Illustration von Oliver Munday via The New Yorker Magazin

Illustration von Oliver Munday via The New Yorker Magazin

 

 

Anhand detaillierter Miniaturerzählungen dokumentiert Malcolm Gladwell in seiner New Yorker Magazinkolumne, wie das US Phänomen Massenerschiessungen in Hochschulen nur Rätsel aufgibt und daraus resultierende Täterprofile so unterschiedlich sind, dass Profile für Prävention nutzlos sind.

Die Täter sind jung (14+), vornehmlich weiss und von Motivation keine Spur, wie im, von Gladwell hervorgehobenen Beispiel von LaDue in Waseca, einer Kleinstadt im Süden von Minnesota beunruhigend befremdlich deutlich wird.

LaDue hatte nichts gegen seine Eltern, mochte sie, ebenso wie die Stadt in der er lebte, dennoch war sein Plan die Eltern zu beseitigen bevor er seinen Angriff mit Molotow Cocktails fortsetzen wollte auf die Schule in die auch seine Schwester ging.

Auffällig an der Polizeibefragung ist, das LaDue vornehmlich mit der praktischen Frage der Durchführbarkeit beschäftigt war. Wir leben schliesslich in einer Zeit des Zwecks und des Nutzen.

Wir leben aber auch in den Medien, womöglich findet sich darin eine Erklärung, ein Motiv oder brauchbares Profil, nämlich dem der in den Medien lebenden Bevölkerung? Ein Leben in den Medien aber unterscheidet sich wenig vom herkömmlichen Leben physikalischer Präsenz. Sie werden ignoriert oder beurteilt.

Volltext von Malcolm Gladwell auf englisch lesen.

School Shootings: An American Problem? von Samantha Gupta auf englisch lesen