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Es ist nicht das „i”, es ist das „e”

Otl Aicher Piktogramme, Olympische Spiele 1972 in München. Bildquelle. Video via Vice.

 

 

Während alle nur mehr wischen und mit dem „i” Phänomen beschäftigt sind, iPhone, iPad… machte sich eine ganz andere Bewegung breit.

Die „e” Bewegung ist im Vergleich zur „i” Hysterie, elektrifizierend und womöglich involvierender. Egal beides, „e” und „i” macht gleichermassen süchtig wie Bier, Kaffee und Zigaretten.

Beides wird von Drogenlords von nie dagewesener Macht und Einfluss beherrscht. Von der einen wie der anderen Bewegung wird Europa erfasst und eingenommen ohne darauf vorbereitet zu sein. Die EU hat keinen Anteil an seiner Entwicklung. Deutschland dagegen verteidigt in der Gaming Disziplin seinen „German Engineering” Weltruf – junge Unternehmer in Berlin und Hamburg.

„League of Legends” hat mehr Spieler als Frankreich Franzosen.

Wie auch schon die „i” Bewegung anfänglich mit Unverständnis, Ablehnung und Argwohn begrüßt wurde, wurde auch die Entwicklung und Ausbreitung der ersten Welle der „e” Bewegung versäumt und in seiner Bedeutung von Politik und Bildung nicht wahrgenommen.

Beliebt sind Kürzel wie „2.0, 4.0” aber die Tiefe für die die alte Welt berühmt sein will, die tiefe Auseinandersetzung setzt erst ein, sowie die Plätze an Drogenlords führender Nationen vergeben sind.

Japan war von Anbeginn an nicht interessiert am Internet (i-Bewegung). Zuviel Wettbewerb. Japan konzentriert sich auf die Entwicklung von Robotics. Kein Wettbewerb.

 

 

eSport, die erste Welle

Meine unter die Haut gehende Erfahrung habe ich dem eSport zu verdanken, nicht meiner lebenslangen Mitwirkung an Mediengestaltung. Es ist fantastisch ein selbstbestimmtes digitales Leben zu führen, die Natur und die Welt ausschliesslich über Bildschirme zu erfahren. Ich will nicht allen Ernstes, dem Schmutz und den Gefahren der physischen Natur ausgesetzt sein oder beim Skifahren von der Piste abkommen. Beim Segeln von Riesenkraken in die Tiefe gerissen werden. Ich will mich nicht mit Freunden treffen, den alten Schmarrn hören und dann vier Tage erledigt sein vom unvermeidlichen Alkoholexzess. Wenn ich spielen will, starte ich von einer uralten Festplatte, treffe Maehsi, Buggers, Stingray und wie sie alle heissen zu einigen sehr schnellen Spielen. Nach 20 Minuten sind wir alle erledigt und erholen uns mit der für 20 Minuten unterbrochenen Arbeit, die wie alles andere auch am Bildschirm stattfindet.

Alles was es als Gestalter und Marketingmann zum Wandel im Verhalten der Leute zu erfahren gibt, erfahre ich intensiver und gefühlter im eSport. Hier wollen alle dasselbe, ein ganz normales Leben führen.