Das Entsetzen über Gammelfleisch, das in unregelmäßigen Abständen auf unseren Tellern zu landen droht, gefährdet unsere Gesundheit weniger häufig als die permanente Gegenwart von Gammelmedia.

Handhabbar wird das im digitalen Raum. Hier stört es ausgerechnet das, worauf wir die Browserfenster oder die mobile Anwendung aus Interesse richten. Es stört und hindert die Lektüre.

Der Leser läßt sich vom Publizisten Ohrfeigen gefallen für dessen Inhalte er sich interessiert.

Hierzulande scheint es ärger als anderswo, vor und nach einem Video für das ich mich interessiere, muss ich durch Werbung hindurch solange GEMA Rechte dessen Verfügbarkeit nicht ohnehin untersagen.

Bei der Lektüre eines Artikels erleide ich epileptische Anfälle, erzeugt von aufdringlich animierter, flackernden Anzeigen.

In Folge schwankt der Leser zwischen Ärger und Wut auf die Marke, die ihm das antut. Vertrauen und Achtung sind dahin, Publizisten und Agenturen sabotieren ihre inhärenten Erfolgschancen.

Publizisten und Agenturen vertrauen einer umfassenden Lösung, mit optimierten Algorithmen auf Seiten dominanter Unternehmen wie Google, Facebook u. Co., deren Fortbestand gefährdet wäre ohne kommerzielle Lösung mit profitablen Werbeeinnahmen.

Derweilen ist jedem Verlag, jeder Publikation, die Entscheidung überlassen, welche Werbeformate die Publikation, zum Gefallen der Leserschaft unterstützten will.

Eine fantastische Gelegenheit für Publikationen, dem Interesse ihrer Leserschaft entsprechende Werbung zukommen zu lassen und die Formate einzuschränken auf ein vernünftiges Maß, so dass die Lektüre nicht gestört wird und die Werbung womöglich willkommen ist.

Für grosse wie kleine Mediaanbieter, eine fantastische Gelegenheit neue Geschäftmodelle anzubieten, die der Fragmentierung der Märkte entsprechen und dieser mit entsprechend fragmentierten, sehr Publikumsorientierten Angeboten zu nutzen verstehen.

Gründer Simon Staib und Jan Homann haben das Modell mit Stilanzeigen für die Blogospähre in Anwendung gebracht.

 

 


 



 

 

Der unserer Werbebranche unabwendbar, auferlegte Wandel zu schichter Gestaltung, durch die massive Dominanz von Mobilgeräten, liefert die Gründe warum Kreativität bei den Werbeformaten angesagt ist.

Der Begriff Gammelmedia wurde von Thomas Koch geprägt.

 

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