Laphroaig Whisky

Laphroaig’s jüngste Werbung ist, wenn auch nicht intellektuel überfordernd, eine reife Leistung, die in seiner schlampigen Umsetzung die Marke entmündigt anstatt als authentisch aufgenommen zu werden.


Freunde für’s Leben

#OpinionsWelcome

Im vergangenen Jahr verlas der Komödiant Andy Daly für 3½ Stunden Beleidigungen, in einer Langform Anzeige. Das war aussergewöhnlich und klingt auch ungesehen gut.

Die Idee einer selbst-abwertenden Markenkampagne ist fantastisch.
Schon der Aufruf zur Beteiligung in den demokratischen Sozialnetzen, zu der die Verkündung von Widrigkeiten, also wasch mich aber mach mich nicht naß, große Popularität und Akzeptanz erreicht hat (und den Wunsch zu parlamentarischer Demokratie stärkt) ist womöglich ein Selbstzünder.

Treffliche Meinungen zum Geschmack von Laphroaig, wie Primordialer Schleim, Feuerzeugflüssigkeit, oder Fischeier, wurden geteilt und fanden Verveilfältigung auf Facebook, Twitter und Instagram.

Die Mühe, die bei der Herstellung von schottischem Whisky an der Tagesordnung ist, soll trotzt Ironie, auch im Casting, im überzeugend normalen Schauspiel und ausgewählter, den Markenkern reflektierender Umgebung, ausgetragen werden.

Laphroaig’s jüngste selbstironische Anzeige aber ist Reality TV, wie wir es in Deutschland kennen und meiden. Da ist nichts echt.
Laphroaig aber muss echt sein, verdient also eine künstliche Handhabung mit dem Ziel, als für die Marke authentisch und nicht wie Reality TV gesehen zu werden.

Gut möglich, daß ich die Verkaufsstrategie nicht durchschaue und Laphroaig soll demokratisiert werden, dann nämlich wäre der RalityTV Stil umsatzfördernd, solange Demokratisierung Verschmutzung voraussetzt. T.L. Stanley vertritt eine positive Meinung um die ich ihn beneide:

Quelltext von By T.L. Stanleyauf englisch lesen

 

 


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