Stacks of archive files in their glass cabinets remind of server stacks in the splendour of the V&A’s gallery.

Stapel von Archivdateien in ihrer Glasvitrine erinnern an Serverstapel inmitte von V&A’s Galleriepracht.

 

 

Wie kommt es, dass Bridle unsere Zeit, als Zeit nach der Aufklärung referiert, wenn wir im frühen 21. Jahrhundert, die Technologie mit uns herum tragen, die einen Anschluss and die Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert möglich macht?

 

 

Ich verstehe sehr wohl, wie James Bridle mit seiner Five Eyes Installation im Londoner Victoria and Albert Museum den Auftrag erhielt.

 

 

Bridle's Five Eyes in den ausgezeichneten Tapisseriegalerien des Museums

Bridle’s Five Eyes in den prächtigen Tapisseriegalerien des Museums

 

 

Hier haben wir es: das Sichtbare und das Unsichtbare entsprechen dem gleichen Glaubenssystem, nämlich der Annahme, das alles grundsätzlich kenntlich gemacht werden kann. Wikileaks und die NSA glauben beide dasselbe: dass wenn wir alle Geheimnisse der Welt ans Licht bringen, alles in der Welt gut und richtig gemacht wird.

Das Museum und das Softwareprogramm haben die gleiche wesentliche Ontology, dass wenn die Dinge in Ordnung gebracht und sie entsprechend strukturiert werden, eine Wiedergabe produziert wird, die so perfekt ist, dass wir eine ganze Kultur darauf aufbauen können.

Vieles aber kann nicht kenntlich gemacht werden und während das Internet womöglich das Ausmaß dessen aufzeigt, was wir nicht wissen können und was unerschlossen bleibt, die nah verwandte, soziale und politische Philosophie, erklärt nicht nur, das alles kenntlich gemacht werden kann, aber das alles gleichzeitig wissentlich gemacht wird und strukturiert die Welt um eine solche Annahme, ob durch Überwachung, grosse Datenmengen, Markverherrlichung oder die Vorherrschaft des Nationalstaats. Der Fluch der Allwissenheit, der einmal Gott zugeschrieben war, wird nun tragisch in die Maschine investiert.

James Bridle’s vollständigen Eintrag auf englisch lesen.