Mark Landis

Mark Landis

 

 

Ehepaar Helene und Wolfgang Beltracci

 

 

 

 

Das Interesse für Kunst ist groß.
Falsch.
Das Interesse für Fälschungen ist groß.

Kein Künstler wurde derart in die Öffentlichkeit gezerrt, wie das Ehepaar Helene und Wolfgang Beltracci, auch ©Murakami nicht.

Fälschungen und tollkühner Schwindel fasziniert die Leute, nicht Kunst. Und worauf der vorige Eintrag deutet, sind Statistiken die belegen, dass grosses Interesse nicht der Kunst aber Kuriositäten gilt.

Für das Ehepaar Helene und Wolfgang Beltracci bot es ein Geschäftsmodell, von dem es sich gut leben liess. Einer sich aufdrängenden gesellschaftlichen Norm ungeachtet.

Lebenskunst, ungeachtet einer sich gleichsam aufdrängenden Existenz eines Bohémiens und dessen Norm, knurrender Magen und Verzicht inbegriffen.

Die Beltracci’s brauchen jetzt ein neues Geschäftsmodell für ihren Lebensunterhalt, der Verkauf des Buches wird die Anwaltskosten nicht tragen können, von Wolfgang Beltracchi erstellte u. unterzeichnete Werke werden die Gerichts- und Unterhaltskosten decken.

Währenddessen betreibt der Jahrhundertfälscher Mark Landis in den USA, Fälschung nicht als Geschäftsmodell, aber aus philanthropischer Motivation heraus. Landis verstellte sich als altersschwacher Menschenfreund oder Jesuitenpriester und führte Registrare und Museumskuratoren hinters Licht um seine Werke in angesehenen Museen und Ausstellungen zu wissen. „An den falschen Registrar geraten” kann ihm
Matthew Leidinger erst zurufen, als Landis bereits für 30 Jahre seinen Schwindel betrieben hatte.

Immer auch tut sich die Frage auf, ob nicht doch das Urheberrecht in Frage steht und ob es nicht eine universelle, legal bindende Antwort darauf geben soll, die bedingt, dass der Wissenstransfer nicht unterbrochen wird.