Bardot by Daniel Angeli

 

 

Ich weiss vieles über neue Firmen die mit tollen Produkten auf den Markt drängen. Das Internet macht es mir leicht Hintergründe und Beweggründe zu den Unternehmen zu erfahren. Vorausgesetzt ich interessiere mich für das Unternehmen und sein Produkt und das Unternehmen beweist Geschick mit seiner Kommunikation. Und richtig, es sind meist US Unternehmen auf die ich aufmerksam werde.

Warum dann folgert die Frage, soll der Wissenstransfer deutscher Politik nicht ebenso bei mir ankommen wie es mit US Unternehmen der Fall ist?

Warum ist ungleich schwerer, interessantes von dt. Unternehmen in Erfahrung zu bringen? Ich stolpere in US Medien über Berichte zu dt. Firmen mehr als mir das die lokalen Netze ermöglichen.

Die deutsche Design-Nation fällt im Digitalen weiter zurück, von vermeintlich schnelles Geld verheissendem E-Kommerz abgesehen, der hat längst die Vorherrschaft der TV Werbezeit übernommen und altvertraute Marken aus dem Licht der Bildröhre gedrängt.

Im E-Kommerz machen deutsche Medien und Unternehmen die Erfahrungen die für Politik und Wirtschaft so gewinnbringend sind.

Auf dem Weg zum Kiosk komme ich täglich an einen Plakat mit einem Bild von SPD Kandidat Dieter Reiter vorbei. Damit München München bleibt. Etwas das ich mir so nicht wünsche. Zu SPD empfinde ich seit Gerhard Schröder mehr Abscheu als Interesse, alleine da ich Karriervorgehen aus meiner Agenturzeit beobachten konnte und es selten geschah, dass eine Karrierebewegung oberhalb des mittleren Managements dem Unternehmen auch von Nutzen gewesen wäre. Wenn überhaupt, profitierte jede nachfolgende Geschäftsleitung von der Leistung seiner Vorgänger.

Wird nun Dieter Reiter Oberbürgermeister von München, da ich sein Wahlplakat täglich zu sehen bekomme?

Oder kommt eine Lokalzeitung und das ansonsten tadellose Bayerische Fernsehen auf die Idee eine handhabbare Übersicht zu den Kandidaten, ihren Prinzipien u. Vorstellungen zu erstellen?

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