Amelia Torode

 

 

 

 

„Technologien ändern sich, Leute nicht‟

 

 

Amelia Torode
IPA Sozialprinzip 8

 

 

 

Ich habe bereits Einträge über die IPA Sozial Initiative veröffentlicht. Jeder von uns Beteiligten hat sich Gedanken darüber notiert, was unserer Meinung nach die 10 Grundsätze dieserTeilnahme festlegt. Dank dem brillanten Hugh McLeod wähle ich dies hier:

 

Technologien ändern sich, Leute nicht

Technologien ändern sich, Leute nicht

Wenn der Wikipedia-Eintrag für Social Media im ersten Absatz besagt „Social Media sind Medien, die durch die Ermöglichung sozialer Interaktionen und Kollaboration an Bedeutung gewinnen.“, dann denke ich, dass wir ein Problem haben.

 

So viel Zeit, Energie und Aufmerksamkeit wurde aufgewendet sich Gedanken über die Hilfsmittel und Technologien der sozialen Medien zu machen und zu besprechen, dass wir meiner Meinung nach, den Kern der Sache nicht getroffen haben. Ohne Leute, ohne sie in Betracht zu ziehen bedeutet das alles nichts. Womöglich hätte ein wenig mehr Zeit mit der Auseinandersetzung über grundlegende Bedürfnisse der Leute und ihrem Verhalten und weniger aufgewendete Zeit beim Erraten was das neue Facebook/Twitter/YouTube bringen mag die interessanteren Ergebnisse für uns alle eingebracht?

 

Von Natur aus sind wir Beziehungs-Kreaturen. Wir brauchen einander. Wir co-operieren, wir streiten uns, wir finden uns und zu einander durch Beziehungen mit Anderen. Die alten Griechen hatten eine Bestrafung, die sie für schmerzvoller erachteten als den Tod – Verbannung. Indem jemand von seinem Netzwerk an Freunden und Familei getrennt wurde, hat man ihn über den Tod hinaus verurteilt.

 

1934 verfasste Abraham Maslow ein Papier unter dem Titel, „Die Theorie menschlicher Motivation”. Maslow kodifizierte seine Erforschung der fünf essentiellen Bedürfnisse der Menschen in seiner berühmt gewordenen Bedarfshierarchie (beliebt bei Planern in der ganzen Welt). Als der Grundlegendste Bedarf, gelten Biologischer und physiologischer Bedarf – Atmen, Schlaf, Nahrung,
Sex usw.), gefolgt von Sicherheits Bedarf (Person, Finanzen, Gesundheit), dann das Soziale Bedürfnis (Freundschaft, Intimität, Familie) gefolgt von Achtungs Bedarf (Selbstachtung, Dazugehörigkeit) und schliesslich, an der Spitze der Hierarchie, Selbst-Aktualisierung.

 

 


Motivierung

 

 


Bedürfnisse aus der mittleren Ebene gehören zu den ausschlaggebenden in unserer Diskussion der Sozialen Medien. Welche Motivation bestimmt das Verhalten auf sozialen Medienplatformen wie Weblogs, YouTube, und Flickr, wenn nicht Zugehörigkeit und Achtungs Bedarf?

 

„Zugehörigkeit/Soziale Bedürfnisse“ bei Digitaltechnikplattformen ermöglichen Anschluss, so dass Menschen gleicher Interessen und Leidenschaften zusammenfinden können, sei es aus Leidenschaft für Spiele oder dem was uns Menschen weltweis anzieht (Prof. Monica Whitty hat sich auführlich mit dem Thema Romantik beschäftigt die in den alternativen Wirklichkeiten zu neuer Blühte gelangt und in Hochzeiten in der realen Welt endeten), oder in beunruhigenden Leidenschaften, wie der von Armin Melwes , der im Internet mit Jürgen Armando Brandes zusammenfand um ihm in dessen Einverständnis den Penis abzutrennen um ihm 3 Stunden später das Messer in den Hals zu rammen und ihn somit tötete. Vorher hatten die Beiden noch den Penis verzerrt und Melwes verzerrte ca. 20 kg von Brandes bevor er sich der Polizei auslieferte. Soziale Medien bieten im Wesentlichen eine Plattform, die Verbindungen miteinander und das Teilen untereinander ermöglicht. Eine Umgebung für Zugehörigkeit.

 

Noch interessanter ist vielleicht die Art und Weise wie Selbstachtung und Selbstrespekt mit Hilfe von sozialer Medienkanäle befriedigt oder erlangt werden. Auch bekannt als Achtungsbedarf, erfüllt die uns entgegengebrachte Achtung den Wunsch von anderen respektiert und geschätzt zu werden. Leute müssen Engagement beweisen um Anerkennung zu ernten.Eine oder mehre Aktivitäten sind notwendig um das Gefühl zu vermitteln einen Beitrage geleistet zu haben, meist um in unserem professionellen Umfeld geschätzt und respektiert zu werden. Gerade so werden wir im privaten Umfeld dafür anerkannt wenn wir unsere Hobbies oder unser Können, unsere Expertise mit anderen teilen.

 

Mittels der Kommentare oder auch der Verlinkung anderer gewinnen wir im sozailen Umfeld an Autorität, was unserer Selbstachtung zugute kommt.

 

 

  1. Das Bedürfniss ist Zugehörigkeit.
  2. Das Verhalten ist sozial.
  3. Der Gewinn ist Achtung.

 

 

Die Grundbedürfnisse der menschlichen Natur bleiben bestehen.