Statusschutz als Sinneswandel

Es gibt eine grosse Anzahl an dt. Werbeagenturen die erfolgreich und gut organisiert sind und deren Eigner auf dem Weg zur Bank noch immer lachen können, obdoch sie sich den Anforderungen der Zeit nicht anpassen oder gerade deswegen.

Die Agenturen nähren sich von den Krümeln die von der Tischplatte der grossen Kreativ- und Markenagenturen fallen und das anscheinend sehr gut.


Die kleinen Stühle bitte! Die Herrschaften essen unter dem Tisch weiter.

 

 

Womit verdienen Inhaber geführte Agenturen ihr Geld?

  • Websites, die statisch sind wie Druckvorlagen
  • Unternehmensliteratur ohne Anspruch auf interne Markenbildung
  • Erscheinungsbild (ci) anstelle eines geschulten Markenselbstverständnisses
  • PR, Event, btl Werbe Allerlei
  • Intensivierte Beratung

 

 


Orientierung

Tim u. Stuppi U-Bahnhof Stockel in Brüssel via Tin Tin Facebook Wand

 

 

Intensivierte Beratung?

Um im eigenen Interesse profitable zu sein, kann Beratung sich nur auf Dienstleistungen berufen, die das Haus zu liefern versteht. Dann aber müsste die Agentur, wie eine Netzwerkagentur, für jede angeforderte Aufgabe, eine Spezialdisziplin anzubieten haben, die sich beispielsweise, ausschliesslich mit Sozialmedien beschäftigt.

Eine Inhabergeführte Agentur mit gerade mal 30 Beschäftigten, kann das nicht leisten. Hier müssen die Beschäftigten bestenfalls trainiert sein, mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen zu können.

Gut beraten ist der Kunde mit dedizierten, neutralen Beratern wie McKinsey, die keine Dienstleistung verkaufen und deren Beratung die eigentliche Dienstleistung ist.

Eine robuste Planung, also die sorgsame, strategische Vorbereitung der von der Agentur durchzuführenden Werbemassnahmen ist für Kunde und Agentur von größerem Nutzen.

 

 

Wir leben in einer Zeit, in der probieren wieder über studieren geht

Agenturkunden sind längst dazu übergegangen viele der einst auf Agenturen abgeschobenen Aufgaben selbst zu koordinieren oder gar zu übernehmen. Mit Kollateral-Drucksachen etwa ist kein Geld zu verdienen. Der Trend hin zum Do It Yourself Modell, das alle Welt von Ikea oder Apple zu lernen versteht, wird zunehmend auch für das Digitale bestimmend.

Welches Unternehmen ist noch lange bereit für seine Website 40 Tausend Euro zu bezahlen, wenn es ein CMS System für 300 Euro installiert und betriebsbereit gemacht bekommt, dass obendrein ein Blog und also sozialisierbar gemacht ist?

Welcher Agenturinhaber ist noch lange bereit, auf die handkodierten Funktionen seiner auf Drupal oder Typo3 gelernten Kodierer zu warten, wenn er mit WordPress erprobte Funktionen, per PlugIn und Knopfdruck selbst installieren kann?

Gleiches gilt für E-Commerce Shopsysteme.

 

 


Blog anstelle von Website

Tim u. Stuppi U-Bahnhof Stockel in Brüssel via Tin Tin Facebook Wand

 

 

Selbst ist die Frau

Aber auch dt. Mittelstandsunternehmen, erste Werbeagenturen kommen zurecht. Alles lernt von Apple und Ikea. Beispiele?

  • Mommy Bloggers dominieren die Blogosphäre, sie haben ihre Platform selbst installiert und betreiben ihre Einträge u. alles Sozialisieren drumherum ohne fremde Hilfe
  • Thomas Henne, mit eigener Krüger Dirndl Manufaktur, überrascht mich, mit 14,504 mal „Mog I‟ auf Facebook. Die Krüger Manufaktur betreibt Vkf und CRM ohne fremde Hilfe.
  • Mullen, noch vor zwei Jahren, eine als bodenständig und als etwas langweilig, angesehene US Agentur aus Boston, entsorgten ihre statische Website für einen WordPress Blog, Edward Boches, der Chefkreative betitelte sich um, in Innovationsoffizier und wurde rasch als omnipräsent in den Sozialmedien und anderswo wahrgenommen. Nach weniger als zwei Jahren, an vielen kleinen Aktivitäten, kam Mullen an dritte Stelle von Advertising Age’s >A Liste der Weltbesten Agenturen… von wegen Long Tail Marketing!

 

Wenn probieren über studieren geht, was gibt es da noch gross zu beraten?

„Experimentieren Sie, Just do it, alle hunderttausend Höllenhunde…‟

Eins nämlich ist sicher, wir leben in einer Zeit in der probieren über studieren geht.

 

 


Unbedingt beachten!

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