Fünf Fragen

Die meisten Anfragen (RFI – request for information) an Agenturen sind Standard, berichtet Edward Boches auf seinem creativity_unbound Blog, den ich mich hier bemühe Originalgetreu zu übersetzen. Sie fragen nach Fakten, Ziffern, Management Bios, Kundenlisten, aktuelle Verluste/Gewinne, Kapazitäten, strategische Praktiken und Arbeitsbeispiele. Fraglos alles nützliche Informationen. Manche gehen einen Schritt weiter und wollen die Kultur in Erfahrung bringen oder aber dass, was die Agentur vom Wettbewerb unterscheidet.
Wäre ich CMO oder Berater, so Edward weiter, ich würde viel mehr wissen wollen. Warum? Weil Sie nicht der Agentur Vergangenheit anheuern wollen. Sie wollen ihre Zukunft anheuern. Und diese Zukunft ist vielmehr eine Reflexion der Vision der Agentur, der jüngst eingestellten Mitarbeiter und ihre Bereitschaft das aufzunehmen was kommen wird als das was war zu konservieren.

Hier die fünf Fragen die Sie meiner Meinung nach stellen sollen.

  1. Wie sieht die Zukunft der Werbung aus?
    Schwer zu beantworten, dennoch werden Sie wissen wollen ob Ihre Agentur die Zeichen der Zeit erkennt. Ob Klarheit darüber besteht in wie weit sich das Verhalten der Konsumenten ändert. Ob Klarheit besteht über die neue Rolle, die der Konsument für sich beansprucht. Wie die Agentur auf die Entwicklung, fort von unterbrechenden Botschaften und hin zu Technologien und Plattformen, gerüstet ist, bei denen die Gabe zuzuhören wichtiger ist als die des Redens. Eine vorwärts denkende Agentur sollte seinen Standpunkt vertreten können und bestens informiert sein wie soziale Medien, Technologie, und die ‚gut genug Revolution‘ das Geschäft verändern.
  2. Was unternehmen Sie um Ihre Existenz abzusichern?
    Heutzutage sieht es in einer Agentur völlig anders aus als noch vor wenigen Jahren. Wie ist die Agentur für Digitales aufgestellt? Welche Praktiken haben sie über Bord geworfen? Wie hat sich ihr kreatives Briefing entwickelt? Womöglich hat die Agentur Verbindungs-Planung in die Kreation eingebaut, Allianzen entwickelt zu bestmöglichen Partnern, oder neue Praktiken auf den Markt gebracht? Das Dilemma ein Erfinder zu sein fordert uns alle heraus aber es ist keine Entschuldigung für Inaktivität.
  3. Was sind die Kriterien um neue Leute einzustellen?
    Talent ist alles. Natürlich wollen wir das unsere Leute sich voll und ganz ihrem Geschäft widmen und berühmte Arbeiten geschaffen haben. Nachdem Sie Hand in Hand mit unseren Leuten arbeiten werden, interessiert es Sie vielleicht die Qualitäten und Qualifikationen zu wissen nach denen die Agentur trachtet. Neugierde? Mut? Unerbittlichkeit? Unterbricht gerne? Verrückt? Und finden Sie heraus wie viele muttersprachlich Digitale ihre Agentur zuletzt eingestellt hat. Sie wollen vermeiden, dass Ihre Agentur mit Aufholen beschäftigt ist.
  4. An was machen Sie ein kreatives Team fest?
    Wer ausser Texter und Art Direktor ist mit im Team? Technology? User Experience? Soziale Medien? Verbindungs Planer? Noch besser Sie finden heraus ob die Agentur überhaupt die Bezeichnung ‚Kreative‘ nur für Texter und Art Direktoren und Designer geltend macht. Das nämlich verrät eine Menge darüber, ob die Agentur denkt, dass eine Idee eine Botschaft ist oder etwas weit überzeugenderes.
  5. Was sind die fünf aktuellen, Kreativ-Ideen, die keine Anzeigen sind?
    Entwickelt dieAgentur neue Produkte für ihre Kunden? Bildet sie Gemeinschaften? Entwickelt sie Apps und Werkzeuge und WAP sites? Haben sie sich ebenso verpflichtet für alle Nicht Werbe-Platformen wie für den 30 Sek. TV Spot? Immerhin heuern Sie ihre Werbeagentur an, wie jedoch bereits die erste Frage verrät, mag Werbung etwas völlig anderes sein in den folgenden Jahren.
  6.  

    Was glaubt Ihr. Fallen Euch weitere Fragen ein die ein Kunde seiner nächsten Agentur stellen soll?

    Edward Boches ist Chef Kreativer und Chef Sozialer Medien von Mullen. Einer US Werbeagentur mit +500 Angestellten und Niederlassungen in Boston, Winston Salem, Pittsburgh, Detroit und New York. Selbst für mein wenig zartes Empfinden, hat Mullen sich mit der neuen Website, ein gutes Stück aus dem Fenster gelehnt. Sollte Mullen Recht behalten, dann gehen wir in Deutschland auch mit dem jüngsten Wandel in unserer Industrie zaghaft und wieder nicht radikal genug um.