Spiegel Layout überarbeitet neben Times Magazin Vorbild

Umgestalttetes Spiegel Magazin neben seinem Times Magazin Vorbild.

 

 

Spiegel Magazin Umgestaltung. Vorher - Nachher.



 
Vorher

Richtig. Kein Unterschied zwischen altem und neuen Titel (Gelächter). In der Neuzeit verliert die Redaktion sich zunehmend in weniger eindeutigen Titeln, rigides Einhalten von Porträt Fotos war für lange Zeit eine verlässliche Gewähr.



Nachher

Dem Spiegel geht es um Inhalte. Darum das Gestaltung sich in Verhalten auflöst und die Lektüre für den Leser übersichtlicher, die Inhalte klarer dargestellt werden, auch wenn die Umgestaltung sich davor scheut als Neugestaltung, Selbstverständnis zum Ausdruck zu haben. Mehr Fleisch: Weißräume um die Seitenelemente der verbesserten Übersichtlichkeit wegen abzugrenzen. Eine Rückbesinnung auf altbewährte typografische Gebote.

 

 

Manche Veränderungen tun weh, diese nicht: Drei zusätzliche Themenverweise auf dem Titel, ein neues Inhaltsverzeichnis, mehr orange, weniger rot. Insgesamt etwas luftiger vom Lesegefühl. Wer etwas anderes oder gar Grundsätzlicheres erwartet hat, kennt den ‚Spiegel‘ nicht. Das Leuchtfeuer des deutschen Qualitätsjournalismus hat sich nie dem Zeitgeist angebiedert. Sondern sich im Kontrast dazu definiert. Streitbar, oppositionell, meinungsstark, aber immer konsequent inhaltlich. Das Layout ist die ebenso konsequente optische Manifestierung dessen. Eben alles andere als ein Lifestyle-Magazin. Der ‚Spiegel‘ gehört zum Gründungsmythos der Bundesrepublik. Viele dieser orientierungsgebenden Institutionen gibt es in der geschwätzigen Medienlandschaft heute nicht mehr.

 

 

Die von Chefredakteur Wolfgang Büchner vor fünf Monaten angekündigte und von Artdirector Uwe C. Beyer umgesetzte Überarbeitung des Layouts, ist reife Leistung und Ansporn damit zu beginnen in der deutschen Medienlandschaft aufzuräumen.

Aus aller Welt treffen bald täglich Berichte von Neugestaltungen bedeutender Mediaformate ein. Guardian, Advertising Age, SZ Superpaper, New York Times