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Source: FastCoDesign

 

 

Während Facebook die Nachrichtengestaltung der Zeitungen ausprobiert, ist NYTimes.com seit dem 8. Januar online mit gelerntem aus seiner Mobilanwendung.

 

 

Was die New York Times mit dem Webneustart richtig macht

Am letzten Tag des Vorjahres veröffentlichte NYT ein Editorial über den von elektronischen Büchern verursachten Wandel der Lesegewohnheiten. Die Randbemerkung des Autors:

 

Oft bevorzuge ich lesen gegenüber dem Lesen von E-Büchern. Oder besser gesagt, nun da die Vorherrschaft von Papier nicht länger angenommen werden kann, P- zu E-.

Mohsin Hamid

 

Das erfreulichste an der Neugestaltung ist die handhabbare Mischung der Vorteile von „P” und „E”, Papier und Elektronik, lesen als digitales Erlebnis.

 

 

Seiten werden nicht länger auf- noch umgeschlagen

One page wonderEinseitenwunder: Die Verbesserungen sind ergonomisch -Artikel können auf einer dedizierten Seite abgerollt werden, die lästige Pagination fällt weg und damit das bisher übliche Hinüberwechseln von einer Seite zur anderen (Vorschau, Artikel, Fortsetzung…).

Das entsprang auch der Hoffnung auf vermehrte Seitenaufrufe und damit Mehrerlös durch erhöhte Konvergenz der Anzeigen.

Es kommt dem gefühlten Großformat der gedruckten Ausgabe der Times nahe (evtl. ein unbeabsichtigter Skeuomorphismus) verglichen mit dem mehrspaltigen Aufmachung der Boulevardpresse, wie sie auch nahezu ausschliesslich in Deutschland den digitalen Gebrauch beherrscht.

Vollständig aber wurde das Seitenumschlagen nicht eliminiert, ein Pfeil links und rechts im Artikel ermöglicht es dem Leser von Artikel zu Artikel zu springen.

Es ist essentiell eine virtuelle Zeitung, bei der jeder Artikel seine eigene Seite erhält und jede Seite aus einem und nur einem Artikel besteht.

 

 

Kommentare als editierter Inhalt.

Kommentare werden bei Bedarf neben dem Artikel angezeigt und Sie können einen neuen Kommentar an dieser Stelle eingeben. So auch wird für den Moment Ihr Kommentar auf Augenhöhe mit dem Artikel dargestellt und gesehen. Der pragmatische Nutzen ist der, den Artikelinhalt proximal zum Artikelinhalt zur Verfügung zu stellen.

 

 

Neue Navigation


Die neue Gestaltung ist responsiv und kommt den verschiedenen Ausgabegformaten und -orientierungen entgegen, wenig überraschend beeinflusst von gemachten Erfahrungen mit den Tabletanwendungen der Times. Auf den Artikelseiten werden weitere Artikel als Miniaturbilder am oberen Rand angezeigt. Das soll dem gleichkommen, wenn der konventionelle Zeitungsleser mit einem Daumen als Platzhalter die aktuelle Seite aufgeschlagen hält und mit dem freien Daumen nach weiteren Inhalten sucht. Auswahl der Zeitungskapitel in der linken oberen Ecke, Auswahl der Ausgaben in der rechten oberen Ecke. Jedenfalls bleibt der Leser konzentriert auf den Inhalt des Artikels und braucht sich nicht länger die Option, Inhalte auf einer Seite ansehen, auswählen.

 

 

Wieder zuhause

Die eine Seite, die von der Neugestaltung nahezu unberührt blieb, ist die Homepage. Dafür gibt es noch keine einfache Lösung. Personalisierung würde dem Leser auf ihn zugeschnittene Inhalte darstellen, aber die editoriale Expertise der Zeitung, als Kurator von wichtigem und interessantem, ginge verloren und die NYT wäre lediglich ein Informationszulieferer.

Die seit dem frühen Web, traditionellen, blauen Links wurden eingeschwärzt und entsprechen einer herkömmlichen Zeitungsgestaltung.

Die Neugestaltung gibt der beachtlichen Leserschaft das beste aus beiden Welten, eine schnelleres, responsives digitales Erlebnis in Kombination mit vertrauten Zeitungs-Lesegewohnheiten, das entgegen meinen Befürchtungen nichts von der New York Times Vertrautheit einbüßt. Was die New York Times aus den Sozialmedien gelernt hat erfahren Sie hier auf englisch.

Morgen geht es weiter mit Nachrichtengestaltung: Die New Yorker.

Den englischen Orginalartikel von Rob Tannen lesen.