Miriam Merkel Foto: Wirtschaftswoche

Miriam Merkel Foto: Wirtschaftswoche

 

 

Während ich an einer famosen Lösung für Victors & Spoils arbeite, sendet das Bayerische Fernsehen am Morgen den Auftakt zu den Medientagen München in Echtzeit.

Nachdem Ilse Aigner ihren Text vorgelesen hatte, wusste Miriam Merkel, mich zu erfreuen mit einer hervorragenden Zusammenfassung zum Thema „Digitale Disruption – Medienzukunft erfolgreich gestalten”. Ein elfjähriger hätte das verstanden und ich hatte meine Freude an Einblicken der Chefredakteurin des ohnehin tadellosen Handelsblattes. Merkel lebt Ihren Stoff, braucht ihn nicht vorlesen und ihre Selbstaktualisierung fand nicht für die Medientage statt aber kontinuierlich.

Das nachfolgende Panel grauhaariger Medienchefs, diente ausschliesslich der Werbung und Rechtfertigung derer Produkte, was langweilig und nicht angebracht war, denn das Fernsehen ist mit vielen Dokumentarsendungen und Sendungen wie die der „Höhle der Löwen”, das ergiebigste Medium unserer nach Aufklärung verlangenden Zeit. Die Medientage verstehe ich lediglich als eine Heranführung an transformative Aufgaben ohne beabsichtigte Problemlösung. Was ist das Problem. Wie ist es zu lösen..

 

.

 

Auch die Medientage arbeiten ungeniert mit veraltetem Betriebssystem1 und definieren sich als zweckloser Rummelplatz2.

Werte Veranstaltungen sind Hackathons, Zusammentreffen von Entwicklern und Gestaltern die aus freien Stücken sich zu einer, auf wenige Tage begrenzte Zeit, einen Wettstreit liefern, um ein vorgegebenes Problem sportlich zu lösen. Die famose Webseite des New York Staates, NY.gov kam auf diese Weise zustande und ist schwer in Ordnung.

 

 

Schwer in Ordnung ist auch eine Veranstaltung wie die Münchner Medientage, wenn sie dazu beitragen, ein anstehendes Problem zu lösen. Noch aber sind die Tage aufgestellt wie eine Talkshow, ohne Mandat, Antworten zu liefern.

Zwecklos.

 

 

  1. auf Typo3 basierende Webseite nicht für Kodier-ungeübte Endnutzer handhabbar – fehlende für das Teilen nutzbare Schnittstellen – kein zur Nachahmung geeignetes Paradebeispiel für Gestaltung…
  2. ohne Zielvorgabe kein Nutzen in einer von Zweck dominierten Zeit