Für mich geht es im Marketing um Werte. Wir leben in einer hochkomplizierten Welt, die Welt macht sehr viel Krach und wir werden keine Gelegenheit dazu haben, dass die Leute viel von uns in Erinnerung behalten. Keine Firma erhält dazu Gelegenheit. Also müssen wir sehr klar darüber sein, was wir wollen, dass die Leute über uns wissen…

…Die Frage die wir (unserer Agentur) gestellt haben:

Unsere Kunden wollen wissen, wer ist Apple und wofür stehen wir? Wie passen wir rein in dieses Leben?



 

Die Ironie von Apple’s Think Different Kampagne ist, dass obwohl sie rückblickend sehr wohl Apple’s Kern entspricht, sie kaum Eindruck machte auf prospective Kunden. Bilder von toten Genies und Vorbildern der alten Welt, waren kein Grund einen Bezug zu finden. Sie wollten Helden Ihrer Generation auf Plakaten sehen, Leute wie etwa Kurt Cobain.

Was Apple dann tatsächlich zurückbrachte, war deren Rückbesinnung auf ihre Designwurzeln, die in einer Explosion von BonBon farbenden Produkten seinen Ausdruck fand. Eine zufällige, verkaufsfördernde, taktische Massnahme, die den Weg ebnete für Apple’s durchführbaren Kernwert. Nämlich dem, im Herzen eine Design Firma zu sein, die gut darin ist, integriertes Design auf den Markt zu bringen (das Äussere als Resultat des Inneren).

Es war PC Magazin’s John C. Dvorak, der die BonBon Ära beednete mit seinem Artikel, indem er erklärte er würde die Strasse nicht überqueren wollen mit einem Bonbonfarbenen Apple Laptop.

Was Markennamen daraus lernen können? Apple nahm Umwege in Kauf um doch immer wieder ans Ziel zu kommen. Allein der Umweg der nötig war, um die dem NeXT UI Standard an den weniger herangereiften UI Standard der Mac Gemeinschaft anzupassen war ein schmerzlicher für verwöhnte NeXT Nutzer.

Bruce Nussbaum bringt eine weitere Lektion von Steve Jobs ans Licht: Innovation nimmt seinen Anfang in einer sozialen Bewegung, auf CoDesign.