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Artikel Tagged ‘Brand Eins’

Gut und Böse

12. September 2011 Keine Kommentare

Schwerpunkt der aktuellen brand eins Ausgabe ist Gut und Böse. Das hellblaue Heftchen habe ich bei Edeka an der Kasse mitgenommen.

Meiner Tochter schrieb ich vor einigen Minuten: „Laß Dich von den Dramen Deiner Theaterbranche bestens unterhalten, nicht aber davon abhalten, Dein eigenes Geschäft voranzubringen.‟ Die Zeiten sind wie geschaffen dafür.

Gut und Böse sind willkommenes Thema für einen zeitsparenden Eintrag. Keine grosse Sache. Keine hilflose Grauzone jenseits von Gut und Böse.

 

Gut ist was hilfreich ist. Blöd und böse alles andere.

Falls eine Frage offen bleibt, die zu beantworten die Beschäftigung lohnt, dann diese:

„Wie schlecht muss ich sein um gutes tun zu können?‟

 

Ein sicherlich folgenschwerer Entschluss, sollte die Frage jemals für relevant empfunden werden. Zur Erleichterung ein Lied von the Kooks:


 
See The Sun von The Kooks

 

Gut und Böse Gut und Böse

 

 

Kategorien:Ein Leben

Ein wenig Blogosphäre

18. Juli 2011 Keine Kommentare

Spreeblick

Am Volksblog aus Berlin, recht allgemein auf das Thema Internet ausgerichtet, kann sich noch bis Ende Juli jeder mit eigenen Einträgen am Diskurs beteiligen und sich der beachtlich, grossen Leserschaft erfreuen. Um welchen Diskurs es sich dabei handeln soll, verrät Spreeblick nicht. Ein Fokus auf Marketing besteht jedenfalls nicht.
 

Open Spreeblick Ein wenig Blogosphäre

via Spreeblick



Wertung von Bloglevel
Einfluss     78.7
Beliebtheit     78.7
Engagement     76.6
Vertrauen     79.7




 

Werbeblogger

Der Gemeinschaftsblog von Roland Kühl-v. Puttkamer, J. Martin, Dr. phil. und Ralf Schwartz bemüht sich zunehmend um sachliche Orientierung zum Thema der dt. Design-Nation, nämlich Werbung. Wenn auch in diesem Jahr in Cannes, der Begriff Werbung, erstmals gegen Kreativität eingetauscht wurde. Konkrete Beispiele aus dem Marketing sind hier zu finden.
 

Werbeblogger Ein wenig Blogosphäre

Roland Kühl-v. Puttkamer, J. Martin, Dr. phil., Ralf Schwartz



Wertung von Bloglevel
Einfluss     67.8
Beliebtheit     66.7
Engagement     65.6
Vertrauen     67.8



Sascha Lobo

Sascha Lobo ist sicher auch aufgrund seines zur Schau getragenen geschwollenen Kamms, Hahn im Korb und meist zitierter bundesdeutscher Blogger, bekannt aus diversen Talkshows. Wenn es Fragen zum Internet gibt, dann kommen Presse und Fernsehen nach eigener Aussage zu ihm, einer oft auch scharf formulierten Antwort wegen. Er ist der Charlie Sheen der dt. Blogosphäre aber noch kein dt. Seth Godin. Auf seinem Blog sind Denkanstöße für das post-digitale Marketing zu finden.
 

Sascha Lobo vibrioeu Ein wenig Blogosphäre

via Google Images bzw. vibrio.eu.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     64.5
Beliebtheit     64.5
Engagement     63.3
Vertrauen     61.0




 

Nico Lumma

Weltmeister in der Öffentlichkeitsarbeit der dt. Design Nation ist Nico Lumma mit Lummaland. Nico kann es aufnehmen mit Superbloggern der USA. Mein Weg zu Lummaland führte über CRM-Vorbild Derek Sivers, der, der Tonalität seiner Anhängerschaft entsprechend, das Gefühl von Nähe zu vermitteln vermag wie kaum ein anderer. Kunden von CDBaby zu Siver’s Zeiten, haben es ihm gedankt. Die entsprechenden Umgangs-formen und die notwendige Offenheit sind auch bei Nico Lumma gegeben. Lummaland hält uns auf dem Laufenden mit aktuellen, meist technischen Entwicklungen, Sozialmedien und seiner Faszination mit Gadgets wie etwa Dyson Staubsaugern. Bisweilen schweift Lummaland ab ins Land der Politik. Konkrete Marketingbeispiele werden nicht gegeben.
 
NIco Lumma Ein wenig Blogosphäre


Wertung von Bloglevel
Einfluss     52.9
Beliebtheit     51.7
Engagement     55.2
Vertrauen     55.2




 

Fischmarkt

Matthias Schrader fand allen voran die richtigen Worte für Marketing in unserer post-digitalen Zeit. Das war sexy. Mit Fischmarkt, dem Blog von Sinner & Schrader, ist Martin Recke damit beschäftigt den Neuigkeiten nachzukommen. Sexy ist das nicht, die Informationen unterscheiden sich nicht und liefern keinen Grund sie aufspüren zu wollen, wie es bei Peter Kruse der Fall ist.
 

Matthias Schrader Ein wenig Blogosphäre

via Werben & Verkaufen



Wertung von Bloglevel
Einfluss     52.9
Beliebtheit     49.3
Engagement     38.5
Vertrauen     46.9




 

Holger Schmidt schreibt seit 1997 als Journalist für die Frankfurter Allgemeine aus ökonomischer Sicht über die Netze. Als Netzökonom liefert er mit dem F.A.Z. Community Blog vor allem gut rescherschierte, aktuelle Fakten und Analysen.

Der Leser erfährt wissenswertes über die Netze in sachlich, knappen Mitteilungen. Wer Zahlen braucht findet sie hier. Der Netzökonom brachte die Themen aus der Blogosphäre in die deutschen Wohnzimmer.
 

Holger Schmidt Ein wenig Blogosphäre

Netzökonom Holger Schmidt wechselt zu Focus in München.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     50.5
Beliebtheit     50.2
Engagement     61
Vertrauen     59.5




 

brand eins, dt. Wirtschaftsmagazin

Das Wirtschaftsmagazin und Hoffnungsträger der dt. Design-Nation legt mit Layout und Rubriken wie, ‚Was die Wirtschaft treibt‛… strukturell den richtigen Ansatz vor, kulturell aber wird den einflussreichen Nerds die kalte Schulter gezeigt. Wirtschaft und Werbung stehen in direktem Verhältnis zueinander. Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun² und es soll brand eins gelingen, Wirtschaft und Werbung bei der Transformation von der alten Industriegesellschaft hin zur neuen Wissensgesellschaft (Wikipedia) aktive Orientierungshilfe zu gewähren auch um selbst transformativ zu sein, wie dies ja auch im Sinne von Wolf Lotter ist. Ich erwarte jedenfalls, dass brand eins meine, auf Bloglevel basierende Staffel, in Zukunft anführt.
² Der Begriff, Ideen die tun, wurde von Gareth Kay von Goodby Silverstein + Partners geprägt und beschreibt eine praktische, erfolgsversprechende Anwendung in unserer post-digitalen Zeit.
 

brand eins  Ein wenig Blogosphäre

via Facebook wall



Wertung von Bloglevel
Einfluss     39.7
Beliebtheit     42.1
Engagement     33.6
Vertrauen     37.3




 

Honorarprofessor Peter Kruse ist Redner, Psychologe, Unternehmensberater und Zukunftsforscher. Er bringt gesunden Menschenverstand zurück nach Deutschland.

Kein Blogger aber treibende Kraft in Zeiten der Transformation, verleiht Peter Kruse der dt. Blogosphäre indirekt Glaubwürdigkeit, Kredibilität. Er begleitet die Entwicklungen in unserer post-digitalen Zeit mit datenunterstützter, laserscharfer Beobachtung. Zusammenhänge werden erklärt und in einem Deutsch wie dem von Ernst Jünger greifbar gemacht. Dabei übernimmt What’s next? eine begleitende Rolle, als Unternehmensblog von Peter Kruse’s Unternehmensberatung nextpractice.
 

Peter Kruse repuplika Ein wenig Blogosphäre

Photo von Daniel Seifert.



Wertung von Bloglevel
Einfluss     38.5
Beliebtheit     38.5
Engagement     29.9
Vertrauen     37.3




 

Amir Kassaie

Vormals der dt. Design-Nation anerkannt, bester Kreativer unterhält seinen Blog, der gegenwärtigen Mode entsprechend auf Posterous. Ich war erst der Annahme, dass der schlaue Amir sich hier für den USA Aufenthalt das Rückgrad stärken will, sehe aber mit Erstaunen, dass der Blog lt. Archiv seit 2009 besteht. In der Liebe wie in der Werbung sind bekanntlich alle Mittel recht.
 

Amir Kassaei Ein wenig Blogosphäre

Foto via Google images, bzw. WuV



Wertung von Bloglevel
Einfluss     38.5
Beliebtheit     38.5
Engagement     42.1
Vertrauen     37.3




 

Stefan Zschaller

ist Chef von Leagas Delaney in Hamburg. Stefan Zschaller ist der dt. Design Nation, erstes (mir bekanntes) Agenturoberhaupt, mit eigenem Blog und somit eigener Erfahrung in den Sozialmedien. Mit followfish gelang ihm und seinem Team, eine erste Idee die tut¹ auf den Markt zu bringen. Auf Texter gesucht findest Du konkrete Marketingbeispiele und Informationen zu den stattfindenen Kreativwettbewerben.
¹ Der Begriff, Ideen die tun, wurde von Gareth Kay geprägt und beschreibt eine erfolgsversprechende Anwendung in unserer post-digitalen Zeit.
 

Stefan Zschaller Ein wenig Blogosphäre

via Legas Delaney, Hamburg



Wertung von Bloglevel
Einfluss     34.8
Beliebtheit     33.6
Engagement     28.7
Vertrauen     33.6




 

Wie Deutsche Blogger im internationalen Vergleich abschneiden?

Fantastisch. Die dt. Blogosphäre ist in Zahlen, als auch in der Gedankenführung vergleichbar mit den USA. Nicht aber im Selbstverständnis. Die Gedankenführung verdanken wir allen voran Peter Kruse & Co und Veranstaltungen wie re:publika. Seht selbst.

Hier eine Liste von 83 dt. Marketing Blogs, kategorisiert und zusammengestellt von Hohannes Siemers.


 

Deutsche Design Nation fällt im Digitalen zurück

22. Juni 2011 Keine Kommentare

Die Alten haben sich mit dem digitalen Zeitalter angefreundet, sagt Amelia Torode, gerade so wie ihre Enkelkinder. Es sind die Fachleute mittleren Alters, die es fürchten und zurückweisen. Rate mal? Es sind die Leute, die in den Werbeagenturen das Sagen haben und mit Arbeit für Werbegenturen ihr Brot verdienen. Sie widersetzen sich dem Digitalen aus einem pragmatischen Grund, ihr Einkommen ist gesichert mit dem Verkauf von Lösungen aus der alten Welt. Wozu also die Mühe, der Branche Magie zurückzubringen, selbst auf Kosten der Führungsposition, die lange schon auf dem Spiel steht? Ein Grund auch warum dem Verbraucher schwer fällt, Politik und Wirtschaft noch Glauben zu schenken.
 
Design Löwe Deutsche Design Nation fällt im Digitalen zurück
 
Es war zu erwarten, sagt selbst die dt. Fachpresse. Nun hat die dt. Fachpresse nichts bewegendes unternommen, um der Branche oder sich selbst zu helfen, transformativ zu sein. Ich schalte CNN ein, um über Wirtschaft und Werbung auf dem Laufenden gehalten zu werden, besuche advertisingage.com, adweek.com, fastcompany.com und orientiere mich mit einer Auswahl an Blogs befreundeter Werbepraktiker. Selbst Brand Eins, auf das ich zu hoffen gewagt hatte, hält sich bedeckt, wenn auch ein Schwerpunktthema es ist, was uns treibt.
 
Zurück fallen Deutsche Design Nation fällt im Digitalen zurück
 
Beim Festival in Cannes behaupted sich Deutschland seit Jahren als Design Nation und es mag Wahres an dem sein, was mein Freund Gogo bemerkte. Er vertraut darauf, dass es Mittelmaß ist, was Deutschland herausragen macht: „Wir sammeln uns in der Mitte wie es gerade geht, gerade so wie ein Schwarm Heringe es tut bei dem Versuch Räuber abzuwehren.‟ MPG Chefin Maria-Luisa Francoli, liess vor kurzem die WuV Leser wissen, dass zukünftig 70% der Medienausgaben in digitale Kanäle investiert werden. Die Gedanken mögen nun dorthin gehen, dass wenig Hoffnung bestünde, für die rigide, deutsche Werbebranche. Falsch gedacht. Deutschland war schon immer, geradezu lächerlich langsam, bei der Adaption von Änderungen der schwerwiegenden Art. Das Wirtschaftswunder nach dem Weltkrieg ist gutes Beispiel für die Leistungen, zu denen das Land fähig ist, wenn nur die Hölle erstmal ausgebrochen ist. Werbeagenturen gross oder klein, vernetzt oder Eigentümer geführt, sehen keinen Grund zu Besorgnis. Deutschland holt Gold in Cannes und dt. Agenturen verdienen gutes Geld mit dem Handel von nicht-dynamischen, nicht-sozialisierbaren Websites, die für dynamisch verkauft werden, an Markenkunden, die selbst langsam damit waren in der neuen Welt anzukommen. Ein bizarres Gaunerstück immerhin.

 

  • Meet the wired retired—Amelia Torode, Spectator.co.uk
  •  

     

    Kategorien:Neue Werbung

    Verschiedenes

    16. Juni 2011 Keine Kommentare

    Alessandra Lariu, Gründerin von SheSays hat ihen Posten als Group Creative Director bei McCann verlassen und baut für Ende Juni einen Aggregator, der Marketingpraktikerinnen mit Marken zusammenbringen soll. Details sind noch nicht publik. Zwei Mitbegründerinnen sind Autoren der Neuerscheinung: Digitale Werbung. Gestern, Heute, Morgen.

    Gleich 24 Autoren sind die Väter, Mütter der Kollaboration. Beiträge der SheSaid Gründerinnen findest Du hier (Lariu) und hier (Laura Bambach).

    digital advertising Verschiedenes

    Kollaboration von 24 Werbepraktiker

    Tubbe, die neue Band aus München war gestern auf Südwild zu sehen

    Hipster Musik, die wie auch bei David Kitt, die Gitarre gegen den Synthesizer eintauscht. Mir gefällt, das Tubbe auf das Lied fokusiert sind, das Gesamtkonzept (Album, Verhaltensweisen…) wird sich organisch, nach und nach, im Austausch mit dem Publikum entfalten. Dementsprechend, finde ich auch keine Website. Tatsachen werden in kleinen, machbaren Schritten geschaffen. Konzerte werden über Facebook angekündigt, auch gibt es keine Tubbeseite auf FB. Ich bin begeistert und froh erfreuliches aus München berichten zu können.

    Tubbe Verschiedenes

    Klaus Scheuermann, Steffi Jacobs Fabian Füss sind Tubbe. Die neue Band aus München.

    Die USA feiert seine Marketingpraktikanten kontinuierlich. Deutschland hat die Re:publika

    Aus Berlin wurde letzte Nacht auch von der re:publika 5 berichtet. Südwild Reporter Michael Köppel versuchte sich im Gespräch mit Sascha Lobo (65.000 Twitter Follower) und Felix Schwenzel von wirres.net. Von leidigen Positionierungsbehauptungen abgesehen, war die Sendezeit auf den Schwerpunkt Post-Privacy reduziert. Privatsphäre gilt als überholt zugunsten der Stärkung einer Demokratisierung durch Öffentlichkeit. Ist Privatsphäre noch zeitgemäß? Unsere hochdifferenzierte Gesellschaft wird wie sonst auch eigene Wege gehen und deutlich machen, wie der Einzelne mit persönlichem und seiner Privatsphäre umzugehen versteht. Das Szenario gibt es hier zu sehen, mit einem wie immer distanzierten und bedachten Beitrag von Peter Kruse. Sascha Lobbo hebt die Bedeutung von streaming und mehr Echtzeit hervor und Felix Schwenzel deutet auf Facebook in Beantwortung der Frage wie es weitergeht.

    Wired jetzt auch in Deutschland

    Mitte der Neunziger häufte sich das öffentliche Interesse an den Wissenschaften. Mit der geplatzten Neuen Medien Blase kam Flaute auf. Mein Arbeitsplatz hiess Thunderhouse, gemeint war das Versuchsmodell von Benjamin Franklin zu Experimenten mit Blitzeinschlag. Meine Landsleute erfreuen sich bester Unterstützung seitens der Medien. AdAge, TED, FastCompany, AdWeek, Making Digital Work (MDW), CNN… Hierzulande ist der gesellschaftliche, wirtschaftliche wie politische Wandel zwar unumgänglich, der Diskurs darüber aber Einzelkämpfern der Blogosphäre überlassen. Mit Ausnahme der re:publika sind vereinzelte Symposien wie Tropfen auf dem heissen Stein. Von Horizont.net und WuV erfahren wir den Terminkalender der Branche, Preisträger von internen Wettbewerben, von einem Diskurs kann nicht ernsthaft die Rede sein. Wirtschaftmagazine wie Brand Eins halten sich bedeckt und Agenturen versäumen den offenen Diskurs mit dem Publikum. 99.9% aller Websites sind nicht Ping-fähig im Sinne von automatischem Pingback/Trackback für Inhalte. Wie soll da ein Wissensaustausch begünstigt werden? Lediglich MRM Worldwide der McCann Worldgroup bedient sich WordPress für seine Website. Oren Frank, der Mann der das verantwortet bleibt mysteriös verschwunden. Niko Lumma berichtet über Wired hier.

    wired Verschiedenes

    Titelbild der aktuellen UK-Ausgabe von Wired (Bild: Condé Nast)

    Kategorien:Neue Werbung

    Bloß groß.

    13. Juni 2011 Keine Kommentare

    Klein aber nicht fein, war meine Antwort auf die so gewöhnliche, wie unrealistische Idealvorstellung (klein & fein) meines Managing Direktors für die rapide, expandierende Digitalagentur Zentropy. Bloß nicht fein war richtig, klein, ein vom Winde verwehter Hippie Anspruch in einer globalen Welt.

    Petit ist ein französiches Schönheitsideal für Frauen mit Größe 36. Seth Godin will uns glauben machen, dass klein die neue Größe ist und auch Gareth Kay widmet dem Thema seine Zeit mit überzeugenden Argumenten und Beispielen.

    klein aber nicht fein Bloß groß.

    Rank und schlank, klein und fein und andere falsche Versprechen.
    Detail © 1994 American Recordings. Alle Rechte vorbehalten.

    „Das Große ist da, kommt mit und wird bleiben. Denn allen Verkrustungsvorwürfen zum Trotz: Siemens ist immer noch eine Patentfabrik, ein Unternehmen wie 3M ein Vorbild für Innovation‟ schreibt Gabriele Fischer in einem Brand Eins Editorial, der aktuellen Ausgabe mit Schwerpunkt Großorganisation.

    Brand Eins versus Brand New. Die Transformation inmitten der wir uns wiederfinden, hat zum Ziel uns tranformativ zu machen, nicht klein oder gross. Richtig mag sein, es sind immer wieder die kleinen Dinge die zählen. In kleinen Schritten ist gut vorankommen. Tun ist gut. Jedem Topf seinen Deckel und alles zur rechten Zeit.

    Bloß groß Bloß groß.

    IMF Bewerber Agustín Guillermo Carstens Carstens

    Da passiert gerade, dass die Leute allwissend werden.

    22. Mai 2011 Keine Kommentare
    Amir Kassaei in der NDR Talkshow 596 Da passiert gerade, dass die Leute allwissend werden.

    Amir Kassaei in der NDR Talkshow

    Allwissend werden hl Da passiert gerade, dass die Leute allwissend werden.


     
    „Die Zeiten haben sich geändert, wenn man sich die Digitalisierung der Welt ansieht, da passiert gerade eins, dass die Leute allwissend werden. Ich kann als Marketer keine hohlen Versprechen mehr abgeben, da ich in Echtzeit entlarvt werde.‟
    Zwei Sätze von Amir Kassaei genügten, um die Situation der Werbebranche für ein breites Fernsehpublikum greifbar zu machen.



    Die Werbe-Ära mit ihren schönen Bildern, lustigen Sprüchen und netten Witzchen ist für DDB-Kreativchef Amir Kassaei definitiv vorbei. Wer überleben will, muss zum kreativen Unternehmens-berater werden.¹
    NIchts von der von Assimilierer Kassaei, berechtigter und dringend notwendiger Forderung ist neu. Er muß in seiner Rolle als führender dt. Kreativer seine Forderung unermüdlich wiederholen bis dass Taten folgen von Seiten der Kommunikation und Wirtschaft. Die Blogosphäre möge Amir das nachsehen. Der Erfolg gibt Kassaie und seiner zuvor darbenden DDB recht und wird mit bestechenden Praxisbeispielen [VW The Fun Theory] für die dt. Wirtschaft vorgelebt.

    Realitätssinn Heute Da passiert gerade, dass die Leute allwissend werden.
    Der frühe Erfolg der US Kreativagentur Nitro etwa beruhte auf der Forderung von Gründer Chris Clarke, dass Agenturen kreative Geschäftspartner ihrer Kunden sind. Das war 2007. Nitro wurde an Sapient verfüttert und gute Kommunikationsideen wurden dem technokratischen Tagesgeschäft von Sapient geopfert (wobei mir als Aussenseiter, CCO Gaston Legorburu’s Einfluss nicht ersichtlich ist). Nicholas Negroponte Bestseller, Digitales Sein [erfolgsheischend unter dem Titel ‚Total Digital‛ erschienen] war vor 16 Jahren erschienen und an Industrie Entscheider gerichtet. Kein Entscheider hat je sein Buch gelesen oder daraus Konsequenzen gezogen. Deutschland hat mit Prof. Dr. Peter Kruse einen fähigen, artikulierten Marketingpraktikanten vorzuweisen, der vieles hier vorweggenommen hat. Marketing in Deutschland wird als ein Nischengeschäft ohne soziale Brissanz gehandelt und von der allgemeinen Presse inkl. Brand Eins ignoriert. Die Schule der Kommunikation aber geht uns alle an.
     
    ¹ ADC Festschrift Brissanz 2.2.2009


    Eine erste gefeierte Ausnahme bildet der brillante und ungemein charmante Auftritt von Amir Kassaei im NDR, bei dem er wie zufällig spontan auch Bezüge schuf zu den Anwesenden (Schauspielerin Hannelore Elsner, Dr. Helmut Ploog). Die Sendung war wie bei Marshall McLuhan Demonstration des Mediums als Botschaft und welch enorme Rolle das Einbringen unseres Selbstverständnisses dabei einnimmt, unserer Branche Magie zurückzubringen.

    Magie Heute hl Da passiert gerade, dass die Leute allwissend werden.
    Wohl wissend dass ‘secret sauce’ ein grosser Schmarrn ist und jede Marketingtat als Ausnahme zu handhaben ist, schliesse ich meine Einträge nicht gerne ohne Lösungsbeitrag:

    • Keine Agenturarbeit darf auf dem Markt erscheinen, ohne aussichtsreiche Eignung, unserer Branche Magie zurückzubringen.²
    • Ideen müssen Ideen die tun sein. Es geht nicht um die Ideen die wir für die Wirtschaft haben. Es geht darum was die Leute mit den Ideen tun.³
    • Nicht nur auf Kundenbelange konzentrieren, aber auf unser ganz eigenes Selbstverständnis als Kreative und Mitglieder der Werbebranche.
    •  

      In eigener Sache
      Amir Kassaei geht als Kreativer Offizier für DDB nach New York. Ich komme von dort, bin kreativer Offizier und ich bin hier und frei verfügbar.Senden Sie mir eine Nachricht.

       

      ² Cindy Gallop entlehnt
      ³ Gareth Kay von Goodby Silverstein & Partners, SF

     

  • Das Video zur Sendung—Werbefachmann Amir Kassaei
  • Marshall McLuhan: Das Medium ist die Botschaft—Ronald Düker, fluter
  • Total Digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder die Zukunft der Kommunikation.—Amazon.de
  • Chris Clarke departs SapientNitro to Launch Venture Capital Project—Finanznachrichten
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    Kategorien:Neue Werbung

    Denkpause bei deutschen Werbeagenturen

    28. Januar 2011 Keine Kommentare

    Denkpause bei deutschen Agenturen Denkpause bei deutschen Werbeagenturen

    Gorch Fock © Ricarda Schoenbrodt. Alle Rechte vorbehalten



    Welch glücklicher Zufall Denkpause bei deutschen Werbeagenturen
    Alles ist bestens. Das Geschäft blüht, die Wirtschaft hat sich erholt. Die Arbeitslosenzahlen sind auf dem Tiefststand. Deutsche Werbung kann sich sehen lassen im Europäischen Wettbewerb. Das Fiasko in der deutschen Automobilindustrie hat sich in Luft aufgelöst. Es rollen nicht mehr genügend deutsche Automobile vom Förderband um der Nachfrage aus aller Welt gerecht zu werden.

     

    Hat sich demnach die abwartende Haltung bei deutschen Werbeagenturen bezahlt gemacht, während aus der US Blogosphäre Tadel darüber erklingt, gebräuchliche, gelernte Begriffe wie auch den Überbegriff Werbung vorschnell ad Absurdum geführt und gegen neue, ungewohnte Begriffe eingetauscht zu haben?

     

    Dynamik von einst Denkpause bei deutschen Werbeagenturen

    Denkanstöße bei voller Fahrt

     

    Entsprang es einer Laune von Nico Lumma am 11. Januar die Debatten zum Thema Internet als Hilflosigkeit seitens Politik und WIrtschaft identifizieren zu wollen? Während es gar keinen Handlungsbedarf gibt und die Deutsche Werbung Triumphe in Cannes, wie auch im eigenen Land feiert? Noch dazu jetzt, da kurzweilige, von DDB mit Fun Theory erzielte Erfolge, mit unkonventioneller Zuhilfenahme der Sozialmedien, bereits hinter konventioneller Werbung seitens JvM auf den zweiten Platz zurückgefallen sind?

     

    Sozial Denkpause bei deutschen Werbeagenturen
    In der Zeit, in der sich, inklusive meiner selbst, die deutsche Blogosphäre ausgiebig mit den Möglichkeiten der Sozialmedien befasst hat, ist Zalando uns als ein brillantes Werbefilmchen von JvM weit besser im Gedächtnis geblieben als alle gemachten Entdeckungen in den Sozialnetzen. Ich erliege auch dem Verdacht, dass das Fernsehen mehr zu ‚sozial‛ beiträgt als das ‚irgendwie unreine Intenet‛¹, mitsamt der Stimmkraft der Sozialmedien es vermag. Das Bedeutsame an Social Media ist auch nicht Media aber Social (von lat. socius‚ gemeinsam, verbunden, verbündet‘) und das führt uns direkt zu der bereits von Leo Burnett vertretenen Erkenntnis, dass was den Leuten hilft auch gut ist für’s Geschäft. Der Zalando Spot erkennt die Magie der Soziologie und hält uns einen Spiegel vor. Wir erkennen uns wieder und finden es grossartig. Geradeso führen uns Sendungen wie Dschungel Camp oder DSDS die schauerlichen Abgründe unseres Gemeinwesens vor Augen, auf dass ein jeder von uns einmal Schutz suchen werde im Licht der Öffentlichkeit. Ausgerechnet.

    Castaways Cutouts Denkpause bei deutschen Werbeagenturen

    Castaways & Cutouts
    The Decemberists



    Die Aufgabe einer Werbeagentur ist vergleichsweise einfach, es gilt die Umsätze der betreuten Unternehmen zu steigern. Damit ein Produkt in der post-digitalen Zeit erfolgreich ist, soll die Vermarktung bestenfalls Teil des Produktes sein: das Produkt ist die Vermarktung. Erfolgreiche Beispiele hierzu liefert Apple’s iPhone, Starbuck Kaffee, die Braun Volkszahnbürste, Wii und MyMuesli. Alles was den Leuten hilft, hilft auch dem Geschäft.

     

    Serendipität Denkpause bei deutschen Werbeagenturen
    In Gabrielle Pauli’s Worten: „Es ist gut ein Ziel zu haben, der Weg dahin ergibt sich‟. Ihr männliches Gegenüber will dann wissen, wie genau sich der Weg ergibt. Welche Schritte dazu notwendig sind? Der Weg aber soll ein offener sein und dem Wegbegeher die Möglichkeit bieten, sich auf Ereignisse entlang des Weges flexibel und spontan einstellen zu können. Eine vorzeitig festgelegte Abfolge der Schritte würde die Empfänglichkeit und demzufolge die notwendige Flexibilität und Spontanität, um auf solche Ereignisse auch entsprechend reagieren zu können, empfindlich beeinträchtigen. Manager und Verwalter heutiger Agenturen bestehen auf die Festlegung einer Abfolge gemäß ihrer gelernten Organisationsschemen. Also zurück zu der eingangs erwähnten, von Nico Lumma identifizierten, Hilflosigkeit mit Digitalem auf Seiten der Politik und Wirtschaft einschliesslich der beratungsresistenten Betroffenen. Es rührt daher, dass neue Vermarktungsmöglichkeiten, wie sie durch kontinuierlich auftauchende, neue Technologien uns sprichwörtlich um die Ohren fliegen und auf den Geist gehen, da wir sie nicht erfolgreich in die uns vertrauten Organisationsschemen einpassen können. Eine anhaltende Denkpause bei Werbeagenturen entsteht. Sozialmedien und Internet bringen es an den Tag, es gibt ein Problem dem Selbstverständnis der Marke gegenüber, für die wir tagtäglich den überwiegenden Teil unserer Zeit opfern. Die Marke tut ihre Arbeit nicht. Damit dieser Absatz seine Arbeit tut, hier die Wikipedia Erklärung, dass Serendipität sich vom glücklichen Zufall unterscheidet, indem sie eine intelligente Schlussfolgerung voraussetzt, in Folge einer Untersuchung zufälliger Beobachtungen von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Schlagworte, die sich frischem Erfindungsgeist in den Weg stellen und mich erschauern machen, wie Mohrhuhn, Facebook, Portal, Intranet. Das Einstellen gefallener Engel früher, überkommener Internetepochen. Eine Denkpause ist durchaus angebracht und anempfohlen.

     

    Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Hier eine Liste kleiner Schritte, die zu unternehmen es für die Agentur lohnt ohne groß eine Verpflichtung einzugehen und ohne den vertrauten Organisationsrahmen zu übertreten.

     

    kleine Schritte Denkpause bei deutschen Werbeagenturen

    1. Erfolg verspricht nicht das Nutzen von sozialen Netzwerken, für die Gemeinschaft Nutzen schaffen verspricht Erfolg
    2. Intentionen und Denkweise der Agentur mit eigenem Agenturblog darlegen. Das Selbstverständnis über die eigene Marke stärken. Auch wird Transparenz demonstriert & automatisiert.
    3. Ping: Die bestehende Agenturwebsite für Pings empfänglich machen.
    4. Agentur Website abschalten oder sozialisierbar machen
    5. Software von der Stange nutzen: Von der Erfahrung erprobter und getesteter Software Angebote profitieren. MRM Worldwide demonstriert Nutzen und Eleganz einer auf WordPress CMS basierenden Website.
    6. Eigene Widgets entwickeln und vermarkten: Mit der Werbebranche, für die Werbebranche kollaborieren und Nutzbares schaffen

     

     

     

    Kategorien:Neue Werbung, Sozial

    Expansion

    23. Januar 2011 Keine Kommentare
    Expansion Expansion

    Palina Rojinski - John Lennon Rolls Royce Phantom V
    © MTV Networks

    barbarella Expansion

    Barbarella
    bb Expansion

    BB
    Jeremy Clarkson Expansion

    Jeremy Clarkson

    Frühling nicht nur für Hitler


     
    Plötzlich ist alles in Bewegung, dem ich mein Augenmerk vergönnt hatte und freilich wusste ich von solcher Entwicklung und habe sie freudig erwartet. Unsere unterhaltsamen Jungs von MTV Home sind mit einem Mal auch ausserhalb der vier Wände des MTV Home Studios zu sehen. Joko Winterscheidt jedenfalls macht sich mit eindringlicher Stimme im Werbefernsehen verdient und füllt sich die Taschen mit einem Spot für die neuesten Rasierklingen.

    Süddeutsche Zeitung Ausgabe 33 voller Beispiele erweiterter Realität



    Lena Meyer Landrut bringt den Opel Corsa ins Gespräch. Palina moderiert bereits ihre eigene Sendung bei MTV Konkurrent Viva. Markus Kavka hat längst mit „Number One‟ auf Kabel 1 übergewechselt. Simon und Budi von GameOne verdecken mit Jux und Tollerei ihre Identitäten als Drogenbarone und dürfen sich auf ungeheure Popularität im cross-medialen Mächtemix bereit machen. Der deutsche Nachwuchs ist 2011 auf der Überholspur. Unsere Lieblinge verstehen es, sich über die Grenzen der angestammten Mediensender hinweg auszubreiten. Sorgen machen nurmehr die Eltern.

     

     

     


    Die Erwachsenen bleiben in Debatten verstrickt.
    Denn für die Hersteller kommt eine Wahrheit ans Licht:

    Das Produkt muss etwas leisten

    1. Um in der post-digitalen Zeit mit einem Produkt Erfolg zu haben, ist die Vermarktung bestenfalls bereits im Produkt eingebettet [iPhone, Starbucks Kaffee, Volkszahnbürste, Flipvideo]. Das Produkt ist seine Vermarktung.
    2. Kann das Produkt das nicht leisten, dann müssen Inhalte geschaffen werden. Inhalte sind die Währung.

    Nutzen schaffen. Den Leuten durch den Tag helfen. Im Grunde ist das schon alles.

     

     

     

    Kategorien:Neue Werbung

    Transformation leicht gemacht

    17. August 2010 Keine Kommentare

    Revolver Kugel Transformation leicht gemacht

    Peng!


    Werbung ist tot. Die Spatzn pfeifen es von den Dächern. Wir stochern einigermassen lustlos in der sich abkühlenden Asche konventioneller Werbung. In Vorstellungsgesprächen habe ich reichlich Agenturen kennengelernt, die ohne Orientierung, im Denken der alten Welt verhaftet, wenig anzufangen wissen mit einem Hybriden wie mir. Wir meinen dieselben Dinge, bewerten sie jedoch unterschiedlich. Der digitale Besucher [Du] und der digitale Bewohner [ich], wir stehen uns hilflos gegenüber. Auch sehnt sich der Besucher, der er seine alte Welt nie verlassen hat, nach dem, ihm aus seiner alten Welt vertrauten Abbild eines Chefkreativen. Derweilen hiess es bei Barak Obama, der Führungspersönlichkeit unserer Zeit : ‚Yes We Can‛. Von ‚Yes I Can‛ war keine Rede.

     

    Angela Merkel entsprach Anfang 95 gewiss nicht den Vorstellungen einer Kanzlerin. Wie auch? Frau Merkel ist die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte der Bundesrepublik. Ich war 1995 verantwortlicher Kreativer für die vorgezogene Bundestagswahlkampagne und es freut mich meinen Beitrag geleistet zu haben, einen Pfau wie Gerhard Schröder aus dem Amt zu vertreiben.

     

    Dieser Eintrag fasst unvermeidliche Trends zusammen, die vier Winde die unsere Industrie in ein und dieselbe Richtung treiben. Zwei Praktiken werden aufgezeigt, die Deiner Agentur auch dann die Transformation ermöglichen wenn von neuem Denken noch lange keine Rede sein kann.

     

    Die Lösung vorweg

    Es braucht nicht viel um unabwendbare Trends zu erkennen. Das Erkannte in Anwendung zu bringen ist gleichsam unschwer. Wir müssen die scharfe Wende im Verhalten der Konsumenten akzeptieren und dem uralten Wunsch nachgeben mit jedem Streich etwas zu schaffen, das sowohl dem Konsumenten, wie auch der Agentur und seinen Kunden, das Leben leichter macht. Ein Streich dann soll es sein. Gerne auch ein Schildbürgerstreich [siehe Amir Kassaei, Nicholas Roope]. Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein & Partners hat das magische Tu-Wort vorweggenommen. Seine so charmante wie überzeugende Weisung bietet die pragmatische, hemdsärmelig praktische Seite einer universellen Lösung, unsere Industrie zum besseren zu wenden. Mit dem Begattungsritual der Laubenvögel macht Gareth Kay plausibel und jedenfalls bildlich greifbar, wie die Werbeindustrie von der Natur lernt. Wir sollen dem Liebesspiel der Laubenvögel Beachtung schenken und praktisch werden, anstatt wie bisher, dem Pfau gleich, mit Marken Kampagnen, ein Rad nach dem anderen zu schlagen, in der Annahme es genüge ein hübsches Bild abzugeben. Anstatt ein Rad zu schlagen, wie der Pfau es tut und auf die Henne attraktiv wirkt (indem er genetisch mehr Augen im Pfauenrad aufzuweisen hat als der Wettbewerb). Der Laubenvogel dagegen baut ein prachtvolles Nest und offeriert dem Weibchen ein Fertigheim von unmittelbarem, tatsächlichen Nutzen:

     

    Ideen die tun Transformation leicht gemacht

    Transformation leicht gemacht: ‚Ideen die tun'

     

    Eine Idee die tut.

     



    Gareth Kay, Director of Digital Strategy, Goodby, Silverstein and Partners.


    Der Gedanke führt zum nächsten, so dass wir auch davon loslassen wollen, noch länger auf den Erlöser zu warten, Amir Kassaei, Deutschland’s anerkannter Top Kreative hat mit VW und Spaßtheorie bereits vorgemacht wie auch hierzulande wirksam sind. Seine Agentur DDB führt die Liste erfolgreicher Deutscher Agenturen und das trotzt Weltwirtschaftskrise.

     

    Schliesslich erinnert auch Prof. Dr. Peter Kruse, wie eingangs erwähnt, in einem Video Interview daran, dass Barak Obama ja auch nicht die Losung Yes I Can ausgegeben hat, die Losung lautet: Yes We Can. Das Video zu Peter Kruse’s famosen re:publica 2010 Vortrag, auf den sich mein Eintrag bezieht, findest Du hier:

     

    Unaufhaltsame Trends waren und sind:

    1. Desktop Revolution
    2. Globalisierung
    3. Hipster Bewegung
    4. Digitales Sein

     

    1. Die Mutter allen Übels war die Desktop Revolution [digitale Revolution] und ist es noch. Nicht nur werden unsere Rechner und dergleichen Spiel- & Werkzeuge immer handlicher aber auch die physische Welt fügt sich dem Mooreschen Gesetz und alles, inklusive Dienstleistungen schrumpft und wird verfügbarer und flexibler gestaltet. Warum dann, sollten nicht auch die Dienstleistungspakete der Werbeindustrie sich dem Trend anpassen? Das ganze Markenbildungs-Brimborium kann elegant und zeitgemäss in Form von digitalen Fußspuren schneller, günstiger und messbar angeboten werden. Gemäß der Mooreschen Gesetzmäßigkeit, die besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt. Unter Komplexität verstand Gordon Moore, der das Gesetz 1965 formulierte, die Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Computerchip. Gelegentlich ist auch von einer Verdoppelung der Integrationsdichte die Rede, also der Anzahl an Transistoren pro Flächeneinheit. Dieser Technologiefortschritt bildet eine wesentliche Grundlage der als „digitalen Revolution“ bekannten Intervalen. Ich sag Desktop Revolution dazu, gemeint ist, dass der von Kraftwerk besungene Taschenrechner, den Weg in die Hosentasche fand, ausgehend von grossen Mainframe Rechnern in rückwärtigen Büros über die Tischplatten des Arbeitplatzes.
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      Böhmisches Dorf1 Transformation leicht gemacht

      Böhmische Dörfer
      Illustration mit freundlicher Genehmigung von Laura Barnard ©2010 Alle Rechte vorbehalten.

    3. In Folge der Desktop Revolution entwickeln sich intensivere globale Beziehungen der Märkte und auch das Bewusstsein für’s Lokale wird intensiviert. Dass jeder Tante Emma Laden vom globalen Bewusstsein profitieren und über die nächste Kreuzung hinaus bekannt und geschätzt werden kann ist hinlänglich bekannt. Mein Ziel ist es das Leistungspacket einer Agentur auf seinen realen Nutzen zu schrumpfen und die Agenturleistung für den gesamten Markt und nicht nur für ein Dutzend an Fortune 500 Klientel interessant zu machen. Mit skalierbarer Leistungspaketen auf Volumen gehen und vor lauter Profit ganz deppert werden wie Herr Österreicher von der Münchener Lithoanstalt Österreicher und Wagner sich ausdrückte. Jede neue Agentur hat eine bodenständige, recht eigenständige Idee davon was sie unter neuer Werbung versteht . Der Demokratisierung der Marke folgt die der Dienstleistung.
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      Böhmisches Dorf Transformation leicht gemacht

      Potemkinsche Dörfer
      Illustration mit freundlicher Genehmigung von Laura Barnard ©2010 Alle Rechte vorbehalten.

    5. Heute behelfen sich einige der Deutschen Weltklasse TV Spots um mit Hipster Musik ein passendes und ergreifendes Ambiente zu schaffen. Beispiele findest Du hier. Seit vielen Jahren mische ich Terra Bytes an Musik-Kompilationen der größten Jugendbewegung seit der Hippie Bewegung. In den USA gelang es Billigproduktionen, die den Geist der Hipster Bewegung reflektierten, den Wettbewerb an üblichen Blockbuster Filmtiteln an Ticketverkäufen zu überbieten. Elizabethtown, Juno, Little Miss Sunshine… Die Hipster Kultur spiegelt Tendenzen eines Profils, das auch die Wende im Verhalten der Konsumenten erklärt. Ein längst überfälliges Forschungsprojekt für unsere Marktforschung. Den Wunsch nach Authentizität verdanken wir der Hipster Bewegung. Hipster arbeiten mit dem was sie haben, mit ihrer Stimme, ihren Inhalten und dem Instrument das zu spielen sie sich beigebracht haben. Lady Gaga ist das Gegenteil von Hipster. Jedem Trend folgt ein ebenso mächtiger Gegentrend.
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    7. Digitales Sein bildet auch 15 Jahre nach Herausgabe von Nicholas Negropontes’ Standardwerk ‚being digital‛ eine gemein schwere Hürde für unsere Industrie, die es nun aber zu nehmen gilt, solange es unser Ziel ist, die Zukunft der Kommunikation mitzugestalten. Prof. Dr. Peter Kruse famoser Auftritt bei re:publika 2010 bestätigte vieles beider digitaler Dekaden und begründete in bestem Deutsch die Ursache der Stagnation in der Kommunikationsbranche. Digitale Besucher und digitale Bewohner stehen sich hilflos gegenüber indem der Besucher glaubt er sei informiert, da er schliesslich alles mitbekomme und für wichtig empfinde gerade wie es der eingelebte Bewohner tut. Beide stehen sich hilflos gegenüber da sich beide kontrahenter Bewertungen bedienen. Eine durch und durch auswegslose Situation. Für den Bewohner sind die Wertungen des Besuchers Potemkinsche Dörfer, für den Besucher sind die Werte des Bewohners böhmische Dörfer. Der Bewohner kann nicht zurück er kann nicht entdigitalisiert werden, er würde zu Staub zerfallen. Der Besucher aber kann schadlos zum Bewohner werden und muss dies nun auch. Die Frage sein oder nicht sein, stellt sich nicht länger, tatsächlich lautet die Frage der wir uns stellen müssen: Digitales sein oder nicht sein.

     

    Lehrplan Transformation leicht gemacht

    Transformation leicht gemacht: Curriculum

     

    1. ‚Ideen die tun’
    2. Lehrplan

     

    1. Die Tatsache, das es sich um stille Revolutionen handelt, also um natürlich stattfindende Entwicklungen oder Evolutionen, kommt uns gelegen und entgegen. Wir brauchen nur einen Fuss vor den anderen setzen und die Schrittfolge ergibt sich, der nächste Schritt empfielt sich in Folge des ersten. Nachdem Amir Kassaei, gemäß seiner Rolle als Deutschland’s Top Kreativer den ersten Schritt mit fun theory tat, sind alle Agenturen aufgefordert, seinem Beispiel zu folgen und ‚Ideen die tun’ auf den Markt zu bringen. Amir Kassaie und DDB schulden wiederum der Deutschen Werbebranche nachhaltige und dauerhafte Gründe, ihm und seiner DDB weiterhin Glauben zu schenken. Damit kommen wir zur zweiten praktischen Anwendung zur Unterstützung von ‚Ideen die tun’.
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    3. Gerade wie Universitäten seit jeher ein Curriculum unterhalten, ohne das Lehrziele nicht zu erreichen sind, müssen Deutsche Werbeagenturen einen Lehrplan ins Leben rufen und fortan mit Leben füllen:

       

      • alle Beteiligten [stakeholder], Kunde, Agentur, Zulieferer, also auch der Konsument werden in den Innovationsprozess mit eingebunden
      • statischen Websites der Agenturen werden auf ein dynamisches Content Management System [CMS] aufgesetzt und sozialisierbar gemacht
      • Mach Dich nackig ohne die Hosen herunterzulassen

       

      Nämlich ist auch der Lehrplan keine Raketenwissenschaft, aber kann mit einem einfachen Multi-User Blogsystem wie Typepad, WordPress etc. erstellt werden, zumal was die Technologie betrifft. Schon bald werden wir den Blogging-Lehrplan, ein blogging curruculum als selbstverständlich voraussetzen und solche Agenturen kein Vertrauen schenken, die hinter dem Berg halten. Erfolgreiche Kreativagenturen wie BBH in London nutzen immer schon die Vorteile von Blogging um ihre Ideen und Heransgehensweisen für alle Beteiligten transparent zu gestalten und um sich und andere auf der Spur und auf dem Laufenden zu halten. Siehe BBH Labs. Eine sorgsam integrierten Lehrplan findest Du hier. Gay Gaddis besitzt mit ihrem T3 Think Tank, die erfolgreichste von einer Frau gegründete und geführte neue Agentur in den USA.

       

      Die Deutsche Kommunikationsbranche erwartet sich nun von Doyle Dane Bernbach, eine kontinuierliche Berichterstattung und Nachberichterstattung zu VW Funtheorie inklusive Zahlen und Statistiken, um Skeptiker in Unterstützer zu wandeln und um derer Spitzenposition auf dem Deutschen Markt gerecht zu werden.

       

      Spiegel Online, Focus.de, Brand Eins tun gut daran einen Aggregator zur Verfügung zu stellen, der täglich oder stündlich eine Kompilation aller Marketingblogs auswertet. Auch kein dummer Gedanke für Agenturen mit Führungsanspruch.