Knietief im Dreck

19. Mai 2011


Mud Knietief im Dreck

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Hannah Jones
on the fear of failure

 

 

Milton Glaser
on the fear of failure

 

 

Mary Lee Sjönell
on the fear of failure



 

Knietief im Dreck kann auch sexy sein

Wie meine tapfere Tochter Dido mich unlängst wissen liess: „Es ist erst vorüber wenn die dicke Dame singt, aber es ist gut zu wissen, dass die dicke Dame die Bühne bereits für sich eingenommen hat.”

Ob nun unsere Werbebranche die Tatsachen akzeptiert oder nicht – dass um die Transformation unbeschadet durchzustehen und um erfolgreich transformativ zu sein, müssen wir die Magie zurückbringen die unsere Branche gross gemacht hat – die gesamte Werbeindustrie kann ohnehin nicht anders, als dem Lauf der Entwicklungen der Transformation zu folgen und die soziale Verantwortung akzeptieren nicht nur als Agentur aber in Hinblick auf die Branche deren Mitglied sie ist oder aber die Agentur muss zurücktreten. Der unaufhörlich reifer werdende Konsument hat jetzt die Möglichkeit aus freien Stücken die Spreu vom Weizen zu trennen und macht davon reichlich gebrauch. Es genügt die Nachrichten mitzuverfolgen: Es sieht ganz danach aus als würde Deutschland seine Atommeiler in unmittelbarer Folge abschalten auf Grund der Vorkommnisse in Fukushima und des daraus entfachten Begehren der dt. Gemeinschaft.

Ein sehr pragmatischer und praktischer Vorschlag, unserer Branche Magie zurück zu bringen, wurde bereits im Vorjahr gemacht, von Gareth Kay von Goodby, Silverstein & Partners, zu unser aller Überraschung mit ‚Was wir von dem Paarungsverhalten der Vögel lernen können.‛

Wir leben jetzt im Zeitalter der Ideen die tun

Ein ebenso imperative Empfehlung um unserer Branche Magie zurückzubringen, wurde von Cindy Gallop in ihrem 3 Minuten Manifest eingefangen. Es ist die Notwendigkeit uns als Branche auf uns zu beziehen und für jeden von uns Kreativen sich auf seine ganz eigene Überlebensstrategie einer Selbstaktualisierung [altmodisch: Selbstverwirklichung] zu konzentrieren und nicht nur auf die Steigerung der Umsätze unserer Kunden. Ich musste bereits in meiner Zeit bei Zentropy Partners herausragende Handwerker und Handwerkerinnen gehen lassen.

Was macht meine Marke sexy?

„Die Bereitwilligkeit, Risiken einzugehen.‟—Eine unerwartet schlagfertige Antwort von Cindy Gallop, die mir an anderer Stelle begegnete. Beschäftige Dich ein wenig mit einer ganzen Reihe an Argumenten aus Berghs’ Exhibition ’11 von einigen der renommiertesten Werbepraktikanten. Die Bereitwilligkeit Risiken einzugehen, setzt unsere Bereitwilligkeit voraus, Versagen zu umarmen. Als Kinder liebten wir es in Schmutzpfützen zu spielen. Weshalb? Als Kinder waren wir magisch angezogen von Schmutzpfützen und jeder Gelegenheit uns dreckig machen. Warum war das so? Es ist die uns inhärente Überlebensstrategie der Selbstaktualisierung [altmodisch: Selbstverwirklichung] Eine gute Frage ist, warum wir als Erwachsene von Schmutzpfützen und dem schmutzig machen Abstand nehmen? Stimmt nicht, wir haben lediglich die Lernkurve der Dreckpfützen hinter uns gelassen und lassen uns magisch anziehen von allem das uns neu ist (Reality TV, Porno Websites, Nachrichtensendungen). Selbstakutalisierung bleibt uns ein Grundbedürfnis, wie das Atmen, bis zum letzten Atemzug.

Sieh Dir die Videos an und finde heraus warum ein furchtloser Umgang mit Versagen uns Erwachsenen hilfreich ist um erfolgreich transformativ zu sein.

Werbebranche Briefing

Jedes bieschen hilft—Kein Stück Agenturarbeit darf auf dem Markt erscheinen, ohne aussichtsreiche Eignung, unserer Branche Magie zurückzubringen.
Are you experienced?—Ideen müssen Ideen die tun sein. Erfahrung anhäufen im Umgang mit Ideen die tun.
Verantwortung—Nicht nur auf Kundenbelange konzentrieren, aber auf die eigenen Belange als kreativer Mensch und Mitglied der Werbebranche.

 

 

 

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