Sozialmedien sind eine Konversation. Darüber sind wir uns jedenfalls schon einmal einig.

Nun da Sozialmedien zu einem lauten und rechthaberisches Gesprächsthema wurden, welchen Wert hat es das wir dem unsere Meinungen hinzugeben?
Wir sind keine Sozialmedien Gurus. Wir bleiben skeptisch vor Leuten die das für sich beanspruchen. Wir sind ganz einfach 10 Leute aus dem breiten Umfeld der Kommunikationswirtschaft der Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich, die ihre Gedanken mit Euch teilen wollen. Gedanken, die uns entweder nerven oder aber inspirieren. Gedanken von denen wir überzeugt sind, dass sie einen Beitrag zu den Bausteinen für erfolgreiche Sozialkampagnen und gegenwärtigen Aktivitäten in dieser Richtung. Wir haben uns zusammengefunden um mit unseren Stimmen die Arbeit der Londoner IPA zu Anfang des Jahres zu unterstützen.

Jeder von uns hat ein Sozialprinzip definiert von dem wir annehmen dass es wichtig ist für unsere soziale Welt. Hier nun das zweite Prinzip, alle zehn findet ihr in Deutscher Sprache erstmals hier. Im Original findet ihr alle zehn hier, aber auch auf den persönlichen Blogs eines jeden Beitragenden. Der Einfachheit halber, bitte Kommentare gleich hier eintragen. Englisch-sprachige Kommentare könnt ihr nach wie vor auf den einzelnen Blogs leisten.

Wir bitten Dich als Teilhaber der Werbe- und Kommunikation Gemeinschaft nur um eines, nämlich um Deine Teilnahme. Je mehr Meinungen wir hier untereinander austauschen auf denen wir aufbauen können, umso interessanter und stärker wird das was dabei herauskommt.

Um das ins Laufen zu bringen, nimm Dir die wunderbare Zusammenfassung von Mark Earls‘ ‚Das grosse Bild‚ zu Herzen, dann alle zehn Startprinzipien, die findest Du hier.

Wie aus dem Titel dieses Eintrags ersichtlich, jetzt das Prinzip, das ich mich freiwillig erboten habe zu artikulieren:

 

IPA Sozialprinzip 2

 

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Im Zeitalter der Aktionäre bestimmen Geschäfte die Tagesordnung, eine Orientierung auf maximalen Profit mit Fokus auf die Erzeugung einer Verhaltensweise bei der sich alles um den Verbrauch der Produkte und Dienstleistungen dreht. Das Einkommen das mit diesen Aktionen generiert wird kommt dem Geschäft zugute, dem Aktienpreis und den Aktionären.

Allerdings prallt diese geschäftliche Tagesordnung auf gewöhnliche Menschen und deren soziale Tagesordnung bei der es um Aktionen, Verhaltensweisen, neuer und alter Technologien geht, die es ihnen ermöglicht sich mitzuteilen, Verbindungen einzugehen, sich auszutauschen, zu lernen, zu lieben und an neuen Erlebnissen Freude zu haben und zu geniessen.

Für Unternehmen die im neuen Zeitalter der Kommunikation effektiv funktionieren wollen, ist es erforderlich sich einer Herangehensweise anzupassen, die vom Ausmass ihres Verständnisses der sozialen Tagesordnung der wirklichen Leute abhängig ist. Sie müssen sich unter die Menge mischen, die ihre Produkte und Dienstleistungen benützen und sich nicht ausschließlich am Verkaufsverhalten ausrichten und den sozialen Aktionen und Verhaltensweisen mit einbeziehen. Inhärent ist die Erforschung wie sich Leute heute miteinander in Verbindung treten, ihr gesellschaftliches Engagement, Austausch und Kommunikation untereinander.

Auch wenn nicht erwartet werden kann, dass Unternehmen echtes Verständnis aufbringen werden, diejenigen die mit diesem Herangehen erfolgreich sein werden, bringen sich in die Lage, ihre Produkte und Dienste mit den Leuten zu vermarkten und nicht gegen sie. Schließlich versetzen sich diese Unternehmen in die Lage, bedeutsamer zu kommunizieren und evokative Erlebnisse zu schaffen, die eine Verbindung schaffen mit der Menschen Leben indem sie sich für deren Leben zuträglich und förderlich erweisen.

Nike veranschaulicht dieses Erfolgsmodel und hat sich als Unternehmen dieser Gesinnung voll und ganz angenommen. Von Simon Pestridge, Nike Marketing Direktor für Grossbritannien, kommen die Worte: „Werbung schafft Bewusstsein, und [sie] brauchen Bewusstsein nicht länger.“ Simon glaubt dass sie “ eine Rolle im Menschenleben spielen,“ und dass „sie ihre Käufer für die Inhalte zu inspirieren suchen“ und dass dies das Modell sei dass sie zukünftig befolgen wollen“. Sie gehen davon aus, dass ihr Konsumerverständnis besser ist als das ihres Wettbewerbs und sie lernen immerfort dazu indem sie Sachen unternehmen wie „Ideen an einem Jungen vorbeilassen während dem Fussballspiel. Solange wir nicht ausgelacht werden… solange sind wir auf dem richtigen Weg.“—Quelltext