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Giovanni di Lorenzo ©Werner Bartsch

Giovanni di Lorenzo
Foto: ©Werner Bartsch

 

Jetzt um 20:15 und nochmal um 22 Uhr ist auf München.tv ein anempfohlenes Interview mit Giovanni di Lorenzo zu sehen, auch zum Thema Transformation, in dem es entweder etwas zu lernen gibt, oder der Gelehrige an Tugenden wie die der Ambivalenz erinnert wird.

 

Hier die Sendung von Jörg van Hooven sehen.

Keine Frage macht uns so verlegen wie die, wofür wir stehen.

Neue Werbeagenturen haben vor fünf Jahren damit begonnen, nicht nur zu sagen, was sie tun, aber auch offenzulegen, warum sie es tun. Für den Chef der vielleicht vorbildlichsten Kreativagentur BBH, Sir John Hagerty, ist Transparenz bei Marken der heute wichtigste Unterscheidungsfaktor.

Diese Sehnsucht sich durch Marken oder durch Aussehen abzusetzen wird es immer geben, es gibt sie auch heute.

Anlass zum Interview ist ein Buch von Axel Hacke und Giovanni die Lorenzo (Amazon).

Seit einigen Jahren sind jüngere Menschen dabei, die Schlüsselstellen in unserem Staat zu besetzen. Bezeichnend ist, dass ihnen allen – von Philipp Rösler, dem Gesundheitsminister in der schwarz-gelben Regierung, über Sigmar Gabriel, dem vorerst letzten Hoffnungsträger der SPD, bis hin zu Reinhold Beckmann, dem Fernsehjournalisten der ARD – etwas attestiert wird, was sogleich als Schwäche erscheint: sie seien pragmatisch und dabei so flexibel, dass sie ihre Haltungen immer wieder justieren, je nachdem was gerade opportun ist, also kollektiv unfähig auf die Frage zu antworten wofür stehst Du eigentlich?

Auch im Marketing überwiegen Taktiken und bringen Planung/Strategie in Misskredit, da zu wenig fühlbar (not tangible).

 

Wenn wir nicht wieder in die verheerenden, ideologische Auseinandersetzungen zurückfallen wollen…

 

…„dann müssen wir uns die Themen auch erobern.‟ Das bedarf eigenständiges, freiwilliges, von innen heraus geführtes Tun auf eigenes Risiko und widerspricht dem Aussitzen als favorisierte Grundhaltung der Deutschen.

Noch zu Zeiten des kalten Krieges, waren die Menschen in einem fugenlosen politischen Gebäude beheimatet.

Es war ein einfaches zwischen Wehner oder Strauss zu entscheiden, da beide Lager den Komfort einer grossen Gemeinschaft boten.

Heute gleichen die politischen Lager Partisanengruppen im Camouflage Parka, Familien sind über die ganze Welt zerstreut, die Märkte sind hoffnungslos fragmentiert und jeder Glaube wird zum Gefängnis, jede Haltung zum Strick eines mitgegangenen Mitgehangenen.

Selbstaktualisierung bleibt die erfolgreichste Überlebensstrategie des Einzelnen und Anpassung die der Gruppierungen.