Lernen durch tun

Lernen durch tun


 

Sozialmedien wollen einfach getan werden

David Gilmore’s letzten Worte vor seiner Hinrichtung durch Erschiessen im US Staat Utah waren „Let’s do it“. SIe inspirierten Dan Wieden von der US Kreativagentur Wieden & Kennedy zum berühmten Nike Slogan „Just do it“.

nike just do

Tu's einfach.


Unternehmen mit ausgeprägtem Markenbewusstsein und dementsprechend ausgeprägter Kultur mit großem Selbstverständnis im Umgang mit der Unternehmens- und Markenkultur, fällt die Entscheidung leicht die Sozialmedien für ihre Öffentlichkeitsarbeit in Anspruch zu nehmen.

 

Unternehmen ohne gewachsenes, ausgeprägtes Selbstverständnis ihrer Markenkultur können mit dem Sprung ins kalte Wasser der Sozialmedien das notwendige Selbstverständnis erwerben [lernen durch tun].

 

Es gibt im post-digtalen Zeitalter keine Markenpositionierung, die nicht von Sichbarkeit und Zugänglichkeit profitieren würde. Auch Exklusivwaren im oberen Preissegment darben unter Mangel an Sichtbarkeit und Zugänglichkeit. Coco Channel würde heute Daniela Katzenberger um ihre Medienpräsenz beneiden ohne Gefahr zu laufen, dabei als Coco Chanel mit Daniela Katzenberger verwechselt zu werden.

 

Stefanie Wagner-Fuhs, Direktorin brand relations bei Sapient Interactive in München, hält die Zögern und Zaudern Phase für Deutschsprachige Unternehmen mit 2010 für abgeschlossen. Die Entscheidung Social Media zu nutzen war 2010 gefallen. Jetzt ist 2011. Hier erfahren Unternehmen wie wenig Aufwand notwendig ist, die soziale Akzeptanz und das Bekanntheitsgrad der Marke oder das seiner Produkte und Dienste zu erhöhen.



 

  1. Sozialsprecher identifizieren

  2. Jedes Unternehmen hat einen natürlichen Geschichtenerzähler. Jemand der sich in Versammlungen oder beim Mittagstisch Wort verschafft und den Unternehmensclown mimt. Er oder sie mit offensichtlicher Freude an Öffentlichkeit, schamloser Spontanität und angeborenem Selbstverständnis bezüglich gelebter Markenresonanz.

     

    Markenwerte und eine gute Geschichte sollen in den Worten des Sozialsprechers kontinuierlich in vielfältigen Variationen erprobt und überprüft werden. Am besten in Echtzeit und nämlich im sozialen Alltag. Die gemachte Erfahrung soll in Form von Sozialstatus Besprechungen kontinuierlich an Führung und Belegschaft vermittelt und mit allen verhandelt werden. Der kluge Marketingleiter organisiert und automatisiert den internen Wissensaustausch mit Hilfe eines Curriculums. Wird dieses ebenfalls der Öffentlichkeit einsichtig gemacht, ist auch für Transparenz gesorgt.

  3. Anpassen der Markenwebsite

  4. Ohnehin ist der Zeitpunkt gekommen, die Markenwebsite den neuen sozialen Technologien anzupassen, sie dynamisch und sozialisierbar zu machen. Technische Gründe liefert:

    1. der zu erwartende Abschluss der HTML5 Definition seitens World Wide Web Konsortium [W3C],
    2. die zu treffende Vorbereitung für das semantische Web, und
    3. die notwendige Optimierung hinsichtlich mobiler Geräte.

    Eine notwendige Aktualisierung ist mit WordPress, Typepad, movable Type rasch getan. Mit Drupal und Typo3 dagegen, das von Deutschen Entwicklern gerne empfohlen wird, begibt sich das Unternehmen auf den Holzweg.

     

  5. Sozialmedien Konten anlegen

  6. Twitter_logoAus Produktvorteilen und Markendramaturgie ergeben sich Kurzmeldungen die als Anreize im Verhältnis zu Ort und Zeit, Relevantes in nur 140 Charakter Einheiten über eine Anmeldung bei Twitter dem Diskurs angeboten werden.
    facebook-logo
    Facebook bietet Profile als Personen- und Firmenkonten. Um die optimalen Verlinkungsmöglichkeiten eines persönlichen Facebook Profils zu nutzen, empfiehlt es sich ein Personenkonto anzulegen und es dennoch für die Firma zu betreiben.

‚Sozial‛ für Geschäftsgründer und Marketingleiter zusammen gefasst

Um in unserer post-digitalen Zeit soziales Ansehen für unser Unternehmen zu erlangen und erfolgreich zu sein, muss eine Atmosphere geschaffen werden, die jeden Berührungspunkt mit unserem Unternehmen als Reflektion der wahren Werte des Unternehmens (bzw. Marke, Produkt) anzuregen vermag.
Die verschiedenartigsten Naturen (an Unternehmen) stossen dabei auf Akzeptanz, solange sie über Zeit als glaubwürdig gelten. „Global denken, vernetzt handeln‟ – dabei kommen die Eigenschaften [allmähliche, langsame Wirkung, kontinuierliche Bemühung] digitaler Öffentlichkeitsarbeit zu Hilfe. Nicht umsonst heisst es ‚Long Tail Marketing‛. Die Wirkung entfalltet sich über Zeit, muss sich herumsprechen und wir erlernen im Tun mit den Auswirkungen umzugehen.

© 2011 Hugh McLeod. All rights reserved.

© 2011 Hugh McLeod. All rights reserved.

Aufwand

Die in Spalte 2 beschriebenen Schritte 1-3 sind mit nur wenigen Stunden Arbeitsaufwand getan. Somit ist man mit sozialisierbarer und dynamischer Homepage ausgestattet, um die sozialen Medien in den Medienmix aufzunehmen. Es ist nach meiner Erfahrung effizienter, das Engagement in Sozialmedien anhand einer einfachen Bearbeitungsiste anzugehen. Lernen durch tun entspricht der Arbeitsweise von Erfolgsbloggern und Start-Ups. Sich wie ein Start-Up Unternehmen zu verhalten hat sich als Erfolgsfaktor herausgestellt. Der Umgang mit Google Analytics ist rasch gelernt und innerhalb der ersten Wochen entwickeln sich natürliche Instinkte und Handgriffe, um die Besucherzahlen und Seitenaufrufe zu steuern, zur Erhöhung überregionaler Verbreitung, um ein Beispiel genannt zu haben.

 

Mit der sozialen Kompetenz von Unternehmen verhält es wie mit dem Respekt. Soziale Kompetenz und Respekt werden nicht in Auftrag gegeben, beides muss sich das Unternehmen im Laufe der Zeit verdienen.