„Es gab bis in die 80er Jahre keinen Trendsport der solche Massen an Menschen infisziert hat wie Windsurfing.‟ Erfolg kennt viele Väter und der Designer, Mitbegründer der Weltmarke Mistral und steter Erfinder Ernstfried Prade, ist zweifellos und nachweislich einer der Väter.
Ich sass 1976 mit Ernstfried in seiner dunklen Kammer in Murnau und philosophierte von Spielball der Natur über die Vorstellung einen dicken Punkt über ein Wellen-‚m‛ tänzeln zu lassen. Ernstfried Prade entwarf den Abend mit Standardgraph Zeichenschablone aus der Fabrik seines Freundes in Geretsried und Rapidograph, die berühmte ‚mistral‛ logotype und das Logo.
Ernstfried war meine frühe Begegnung mit einem umtriebenen und schlauen, bayerischen Fuchs, auf den das Modewort ‚innovativ‛ auch heute zutrifft (siehe Video) noch bevor das Leittier der bayerischen Füchse, Karl Heinz Schwaiger mich vom Modeschöpfer Ludwig Seyssel D’Aix, dessen Firma (LSD) Kreativchef ich war, für seine Werbeagentur Sportive auslöste.
Wenn Windsurfing und Mistral die Mutter des Trendsports waren, dann war Karl-Heinz Schweiger der Vater. Er war es der den Wintersport und die Skipisten revolutionierte und mit Sportive Design Farbe in den weissen Winter brachte, paradoxerweise mit wildem, schwarz-weissem Zebra Skidesign [Völkl Zebra Ski].
2010 wurden mehr Supboards verkauft als Surfboards und ganz richtig erkennt Ernstfried die Notwendigkeit einer Re-Demokratisierung der Weltmarke Mistral, dessen Tipping Point wie einst beim Windsurfing in Europa ausgelöst wird wenn auch diesmal auf Grund völlig anderer Verhältnisse.
Wir leben heute im Zeitalter von Ideen die tun. Nicht was wir Marketingmenschen tun aber was der Konsument mit dem tut entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Die Zeit ist reif für Mistral als erster globaler Marketer eine Welle die am Anrollen ist, mit begeisterten Früheinsteigern gemeinsam zu reiten indem Mistral als Ermöglicher die technischen Vorraussetzungen dafür schafft. Der Verbraucher und solche die es werden sollen, wären somit von Anfang an an der Entwicklung der neuen Generation beteiligt und es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Früheinsteiger und Hersteller gemeinsam eine exponentialle Ausbreitung zünden. Jedenfalls wäre Mistral somit erster auf dem Markt, der die Geschichte der nächsten Generation eines Volkssport mit dem Verbraucher gemeinsam schreibt, sie dokumentiert und Kritik und Vorschläge der SAPler auch für Produktentwicklung nutzt. Damit Zeit zu verbringen erscheint mir lohnend und lustig.
Letzte Nacht war Amir Kassaei, Deutschland’s renommiertester Kreativer, in der NDR Talk Show zu sehen. Barbara Schöneberger war sichtlich begeistert, jemanden vorstellen zu können, mit einer interessanten Geschichte. Ich war begeistert einen Marketing Praktikanten zu sehen, noch dazu einen, für den wir uns nicht zu schämen brauchen. Unsere Branche ist vollgepackt mit brillianten, kreativen, intelligenten und sprachgewandten Leuten, die all ihre Brillanz, Kreativität, Intelligenz und Sprachgewandtheit, darauf verwenden die Wirtschaft zu fördern…¹
¹ Cindy Gallop
…Und nicht, wie Amir Kassaei es herrlich egozentrisch und vollkommen richtig tut, sein ganz eigenes Selbstverständnis mit einzubringen und somit der Branche und nicht nur der Wirtschaft förderlich ist.
Die Zukunft unserer Branche hängt davon ab, dass wir die Magie zurückbringen. Das geht nur mit gesundem Selbstverständnis, indem wir uns auf uns konzentrieren, als kreative Geschäftspartner, als Menschen und als Branche.
Besser Du bringst Dich Montag Morgen mit in die Arbeit, von den anderen gibt es bereits 6.92 Billionen.
Gerne hätte ich hier die NDR Aufzeichnung gezeigt, aber sie war noch nicht verfügbar und so müssen wir mit einer Arte Aufzeichnung vorlieb nehmen, in der Amir Kassaei seiner Tochter zumal eine schöne Frage entlehnt.
Mittlerweile ist das NDR Video mit Amir Kassaei hier zu sehen.
Wiederholung der Sendung
06.06.2011 01:30 Uhr
08.06.2011 01:00 Uhr
Amir Kassaei fühlt sich herausragender Arbeit und das in allen Kommunikationsdisziplinen gegenüber verpflichtet und ist ein Ansporn für junge Kreative es ihm gleich zu tun. Jedenfalls nach Ansicht von Chuck Brymer. Als der amtierende CCO von DDB, Bob Scarpelli seine Rolle nach 30 Jahren abgeben wollte, dachte CEO Chuck Brymer sofort an Amir.
Die von DDB Stockholm entwickelte Fun Theory Kampagne für VW findet sich in bald jeder internationalen Präsentation zum Thema Social Media. Eine Sammlung an überraschend, umtriebigen Ideen die tun¹. Das heisst der Teilnehmer wird durch sein tun auf neue Gedanken gebracht. Eine Bindung von Mensch und Marke bahnt sich an und erfüllt sich jedenfalls assoziativ sofort.
¹Keith Gareth, ideas that do.
Auch Deutschland ist nur so gut wie seine letzte Arbeit und Fun Theory gilt als deutsches Meisterwerk auch wenn es aus Schweden stammt.
Macht und Möglichkeiten des starken Einzelnen in der post-digitalen Zeit
Wer als Otto Normalbürger und Max Mustermann sein Mitspracherecht an der Demokratie geltend machen will, muss zum einen, seine Kaufkraft konsequent strategisch, seiner Interessenslage entsprechend einsetzen und er muss sich kontinuierlich in möglichst alle, seiner Interessenslage entsprechenden Gespräche, aktiv und auch kontinuierlich einbringen.
Gangs of New York
Arroganz und Unvermögen deutscher Werbeagenturen gegenüber dem Verbraucher
Zu Zeiten des Print waren es die Texter, die in der Werbung bestimmten. Mit Aufkommen des Fernsehen als dominantes Medium, nahmen Grafiker den Textern den Zepter aus der Hand und das Sagen hatte nicht mehr das Wort aber das Bild, insbesondere die bewegten Bilder des Fernsehen. Um als Texter erfogreich zu sein war eine enge Verbindung zum Verbraucher, seinen Nöten, Hoffnungen, Wünschen und Ängsten Voraussetzung. Über den Weg der Macht der Bilder löste sich diese Verbindung auf und der Verbraucher liess sich täuschen durch Bilder. Das goldene Zeitalter der Werbung war auch für mich ein Grund alle Bildungsversuche abzubrechen für ein gutes Leben in der Werbung. Kreativwettbewerbe wie die Cannes Rolle und die des Art Director’s Club trugen mit dazu bei das Interesse vom Verbraucher auf die Interessen der Branche zu konzentrieren. In der Branche einigte man sich darauf aus den Elfenbeintürmen auf den Verbraucher auf der Strasse hinab zu reden. Die unaufhaltsam stattfindende Demokratisierung der Marken wurde bestenfalls ignoriert (wie zuvor der Einfluß stetig aufkommender, neuer Technologien) und die Branche hat sich gesamtheitlich vom Zeitgeist abgekoppelt.
Szene aus Gangs of New York
Die besten Zukunftsaussichten bieten zündende Ideen
In unserer superverbundenen Welt mit ihrer Verbraucherermächtigung interessieren die kleinen Schritte die unsere Branche unternehmen kann, um nicht länger auf den Verbraucher herab zu reden, ihn aber an der Entwicklung zu beteiligen . Wir erleben eine dramatische Verschiebung in der Weise wie Geschäfte getätigt werden in Richtung mehr Transparenz, mehr Kollaboration, mehr Demokratie und schließlich mehr Wert.
Es ist nicht die Aufgabe der Branche die Medien am Leben zu erhalten, es ist Aufgabe der Branche eine Verbindung mit dem Verbraucher einzugehen. Was gut ist für den Menschen, ist gut für die Marke.
Absatzfördernde Ideen die das Leben der Verbraucher besser machen.
Diese Exaltiertheit machte die Werbung so attraktiv das sieht man auch in Mad Men.
Heute mein Freund, ist es Sein nicht Schein was zählt
Düsseldorf (RPO). Die amerikanische Erfolgsserie “Mad Men” startet demnächst im deutschen Free-TV. ZDF Neo strahlt die Geschichten rund um Don Draper, den Mitarbeiter einer Werbeagentur im New York der frühen 1960er Jahre, ab dem 6. Oktober aus. Deutsche Fans können sich freuen: Die Drama-Serie wurde erst kürzlich zum dritten Mal in Folge mit einem Emmy prämiert. Wie Helmut Sendlmeier, einer der ganz grossen der Deutschen Werbebranche sich in Erinnerung ergeht seht ihr hier.
Es soll ja die Geschichte von Jerry Della Femina sein, dem ich einige Male im Coffee Shop begegnete und der mich an Ungestüm und Vehemenz an Karl Heinz Schwaiger erinnert, ehedem Gründer und Chef der Münchener Sportive, meiner ersten Agentur. Heinz Schwaiger bewirkte mit seinem Völkl Zebra Skidesign, dass Farbe auf die Skipisten kam und ein psychedelisches Rauschen in die Köpfe der Sportindustrie.
Immer schon bedurfte es einer gesunden Portion an Wahnsinn, um in der Wirtschaft etwas voranzubringen. Das ist heute nicht anders und es gibt reichlich Praxisbeispiele, junger Nervenkranker die dafür sorgten, dass nichts mehr so ist wie es einmal war [Steve Jobs, Mark Zuckerman usw.].
Matthias Storath
Als Deutsche Werbebranche brauchen wir nur zu akzeptieren, dass mit dem ohnehin anerkannten Top Kreativen, Amir Kassaei, sowohl ein Paradiesvogel der alten Schule [Mad Men = Madison Avenue Men] und nämlich ein Pfau oder Trumpeter Swan wie David Ogilvy seine Kreativ Direktoren bezeichnete, ein formidables Vorbild die Fahne schwenkt mit Ideen die tun.
Wichtiger noch ist zu akzeptieren, dass dieses ganze Image nicht länger gefragt ist und der Junge oder das Mädchen von Nebenann, jemand wie Du und ich – dass nurmehr das Volk selbst uns weiterbringt. Image hängt zum Halse heraus und die Menschen wollen nur noch eins, sie selbst sein. Das erklärt auch die Sehnsucht nach Authentizität. Wobei ich Kassaei als durch und durch authentisch verstehe und Exzentrik achte.
Werbeagenturen werden heute von Verwaltern… verwaltet …nicht geführt. Das wiederum erklärt warum immer größere Etats an immer kleinere Agenturen gehen und auch Mad Men als Abgesang auf die Werbung zu verstehen ist.
Wichtiger noch, als In Amir Kassaei das Deutsche Kreativvorbild zu sehen, ist sein Paradebeispiel mit VW’s The Fun Theory, auch wenn es nicht aus Deutschland entstammt aber von DDB Stockholm ist. Es gilt zu entdecken, dass The Fun Theory aus fröhlichen Ideen besteht und dass dies Ideen sind die tun.
Für die Rolle des Kreativchefs wird der Trompeterich Schwan erwartet, doch Matthias Storath erscheint
Vor 2006 waren die lustigsten Gäste in Frankfurts Apfelwein Gaststädten die Bankangestellten, während die zahlreichen Angestellten der Werbeagenturen vergleichsweise, lange Gesichter machten. Heute wissen wir warum. Heute wird es nicht anders sein.
Banken waren in der neuen Welt angekommen und Werbeagenturen mit ihren Wirtschaftsklientel waren in der alten Welt zurück geblieben. Banken verdienen ihr Geld mit Transaktionen. Elektronische Transfers die technisch von Mechaniken aus dem Industriezeitalter losgelöst arbeiten und so gesehen virtuell funktionieren und expandieren. Wirtschaft und Werbung dagegen hatten auf dem Weg zur Bank nicht mehr gut lachen. Das Verhalten der Konsumenten änderte sich entsprechend der elektronischen Möglichkeiten und der Austausch der Konsumenten untereinander hat sich vom Blut und Boden Marktplatz ins Internet verlegt. Gleichsam gehen Immer größere Etats an immer kleinere Agenturen.
Der Dialog der Werbebranche aber findet noch hinter der Firewall. mittels interner, von der Öffentlichkeit abgeschirmter E-Mail statt. Marketing aber ist keine Privatsache und gehört in den Diskurs der Öffentlichkeit. Erfolgreiche Unternehmen wie etwa der Marktführer Nike, arbeiten mit der Öffentlichkeit, nicht gegen sie. Seit jeher ist von der Demokratisierung der Marken, von dezentralisierten Kampagnen, von holistischer Werbung die Rede. Alles keine Raketenwissenschaft…
Um in den Sozialnetzen die Hosen an zu behalten, müssen Firmen sich nackig machen
…Nur muss erst noch der Schritt in die Öffentlichkeit getan werden. Produkte wollen auf die Strasse gebracht werden. Die statischen Webseiten der Hersteller und die der Agenturen müssen entsorgt, die Elfenbeintürme verlassen werden und schon treten wir hinaus ans Licht der Öffentlichkeit und lachen auf dem Weg zur Bank und in die Arbeit.
Björn Negelmann hat Stefanie Wagner-Fuhs von Sapient Nitro um ihre Einschätzung gebeten. Quelle: Fischmarkt
Marketing ist keine Privatsache und gehört in den Diskurs der Öffentlichkeit.
Boston Universität in den USA gibt nicht länger E-Mail Adressen an neue Studenten aus. Boston Universität hat festgestellt, dass die Studenten ihren Diskurs längst anderweitig abhalten und die E-Mail Adressen nicht länger Verwendung finden. Der Diskurs findet in den sozialen Medien und also im Licht der Öffentlichkeit statt.
Die US Agentur Mullen, hat als markt-erste Agentur seine statische Website entsorgt und macht mit einer dynamischen, auf WordPress CMS beruhenden, gesellschaftsfähigen [sociable] Website Furore. Chefkreativer Edward Boches sorgt mit enormer Umgetriebenheit für Popularität und Anerkennung in den Netzwerken. Unsere Wege kreuzen sich in verlässlicher Regelmässigkeit. Er ist mir auf den Fersen, ich bin ihm auf den Fersen.
Ans Licht der Öffentlichkeit
Konsumenten einbeziehen in die Entwicklung von Produkten und Kampagnen
Webseiten sozialisierbar machen oder gleich abschalten
Gleich einer Universität, ein Curriculum, einen Lehrplan zur Verfügung stellen, ohne den, Lernziele nicht zu erreichen sind. Die Londoner Kreativagentur Bartle Bogle Hegarty nennt ihren Lehrplan BBH Labs. Vorbildlich ist auch Agentur Denken des US Think Tank T3.
Für Deutsche Öffentlichkeitsarbeit ist Leo Burnett mit Cultural Fuel zugegen.
Ein scharfer Denker und lustiger Zeitgenosse ist auch Niko Lumma, Scholz & Friends sind mit wurst. In Lummaland bin ich regelmässig.
Es fehlt noch an Entschlossenheit und vertraglichem Übereinkommen die Geheimhaltungsvereinbarung & Verschwiegenheitsklausel bei Verträgen zu aktualisieren und der Zeit anzupassen.
Solange wir nicht über das was wir tun reden dürfen, will auch kein rechtes Gespräch aufkommen.
„Es ist nicht was wir tun, es ist was die Leute mit dem tun was wir tun.‟
—Gareth Kay, Goodby, Silverstein & Partners
Gareth Kay, Strategie Chef von Goodby, Silverstein & Partners hat Ideen die tun entdeckt und als Begriff bekannt gemacht. Schau Dir hier an wie Gareth die Werbewelt mit einem Vergleich von Laubenvogel und Pfau von praktischem, realitätsnahem Handeln zu überzeugen sucht. Nicht unser Denken ändert unser Verhalten, unser Handeln verändert unser Denken. Eine Ideen die tut bietet unserer Werbebranche eine Passage zu ganzheitlich, intergrierten Marketing-Lösungen in unserer post-digitalen Zeit.
Auf Edward Boche’s Creativity Unbound Blog stosse ich auf den allerlei glaubwürdige Begründung warum Kreativdirektoren einfach zu blöd sind der Zeitforderung entsprechend Ideen zu tun die tun. Oder warum die so einfache Losung von Gareth Kay keine Reaktion hervorruft, geschweige denn dazu führt Tatsachen zu schaffen, um Wirtschaft und Gewerbe auf den rechten Pfad zu führen.
„Ich habe eine Theorie warum einige traditionelle Werbeagenturen sich nicht schnell genug weiterentwickeln: Der Grund ist bei den Kreativdirektoren zu finden, sie wollen nicht zugeben, dass sie dumm sind.‟—Kevin Roddy, CCO, BBH
Amir Kassaei, Deutschland’s anerkannter Top Kreativer hat unserer Industrie mit VW’s Fun Theory vorgeführt wie Ideen die tun aussehen und was zu bewirken sie im Stande sind. VW’s Praxisbeispiele von Ideen die tun findest Du hier.
Die Deutsche Kommunikationsbranche erwartet sich nun (so hoffe ich) von DDB eine kontinuierliche Berichterstattung und Nachberichterstattung zu VW Funtheorie inklusive Zahlen und Statistiken um Skeptiker als Unterstützer zu gewinnen und um seine Spitzenposition auf dem Deutschen Markt gerecht zu werden. Die grosse Gefolgschaft vom Werbeblogger freut sich ebenfalls auf Gründe Amir Glauben zu schenken. Es ist dies der richtige Moment um unserem Gewerbe mit Transparenz, Gründe zu liefern der Führung von DDB unser Vertrauen zu schenken. Auch soll dies dazu beitragen, dass der VW Etat bei DDB bleibt und nicht zu Grabarz und Partner übergeht.
Freigegeben: June 2010 Auftraggeber: Volkswagen Agentur: DDB STOCKHOLM Land: Sweden Kategorie: Cars
Kreditierung dem Coloribus Werbearchiv entlehnt,
dank einer Initiative von Kommentator ‚Questionmark‛.
Creative Director: Andreas Dahlqvist (DDB Stockholm) Copywriter: Martin Lundgren (DDB Stockholm) Art Director: Simon Higby (DDB Stockholm) Account Executive: Lars Axelsson (DDB Stockholm) Account Director: Martin Larsson (Tribal/DDB Stockholm) Planner: Jerker Fagerström (DDB Stockholm) Planner: Cecilia Cederlid (DDB Stockholm) Account Manager: Michael Bugaj (DDB Stockholm) Web Director: Simon Mogren (Tribal/DDB Stockholm) Web Designer: Karl-Johan Vogelius (Tribal/DDB Stockholm) Web Producer: Pontus Kindblad (Tribal/DDB Stockholm) Web Producer: Daniel Alinder (Tribal/DDB Stockholm) Director/Producer: Patrik Sundberg (Birth) PR Manager: Marcus Thomasfolk (Volkswagen Sweden) Account Director: Anna Hultman (Prime PR) Account Manager: Barbro Långjuth (DDB Stockholm) Print Manager: Anna Hellenberg (DDB Stockholm) Planner: Karl Wikström (DDB Stockholm)
Phillip Wittgenstein will sich durch ‚ein hochgekochtes Thema‛ in einen W&V Artikel ins Gespräch bringen
W&V wählt dazu eine provokante Überschrift und schon ist Phillip im Gespräch.
Die durch den W&V Artikel entfachte Debate fand gestern auf Facebook statt und nicht auf der W&V Markenwebsite.
Der Kreativchef von FischerAppelt will darauf aufmerksam machen, dass Sozialmedien ein Baustein von vielen in einer dezentralisierten Kampagne sind, die Überschrift aber lautet:
Photo einer Folie aus Prof. Dr. Peter Kruse's famoser re:publica 2010 Ansprache entlehnt
Social-Media-Hype: ‚Ein hochgekochtes Thema‛
Im Laufe der Debate stellt sich heraus, dass die Anti-Hype Hypothese, die Wittgenstein zum Anlass nahm ins Gespräch zu kommen nicht Mittelpunkt des Themas ist, worauf Wittgenstein aufmerksam machen wollte, würde ersichtlich bei einem Besuch seiner Website. Die Website findest Du hier.
facebook Ein hochgekochtes Thema
Freilich bleibe ich lieber beim Gespräch, das nun ausgerechnet dorthin ausbricht, wo laut dem Digitalchef von FischerAppelt die Musik nicht ausschliesslich spielen soll, nämlich auf Facebook. Tatsächlich aber spielt die Musik immer dort wo das Gespräch gerade stattfindet und FischerAppelt könnte höchstens dafür sorgen, dass die Gesprächsrunde an dem Berührungspunkt Markenwebsite vorbeikommt, so dass die Teilnehmer die Adresse lernen und zu einem ihnen gelegenen Zeitpunkt mehr über die Marke erfahren können. Das wiederum rechtfertigt die Kosten ggf. im Nutzen-Kosten Verhältnis .
Sabine Denk: „Du bist nicht mehr mein Sohn!‟
Um Zeit zu sparen, Phillip wird beschäftigt sein, die nicht unerheblichen Kosten für seine Markenwebsite vor dem Kunden zu rechtfertigen. Der Kunde wird rasch feststellen, dass wenn das Gespräch nicht zur Website kommt, dann muss die Website zum Gespräch gebracht werden. Wie? Mit ‚Ideen die tun’, hilfreichen Anwendungen die dem Konsumenten gelegen kommen und weiterbringen. Mit frischen Gedanken, wie Jung von Matt Kreativität greifbar zu machen sucht.
Sabine Denk: „Wer übernimmt jetzt den Hof?‟
‚Ideen die tun’ haben längst ihre Vormachtstellung demonstriert. Wir wollen es nur nicht akzeptieren. Amir Kassaei hat mit VW’s Fun Theory den Startschuss für die Deutsche Kommunikationsbranche gegeben.
Fazit: Die alten Denkweisen haben für die heutige Kommunikation keine Nutzen. Wenn auch wir alle nur mit Wasser kochen, soll die Wirtschaft zumindest voraussetzten dürfen, dass das Wasser kochend heiss ist. Die Deutsche Kommunikationsbranche hat, wenn überhaupt, gerade erst damit begonnen, zuzuhören. Lieben Dank Sabine Denk, für den lustigen Kommentar.
Teilnehmer
Carl Brandt, Eleftherios Hatziioannou, Sabine Denk, Axel Hoffmann, Pedro Anacker, Sarah Binder Stephan R. Junghanns, Florian Konrad Schmitz, Jessica Herz, Sebastian Garn, Benjamin Knecht, Naja David Hussner, André Czarto, Andrea Ramponi, Anna Ermann, Manuel Foyer, Maurice Morell, Sebastian Garn, Christoph Bechtel, Rochus Landgraf, Christian Weckopp, Sascha Voss, Mobietv Agentur, André Czarto, Andi Haas, Bernd Seifert, Cigdem Serbest, Philipp Wittgenstein, Mark Sargent
Werbung ist tot. Die Spatzn pfeifen es von den Dächern. Wir stochern einigermassen lustlos in der sich abkühlenden Asche konventioneller Werbung. In Vorstellungsgesprächen habe ich reichlich Agenturen kennengelernt, die ohne Orientierung, im Denken der alten Welt verhaftet, wenig anzufangen wissen mit einem Hybriden wie mir. Wir meinen dieselben Dinge, bewerten sie jedoch unterschiedlich. Der digitale Besucher [Du] und der digitale Bewohner [ich], wir stehen uns hilflos gegenüber. Auch sehnt sich der Besucher, der er seine alte Welt nie verlassen hat, nach dem, ihm aus seiner alten Welt vertrauten Abbild eines Chefkreativen. Derweilen hiess es bei Barak Obama, der Führungspersönlichkeit unserer Zeit : ‚Yes We Can‛. Von ‚Yes I Can‛ war keine Rede.
Angela Merkel entsprach Anfang 95 gewiss nicht den Vorstellungen einer Kanzlerin. Wie auch? Frau Merkel ist die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte der Bundesrepublik. Ich war 1995 verantwortlicher Kreativer für die vorgezogene Bundestagswahlkampagne und es freut mich meinen Beitrag geleistet zu haben, einen Pfau wie Gerhard Schröder aus dem Amt zu vertreiben.
Dieser Eintrag fasst unvermeidliche Trends zusammen, die vier Winde die unsere Industrie in ein und dieselbe Richtung treiben. Zwei Praktiken werden aufgezeigt, die Deiner Agentur auch dann die Transformation ermöglichen wenn von neuem Denken noch lange keine Rede sein kann.
Die Lösung vorweg
Es braucht nicht viel um unabwendbare Trends zu erkennen. Das Erkannte in Anwendung zu bringen ist gleichsam unschwer. Wir müssen die scharfe Wende im Verhalten der Konsumenten akzeptieren und dem uralten Wunsch nachgeben mit jedem Streich etwas zu schaffen, das sowohl dem Konsumenten, wie auch der Agentur und seinen Kunden, das Leben leichter macht. Ein Streich dann soll es sein. Gerne auch ein Schildbürgerstreich [siehe Amir Kassaei, Nicholas Roope]. Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein & Partners hat das magische Tu-Wort vorweggenommen. Seine so charmante wie überzeugende Weisung bietet die pragmatische, hemdsärmelig praktische Seite einer universellen Lösung, unsere Industrie zum besseren zu wenden. Mit dem Begattungsritual der Laubenvögel macht Gareth Kay plausibel und jedenfalls bildlich greifbar, wie die Werbeindustrie von der Natur lernt. Wir sollen dem Liebesspiel der Laubenvögel Beachtung schenken und praktisch werden, anstatt wie bisher, dem Pfau gleich, mit Marken Kampagnen, ein Rad nach dem anderen zu schlagen, in der Annahme es genüge ein hübsches Bild abzugeben. Anstatt ein Rad zu schlagen, wie der Pfau es tut und auf die Henne attraktiv wirkt (indem er genetisch mehr Augen im Pfauenrad aufzuweisen hat als der Wettbewerb). Der Laubenvogel dagegen baut ein prachtvolles Nest und offeriert dem Weibchen ein Fertigheim von unmittelbarem, tatsächlichen Nutzen:
Transformation leicht gemacht: ‚Ideen die tun'
Eine Idee die tut.
Gareth Kay, Director of Digital Strategy, Goodby, Silverstein and Partners.
Der Gedanke führt zum nächsten, so dass wir auch davon loslassen wollen, noch länger auf den Erlöser zu warten, Amir Kassaei, Deutschland’s anerkannter Top Kreative hat mit VW und Spaßtheorie bereits vorgemacht wie auch hierzulande wirksam sind. Seine Agentur DDB führt die Liste erfolgreicher Deutscher Agenturen und das trotzt Weltwirtschaftskrise.
Schliesslich erinnert auch Prof. Dr. Peter Kruse, wie eingangs erwähnt, in einem Video Interview daran, dass Barak Obama ja auch nicht die Losung Yes I Can ausgegeben hat, die Losung lautet: Yes We Can. Das Video zu Peter Kruse’s famosen re:publica 2010 Vortrag, auf den sich mein Eintrag bezieht, findest Du hier:
Unaufhaltsame Trends waren und sind:
Desktop Revolution
Globalisierung
Hipster Bewegung
Digitales Sein
Die Mutter allen Übels war die Desktop Revolution [digitale Revolution] und ist es noch. Nicht nur werden unsere Rechner und dergleichen Spiel- & Werkzeuge immer handlicher aber auch die physische Welt fügt sich dem Mooreschen Gesetz und alles, inklusive Dienstleistungen schrumpft und wird verfügbarer und flexibler gestaltet. Warum dann, sollten nicht auch die Dienstleistungspakete der Werbeindustrie sich dem Trend anpassen? Das ganze Markenbildungs-Brimborium kann elegant und zeitgemäss in Form von digitalen Fußspuren schneller, günstiger und messbar angeboten werden. Gemäß der Mooreschen Gesetzmäßigkeit, die besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt. Unter Komplexität verstand Gordon Moore, der das Gesetz 1965 formulierte, die Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Computerchip. Gelegentlich ist auch von einer Verdoppelung der Integrationsdichte die Rede, also der Anzahl an Transistoren pro Flächeneinheit. Dieser Technologiefortschritt bildet eine wesentliche Grundlage der als „digitalen Revolution“ bekannten Intervalen. Ich sag Desktop Revolution dazu, gemeint ist, dass der von Kraftwerk besungene Taschenrechner, den Weg in die Hosentasche fand, ausgehend von grossen Mainframe Rechnern in rückwärtigen Büros über die Tischplatten des Arbeitplatzes.
In Folge der Desktop Revolution entwickeln sich intensivere globale Beziehungen der Märkte und auch das Bewusstsein für’s Lokale wird intensiviert. Dass jeder Tante Emma Laden vom globalen Bewusstsein profitieren und über die nächste Kreuzung hinaus bekannt und geschätzt werden kann ist hinlänglich bekannt. Mein Ziel ist es das Leistungspacket einer Agentur auf seinen realen Nutzen zu schrumpfen und die Agenturleistung für den gesamten Markt und nicht nur für ein Dutzend an Fortune 500 Klientel interessant zu machen. Mit skalierbarer Leistungspaketen auf Volumen gehen und vor lauter Profit ganz deppert werden wie Herr Österreicher von der Münchener Lithoanstalt Österreicher und Wagner sich ausdrückte. Jede neue Agentur hat eine bodenständige, recht eigenständige Idee davon was sie unter neuer Werbung versteht . Der Demokratisierung der Marke folgt die der Dienstleistung.
Heute behelfen sich einige der Deutschen Weltklasse TV Spots um mit Hipster Musik ein passendes und ergreifendes Ambiente zu schaffen. Beispiele findest Du hier. Seit vielen Jahren mische ich Terra Bytes an Musik-Kompilationen der größten Jugendbewegung seit der Hippie Bewegung. In den USA gelang es Billigproduktionen, die den Geist der Hipster Bewegung reflektierten, den Wettbewerb an üblichen Blockbuster Filmtiteln an Ticketverkäufen zu überbieten. Elizabethtown, Juno, Little Miss Sunshine… Die Hipster Kultur spiegelt Tendenzen eines Profils, das auch die Wende im Verhalten der Konsumenten erklärt. Ein längst überfälliges Forschungsprojekt für unsere Marktforschung. Den Wunsch nach Authentizität verdanken wir der Hipster Bewegung. Hipster arbeiten mit dem was sie haben, mit ihrer Stimme, ihren Inhalten und dem Instrument das zu spielen sie sich beigebracht haben. Lady Gaga ist das Gegenteil von Hipster. Jedem Trend folgt ein ebenso mächtiger Gegentrend.
Digitales Sein bildet auch 15 Jahre nach Herausgabe von Nicholas Negropontes’ Standardwerk ‚being digital‛ eine gemein schwere Hürde für unsere Industrie, die es nun aber zu nehmen gilt, solange es unser Ziel ist, die Zukunft der Kommunikation mitzugestalten. Prof. Dr. Peter Kruse famoser Auftritt bei re:publika 2010 bestätigte vieles beider digitaler Dekaden und begründete in bestem Deutsch die Ursache der Stagnation in der Kommunikationsbranche. Digitale Besucher und digitale Bewohner stehen sich hilflos gegenüber indem der Besucher glaubt er sei informiert, da er schliesslich alles mitbekomme und für wichtig empfinde gerade wie es der eingelebte Bewohner tut. Beide stehen sich hilflos gegenüber da sich beide kontrahenter Bewertungen bedienen. Eine durch und durch auswegslose Situation. Für den Bewohner sind die Wertungen des Besuchers Potemkinsche Dörfer, für den Besucher sind die Werte des Bewohners böhmische Dörfer. Der Bewohner kann nicht zurück er kann nicht entdigitalisiert werden, er würde zu Staub zerfallen. Der Besucher aber kann schadlos zum Bewohner werden und muss dies nun auch. Die Frage sein oder nicht sein, stellt sich nicht länger, tatsächlich lautet die Frage der wir uns stellen müssen: Digitales sein oder nicht sein.
Transformation leicht gemacht: Curriculum
‚Ideen die tun’
Lehrplan
Die Tatsache, das es sich um stille Revolutionen handelt, also um natürlich stattfindende Entwicklungen oder Evolutionen, kommt uns gelegen und entgegen. Wir brauchen nur einen Fuss vor den anderen setzen und die Schrittfolge ergibt sich, der nächste Schritt empfielt sich in Folge des ersten. Nachdem Amir Kassaei, gemäß seiner Rolle als Deutschland’s Top Kreativer den ersten Schritt mit fun theory tat, sind alle Agenturen aufgefordert, seinem Beispiel zu folgen und ‚Ideen die tun’ auf den Markt zu bringen. Amir Kassaie und DDB schulden wiederum der Deutschen Werbebranche nachhaltige und dauerhafte Gründe, ihm und seiner DDB weiterhin Glauben zu schenken. Damit kommen wir zur zweiten praktischen Anwendung zur Unterstützung von ‚Ideen die tun’.
Gerade wie Universitäten seit jeher ein Curriculum unterhalten, ohne das Lehrziele nicht zu erreichen sind, müssen Deutsche Werbeagenturen einen Lehrplan ins Leben rufen und fortan mit Leben füllen:
• alle Beteiligten [stakeholder], Kunde, Agentur, Zulieferer, also auch der Konsument werden in den Innovationsprozess mit eingebunden
• statischen Websites der Agenturen werden auf ein dynamisches Content Management System [CMS] aufgesetzt und sozialisierbar gemacht
• Mach Dich nackig ohne die Hosen herunterzulassen
Nämlich ist auch der Lehrplan keine Raketenwissenschaft, aber kann mit einem einfachen Multi-User Blogsystem wie Typepad, WordPress etc. erstellt werden, zumal was die Technologie betrifft. Schon bald werden wir den Blogging-Lehrplan, ein blogging curruculum als selbstverständlich voraussetzen und solche Agenturen kein Vertrauen schenken, die hinter dem Berg halten. Erfolgreiche Kreativagenturen wie BBH in London nutzen immer schon die Vorteile von Blogging um ihre Ideen und Heransgehensweisen für alle Beteiligten transparent zu gestalten und um sich und andere auf der Spur und auf dem Laufenden zu halten. Siehe BBH Labs. Eine sorgsam integrierten Lehrplan findest Du hier. Gay Gaddis besitzt mit ihrem T3 Think Tank, die erfolgreichste von einer Frau gegründete und geführte neue Agentur in den USA.
Die Deutsche Kommunikationsbranche erwartet sich nun von Doyle Dane Bernbach, eine kontinuierliche Berichterstattung und Nachberichterstattung zu VW Funtheorie inklusive Zahlen und Statistiken, um Skeptiker in Unterstützer zu wandeln und um derer Spitzenposition auf dem Deutschen Markt gerecht zu werden.
Spiegel Online, Focus.de, Brand Eins tun gut daran einen Aggregator zur Verfügung zu stellen, der täglich oder stündlich eine Kompilation aller Marketingblogs auswertet. Auch kein dummer Gedanke für Agenturen mit Führungsanspruch.
Hilf Deiner Werbebranche transformativ zu sein.
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