist es die Stadt ins digitale Zeitalter zu bringen und Digital für jeden New Yorker zugänglich zu machen.
Rachel Sterne hat dazu beigetragen Wi-Fi in ersten Parkanlagen der Stadt zu ermöglichen. Mit Twitter und Facebook wurden Übereinkommen getroffen um den Benutzern von NYC.gov beste Verbindungsmöglichkeiten zu gewähren. Über Bitly wurden kurze URLs ermöglicht um das Teilen von Links zu vereinfachen und dort zu ermöglichen, wo lange URLs nicht akzeptiert werden.
Rachel organisierte das erste Hackathon der Stadtverwaltung um Vorschläge zum Neustart von NYC.gov einzuholen.
Bemerkenswert ist, welche Wirkung, Rachel Sterne’s geschicktes Handeln mit Stadtverwaltungen und Technologie Anbietern auslöst. Das also, was die Leute aus der Technik machen, sowie sie die Hilfsmittel dazu bereitgestellt bekommen.
Wie sie sie mit Leben füllen und wie das Verhalten sich ändert.
Wie förderlich Unternehmen, Handwerk und Stadtverwaltung gegenseitig sind und Lebensenergie versprühen, zeigt das ruhige Beispiel der Illustratorin Sophie Blackall, dass ich auf tumblr gefunden habe:
Ein Argument auch bei Prof. Peter Kruse und das Video als eine Kollaboration von Etsy (Unternehmen), Sophie Blackall (Handwerk) und NYC (Regierung) macht sein Argument jedenfalls fühlbar.
Längst ist überfällig den Festnetzgerätemist der Telefongesellschaft zu entsorgen
Unsere Haushaltsgeräte sind grosser Mist. Telefonhörer fallen aus ihren Halterungen und liegen schlecht am Ohr, Staubsauger saugen nicht, Energiesparbirnen verbreiten kein so schönes Licht wie die altvertraute Glühbirne und brauchen eine Ewigkeit zu leuchten. Sie geben Phenolgase in unseren Wohnbereich ab.
Zu Ihrer Entlastung
Für jeden hier genannten Missstand gibt es überraschend elegante und intelligente Alternativen, nur eben nicht von altgewohnten Herstellern, die den Massenmarkt mit ihrem Mist beherrschen. Ein Telefon das uns lustige Fünfziger vom Preis abgesehen, erfreuen mag, gibt es für €239 von Manufactum hier.
Manufactum W48 und Hulger P*PHONE
Hulger PENELOPE*PHONE Elfenbein und Kastanienbraun
Sie wollen ein Telefon das klingelt?
Manufactum’s W48 ist ein ganz normales Telefon, es klingelt sowie Sie angerufen werden und Sie heben den Hörer ab sowie sie den Anrufer annehmen wollen.
Sie wollen ein Festnetztelefon das kann was Ihr iPhone kann?
Hulger Hörer werden über USB mit Rechner oder Mobilgerät verbunden. Sie telefonieren über VoIP Technologien ihres Dienstleisters (Skype, Messages, GoogleTalk, Vonage, Yahoo, etc.) und sparen damit Telefonkosten.
Eingehende Anrufe müssen allerdings mit Hilfe des Rechners und der VoIP Dienste gehandhabt werden.
Die Entscheidung, die altgewohnte Glühbirne zugunsten einer Energisparbirne vom Markt zu nehmen, war zum einen notwendig um die CO₂-Emission nach unten zu drücken und zum anderen überstürzter EU Aktionismus, nachdem die neuen Leuchtbirnen, Entsorgungsprobleme und Gesundheitsgefährdung mit sich brachten (hier ein Bericht des NDR Fernsehen).
Bezaubernde Plumen Leuchtkörper des Englischen Designer Hulger
Die Befürchtung liegt nahe, dass auch die Plumen Birne, Phenol entgast und bei Bruch, Quecksilber freisetzt.
Solange potentielle Käufer -also wir- dem Hersteller eine Lösung abverlangen, wird ein Hersteller darin seine Chance entdecken, Besserung beizubringen um Marktanteile zu gewinnen.
Damit setzt die Entwicklung sich fort.
Heute entscheiden wir mit unserer Kaufkraft über mehr oder besser.
Organisches Endlosmuster der Klebespulen von Illustratorin Kari Modén
Produktdesign für Medikamente
Apotheken Broschüre
Stockholm Design Lab gibt schwedischen Patienten eine Chance ihre Apotheke zu mögen ohne auf die weit verbreiteten Einschüchterungsmethoden des antiseptischen Design der Achtziger Jahre zurück greifen zu müssen
Vårdapoteket ist eine schwedische Apothekenkette mit einem Unterschied, die Apotheken sind ausschliesslich in Kliniken untergebracht und Vårdapoteket ist die erste Kette auf dem Markt, mit einem neuen Selbstverständnis in der Pharmaindustrie.
Weisse Kittel und bonbonfarbene Einkaufstüten in schwedischen Kliniken
Vårdapoteket's Flugblätter
Gestaltung der in Kliniken integrierten Verkaufsräume
Verkaufsförderung auf Augenhöhe
Wenn das eliminieren von Erklärungen andererseits als ein bedeutender Erfolgsfaktor in der Kommunikation identifiziert wurde (denken Sie an Ihre erste Google Suche), habe ich den Mangel an Erklärungen bei einem Aufenthalt in der Neurologie hassen gelernt. Das für jeden Patienten erniedrigende Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist zugunsten des Arztes gestört. Respekt muss seine ursprüngliche Bedeutung neu erlernen und wieder verdient werden. Die Kollaboration von Vårdapoteket und SDL ist eine erfreulich reife Leistung und der Pharmaindustrie und Werbebranche ein Vorbild.
Bret Victor glaubt nicht, dass Bilder unter Glas die Lösung für Interaktion sind.
„Werden wir ein Zukunfts-Interface akzeptieren, dass weniger ausdrucksstark ist als eine Butterstulle?‟
Bret Victor, der ehemalige Apple Entwickler machte mit ein wenig Geschimpfe auf die Zukunft des interaktiven Design, darauf aufmerksam, dass das Wunder, das mit einem iPhone auch tatsächlich eine Nummer elegant anzuwählen ist, die Zukunft der Interaktion nicht schon gemeistert ist.
Mit Tangle dt. Verwicklung, will Bret Victor Textinhalte erfahrbar machen
Bret Victor denkt auch, Text gehört ebenso interaktiv gemacht wie Graphiken oder Anwendungen. Mit Tangle, hat er eine Open-Source Javascript Bibliothek hier zur Verfügung gestellt um Anwender für die Idee zu finden.
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Über mich
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