Kehinde Wiley's portrait of Barack Obama

Kehinde Wiley’s Porträt von Barack Obama

Washington (Der Borowitz Report) In einer im Fernsehen übertragenen Veranstaltung, die viele unnötig grausam empfingen, wurden Millionen von Amerikanern am Montag Morgen daran erinnert, dass sie einmal einen Präsidenten hatten.

Ahnungslose Amerikaner, die Montagmorgen im Kabelfernsehen die Nachrichten sahen, wurden heimgesucht von Erinnerungen an eine Zeit, in der sie Innenpolitik, internationale Diplomatie und Nuklearcode vertrauten. Das offizielle Porträt des 44ten Präsidenten wurde beim Festakt in der Smithsonian National Portrait Gallery in Washington, D.C. eingeweiht.

Vinson Cunningham vom New Yorker Magazin sieht den Präsidenten als charakterlich etwas rücksichtslos dargestellt in des nigerianischen Maler’s offiziellen Porträt. Womöglich ist es dem Nachhall geschuldet, denn ich kann mich an keinen Präsidenten erinnern, der mit solcher Selbstsicherheit und fester Entschlossenheit und Stimme seine Worte weise gewählt hat. Der Kontrast schärft die Wahrnehmung und Obama’s kraftvolle Stimme steht in Kontrast zu seiner lässigen, jugendhaften Art sich zu bewegen.

Wir haben gerätselt was an diesem Gemälde, dessen Nähe zu Illustrationen wie wir sie etwa von Titeln des Mad Magazin’s her kennen und als grossartig empfinden, vom Charakter des Präsidenten abweicht.

Die obere Kopfhälfte ist die von Obama, wenn auch etwas streng.

Das ist Obama

Die Nasenpartie von Obama in Kehinde Wiley's Porträt ist nicht Obama.

Das ist nicht Obama

Die Kinnlade mit Mund in Kehinde Wileys Porträt ist Obama.

Das ist Obama.

Üpige Hawaiianische Vegatation?

Ist das üpige Hawaiianische Vegatation, die Barack Obama auf seinem Stuhl umschlingt und an die Beteiligung der U.S.A. am Klimaschutz-Abkommen von Paris erinnert? Oder kommen da Erinnerungen auf an die Angriffe seiner Legitimität als amerikanischer Bürger?

„How about that? Das ist ziemlich gut getroffen”, sagt Obama, der die Kunst Wileys als außergewöhnlich beschreibt. „Es ist mir eine große Ehre, hier zu sein. Es bedeutet so viel für uns.”

Illustrierte Magazintitel, MadMag, Fake, Spiegel.

Illustrierte Magazintitel,
MadMag, Fake, Spiegel.

Uns gefällt an der freien Kunst, das wie hier ein Porträtgemälde wie eine Illustration aussehen kann. Es könnte an der Nasenpartie liegen, das Wiley von Obama abweicht, sie gibt das feine, jugendlich, bubenhafte Gesicht des Präsidenten etwas grob wieder. Die Nasenpartie könnte das Gesicht eines weissen Sheriffs aus einem Western, die Nase von Richard Nixon oder ein Porträt von Humphrey Bogart sein, die zu verehren mir nicht einfallen würde. Egal, es ist großartig und außergewöhnlich was das Smithsonian der Galerie seiner Präsidentenporträts beigefügt hat.